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Hablas espanol?

In unserer ersten Woche in Buenos Aires haben wir jeden Vormittag einen Spanischkurs in der Academia Buenos Aires im Zentrum der Stadt besucht. Nach einer kurzen mündlichen Prüfung wurden wir trotz unseres VHS-Einsteigerkurses, den wir noch schnell in Hamburg absolviert hatten, als Anfänger eingestuft und bildeten gemeinsam mit Anni aus Stuttgart, die in Buenos Aires drei Wochen lang eine Freundin besuchte, den Intensivkurs. 

Abenteuerlich war jeden Morgen die Fahrt in den vierten Stock mit dem uralten Aufzug, bei dem wir händisch zwei Türen auf- und zuschieben mussten, bevor sich die alte Mechanik knarzend in Gang setzte.

Unsere schauspielerisch begabte Lehrerin Mercedes sprach ausschließlich Spanisch mit uns. Jeden Vormittag quälte sie uns vor allem mit Konversationsübungen, einmal  sogar mit dem Frage- und Antwortspiel „Wer bin ich?“, was mit gefühlt 20 Vokabeln ziemlich knifflig ist. Für den Nachmittag gab es „el tarea“, die Hausaufgaben. Mercedes lobte jeden noch so winzigen Fortschritt mit großer Begeisterung und erklärte alles mit unverwüstlicher „paciones“ (Geduld) wieder und wieder.

Für unsere 4,5 Monate in spanischsprachigen Ländern erweist sich der Kurs schon jetzt als eine gute Investition, weil wir außerhalb von Buenos Aires in den meisten Situationen ohne Spanisch tatsächlich völlig aufgeschmissen wären. Denn selbst in Hotels, Restaurants und der Touristeninformation spricht kaum jemand Englisch.

Dabei waren der VHS-Kurs, bei dem wir viel über den Aufbau der Sprache gelernt haben, und der praxisnahen Kurs an der Academia eine gute Kombination, sodass wir uns jetzt einigermaßen durchschlagen können. Und wer weiß, vielleicht drücken wir in Costa Rica, wo wir Weihnachten und Silvester sind, nochmal die Schulbank?

Den Kurs haben wir jedenfalls mit einem Zertifikat abgeschlossen, das ist auf Spanisch, versteht sich 😉

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