Was muss man in Niedersachsen gemacht haben? Welche Orte eignen sich besonders für einen spontanen Tagesausflug im zweitgrößten deutschen Bundesland? Fest steht: In Niedersachsen gibt es einige reizende Städte und Orte, die du auf keinen Fall verpassen solltest; egal, ob du als Paar, mit Kindern, als Familie oder mit dem Hund auf Niedersachsen-Entdeckungstour gehen möchtest. Ich habe dir heute meine Lieblings-Ausflugsziele in Niedersachsen mit ihren Top-Sehenswürdigkeiten herausgesucht. Als Bonus verrate ich dir auch die kulinarischen Spezialitäten der ca. 8 Mio. Niedersächs:innen, die es sich zu probieren lohnt.

Auf meinen Touren durch das norddeutsche Bundesland habe ich festgestellt: Niedersachsen ist ein absolutes Fachwerk-Eldorado. Klar, findest du dort auch wunderschöne Natur mit tollen Wäldern und Wanderwegen, aber mir haben es vor allem die kleinen und großen Städte angetan. Sie liegen an Flüssen wie der Leine, der Elbe, der Weser oder der Ilmenau. In meiner bunten Sammlung an Ausflugszielen ist Hann. Münden mit 24.000 Einwohner:innen die kleinste Stadt, die Landeshauptstadt Hannover mit 567.000 Einwohner:innen die größte und auch die bevölkerungsreichste Niedersachsens.
Kein anderes Bundesland grenzt übrigens an so viele Nachbarn: gleich neun andere Bundesländer schließen sich an. Historisch geprägt wurde die Region unter anderem durch ihre den Bund der Hanse und durch die Fachwerk-Bauweise. Diese verbreitete sich hier bereits ab der Mitte des 13. Jahrhunderts und prägt bis heute das Bild vieler Altstädte. Ein schönes Beispiel für die lebendige Tradition des Bundeslandes ist auch der Tag der Niedersachsen: ein großes, dreitägiges Landesfest, das seit 1981 fast jedes Jahr in einer anderen niedersächsischen Stadt gefeiert wird.
Kulinarische Spezialitäten in Niedersachsen
Bei meinen Niedersachsen-Ausflugszielen verrate ich dir auch die regionalen, kulinarischen Spezialitäten; also welches Essen oder Getränk du an den jeweiligen Orten probiert haben solltest, Restaurant-Tipps inklusive. Und Niedersachsen hat einiges zu bieten …
Die Küche Niedersachsens ist bodenständig, herzhaft und stark von Landwirtschaft und Küste geprägt. Klassiker sind deftige Wintergerichte wie Grünkohl mit Pinkel, Kassler und Speck, Steckrübeneintopf oder Birnen, Bohnen und Speck sowie verschiedene regionale Wurst-Spezialitäten. Durch die Nähe zur Nordsee spielen auch Fischgerichte wie Scholle, Hering oder Stint eine wichtige Rolle. Gleichzeitig hat Niedersachsen eine lange Brau- und Getränketradition, etwa mit der Braunschweiger Mumme, der Goslarer Gose oder dem Kräuterlikör Jägermeister aus Wolfenbüttel. Süß geht es ebenfalls: Butterkuchen, Welfenspeise oder Heidesand gehören zu den klassischen Desserts.
Du siehst, Niedersachsen hat einiges zu bieten. Nun lass dich überraschen, was du so cooles im norddeutschen Flächenland machen kannst. Mit meinen Ausflugszielen bist du in jedem Fall für ein paar Wochen sehr gut versorgt, egal ob du einen Tagesausflug, eine Rundreise oder ein romantisches Wochenende planst!
Lüneburg: Salz am Stint

