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Drauradweg: 6. Etappe von Lavamünd bis zum Klopeiner See

(Werbung) Erfahrungsbericht von unserer recht abenteuerlichen 6. Etappe auf dem Drauradweg in Kärnten. Heute nehme ich dich die 57 km von Lavamünd über Völkermarkt bis zum Klopeiner See mit. Dabei besuchen wir das spektakuläre Museum Liaunig, essen nochmal Schnitzel, überqueren eine Hängebrücke, verpassen eine Abzweigung, treffen auf clevere Lamas und legen eine gefühlt unendliche Distanz nach Völkermarkt zurück, wo ich mich mit einem Spaghettieis belohne. Mal wieder im Regen finden wir zurück zum Hotel Mori, wo unsere einwöchige Radtour an der Drau endet. Dieses Ereignis feiern wir mit einem delikaten Essen in einem Restaurant mit Blick auf den Klopeiner See. Los geht’s! 

Museum Liaunig Neuhaus

Gang im Museum Liaunig – Museum für zeitgenössische Kunst in Neuhaus.

Wetterbedingte Routenänderung

Wenn du unsere Reise auf dem Drauradweg verfolgt hast, wirst du wissen, dass das Wetter uns gelegentlich einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Das gipfelte darin, dass ich die 5. Etappe gestern von Ferlach bis zum Klopeiner See übersprungen habe. Deswegen schauen wir uns die Wetterprognose für unseren letzten Radtag genau an. Geplant ist  eigentlich, dass wir vom Hotel Mori am Klopeiner See los und bis nach Lavamünd fahren. Dort soll uns abends das Shuttle erwarten und zurück zum Hotel bringen.

Die Wetterprognose sagt allerdings, dass das Wetter in Lavamünd, unserem Zielort, früher besser ist, als an unserem Startpunkt am Klopeiner See. Deswegen entscheiden wir uns, die Route umgekehrt zu fahren. Glücklicherweise ist das Shuttle von Alps2Adria so flexibel und macht das mit. Wir sprechen unseren geänderten Plan am Vorabend ab und an diesem Morgen steht Punkt 10:15 Uhr unser Shuttle vorm Hotel und erwartet uns.

 

Tourstart in Lavamünd

Lavamünd Kärnten bei Regen

„Hauptstraße“ von Lavamünd am Drauradweg

Eine halbe Stunde später werden wir im beschaulichen Lavamünd abgesetzt. Es regnet. Also starten wir den Radtag mit einer Kaffeepause im Café Krone. Leider regnet es danach immer noch. Rein in die Regensachen und rauf auf die Räder.

Staudamm Drau Lavamuend

Der Staudamm in der Drau in Lavamünd. Hier walten enorme Kräfte.

Kurzer Fotostopp beim Staudamm in Lavamünd, dann ca. 5 km weiter bis nach Neuhaus, wo prominent das Museum Liaunig aus der Landschaft hinausragt.

 

Museum Liaunig

Museum Liaunig Neuhaus

Das Museum Liaunig ragt unbeugsam in die Lndschaft hinein.

Das Privatmuseum Liaunig liegt in Neuhaus und wurde 2008 im Auftrag von Herbert W. Liaunig vom Architektenteam „querkraft“ gebaut. Der spektakuläre Bau wurde schon vier Jahre nach Fertigstellung unter Denkmalschutz gestellt und ist sehr sehenswert. Im Museum Liaunig selbst wird auf 2000 qm zeitgenössische Kunst gezeigt. Für den Besuch des Museums solltest du mindestens zwei Stunden einplanen. Es ist leider nicht in der Kärnten Card enthalten und kostet 15 Euro Eintritt, was sich aber in jedem Fall lohnt.

 

Mittagessen in Neuhaus

Am Mittag verlassen wir das Museum Liaunig wieder. Es regnet immer noch, also ziehen wir Regenjacke und -hose an. Was du sonst noch alles für eine einwöchige Radtour einpacken solltest, habe ich dir bereits in einer speziellen Packliste zusammengestellt.

Da die Mittagsstunde schon fortgeschritten ist und weil in Kärnten die Mittagskarte nach 14 Uhr oft geschlossen ist, kehren wir nur wenig später zum Mittagessen im Gasthof Hartl in Neuhaus ein.

