Werbung I Klagenfurt ist der perfekte Ausgangspunkt für ganz unterschiedliche Radtouren durch Kärnten. Im Artikel stelle ich dir drei Genuss-Radtouren rund um Klagenfurt vor: eine am Wörthersee, eine durchs historische Herz Kärntens und eine entlang der Drau Richtung Südkärnten. Die Touren eignen sich für Genuss-Radler:innen sowie aktive Bestager:innen und sind mit etwas Kondition auch gut mit Bio-Bikes machbar. Mit etwas mehr Zeit im Gepäck kannst du die Touren wunderbar mit einem tiefenentspannten Urlaubstag am Wörthersee mit seinem italienischen Flair oder einem Citytrip durch Kärntens angenehm unaufgeregte Landeshauptstadt verbinden. Der Bonus: Die österreichische Küche, die nach langen Tagen auf dem Fahrradsattel gleich doppelt so gut schmeckt.

Auf einen Blick: Radfahren rund um Klagenfurt

Rund um Klagenfurt lässt sich Kärnten wunderbar entspannt mit dem Fahrrad entdecken. Zwischen Wörthersee, Drau und sanften Hügeln warten abwechslungsreiche Touren, die die reizende österreichische Natur, die unverwechselbare regionale Kulinarik und jede Menge Mikroabenteuer auf zwei Rädern miteinander kombinieren. Hier ein Überblick, warum und für wen sich das Radeln rund um Kärntens Hauptstadt lohnt:
Radtour 1: Durch das historische Herz Kärntens bis zur Burg Hochosterwitz
Wenn du nur eine der drei Touren rund um Klagenfurt fahren möchtest, würde ich vermutlich diese wählen. Die Runde verbindet vieles, was Kärnten so reizvoll macht: sanfte Hügellandschaften, gut ausgebraute Fahrradwege am Rande von Flüssen, historische Orte, Buschenschenken und immer wieder spektakuläre Ausblicke auf Burgen und Berge. Für mich war das die abwechslungsreichste und schönste Tour der Reise.
Start in Klagenfurt

Los geht es direkt am Neuen Platz in Klagenfurt, also mitten im Zentrum der Stadt. Schon nach kurzer Zeit radelst du entlang der Glan auf dem Friesacher Radweg R7 hinaus aus der Stadt. Das geht überraschend schnell und entspannt.
Die Strecke führt zunächst Richtung Ehrental im Norden Klagenfurts. Entland des R7 öffnet sich die Landschaft zunehmend. Entlang der Glan geht es vorbei an satten Wiesen, kleinen Höfen und schattigen Baumreihen.

Gerade bei schönem Wetter macht das Radeln hier richtig Spaß: links der Fluss, du bist von Feldern und Wiesen umgeben und im Hintergrund wartet das herrliche Bergpanorama auf dich. Immer wieder lugen Burgen, Schlösser oder kleine Kirchen aus der Landschaft hervor; auf diesem Abschnitt die Burg Tagenbrunn und das Schloss Tanzenberg.
Kurz hinter dem Klagenfurter Stadtgebiet kommst du am Schloss Mageregg vorbei. Es liegt idyllisch im Grünen und beherbergt heute ein Restaurant. Direkt daneben befindet sich ein Wildpark.
Dom von Maria Saal
Besonders schön ist der Abschnitt rund um Maria Saal. Schon von Weitem siehst du die markanten weißen Türme der berühmten Wallfahrtskirche Maria Saal, die auch als „Mutter aller Kirchen Kärntens“ bezeichnet wird. Die Kirche thront leicht erhöht über dem Zollfeld und gehört zu den bedeutendsten historischen Bauwerken Kärntens. Ein Zwischenstopp lohnt sich.
Hinter St. Donat wartet dann der kräftigste Anstieg des Tages auf dich: den Podeblacher Weg hinauf. Mit dem E-Bike ist der allerdings sehr gut machbar.
Mittag beim Buschenschank Brunnerhof