Lüneburg gehört für mich zu den schönsten Ausflugszielen in Niedersachsen. Die zuckersüße Student:innenstadt begeistert mit einer historischen Altstadt voller prunkvoller Giebelhäuser, verwinkelter Gassen und einer lebendigen Kneipen- und Restaurantszene. Gleichzeitig blickt Lüneburg auf eine lange Geschichte als wohlhabende Hansestadt zurück, deren Reichtum einst auf dem Salzhandel beruhte. Heute kennen viele die Stadt außerdem als Drehort der beliebten Vorabendserie „Rote Rosen“.
Das Herz der Stadt ist der malerische Stint, ein ehemaliger Hafenbereich mit schiefen Backsteinhäusern, Restaurants und Blick auf den Alten Kran. Ebenfalls sehenswert sind der Wasserturm, von dem du den schönsten Blick über die Altstadt hast, und die vielen historischen Kirchen wie St. Johannis oder St. Michaelis.
Wenn du Hunger bekommst, lohnt sich eine Pause im Mälzer Brauhaus mit selbstgebrautem Bier, Aioli und norddeutscher Hausmannskost. Eine süße Adresse ist außerdem die Lüneburger Bonbon Manufaktur. In der Vorweihnachtszeit verwandeln mehrere Weihnachtsmärkte die Altstadt zusätzlich in eine besonders stimmungsvolle Kulisse.
Hoteltipp: Das Hotel Einzigartig ist eine charmante Unterkunft mitten in der Altstadt, mit sehr gutem Restaurant.
Mehr Tipps findest du im Artikel → Ein perfekter Tag #11 in: Lüneburg.
Goslar: UNESCO mit Harz

Fachwerk, Kopfsteinpflaster und jahrhundertealte Geschichte prägen das Bild von Goslar, einer der beeindruckendsten historischen Städte am Harzrand. Nicht zuletzt, weil hier gleich drei bedeutende Orte zum UNESCO-Welterbe zählen: die historische Altstadt, das Bergwerk Rammelsberg und die Oberharzer Wasserwirtschaft. Schon beim ersten Spaziergang durch die Altstadt wird schnell klar, warum: Zwischen verwinkelten Gassen, kunstvoll bemalten Türen und perfekt erhaltenen Fachwerk-Ensembles fühlt sich vieles an wie eine Filmkulisse für ein Märchen der Brüder Grimm.
Das Herz der Stadt ist der Marktplatz mit seinem gemusterten Kopfsteinpflaster, dem Brunnen mit dem Goslarer Adler und dem mittelalterlichen Rathaus. Mehrmals täglich öffnet sich am Kämmereigebäude ein Glockenspiel, das mit Figuren die Geschichte des Rammelsberger Bergbaus erzählt. Ebenfalls sehenswert sind die Kaiserpfalz, ein beeindruckender Profanbau aus dem 11. Jahrhundert, sowie – meine Favoriten! – die beiden Botero-Skulpturen „Mann mit Stock“ und „Frau mit Schirm“ am Rosentor. Du musst wissen, dass ich mich auf meiner Kolumbien-Rundreise Hals über Kopf in die wunderbare Kunst Boteros verliebt habe und mich seither immer freue, wenn ich Werke von ihm wiedersehe. Den schönsten Blick über die Altstadt hast du nach 218 Stufen vom Nordturm der Marktkirche.
Für eine Pause lohnt sich das Brauhaus Goslar, wo du die lokale Bierspezialität Gose probieren kannst. Wenn du noch etwas Zeit hast, empfiehlt sich ein Abstecher zum Bergwerk Rammelsberg oder zur Aussichtsterrasse am Maltermeisterturm oberhalb der Stadt.
Hoteltipp: Das gediegene Hotel Niedersächsischer Hof liegt nur 600 m von der historischen Altstadt Goslars entfernt und ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.
Celle: Fachwerk-Eldorado mit Schloss

