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Cancun – nur für eine Nacht

Aufgrund der schwer zu durchblickenden Arithmetik unseres Round-the-World-Tickets führte an Cancun kein Weg vorbei: Die mexikanische Urlaubshochburg ist unser Tor nach Kuba. Nachdem alle Freunde, die schon mal in Cancun waren, uns vor dem Ort gewarnt hatten (hässlich, Bettenburg, hemmungslose Amis), verbringen wir auf Hin- und Rückweg nach und von Kuba jeweils nur eine Nacht in Cancun. Immerhin: es reicht, um sich auf die Schnelle einen recht oberflächlichen Eindruck von der 630.000-Einwohnerstadt zu machen.

Unser Hostel wählen wir nur nach einem Kriterium aus: kurzer Weg zum Busbahnhof, wo wir am frühen Nachmittag aus Tulum ankommen und am nächsten Morgen Richtung Flughafen abfahren. Alle günstigen Doppelzimmer sind ausgebucht, und so gönnen wir uns die Suite mit eigenem Jacuzzi. Nun ja, Suite auf Hostel-Niveau. Also kein großer Schnickschnack und mit umgerechnet 45 Euro auch bezahlbar und wirklich sehr geräumig. Gepäck abladen und dann: ab zum Strand! Das Ballermann der US-Amerikaner erkunden. Dort, wo die legendären Spring-Break-Orgien steigen.

Verwöhnt von den kleinen, überschaubaren Stränden zuletzt in Tulum und Belize will ich gleich zu Beginn der Strandpromenade schon aus dem Bus springen und dann den Beach entlang laufen. Gottseidank sagt Claudia: Wir steigen später aus. Denn die Strandpromenade erstreckt sich über zig Kilometer. Ablaufen völlig undenkbar.

Mit dem Bus fahren wir an den Bettenburgen vorbei, die jedoch nicht so schlimm aussehen wie befürchtet. Es sind nicht hässliche eintönige Hotelbunker aus den 1970er oder 1980er Jahren wie ich sie mir ausgemalt hatte, sondern teilweise durchaus originelle Giganten-Anlagen – mit dem Fassungsvermögen einer bundesdeutschen Kleinstadt. Wer hier zwei Wochen Urlaub verbringt, muss wahrlich nicht die Anlage verlassen – höchstens um mal einen der Besäufnis-Tempel aufzusuchen, die damit werben, dass das Nachtleben von Las Vegas dagegen Kinderkram sei.

Wir steigen auf Höhe des Iberostar-Hotels aus, gehen durch die Hotellobby, an der Poolanlage vorbei zum Strand. Feinster weißer Sand, so weit das Auge reicht. Der Strand ist recht leer, da es mittlerweile recht bewölkt und außerdem schon später Nachmittag ist. Wenige Meter weiter, etwas oberhalb des öffentlichen Strandabschnitts, haben die Marketingleute von Cancun sehr clever einen meterhohen Schriftzug mit den Lettern ihrer Stadt angebracht. Geduldig stehen die Leute hier Schlange, um sich inmitten der Buchstaben „CANCUN“ fotografieren zu lassen, im Hintergrund das blaue Meer und der weiße Strand. Die Fotos werden dann auf Facebook, Instagram oder Snapchat verbreitet – bessere, kostengünstigere Werbung kannst Du Dir nicht wünschen (wir haben das natürlich auch gemacht).

Davon sollte sich der Flughafen mal ne Scheibe abschneiden: Der Aeropuerto Internacional de Cancún ist der erste auf unserer Reise, an dem es nicht kostenloses Internet gibt. Schlimmer noch: Das Bezahl-Internet funktioniert nicht. Geld wird abgebucht, Code funktioniert nicht. Danke für nichts! Das macht den Abschied leicht. Zumindest verlassen wir das Land mit einem Panoramaflug über die Strände von Cancun.

Gut zwei Wochen später sind wir wieder zurück in Cancun. Wieder im selben Hostel. Wir haben uns mit Diana verabredet, mit der wir im Oktober und November einige Wochen gereist waren. Ihre Weltreise (nachzulesen in ihrem Blog) ist nach rund 18 Monaten fast zu Ende. Wir trinken Rum und rauchen Zigarren, die wir aus Kuba mitgebracht haben. Schließlich verabschieden wir uns von Diana, die via New York und Kopenhagen zurück nach Deutschland fliegen wird…

Merke: Selfies nach exzessivem Rum-Konsum können verwackeln. ;-)

Merke: Selfies nach ungewohntem Rum-Konsum können verwackeln. 😉


Nächste Station: Havanna / Kuba

Vorherige Station: Tulum (und Cenote-Tauchen)

Ein Kommentar zu “Cancun – nur für eine Nacht

  1. Diana

    Hallo ihr beiden,

    je verwackelter das Bild desto lustiger der Abend 😉 – mir hat es sehr viel Freude und Spaß gemacht euch beide kurz vor meiner Heimreise nochmal zu sehen. Lasst es euch gut gehen und genießt die Zeit! Freue mich jedesmal wieder darüber euch weiterhin virtuell zu begleiten.

    Winkewinke auf die andere Seite der Welt
    Diana

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