Ohne Pause erreichst du schon nach 1,5 bis 2 Stunden das Genuss-Highlight des Tages: den Buschenschank Brunnerhof in Sankt Georgen am Längensee. Für mich gehört ein Besuch in einer Buschenschenke unbedingt zu einem Radurlaub in Kärnten dazu. Die meist familiengeführten Lokale liegen oft wunderschön im Grünen und servieren regionale Spezialitäten in persönlicher Atmosphäre: perfekt für eine längere Mittagspause.
Der Slow-Food-Betrieb Brunnerhof ist dafür ein besonders reizendes Beispiel. Bei schönem Wetter suchst du dir einen Platz im weitläufigen Garten, ringsherum viel Grün, im Garten alte Obstbäume und in der Ferne erhebt sich die imposante Burg Hochosterwitz auf ihrem Felsen. Allein der Blick lohnt den Stopp.
Abstecher zur Burg Hochosterwitz

Wenn du noch Energie hast, lässt sich die Tour wunderbar mit einem Abstecher zur Burg Hochosterwitz kombinieren. Vom Buschenschank sind es mit dem E-Bike rund 6 km bis dahin (ein Weg). Die Burg Hochosterwitz zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Kärntens und thront spektakulär auf einem rund 175 m hohen Dolomitfelsen. Die imposante Höhenburg stammt aus dem Mittelalter und ist vor allem für ihre 14 historischen Burgtore bekannt.
Von Mai bis Oktober kannst du die Burg besichtigen: entweder zu Fuß oder bequem mit einem modernen Schrägaufzug. Hochradeln kannst du nicht. Plan dafür mindestens 1,5 bis 2 Stunden ein, allein schon wegen der Aussicht über die Kärntner Landschaft und um das kleine Museum mit historischen Waffen und Renaissance-Bildern zu besuchen.
Rückweg nach Klagenfurt

Nach der Mittagspause führt die Strecke weiter durch die herrlich grünen Landschaften rund um St. Veit an der Glan. Große Bäume spenden immer wieder Schatten und die Tour bleibt abwechslungsreich. Die Glan ist dabei heute deine treue Begleiterin. Bei Zweikirchen orientierst du dich wieder Richtung Klagenfurt.
Vorbei an grasenden Kühen wirst du bei der Einfahrt ins Klagenfurter Stadtgebiet mit einem fantastischen Bergpanorama belohnt: schneebedeckte Gipfel in der Ferne direkt neben dem Ortseingangsschild. Auf dem Glanradweg geht es – meistens bergab – zurück ins Stadtzentrum.
Bonustrack: Klagenfurt entdecken

Zurück in Klagenfurt bleibt dir, je nach dem, welche Abstecher du auf der Tour mitgenommen hast, noch genügend Zeit für eine Entdeckungstour durch die angenehm überschaubare Altstadt. Mein Tipp: Gönn dir mindestens einen Pausentag in Klagenfurt, um dir in Ruhe alles anzuschauen.
Diese Sehenswürdigkeiten solltest du dabei nicht verpassen:
Restaurant-Tipps für Klagenfurt:

Jede Reise nach Österreich ist auch eine Genussreise. In Klagenfurt haben wir diverse Restaurants ausprobiert. Das sind meine Empfehlungen:
Hotel-Tipp für Klagenfurt: Der Sandwirth

Das Hotel Sandwirth liegt unschlagbar zentral in der Altstadt von Klagenfurt: vom Neuen Platz, dem Benediktinermarkt und vielen Restaurants trennen dich nur wenige Minuten zu Fuß. Dich erwarten ein sehr gutes Frühstück, freundlicher Service und ein riesiger Fahrradraum, der gerade für Radreisen extrem praktisch ist. Die Zimmer sind teilweise eher kompakt, aber die Lage macht das locker wett.
Das Hotel Sandwirth kannst du → hier buchen (Affiliate Link).
Radtour 2: vom Wörthersee durchs Seental nach Klagenfurt
Start in Pörtschach am wunderbaren Wörthersee
Die Tour startet am Monte-Carlo-Platz in Pörtschach am Wörthersee. Von Klagenfurt kommst du bequem mit der S-Bahn dorthin. Dein Fahrrad kannst du mit in die Bahn nehmen. Die S-Bahn ist in der Wörthersee Plus Card, die du von deiner Unterkunft in der Region bekommst, inkludiert.
Meine Empfehlung wäre allerdings, schon am Vorabend nach Pörtschach anzureisen und noch etwas Zeit am Wörthersee einzuplanen. Gerade morgens und abends liegt über dem Gewässer eine angenehm ruhige Stimmung, und du startest deutlich gelassener in den Radtag.