Mehr als 400 Fachwerkhäuser machen Celle zu einem echten Fachwerk-Eldorado, und zu einem der schönsten historischen Ausflugsziele in Niedersachsen. Beim Spaziergang durch die Altstadt reihen sich liebevoll restaurierte Giebelhäuser, kleine Plätze und schmale Gassen aneinander.
Ein Highlight der Stadt bildet das Celler Schloss, ein prächtiges Residenzschloss mit Schlosspark, in dem sich mit etwas Glück sogar Nutrias sehen lassen. Ebenfalls sehenswert sind die Stadtkirche St. Marien, von deren Turm du den schönsten Blick über die Altstadt hast, sowie das Glockenspiel am Alten Rathaus, das mehrmals täglich erklingt. Beim Bummeln solltest du unbedingt bei Huth’s Kaffee & Feinkost vorbeischauen oder im historischen Laden Alter Provisor den berühmten medizinischen Schnaps probieren, den es nur hier gibt.
Für eine Pause lohnt sich das Museumscafé zum Frühstück oder das stilvolle Kiess & Krause Kaffeehaus im Art-Déco-Stil mit sehr gutem Kaffee und Kuchen. Für abends ist das herzige San Marino mein Tipp, ein italienisches Restaurant. Besonders stimmungsvoll ist Celle übrigens in der Adventszeit, wenn sich die Altstadt in einen romantischen Weihnachtsmarkt verwandelt.
Hoteltipp: Das Intercity Hotel Celle liegt zentral und eignet sich gut als Ausgangspunkt für entspannte Tage ohne Auto.
Mehr Tipps findest du im Artikel → Sehenswürdigkeiten und Tipps für Celle.
Hann. Münden: Flusskuss & Welfenschloss

Dort, wo sich Werra und Fulda zur Weser vereinen, liegt mit Hann. Münden eine der malerischsten Fachwerkstädte Niedersachsens. Rund um die Altstadt drängen sich mehr als 700 historische Fachwerkhäuser, dazwischen kleine Plätze, verwinkelte Gassen und immer wieder schöne Ausblicke aufs Wasser. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel aus Fachwerk und Flusslandschaft, das Hann. Münden seinen ganz eigenen Charakter verleiht.
Ein guter Startpunkt für deinen Besuch ist der Marktplatz mit dem historischen Rathaus, von dem aus du schnell zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelangst. Sehenswert sind außerdem die St.-Blasius-Kirche, das Welfenschloss an der Werra und die Alte Werrabrücke, eine der ältesten Steinbrücken Norddeutschlands mit sechs Bögen und spitz zulaufenden Eisbrechern. Ein besonderes Highlight ist der sogenannte Flusskuss: Hier treffen Werra und Fulda zusammen, und ein großer Findling erinnert mit einem Gedicht daran, dass aus diesem „Kuss“ die Weser entsteht. Für eine Pause empfehle ich dir das reizende Café Zimt & Zucker mit Blick auf den Fluss. den schönsten Blick auf die Stadt hast du von der Tillyschanze.
Spazier unbedingt entlang der Flusspromenaden und halt Ausschau nach schönen Fotospots mit Fachwerk und Wasser. Nicht verpassen: Dr. Wolfs Wunderkammer, ein kleines Kuriositätenmuseum.
Weitere Tipps findest du im Artikel von Imke zu → Hann. Münden Sehenswürdigkeiten auf ihrem Blog Crappy Radio Stations.
Einbeck: Bier & Blaudruck

Fachwerk, Streetart, Bier und jede Menge PS: Einbeck ist eines der überraschendsten Ausflugsziele in Niedersachsen. Die ehemalige Hansestadt begeistert mit rund 400 historischen Fachwerkhäusern, darunter besonders das wunderschöne Ensemble in der Tiedexer Straße. Gleichzeitig hat sich Einbeck in den letzten Jahren zu einem kleinen Streetart-Hotspot entwickelt: Dank eines Festivals schmücken heute mehr als 60 Murals die Fassaden der Stadt.
Historisch ist Einbeck vor allem als Bierstadt bekannt. Hier wurde das berühmte Bockbier erfunden, das bis heute eng mit der Stadt verbunden ist. Du kannst die Biertradition entweder entlang des Bierpfades entdecken oder direkt bei der Einbecker Brauerei mehr darüber erfahren. Ebenfalls sehenswert ist der PS.Speicher, ein modernes Automuseum mit einer beeindruckenden Sammlung historischer Fahrzeuge. Den schönsten Blick über die Altstadt hast du vom Turm der Marktkirche, allerdings nur im Rahmen einer Führung.
Für eine kulinarische Pause empfehle ich das Brodhaus am Marktplatz, eine der ältesten Gaststätten Niedersachsens, in der du sogar in riesigen Bierfässern sitzen kannst.
Hoteltipp: Das FREIgeist Einbeck ist ein stylisches Designhotel in der Nähe des PS.Speichers.
Mehr Einbeck-Tipps findest du hier:
Stade: Hansehafen mit Schwedenspeicher

