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Chile: Anden, Atacama und Geysire

Zehn Stunden im Bus – und keine Minute Langweile. So erleben wir die Fahrt vom argentinischen Salta nach San Pedro de Atacama in Chile. Das liegt zum einen an den Mitreisenden, mit denen wir ins Gespräch kommen: Einem Schweizer Ehepaar, das aus einem jahrzehntelangen Fundus an Reisegeschichten schöpfen kann und Diana aus Würzburg, die seit 14 Monaten auf Weltreise ist, ebenfalls bloggt und die in den kommenden Wochen die selbe Reiseroute geplant hat wie wir.  

Was die Busfahrt jedoch unvergesslich macht, ist die eindrucksvolle Landschaft. Diese Weite, immer wieder verändern die Berge der Anden ihre Farben und dann der Höhenunterschied: Von 1180 Metern (Salta) quält sich der Bus auf fast 5000 Meter Höhe, anschließend geht es wieder runter auf 2400 Meter (San Pedro) über dem Meeresspiegel.

San Pedro de Atacama, das Oasendorf am Rande der Atacamawüste ist ein erstaunlich chilliger Ort, dient er doch für die meisten Touristen lediglich als Basislager für Ausflüge in die Wüste.

Wir machen uns am nächsten Morgen bereits um 5 Uhr auf den Weg zu den El Tatio Geysiren, den höchstgelegenen der Welt. Mit 40 Geysiren auf knapp 4500 Meter Höhe – ist es das drittgrößte Geysirfeld überhaupt (nach Yellowstone/USA und Molina Geiserow/Russland). Zum Sonnenaufgang ist das Spektakel am größten: Dann steigen die Dampfsäulen besonders beeindruckend in die eiskalte Luft (Minusgrade!) empor. Sobald die Sonne rauskommt und die Luft sich erwärmt, sehen die Geysire deutlich unspektakulärer aus.

Unser Tourguide weiß, wie er uns bei Laune hält: Sein frisch zubereitetes Rührei zum Frühstück wärmt uns auf. Anschließend trotzen wir ein weiteres Mal der Kälte und ziehen unsere Badesachen an, um in eine der 60 heißen Quellen einzutauchen. Bevor wir nach San Pedro zurückkehren, stoppen wir noch im kleinen Dorf Altiplano mit seiner malerischen Kirche.

Nach dem Sonnenaufgang an den Geysiren machen wir uns am nächsten Tag auf, um den  Sonnenuntergang im Valle de la Luna zu erleben. Auf dem Weg dahin kraxeln wir durch eine Höhle und stoppen an diversen Aussichtspunkten, um die felsige Landschaft zu bewundern, ehe wir am Ende auf eine Sanddüne klettern und dort warten bis die Sonne untergeht und der Himmel sich rot färbt.

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