Von Pörtschach geht es zunächst direkt am Wasser entlang Richtung Velden. Besonders morgens wirkt der Wörthersee fast ein bisschen mediterran: Promenaden, Palmen, lässige Cafés am Wasser, Boote und im Hintergrund stets die sanften Hügel Kärntens. Ende April blühte bei meinem Besuch gerade japanische Blauregen direkt an der Promenade – wunderschön!
Velden: Schloss am Wörthersee und der erste Anstieg
Schon kurz nach dem Start erreichst du Velden. Dort liegt auch das berühmte Schloss am Wörthersee, das viele vermutlich noch aus der gleichnamigen Fernsehserie aus den 1990er-Jahren mit Roy Black und Uschi Glas kennen. Heute befindet sich in dem Gebäude das Falkensteiner Schlosshotel Velden (Affiliate Link), in dem du sogar übernachten kannst.

Hier lohnt sich eine kleine Pause am Wasser oder ein Kaffee mit Seeblick, bevor die Strecke langsam Richtung Seental ansteigt. Mein Tipp: Geh in den Strandclub und setzt dich auf die Terrasse direkt am Wasser. Wir haben hier die Kärntner Kasnudeln und den Kaiserschmarrn probiert. Beides empfehlsert.
Gestärkt schaffst du locker den ersten ordentlichen Anstieg (mit E-Bike sowieso), der dich kurz nach Velden bei Schiefling am Wörthersee erwartet.
Oben wirst du sogleich für deine Mühen belohnt, denn die Landschaft verändert sich merklich. Der Wörthersee bleibt langsam zurück und plötzlich öffnet sich der Blick auf sanfte Hügel, Felder und die Karawanken im Hintergrund. Besonders beeindruckend fand ich den Blick auf die Bergkette mit dem Mittagskogel mit seinen 2143 m. Aus anderer Perspektive siehst du den übrigens auch vom Faaker See aus, wenn du auf dem Drauradweg unterwegs bist.

Durch das Seental zum Pyramidenkogel
Der schönste Teil der Tour beginnt für mich hier im Seental. Die Strecke führt über freundlich gewundene Straßen durch Wiesen und Wälder und immer wieder an Seeufern entlang. Wenn dir nach einer Verschnaufpause zumute ist, kannst du einen kurzen Abstecher zum Hafnersee oder zum Rauschelesee machen.

Kurz vor oder nach der Mittagspause bietet sich dir die Option, diese Tour um den Besuch des berühmten Pyramidenkogels zu erweitern – dem höchsten Holzaussichtsturm der Welt. Von dort oben hast du einen spektakulären Blick über den Wörthersee und die Kärntner Seenlandschaft. Der Abstecher kostet dich pro Strecke ca. 4,5 km / 40 Minuten Umweg, plus die Zeit auf dem Pyramidenkogel. Du solltest also mindestens 3 Stunden dafür einplanen. Vielleicht macht die Mittagspause zur Stärkung also vorher mehr Sinn?!
Mittagspause im Strandbad
Für die Mittagspause ist Gerti’s Strandbad Keutschacher See eine gute Option. Dort kannst du etwas essen, idyllisch direkt am Wasser sitzen, baden gehen oder einfach die Atmosphäre am See genießen und die müden Fahrradwadln etwas ausruhen.

Ich würde dir auf dieser Tour unbedingt empfehlen, Badesachen und ein kleines Handtuch mitzunehmen. Gerade an warmen Tagen möchte man spätestens hier kurz in den See, der übrigens Trinkwasserqualität hat, hüpfen.
Meine Tipps für mehrtägige Radtouren habe ich dir in zwei Packlisten zusammengestellt: Einmal für Radtouren im Frühling / Herbst, und einemal für mehrtägige Touren im Sommer. Schau doch mal rein!
Zurück nach Klagenfurt
Am Nachmittag führt die Strecke gemächlich Richtung Klagenfurt. Unterwegs geht es vorbei an kleinen Flussläufen, Feldern und schattigen Waldstücken. Besonders schön fand ich die Stimmung entlang der Sattnitz.