Wasser prägt das Bild von Stade: Hansehafen, Stadthafen, Holzhafen, Burggraben und der kleine Fluss Schwinge ziehen sich durch die historische Altstadt und geben der Stadt ihren besonderen Charakter. Die hübsche Altstadt liegt auf einer Insel und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Hier findest du viele gut erhaltene Fachwerkhäuser, die gemeinsam mit dem alten Hafenensemble ein richtig malerisches Stadtbild ergeben.
Das Herz von Stade ist der Hansehafen mit dem Fischmarkt und dem historischen Tretkran. Hier spürt man noch heute die lange Geschichte der Stadt als wichtiger Handelsplatz. In unmittelbarer Nähe befindet sich das moderne Museum Schwedenspeicher, das spannende Einblicke in die Geschichte der Hansestadt gibt. Ebenfalls sehenswert sind der leicht schiefe Turm der Wilhadi-Kirche, der besonders abends ein tolles Fotomotiv ist, sowie die vielen schmalen Gassen rund um den Hafen. Wenn du Lust auf eine besondere Perspektive hast, kannst du sogar eine Kajaktour auf dem Burggraben machen. Den schönsten Blick über die Stadt bekommst du nach 176 Stufen vom Turm der Cosmae-Kirche. Für eine Pause empfehle ich das Saltkrokan, ein charmantes Café im skandinavischen Stil.
Mehr Tipps für Stade findest du im Artikel → Ein perfekter Tag #39 in: Stade.
Buxtehude: Has‘ & Igel

Buxtehude liegt direkt vor den Toren Hamburgs und ist von dort sogar bequem mit der S-Bahn zu erreichen. Die kleine Hansestadt am Rande des Alten Landes ist vor allem durch das Märchen von Hase und Igel bekannt geworden, und überrascht Besucher:innen mit einer zuckersüßen Altstadt, die größtenteils verkehrsberuhigt ist.
Das Herz der Stadt bildet die St.-Petri-Kirche mit ihrem markanten 75-m-hohen Turm. Rundherum warten viele hübsche Ecken zum Entdecken: der Stavenort mit seinem Glockenspiel, das mehrmals täglich erklingt, die winzige Hase-und-Igel-Twiete sowie das überraschend große Buxtehude Museum für Regionalgeschichte und Kunst. Besonders fotogen ist der Fleth, ein ehemaliges Hafenbecken aus dem 13. Jahrhundert, an den sich Fachwerkhäuser und die Statue des Flethkiekers schmiegen. Hier liegt auch der historische Ewer „Margareta“, die einen stimmungsvollen Blickfang bildet. Für eine Pause bieten sich mehrere reizende Cafés an, etwa das Café Pompom oder das Café Baham im Museum. Mein Restaurant-Tipp ist das schicke Abthaus mit seinem mittelalterlichen Flair.
Hoteltipp: Das Hotel Zur Mühle liegt direkt am Fleth und damit mitten im schönsten Teil der Altstadt.
Mehr Tipps findest du im Artikel → Ein perfekter Tag #98 in: Buxtehude.
Wolfenbüttel: Lessing & der Kräuterlikör