Wir sitzen im großen Saal vom Gasthof Hartl und trinken Schorle ohne Sprudel. Das Essen kommt rasend schnell. Die Küche ist hier typisch für die Region – deftige Hausmannskost. Die Zeit scheint ein bisschen stehen geblieben zu sein.

Mit vollem Magen schwingen wir uns wieder auf die Räder. Es ist schon 13 Uhr und wir haben heute erst um die 5 km geschafft. Rund 50 km liegen auf dem Drauradweg noch vor uns.

 

Hängebrücke Santa Lucia

Wenig später wartet ein Highlight auf uns: die Hängebrücke Santa Lucia, eine Stahlkonstruktion für Fußgänger und Radfahrer. Sie ist nach der nahe gelegenen Kirche St. Luzia benannt und stellt ein Verbindungsstück auf dem Drauradweg dar.

Auf Instagram könnt ihr sehen, wie zwei Scherzkekse vor uns auf der Brücke sind und rumwippen.

Haengebruecke Santa Lucia im Jauntal Kaernten

Echt Indianer-Jones-tauglich: Die Santa-Lucia-Brücke im Jauntal in Kärnten ist Teil des Drauradwegspektakels.

Die Brücke ist mir beim Überqueren nicht ganz geheuer, das Holz auf dem ich gehe, sieht schon etwas morsch aus. Also mache ich schnell rüber. Ein Erlebnis ist die Hängebrücke Santa Lucia aber allemal.

 

Jauntalbrücke

Von der Hängebrücke Santa Lucia ist es nur eine kurze Distanz zur Jauntalbrücke. Die Jauntalbrücke ist mit 96 m Höhe Mitteleuropas höchste Eisenbahnbrücke. Hier führt der Drauradweg spektakulär drüber. Auch Bungee-Jumping von der Brücke ist möglich.

Jauntalbruecke ueber die Drau Kaernten

Jauntalbrücke mit Zug. Weit unten rauscht die hier sehr breite Drau schlammig-braun vorbei. Würdest du hier Bungee Jumping machen?

Wir knipsen einige Fotos von der Jauntalbrücke, verpassen aber leider die Auffahrt und kommen zum ersten Mal vom Weg ab, was uns eigentlich gleich hätte auffallen können, weil der Weg schnell recht unwegsam wird. 

 

Leider verfahren

Erst nach 5 km realisieren wir unseren Fehler und haben dann wenig Lust, die Strecke zurückzufahren. Also machen wir uns auf die Suche nach einem Wiedereinstieg auf den Drauradweg, fahren über die ebenfalls sehr hohe Jörg-Haider-Brücke über die Dau und entdecken wieder die grünen Schilder mit der weißen Schrift, die den R1 – Drauradweg ausweisen.

Jauntal mit Drau von Joerg-Haider-Brucke

Blick von der Jörg-Haider-Brücke auf der Jauntal und die Drau.

Die unendliche Reise nach Völkermarkt

Unser nächstes Ziel auf der Etappe von Lavamünd bis zum Klopeiner See ist die Stadt Völkermarkt. Sie hat 10.000 Einwohner und liegt im nördlichen Jauntal. Unser Weg dorthin zieht sich allerdings wie Kaugummi, und die Distanz zwischen uns und Völkermarkt wird irgendwie partout nicht geringer!

 

Tierische Begegnung: Lama-Alarm!

Falls du meine Radtour auf dem Drauradweg schon etwas länger verfolgst, erinnerst du dich vielleicht an den Untertitel der 4. Etappe: Kärnten Wildlife Expercience. Auch heute wartet eine tierische Überraschung am Rande des Weges auf uns. Eine reizende Lamaherde.

Schon bei meinem Ausflug ins Nürnberger Land mochte ich die Tiere besonders gern und durfte dort sogar Lama-Trekking machen. Heißt: Ich durfte eine Lama spazieren führen.

Auf der Weltreise in La Paz (Bolivien) wurden wir hingegen mit einem gruseligen Brauch bekannt gemacht: Lamaföten mussten beim Hausbau mit eingemauert werden. Wurde das vergessen, brachte es Unglück und die Bauarbeiter streikten. Was es genau mit diesem altertümlichen Brauch auf sich hat, erzählen wir dir im Artikel „La Paz – Stadt der Extreme mit Seilbahn, Luxusknast und Lamaföten“.

