Als wir auf unserer einjährigen Weltreise einen Zwischenstopp auf Bali eingelegt haben, haben wir es uns nicht nehmen lassen, dort tauchen zu gehen. Da wir in Pemuteran im Nord-Westen der Insel wohnten, bot sich der viel gelobte Menjangan Nationalpark sowie einige Tauchplätze wie Temple Garden, oder der Garden of the Gods direkt um die Ecke an. Hier verraten wir dir, ob es sich lohnt.

Natürlich haben wir es uns bei unserem Aufenthalt im wenig bekannten Pemuteran nicht nehmen lassen, im Nord-Westen Balis noch einmal Tauchen zu gehen. Warum es uns in Pemuteran so gut gefallen hat, verraten wir dir in diesem Blogartikel: Pemuteran auf Bali: eine der schönsten Ecken der Insel!

Es sollten auch die letzten Tauchgänge der → Weltreise sein. Für 80 Euro pro Person (zwei Tauchgänge, inkl. Equipment) buchen wir bei Ocean Dreams einen Tagesausflug in den Menjangan Nationalpark. Die Tauchplätze um die kleine Insel Menjangan haben einen hervorragenden Ruf und wir machen uns gespannt auf den Weg.

Nachdem im Tauchladen von Ocean Dreams an der Hauptstraße hektisch das Equipment für alle zusammengesucht wurde, geht es mit zwei vollbesetzten, schrottigen Minibussen zum Hafen. Dort angekommen sind wir geschockt von den Massen. Es wimmelt nur so vor Tauchern und kleinen Holzbooten.

Das reinste Verkehrschaos am Hafen vom Menjangan Nationalpark. Dutzende Minibusse rangieren wild auf engstem Raum hin und her.

Das reinste Verkehrschaos am Hafen vom Menjangan Nationalpark. Dutzende Minibusse rangieren wild auf engstem Raum.

Hier stehen wir in einer Menge von Touristen herum, bis alle Formalitäten für das Betreten des Nationalparks erledigt sind und ein altes, klappriges Boot für uns gefunden ist.

Hier stehen wir in einer Menge von Touristen herum, bis alle Formalitäten für das Betreten des Nationalparks erledigt sind und ein altes, klappriges Boot für uns gefunden ist.

Eine Weile stehen wir wie bestellt und nicht abgeholt herum, dann wird uns das am tiefsten im Wasser liegende Boote zugewiesen und die ca. einstündige Fahrt zur kleinen Insel beginnt. Ob das mal gut geht?! Außer uns sind noch vier Schnorchler an Bord, alle sprechen deutsch.

Tauchplätze: Eel Garden, Cave Point und Blue Corner

Die beiden Tauchgänge im Eel Garden und am Cave Point / Blue Corner sind für mich eher enttäuschend. Wir sind zuletzt an extrem guten Plätzen (→ Bunaken, Lembeh, Komodo) getaucht und damit ziemlich verwöhnt. Aber die Unterwasser-Sicht ist nicht besonders und die meisten Fische scheinen auch bereits von den täglichen Massen an Schnorchlern und Taucher:innen vertrieben. Wobei ich zugeben muss, dass wir unter Wasser kaum anderen Taucher:inne begegnen. Die Nationalpark-Besucher:innen verteilen sich also ganz gut. Zwischen den beiden Tauchgängen machen wir, gemeinsam mit all den vielen anderen Tourist:innen, Mittagspause auf der kleinen Insel Menjangan. Ein wenig idyllisches Erlebnis, auch wenn es schön ist, das klapprige Boot für eine halbe Stunde gegen festen Boden einzutauschen.

Wunderschön im Menjangan Nationalpark - aber ein Gefühl von Idylle und Abgeschiedenheit kommt nicht auf...

Wunderschön im Menjangan Nationalpark – aber ein Gefühl von Idylle und Abgeschiedenheit kommt nicht auf…

Das sehen wir beim Tauchen

Unter Wasser begegnen uns diesen Arten: eine sandige Fläche, auf der etliche kleine Sandaale aus Löchern aus dem Boden schauen – deswegen heißt der Tauchplatz auch „Eel Garden“. Außerdem sehen wir einen Weißspitzenriffhai, ein Zwergseepferdchen, Trompetenfische, Stachelmakrelen, eine Drahtkorallengarnele, eine Schule Barrakudas, Kugelfische, eine Diskomuschel, Muränen, Rotfeuerfische, Skorpionsfische, Kaiserfische und Süßlippenfische.

Tauchen in versunkenen Tempeln?

Ein paar Tage später geht Dominik direkt vor Pemuteran erneut tauchen (mit Arum Bali Dive), an den Tauchplätzen Temple Garden, Temple Wall und dem Garden of the Gods. Er ist mit dem Tauchguide ganz allein unterwegs. Die Idee hinter diesen Tauchplätzen ist faszinierend: Beim Temple Garden wurden z.B. 2005 diverse Stein-Statuen, die wichtige hinduistische Gottheiten darstellen, versenkt. So sollten neue, künstliche Riffe entstehen und die natürlichen Riffe entlastet werden. Allerdings sind die Tauchgänge dort ebenfalls eher enttäuschend: schlechte Sicht und wenig Fisch.

Buchtipp für Taucher:innn

(Werbung/Affiliate-Link)* Zum Tauchen in dieser Region können wir das Buch „Tauchen rund um Bali, Lombok und Komodo: Reiseführer für individuelles Entdecken“ von Stefan Blank und Simone Schrempf (Reise Know-How) empfehlen. Es enthält detaillierte Beschreibungen der Tauchspots mit Fotos, Strömungen und Schwierigkeitsgrad sowie Erklärungen zu Unterwasserphänomenen wie der Diskomuschel.

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