Tatsächlich gehört die Lessingstadt Wolfenbüttel mit ihrer Altstadt und den vielen historischen Häusern zu den schönsten in Niedersachsen. Rund um den Stadtmarkt mit dem traditionellen Ratskeller kannst du wunderbar durch die Straßenbummeln und immer wieder neue Details entdecken.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen das Schloss Wolfenbüttel, die prächtige Hauptkirche Beatae Mariae Virginis sowie die berühmte Herzog August Bibliothek, eine der bedeutendsten historischen Bibliotheken Europas. Wenn du die Stadt einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchtest, kannst du mit dem OkerPiraten auf der Oker in See stecheb, etwa bei einer gemütlichen Bootstour rund um den Seeliger Park.
Für eine Pause lohnt sich ein Abstecher zur Treccino Kaffeerösterei oder zur etwas versteckt gelegenen Wolfenbütteler Eismanufaktur. Ein überraschender Ort ist außerdem der KOMM Beach Club, der mit weißem Sand und Liegestühlen direkt am Stadtgraben fast ein bisschen Karibikflair in die Stadt bringt.
Mehr Wolfenbüttel-Tipps findest du hier:
- Ein Tag in Wolfenbüttel (Nicolos Reiseblog),
- Urbanes Bilderbuch Wolfenbüttel (von mir auf der Website der About Cities) und
- 5 alternative Orte in Wolfenbüttel (von mir auf dem Blog „echt lessig“ von Wolfenbüttel).
Hildesheim: Rosen & UNESCO

Hildesheim liegt rund 30 km südlich von Hannover und ist mit etwa 100.000 Einwohner:innen eine lebendige Uni- und Bischofsstadt, und gleichzeitig noch ein kleiner Geheimtipp unter den niedersächsischen Städten. Besonders bekannt ist Hildesheim für sein UNESCO-Welterbe, das aus dem Mariendom und der Michaeliskirche besteht. Beide frühromanischen Kirchen gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Ein Highlight ist der 1000-jährige Rosenstock an der Domapsis des Mariendoms, der als Wahrzeichen Hildesheims gilt. Ganz in der Nähe liegt die Michaeliskirche mit ihrer berühmten bemalten Holzdecke aus dem 13. Jahrhundert. Nach dem Besuch lohnt sich ein Spaziergang in den benachbarten Magdalenengarten, in dem rund 1500 Rosen wachsen. Mein Lieblingsort ist jedoch der historische Marktplatz, der nach dem Zweiten Weltkrieg originalgetreu rekonstruiert wurde, und sich heute ohne falsche Scheu zu den schönsten Plätzen Norddeutschlands zählen darf. Nicht verpassen: den kuriosen Fachwerkbau „Umgestülpter Zuckerhut“.
Den schönsten Blick über Hildesheim bekommst du vom Turm der St.-Andreaskirche. Nach 364 Stufen erreichst du die Aussichtsplattform des höchsten Kirchturms Niedersachsens. Besonders romantisch ist es dort zum Sonnenuntergang. Für eine Pause empfehle ich die Brotmanufaktur Herr von Myra oder einen Burger bei den Beef Guys (einer der besten Burger, den ich in meinem Leben je gegessen habe!).
Hoteltipp: Das Van der Valk Hotel Hildesheim liegt direkt am historischen Marktplatz und bietet, je nach Zimmer, einen wunderbaren Blick aufs historische Herz der Stadt.
Mehr Tipps findest du im Artikel → Ein perfekter Tag #89 in: Hildesheim.
Braunschweig: Rizzi und der Löwe

Braunschweig wird oft als Löwenstadt bezeichnet. Der Grund dafür steht mitten auf dem Burgplatz: der berühmte Braunschweiger Löwe. Heinrich der Löwe ließ ihn bereits 1166 gießen und vergolden. Seitdem ist die Statue das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Wenn du auf dem Burgplatz stehst, spürst du schnell, wie viel Geschichte sich hier verdichtet: Der Löwe wird flankiert vom Dom St. Blasii und der Burg Dankwarderode. Für mich gehört dieser Platz zu den eindrucksvollsten historischen Ensembles in Niedersachsen.
Ein besonders schöner Blick auf die Stadt erwartet dich vom Rathausturm des Altstadtrathauses. Nach 161 Stufen erreichst du die Aussichtsplattform. Von hier oben erkennst du gut, wie sich die historische Stadtstruktur rund um Burgplatz und Altstadt entfaltet. Architektonisch spannend ist auch das Residenzschloss Braunschweig.
Ein überraschend farbenfroher Kontrast zur historischen Architektur ist das Happy Rizzi House mit seinen bunten Fassaden. Mein Restaurant-Tipp: Für eine Pause bietet sich das Ristorante LaCupola im Haus der Wissenschaft an: Hier kannst du italienische Küche genießen und gleichzeitig über die Dächer der Stadt schauen.
Hannover: unterschätzte Landeshauptstadt