So viel zu meiner Lama-Vergangenheit. Hier irgendwo im Jauntal hätte ich die witzigen Tiere jedenfalls nicht erwartet:

Lamas am Draurdaweg in Kaernten

Lamas am Drauradweg: Wie die Adams-Family stehen sie dusselig guckend da. Lamas muss man einfach mögen.

Wenig scheu kommen sie auf uns zu und lassen sich von uns mit Gras und Klee von der anderen Seite des Zauns füttern. Dort schmeckt das Gras bekanntlich immer ein bisschen besser.

Lama von Nahem am Drauradweg

Eine wahre Lama-Schönheit haben wir hier. Und gar nicht mal schüchtern.

Eines der Tiere ist besonders akrobatisch: Es hat gelernt auf dem Hinterbeinen zu balancieren, sich dadurch groß zu machen und so an die leckersten Blätter eines Baumes zu kommen:

Lama auf zwei Beinen auf Wiese

Für die leckersten Blätter werden keine Mühen gescheut. Deses clevere Lama setzt dabei sogar auf akrobatische Maßnahmen.

Spaghettieis in Völkermarkt

Nach dem Lama-Stopp schaffen wir das Unmögliche und erreichen schließlich doch noch Völkermarkt! Halleluja. Die Stadt ist malerisch, und wegen des Wetters (der Regen!) sind die Straßen ziemlich leergefegt. Die Häuser sind in Pastelltönen gehalten.

Markt Voelkermarkt Kaernten

Malerische Häuser in Völkermarkt am Markt – selbst bei Schietwetter.

Vor Erleichterung, dass wir es nach Völkermarkt geschafft haben, bestelle ich mir in einem typischen italienischen Eiscafé am Marktplatz einen Cappuccino und Spaghettieis. Du musst wissen, ich esse jedes Jahr – eigentlich immer im Sommer – ein Spaghettieis. Und jetzt scheint genau der richtige Zeitpunkt dafür.

Spaghettieis und Cappuccino Voelkermarkt

Das haben wir uns nach dem Ritt heute verdient: Spaghettieis und Cappuccino beim italienischen Eiscafé am Markt von Völkermarkt.

Endspurt zum Klopeiner See

Aus Völkermarkt raus zu kommen erweist sich als genauso schwer, wie überhaupt nach Völkermarkt zu kommen. Wir verfranzen uns ziemlich, finden aber letztlich doch eine tollen Strecke, an deren Start wir einen guten Blick auf die inzwischen sehr breite Drau haben.

Es nieselt mal wieder, während wir den Berg von Völkermarkt hinunter an die Drau sausen. Ich lege mich fast mit dem E-Bike auf die Nase, kann mich aber im letzten Moment gerade noch halten. Das fehlte jetzt noch!

Wir überqueren die Drau ein letztes Mal:

Fluss Drau Kaernten

Bonjour Tristesse – unser letzter Blick auf die Drau, bevor die Tour auf dem Drauradweg für uns vobei ist.

Wetterbedingt rollen wir zügig nach St. Kanzian und powern die Akkus unserer E-Bikes auf der hügeligen Strecke ordentlich leer. Wofür noch aufsparen?! Außerdem sind wir heute zum Abendessen verabredet und etwas spät dran, also heißt der Gang unserer Wahl „Turbo“.

 

Ende der Radtour am Drauradweg

Um 18:10 Uhr rollen wir die letzten Meter auf den Parkplatz von Hotel Mori. Damit ist unsere einwöchige Radtour an der Drau zu Ende. Auch wenn wir ein bisschen Pech mit dem Wetter hatten, hat es mit den E-Bikes wirklich Spaß gemacht, und die landschaftliche Schönheit der Region konnte auch der Regen nicht verdecken.