Zurück in Klagenfurt kannst du den Tag wunderbar ausklingen lassen und dir die Sehenswürdigkeiten anschauen, die du noch nicht “geschafft” hast und eines der anderen Restaurants testen.
Hotel-Tipp für Pörtschach am Wörthersee: Parkhotel

Wie gesagt, würde ich dir sehr empfehlen, noch 1-2 Nächte am Wörthersee zu verweilen. Dafür möchte ich dir das Parkhotel Pörtschach sehr ans Herz legen: Es liegt direkt am Wörthersee und ist der perfekte Ausgangspunkt für diese Tour. Besonders schön sind die sehr modernen und großzügigen Zimmer mit Balkon und direktem Seeblick. Außerdem gibt es einen großen Fahrradraum und die Anlegestelle der Wörthersee-Schifffahrt befindet sich nur wenige Schritte entfernt.
Das Parkhotel Pörtschach kannst du → hier buchen (Affiliate Link).
Meine Tipps für deinen perfekten Tag am Wörthersee
Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, solltest du unbedingt einen zusätzlichen Tag am größten See Kärntens einplanen. Er ist übrigens auch einer der wärmsten Alpenseen. Badesachen also nicht vergessen.

Am besten kannst du den See und die beschaulichen Orte ringsherum mit einer Fahrt mit dem Hop-on-hop-off-Schiff gestalten. In der Saison kommt das Schiff einmal die Stunde. So kannst du dir Velden mit dem Schloss am Wörthersee und den Pyramidenkogel ganz in Ruhe anschauen und das mediterrane Flair genießen.

Hinauf zum Pyramidenkogel kommst du mit einem Bus, der auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten des Schiffes abgestimmt ist. Mein Tipp: Wenn du weißt, dass du die den Aussichtsturm anschauen möchtest, kauf dir gleich ein Schiff-Bus-Kombi-Ticket! Ich würde dir empfehlen, ein frühes Schiff zu nehmen, damit du öfter die Gelegenheit nutzen kannst, auszusteigen. Aber auch die Schifffahrt an sich ist schon regelrecht magisch erholsam und fühlt sich nach Urlaub an.
Radtour 3: entlang der Drau durch Südkärnten
Die dritte Tour rund um Klagenfurt fühlt sich komplett anders an als die beiden vorherigen. Statt sanfter Hügel stehen heute mystische Flusslandschaften und Naturschutzgebiete im Fokus. Die Strecke führt dich durch Südkärnten bis an die Drau und belohnt die geneigte Radlerin mit fantastischen Ausblicken auf die Karawanken.

Bei unserer Tour Ende April war das Wetter deutlich wechselhafter als an den Tagen zuvor. Genau das machte die Tour aber fast noch stimmungsvoller. Über den Bergen hingen Nebelwolken, die Drau leuchtete in einem intensiven Petrolton und überall roch die Luft nach Regen, feuchtem Wald und Frühling.
Entlang der Glan über Rosegg Richtung Südkärnten
Los geht es wieder direkt am Neuen Platz in Klagenfurt gen Osten. Schon kurz nach dem Start folgst du erneut der Glan aus der Stadt hinaus. Die ersten Kilometer rollen angenehm dahin: vorbei an Feldern, kleinen Höfen und knackiggrünen Wiesen bis Grafenstein.
Je weiter du Richtung Südkärnten fährst, desto mehr öffnet sich die Landschaft. Hinter Rosegg tauchen erstmals die Berge deutlicher am Horizont auf. Dort gibt es übrigens auch einen weitläufigen Wildpark mit rund 400 Tieren und ein Gartenlabyrinth rund um den mittelalterlichen Burgberg: ein schöner möglicher Zwischenstopp, wenn du etwas mehr Zeit mitbringst. Den Tierpark Rosegg habe ich bei meiner einwöchigen Radtour auf dem Drauradweg besucht.