Wenn du mich fragst, wird Hannover als Ausflugsziel kolossal unterschätzt. Das wichtigste Wahrzeichen der niedersächsischen Landeshauptstadt ist das Neue Rathaus. Der prachtvolle Bau aus dem Jahr 1913 kombiniert Elemente der Neorenaissance und des Barocks. Nicht verpassen: Eine Fahrt mit dem historischen Fahrstuhl. Ein Spaziergang durch die Stadt führt außerdem zu den berühmten Nanas von Niki de Saint Phalle, zum Maschsee und zu den wunderschönen Herrenhäuser Gärten, einer meiner Lieblings-Sehenswürdigkeiten in Hannover.
Für eine Entdeckungstour empfehle ich den Roten Faden: eine 4,2-km-lange Route, die dich unkompliziert an vielen Hannover-Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Alternativ kannst du auf der Leine kajaken, Streetart im Kulturzentrum Faust entdecken oder am Samstag über den ältesten Flohmarkt Deutschlands an der Leine entlang schlendern.
Wenn du zwischendurch eine Pause brauchst, habe ich ein paar persönliche Lieblingsorte: Frühstück bei Fräulein Schlicht, KUHnstwerk für richtig gute Burger und das Teestübchen für Tee und Kuchen auf dem historischen Ballhofplatz.
Hoteltipp: Das me and all hotel Hannover ist modern, stylisch und gut angebunden. Außerdem kann ich das motel one in der Nähe der Oper empfehlen.
Mehr Tipps findest du im Artikel → Ein perfekter Tag #68 in: Hannover. Wenn du dich auch für Graffiti und Streetart interessierst, schau dir auch diesen Blogpost von mir an: Streetart & Graffiti in Hannover: ultimativer Guide für die schönsten Murals und die besten Artspots (mein Liebling: das Krümelmonster-Mural am Fabriktor vom Kekshersteller Bahlsen).
Du möchtest Deutschland von Hannover aus entdecken und legendäre Mikroabenteuer erleben? Da hätte ich ein paar Ideen: 11 Ziele für unwiderstehliche Mikroabenteuer ab Hannover mit der Bahn.
Göttingen: Unistadt mit kultigen Kneipen

Göttingen liegt in Südniedersachsen und ist eine klassische Universitätsstadt. Das studentische Leben prägt die Atmosphäre der Stadt bis heute, und so ist es wenig verwunderlich, dass es viele Kneipen und Cafés zu erschwinglichen Preisen zu entdecken gibt.
Das Herz der Stadt ist der Marktplatz mit dem Rathaus und dem Gänseliesel-Brunnen. Die kleine Bronzefigur gilt als Wahrzeichen Göttingens. Rundherum stehen historische Gebäude aus unterschiedlichen Stilepochen. An der Südöstlichen Ecke des Göttinger Marktplatzes wartet eine Besonderheit auf dich: der Vier-Kirchen-Blick auf St. Michael, St. Johannis, St. Jacobi und St. Albani. Wenn du durch die Altstadt flanierst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Häuser. Einige von ihnen tragen kleine Informationstafeln, die ihre Geschichte erzählen, z.B. die Fachwerkbauten Schwarzer Bär und das Grätzel-Haus.
Für einen Spaziergang bietet sich der Wallring an: ein grüner Gürtel, der Teile der Altstadt umschließt. Den schönsten Blick über Göttingen bekommst du vom Blauen Turm an der Universität. Ein ruhiger Ort für eine Pause ist der Alte Botanische Garten mit dem Café Botanik. Viel Grün und viel Platz warten auch im Gartenhaus auf dich, wo du von früh bis spät Essen und Trinken kannst.
Wenn du in Göttingen bist, musst du eine Bratwurst beim Kult-Imbiss Glöckle probieren. Der steht hier schon seit 1920 und verkauft Göttinger Bratwurst! Restaurant-Tipp: Zum Abendessen kann ich dir das apex sehr empfehlen – faire Preise, nette Atmosphäre und wirklich gutes Essen. Ausklingen lassen kannst du deinen Göttingen-Besuch im Trou, einer urigen Kult-Kneipe in einem Kellergewölbe.
Uelzen: Hundertwasser & die Eule