Bevor wir die E-Bikes jedoch in die Garage stellen, lese ich noch die Infos aus meinem Bordcomputern aus:

  • Radtage: 5 
  • Gesamtstrecke: 287,5 km
  • Höchstgeschwindigkeit: 51,5 km/h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 19 km/h
  • Radfahrzeit gesamt: 15 Stunden

Mit diesen Daten hast du einen ganz guten Überblick darüber, wie viel, wie lange und wie schnell ich tatsächlich in dieser Radwoche gefahren bin. Eigentlich wäre ein sechster Radtag geplant gewesen, den habe ich ja aber wegen zu schlechten Wetter ausfallen lassen.

 

Abendessen am Klopeiner See

Der Tag endet denkwürdig im Seerestaurant Princes direkt am Klopeiner See. Wir sitzen draußen auf der Veranda unter Heizpilzen und genießen den Blick auf den stillen Klopeiner See.

Der Klopeiner See in Kaernten

Der Klopeiner See in Kaernten im Abendlicht vom Seerestaurant Princes aus.

Unter uns auf dem Rasen fährt ein kleiner Rasenmähroboter unermüdlich hin und her. Davon gibt es hier in Kärnten viele.

Rasenmaehrroboter vor Klopeiner See Kaernten

Mähroboter auf dem Rasen vorm Klopeiner See: Wir haben Feierabend, aber der kleine Kerl dreht unbeirrt seine Runden. Erstaunlich, dass er nicht in den See fährt.

Das Essen ist köstlich, und der Abend ein toller Abschluss für unsere Tour.

Essen im Seerestaurant Princes am Klopeiner See

Abendessen im Seerestaurant Princes am Klopeiner See: verdient und lecker!

Drauradweg: 7. Etappe = Erholungstag

Schon in der Bibel steht ja bekanntermaßen, dass man am 7. Tage ruhen soll. So handhaben wir das auch auf unserer Reise auf dem Drauradweg und legen an Tag 7 einfach einen Ruhetag im Wellness-Hotel Mori ein. Wir schlafen aus, müssen endlich mal nicht die Koffer packen, können dafür ganz in Ruhe frühstücken.

Swimmingpool Hotel Mori St. Kanzian

Swimmingpool vom Hotel Mori. Hier kann man’s auch bei Regen gut aushalten.

Ich gönne mir eine Rückenmassage, Vicky geht wandern. Sie macht die 5,3-km-lange Kitzelberg-Tour und ist dabei ungefähr 3 Stunden unterwegs.

Nachmittags schlendern wir gemeinsam über die Seepromenade am Klopeiner See entlang und gehen einer unserer Lieblingsaktivitäten nach: Kaffee trinken.

Klopeiner See in Kaernten

Auch am Klopeiner See sieht es mehr nach Herbst als nach beginnendem Sommer aus …

Wir spazieren über einen kleinen Bauernmarkt mit regionalen Spezialitäten und durch den kleinen Ort St. Kanzian. Im Billa-Supermarkt entdecken wir den Gurkentaler Alpenkräuter, der uns gestern Abend so gut geschmeckt hat. Ein gutes Mitbringsel.

Abends wartet im Hotel Mori nochmal ein 5-Gänge-Menü auf uns. Lecker.

Am nächsten Morgen geht es mit dem Taxi nach Klagenfurt und von da in zwei Stunden mit dem Bus in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Aber die stelle ich dir ein anderes Mal vor.

 

Die besten Fotos der Radreise

Die schönsten Fotos von unserer Radreise findest du auch bei uns auf weltreize auf Facebook. Folg uns!


 

So geht’s weiter auf dem Drauradweg

Hotel Mori mit Schwimmbecken im Außenbereich

Hotel Mori mit dem Außen-Swimmingpool. 

Wir sind insgesamt sechs Tage auf dem Drauradweg in Kärnten unterwegs. Von jeder Etappe gibt es einen kleinen Erfahrungsbericht. Im Überblicksartikel folgen dann am Ende die Eckdaten und allgemeinen Infos zu An- und Abreise für dich:

Die Radtour kannst du bei Alps2Adria übrigens genauso buchen wie wir sie gemacht haben.

 

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Offenlegung: Dieser Artikel ist in Kooperation mit Kärnten Werbung Marketing & Innovationsmanagement und Österreich Werbung Deutschland entstanden. Wir wurden zu der Radreise am Drauradweg eingeladen, wofür wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Unsere persönliche Meinung wird durch die Kooperation nicht beeinflusst.

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