Besonders schön fand ich den Blick von der Burgruine über die Kärntner Landschaft und die überraschend zutraulichen Steinböcke am Picknickplatz. Außerdem eignet sich der 24-ha-große Park wunderbar für einen längeren Spaziergang zwischen Hirschen, Wildtieren und schattigen Wegen.
Über die Drau und durch die Möchlinger Au
Kurz darauf erreichst du bei Stein im Jauntal die Drau. Schon hier wird klar, warum der Drauradweg zu den schönsten Flussradwegen Europas zählt. Das Wasser schimmert petrolfarben, links und rechts wachsen dichte Wälder und dahinter ragen die Berge empor.

Eindrucksvoll fand ich die Überquerung des Völkermarkter Stausees beim Kraftwerk Annabrücke. Der Blick von oben auf die breite Drau und die umliegenden Berge ist fantastisch. Hier solltest du unbedingt einen kurzen Fotostopp einlegen.
Danach führt die Strecke auf ruhigen Dammwegen weiter Richtung Gallizien und durch das Naturschutzgebiet Möchlinger Au. Anders als auf den beiden anderen Touren gibt es unterwegs weniger klassische Sehenswürdigkeiten. Dafür punktet diese Route mit Landschaft und Atmosphäre.

Immer wieder hörst du das Wasser neben dir rauschen, Vögel zwitschern in den Bäumen und irgendwo läuten Kirchenglocken aus kleinen Orten herüber. Gerade bei leichtem Regen wirkt die Landschaft fast mystisch. Über Ebenthal wechselst du später noch einmal die Seite der Drau.
Mittagspause im Gasthof Plasch

Nach rund 3 Stunden (50 km) erreichst du Unterferlach und damit das kulinarische Highlight des Tages: den Gasthof Plasch. Das traditionsreiche Wirtshaus gehört zu den bekannten Drauradweg-Wirten und serviert klassische Kärntner Hausfrauenkost. Was es mit den Drauradweg-Wirten auf sich hat, erkläre ich hier.
Bei schönem Wetter kannst du herrlich im weitläufigen Garten sitzen. Wir freuen uns heute über den gemütlichen, trockenen und warmen Gastraum. Nach vielen Kilometern im Sattel schmecken die regionalen Spezialitäten gleich doppelt so gut. Und ja: Am dritten Radtag merkt man langsam auch den Po. Mein Tipp dagegen: ein warmes Entspannungsbad und Pferdesalbe – letztere klingt merkwürdig, hilft aber ganz gut.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann von hier außerdem einen kleinen Abstecher Richtung Klopeiner See machen. Ein paar Impressionen vom und einen unwiderstehlichen Restaurant-Tipp am Klopeiner See habe ich bei meiner Radtour auf dem Drauradweg eingesammelt.
Anstieg nach Maria Rain
Am Nachmittag führt die Strecke zunächst erneut über ein Flusskraftwerk auf die andere Seite der Drau. Danach wartet bei Maria Rain der kräftigste Anstieg des Tages (ca. 1 km). Der Weg schlängelt sich durch den Wald beständig bergauf. Mit dem E-Bike ist das konzentriert gut machbar, ein bisschen Geduld und Konzentration solltest du trotzdem mitbringen.
Oben angekommen lohnt sich ein kurzer Stopp bei der Wallfahrtskirche Maria Rain. Von hier hast du einen wunderschönen Blick über Südkärnten.
Ostbucht des Wörthersees und Fahrt am Lendkanal

Zurück Richtung Klagenfurt wird die Strecke deutlich flacher. Sie führt dich an der Ostbucht des Wörthersees vorbei. Hier kannst du gut einen Zwischenstopp einlegen, denn zurück ins Stadtzentrum sind es nur noch ca. 4 km. Für eine Einkehr eignen sich das Restaurant Maria Loretto oder die Trattoria Villa Lido. Wenn das Wetter schön ist, lohnt auch ein Besuch im Strandbad Klagenfurt. Dort kannst du dann nochmal im Wörthersee baden.

Wenn du bereit für die letzten Kilometer bist, führt dich der Radweg idyllisch am Lendkanal entlang. Unter alten Bäumen rollst du fast autofrei zurück Richtung Altstadt. Den Radtag kannst du besonders gut im Lendhafen ausklingen lassen: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Cocktail in der Hafenstadt Urban Area oder einem Radler in der Bar “Das Wohnzimmer”?
Fazit: Warum Kärnten perfekt für Genuss-Radler:innen ist
Kärnten kannte ich bereits von meiner einwöchigen Tour auf dem Drauradweg, und schon damals war ich überrascht, wie gut sich dort Aktivurlaub und Genuss verbinden lassen. Umso mehr habe ich mich über die Rückkehr gefreut.