Mit rund 34.000 Einwohner:innen ist Uelzen eine eher kleine Hansestadt in Niedersachsen. Direkt bei der Ankunft wartet schon die Top-Sehenswürdigkeit, die weit über die Region hinaus bekannt ist: der Hundertwasser-Bahnhof. Das einst wilhelminische Bahnhofsgebäude wurde im Rahmen der EXPO 2000 nach den Plänen von Friedensreich Hundertwasser umgestaltet. Wenn du mich fragst: Der schönste Bahnhof Deutschlands. Lass dir hier Zeit und schau dir den Bahnhof in allen Details in Ruhe an.
Von hier lohnt sich ein Rundgang durch die historische Altstadt. Rund um den Schnellenmarkt findest du ein ruhiges Quartier mit Fachwerk, Backstein und einigen überraschenden Details. Besonders schön ist die Fachwerkzeile in der Lüneburger Straße, während die Mäusetwiete zu den schmalsten Durchgängen der Stadt gehört. Hier versteckt sich auch eines der ältesten Fachwerkhäuser Uelzens aus dem Jahr 1594. Ebenfalls sehenswert sind das Alte Rathaus, die gotische St.-Marienkirche mit ihrem 86-m-hohen Turm sowie das kostbare Goldene Schiff, das du in einer Wandnische ebendieser Kirche bewundern kannst.
Ein reizendes Wahrzeichen Uelzens ist die Uhlenköper-Statue. Wenn du die Münze der Figur reibst und dein Kleingeld klimpern lässt, soll dir das Glück beim Geld nicht ausgehen.
Für eine Pause kannst du dich am Ratsteich im Zanzibar niederlassen. Unbedingt einkehren kannst du im Mr. T, einem sehr stylischen, wenn auch etwas versteckten Laden mit exzellenten Burgern, der unter Einheimischen längst Kultstatus hat.
Papenburg: Meyer Werft & Venedig des Nordens

Papenburg liegt im Emsland nahe der niederländischen Grenze. Die Kleinstadt ist vor allem für die Meyer Werft bekannt, in der einige der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt gebaut werden. Gleichzeitig wirkt die Stadt erstaunlich beschaulich. Ein Netz aus Kanälen und Klappbrücken prägt das Stadtbild und verleiht der Stadt ihren besonderen Grachtencharme. Nicht umsonst wird Papenburg auch das „Venedig des Nordens“ genannt.
Ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel ist die verkehrsberuhigte Innenstadt rund um den Hauptkanal. Besonders im Frühling und Sommer wirkt alles besonders malerisch: Blumenkübel, viele Sitzgelegenheiten, Cafés und Restaurants flankieren das Wasser. Das wichtigste Wahrzeichen der Stadt ist das Museumsschiff Friederike von Papenburg, ein Nachbau einer historischen Brigg und Teil des Schifffahrtfreilichtmuseums. Gleich in der Nähe steht das Rathaus von Papenburg, ein neobarocker Bau aus dem Jahr 1913 mit einem schön gestalteten Rathausvorplatz.
Sehenswert sind außerdem die Meyer Mühle von 1888, die St.-Antonius-Kirche sowie das Gelände der Alten Werft, das heute ein Kultur- und Freizeitzentrum ist. Wenn du Zeit hast, lohnt sich auch eine Besichtigung der Meyer Werft.
Mein Tipps für eine Pause: das Alte Gasthaus Kuhr mit klassischer Hausfrauenkost oder einen Kaffee im News Café im Stadtpark, der in seiner heutigen Form bei der Landesgartenschau 2014 entstanden ist.
Hoteltipps: Das Hotel Alte Werft, das WH Hotels Papenburg Zentrum oder das Arkadenhaus – Hotel Freiherr von Schwarzenberg liegen alle zentral und eignen sich gut für einen Aufenthalt in Papenburg. Im Arkadenhaus kann ich auch den Brunch empfehlen.
Cuxhaven: hallo Nordsee!