Was Kärnten für mich als Radregion so besonders macht, ist die Mischung aus Wasser und Bergen. Du fährst entlang türkisfarbener Seen und Flüsse, blickst gleichzeitig auf schneebedeckte Gipfel und kommst immer wieder durch kleine Orte mit Buschenschenken und alteingesessenen Drauradweg-Wirten.
Hinzu kommt, dass ich das österreichische Essen einfach unwiderstehlich köstlich finde. Kärntner Kasnudeln, Kaspressknödel, Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel oder deftige Brettljausen in Buschenschenken schmecken nach langen Tagen im Fahrradsattel einfach verdient lecker.

Auch landschaftlich wird es rund um Klagenfurt nie langweilig. Mal radelst du entlang des Wörthersees mit italienischem Flair, dann wieder durch abgelegene Flusslandschaften an der Drau oder vorbei an Burgen, Kirchen und sanften Hügeln. Viele Strecken verlaufen angenehm flach und sind mit und ohne E-Bike sehr gut machbar. Gleichzeitig unterscheiden sich die Touren überraschend stark voneinander.
Die perfekte Mischung aus Aktivität in der Natur, Stadtleben in Klagenfurt und Genuss überall entlang des Weges. Klagenfurt ist ein super Ausgangspunkt für die Touren. Du kannst hier leicht ein verlängertes Wochenende verbringen oder eine ganze Woche. Dann machst du noch ein bisschen Urlaub am Wörthersee oder schaust dir Klagenfurt an.
Velovista: Kärnten gemeinsam erradeln

Die drei Touren bin ich im Rahmen der Velovista 2026 gefahren: einem mehrtägigen Rad- und Genuss-Event quer durch Kärnten. Dabei fahren mehrere hundert Teilnehmer:innen gemeinsam auf gesperrten oder gesicherten Straßen durch unterschiedliche Regionen des österreichischen Bundeslandes: begleitet von Guides, Servicefahrzeugen und einem Rettungswagen.

Für mich war das eine komplett neue Erfahrung. Normalerweise bin ich sehr individuell unterwegs, halte oft und spontan an, mache viele Fotos oder entdecke kleine Cafés am Wegesrand. Bei der Velovista dagegen entsteht fast ein bisschen Tour-de-France-Gefühl (so stelle ich es mir zumindest vor): mit gemeinsamem Countdown am Morgen, Einfahrt durchs große Kärnten-Tor am Nachmittag und langen bunten Fahrrad-Karawanen, die sich durch die Landschaft winden. Ich habe irgendwann angefangen, die Gruppen „Smarties auf Rädern“ zu nennen.

Trotzdem richtet sich die Velovista weniger an ambitionierte Rennradfahrer:innen als vielmehr an Genuss-Radler:innen und aktive Bestager:innen. Viele Teilnehmende waren mit E-Bikes unterwegs (ca. 80%), einige erstaunlich fit, sogar jenseits der 70 Jahre. Sehr angenehm fand ich, dass man sich um nichts kümmern muss: Gepäcktransport, Streckenführung, Radservice und sogar Schlechtwetter-Shuttles sind organisiert. Dazu kommen Stadtführungen, Slow-Food-Events und gemeinsame Abendveranstaltungen. Wer sich also eine Radreise (noch) nicht allein zutraut oder sich leicht Anschluss an eine Gruppe Gleichgesinnter wünscht, für die:den ist die Velovista das passende Event.

Was du allerdings wissen solltest: Der Fokus liegt klar auf dem gemeinsamen Radfahren. Wer unterwegs in Ruhe fotografieren, spontane Stopps oder Sightseeing machen möchte, fährt die Touren lieber individuell nach. Genau dafür eignen sich die drei Routen rund um Klagenfurt nämlich hervorragend.
Wenn dich das Rad- und Genuss-Event Velovista genauer interessiert, schau doch mal auf Nicolos Reiseblog in diesem Artikel vorbei: Genuss auf zwei Rädern: Wie die Velovista traumhafte Radtouren mit Kärntens Kulinarik verbindet.
FAQ zu den 3 schönsten Genuss-Radtouren in Kärnten rund um Klagenfurt

Das ist natürlich Geschmackssache, aber mein persönlicher Favorit war die Tour Nr. 1 über Maria Saal und die Burg Hochosterwitz. Sie verbindet herrliche Landschaften mit historischen Sehenswürdigkeiten, Buschenschenken und tollen Bergblicken.
Nein. Viele Strecken verlaufen angenehm flach und können auch mit einem klassischen Fahrrad gefahren werden. Mit dem E-Bike bleiben allerdings deutlich mehr Reserven für Fotostopps, Abstecher und gemütliche Mittagspausen.
Besonders angenehm sind Mai, Juni und September. Dann ist es noch nicht zu heiß, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite und viele Orte wirken noch angenehm ruhig. Im Hochsommer kann es rund um die Seen deutlich voller werden. Andererseits ist das Wasser der Seen wärmer und angenehmer zum Baden …
Die meisten Strecken sind leicht bis mittel und eignen sich gut für Genuss-Radler:innen. Es gibt einzelne längere Anstiege, etwa bei Maria Rain oder Richtung St. Veit an der Glan, die mit dem E-Bike aber sehr gut machbar sind.
Ideal sind mindestens 4 bis 5 Tage. So kannst du mehrere Touren fahren und zwischendurch auch mal einen entspannten Tag am Wörthersee oder in Klagenfurt einlegen. Gerade die Mischung aus Aktivurlaub und Genuss macht den Reiz der Region aus.
Am bequemsten erreichst du Klagenfurt mit der Bahn. Besonders reizvoll ist die Anreise mit den Nightjets der ÖBB: Von Hamburg gibt es Nachtzugverbindungen Richtung Österreich, etwa nach Wien oder Innsbruck, von dort kommst du unkompliziert weiter nach Kärnten. Alternativ kannst du tagsüber bequem mit der Bahn über Salzburg oder Graz anreisen.
Klagenfurt besitzt außerdem einen kleinen Flughafen mit Verbindungen über Wien oder Köln. Ich selbst bin nach Graz geflogen und von dort in knapp einer Stunde mit dem Zug weiter nach Klagenfurt gefahren: überraschend unkompliziert und stressfrei.
Unbedingt probieren solltest du Kärntner Kasnudeln, Kaiserschmarrn und eine klassische Brettljause in einer Buschenschenke. Auch Wiener Schnitzel, regionale Fischgerichte und die vielen Slow-Food-Angebote rund um Klagenfurt lohnen sich.
Ja, auf jeden Fall. Besonders rund um Pörtschach und Velden entfaltet der Wörthersee morgens und abends eine ganz besondere Atmosphäre. Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, solltest du unbedingt noch einen zusätzlichen Tag für eine Schifffahrt oder einen Badetag einplanen.
Neben Regenjacke, Sonnenschutz und einer gut gefüllten Wasserflasche würde ich dir Badezeug empfehlen: spätestens am Wörthersee oder Keutschacher See bekommst du Lust auf einen Sprung ins kalte Nass. Praktisch sind außerdem Fahrradtaschen oder ein Korb fürs E-Bike sowie ein kleines Handtuch für spontane Badestopps. Wenn du mehrere Tage am Stück unterwegs bist, schau unbedingt mal in meine Packliste für Radtouren im Sommer oder in die Packliste für Radtouren in Frühling und Herbst.
Die vorgestellten Touren rund um Klagenfurt liegen zwischen etwa 50 und 80 km pro Tag – je nachdem, ob du noch Abstecher zum Pyramidenkogel oder zur Burg Hochosterwitz machst. Durch die vielen schönen Stopps und Einkehrmöglichkeiten fühlen sich die Strecken oft deutlich kürzer an.
Ja. Gerade mit E-Bike sind die Touren sehr gut für aktive Bestager:innen geeignet. Bei der Velovista waren sogar einige Teilnehmende über 70 Jahre alt (wenn nicht sogar über 80) und problemlos mit unterwegs.
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Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist in Kooperation mit Kärnten Werbung entstanden. Meine persönliche Meinung wird dadurch nicht beeinflusst.