Cuxhaven liegt dort, wo die Elbe in die Nordsee mündet. Ebbe und Flut prägen hier den Rhythmus des Tages. Das Wattenmeer, seit Jahren UNESCO-Weltnaturerbe, beginnt direkt vor der Haustür der Stadt. Ein Wahrzeichen der Stadt ist die Kugelbake, ein hölzernes Seezeichen an der Elbmündung. Von hier kannst du wunderbar beobachten, wie große Containerschiffe Richtung Elbe oder Nord-Ostsee-Kanal unterwegs sind. Ein weiterer besonderer Ort ist die Alte Liebe, eine historische Aussichtsplattform direkt am Hafen. Ebenfalls sehenswert ist der Leuchtturm Kleiner Preuße, der an die maritime Geschichte der Region erinnert.
Zu einem Cuxhaven-Besuch gehört natürlich auch ein Tag am Strand. Besonders reizvoll ist eine Wattwanderung. Gegenüber von Cuxhaven liegt nämlich die Insel Neuwerk, die kurioserweise zu Hamburg gehört. Du kannst sie zu Fuß durch das Watt erreichen oder mit einer Kutsche über den Meeresboden fahren. Dabei solltest du unbedingt die Gezeiten im Blick behalten.
Cuxhaven ist für mich auch ein sehr persönlicher Ort. Mein Vater ist dort geboren, und einige meiner frühesten Reiseerinnerungen stammen von der Nordseeküste: stundenlanges Herumstreifen im Watt auf der Suche nach Krebsen oder kleine Entdeckungstouren entlang der Promenade. Für eine Pause mit Blick über die Nordseelandschaft lohnt sich das moderne Restaurant Kliff in Sahlenburg. Besonders schön ist es, den Tag anschließend in einem Strandkorb ausklingen zu lassen.
Cuxhaven erreichst du gut mit dem Auto oder dem Zug (Niedersachsenticket!). Ich war allerdings tatsächlich bereits zweimal mit dem Fahrrad dort: Einmal war es der Endpunkt von einer Woche Radtour auf dem Nordseeküsten-Radweg. Das andere Mal der des Elbe-Radwegs. Von Hamburg über Stade bin ich so in mehreren Etappen nach Cuxhaven.
Northeim: fantastisches Theater

Northeim liegt im Süden Niedersachsens und überrascht mich mit seiner Mischung aus Fachwerk, kleinen Entdeckungen und einem fantastischen Kulturorte. Rund 360 Fachwerkhäuser prägen die Altstadt. Besonders schön sind die Ensembles in der Holzhäuserstraße und der Häuserstraße sowie das Fachwerkhaus Entenmarkt 14. Am Marktplatz schlägt das Herz der Stadt: samstags beim Wochenmarkt, unter der Woche bei einem Kaffee im Café am Markt oder beim Bummel durch die Breite Straße.
Mein persönlicher Lieblingsort in Northeim ist das Theater der Nacht. Das Figurentheater befindet sich in einer alten Feuerwache und wirkt wie ein kleines verwunschenes Hexenhaus. Der Turm trägt eine Zipfelmütze, und im Inneren führt eine große Treppe hinauf, die an die Wirbelsäule eines Drachen denken lässt. Vom Theater initiiert kannst du außerdem die Stadt auf dem Northeimer Skulpturenpfad entdecken. Hierbei begegnest du zahlreichen reizenden Gesellen wir Momo mit der Schildkröte, einem sehr sympathischen Feuerwehrmann oder der Geißkäth.
Nicht verpassen: Die kleine Wassergasse ist eine winzige Twiete, die fast wie eine Filmkulisse wirkt. Den schönsten Blick über Stadt und Umland hast du vom Wieterturm im auf dem 326-m-hohen Wieter-Hügel. Dort kannst du auch in der Gaststätte einkehren.
Für eine Pause empfehle ich das Wirtshaus Sankt Blasien oder einen Abstecher in den Laden Die Schaupe, der regionale Spezialitäten verkauft.
Hoteltipp: Das moderne FREIgeist Northeim ist ein stilvolles Designhotel und ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Stadt.
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