Krakau alternativ: 11 Geheimtipps für die besten Streetart-Spots, Soulfood & ungewöhnliche Orte

Werbung I Krakau ist bekannt für seine historische Altstadt – UNESCO-Welterbe, prächtige Architektur, das Wawel-Schloss, die Weichsel. Doch fernab der restaurierten Fassaden pulsiert eine kreative, urbane Seite: illegale Graffiti, bunte Murals, lebendige Foodmarkets, Drehorte, ungewöhnliche Museen. In diesem Artikel führe ich dich zu den 11 Orten, die mich abseits der ausgetretenen Pfade in Krakau besonders begeistert haben. Gefunden habe ich sie vor allem im jüdischen Viertel Kazimierz.

Claudia am Bahnhof Krakau
Hey, ich bin Claudia. Heute nehme ich dich mit zu den 11 besten Orte für Streetart & Soulfood in Krakau.

Falls du dir erst einmal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Krakau ansehen möchtest und vielleicht auch nicht so viel Zeit hast, kann ich dir die Tipps für einen perfekten Tag in: Krakau empfehlen.

Kommen wir jetzt aber zu den Lieblingsorten jenseits der Altstadt:


1. Ulica Józefa: Streetart, Szene-Flair und Foodie-Eldorado

Wenn du Krakau von seiner alternativen Seite entdecken willst, führt kein Weg an Kazimierz vorbei – dem einst jüdischen Viertel der Stadt, das sich heute in einen kreativen Schmelztiegel aus Kunst, Geschichte und hippen Locations verwandelt hat. Besonders gut erlebbar ist das in der Ulica Józefa, einer charmanten Straße mit inhaber:innen-geführten Geschäften, Hausfassaden voller Geschichte und Streetart.

Historische Murals von Piotr Janowczyk in der Ulica Jozefa in Krakau
Historische Murals von Piotr Janowczyk in der Ulica Jozefa in Krakau, dazwischen der Eingang zum Restaurant Wrega

Gleich fünf Murals von Piotr Janowczyk zieren die Wände entlang der Straße. Sie zeigen bedeutende Persönlichkeiten, die mit dem Viertel in Verbindung stehen:

  • Kazimierz Wielki (Kasimir der Große), der Namensgeber des Viertels
  • Esterka, seine jüdische Geliebte, mit der ihn eine legendäre Liebesgeschichte verbindet
  • Karol Knaus, Architekt und Stadtplaner des Viertels
  • Helena Rubinstein, die berühmte Kosmetikunternehmerin, die hier aufwuchs
  • Jozef II von Habsburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, regierte von 1765 bis 1790

Das großflächige Wandbild an der Ecke Ulica Józefa 17 / Węgierska 1 wurde 2016 gestaltet und ist seither eines der ikonischen Motive Kazimierz’.

Cafépause oder Kneipenstopp?

Essen im Restaurant Starka
Rote-Beete-Vorspeise im Restaurant Starka auf der Jozefa-Straße in Kazimierz

Die Ulica Józefa lädt nicht nur zum Streetart-Spotting ein, sondern ist auch ideal für eine kulinarische Pause. Keine Spur von großen internationalen Ketten. Hier findest du ausschließlich individuelle Läden, kleine Cafés, Bars und Boutiquen. Besonders empfehlen kann ich dir:

  • Kaffee oder Bier im „Eszeweria“ (Ulica Józefa 9): Ein charmantes Café mit Vintage-Charme und grünem Innenhof – perfekt zum Durchatmen nach der Kunsttour.
  • Essen im „Wrega“ (Ulica Józefa 17): Der Eingang zu diesem Lokal befindet sich direkt zwischen den vier Murals. Gut sitzen lässt es sich im grünen und etwas verwunschenen Hinterhof. Zwar etwas touristisch, aber die Atmosphäre passt und das Essen ist solide.
  • Piroggen & Käsekuchen im „Starka Restaurant“ (Ulica Józefa 14): Ein Klassiker in Kazimierz. Hier solltest du unbedingt polnische Piroggen probieren – und zum Nachtisch ein Stück Sernik, den typischen Käsekuchen.

2. Die Passage aus „Schindlers Liste“: Filmgeschichte zum Anfassen

Ausstellung in der Passage, die im Film „Schindlers Liste“ gezeigt wurde, Ulica Jozefa 12

In der Ulica Józefa 12 liegt ein etwas versteckter, aber eindrucksvoller Ort für alle, die Krakau auch durch die Linse der Filmgeschichte erleben möchten. Der kleine Hof, durch den du hier gehst, diente als Drehort für mehrere Ghettoszenen in Steven Spielbergs preisgekröntem Film „Schindlers Liste“ (1993), der in Krakau und Umgebung gedreht wurde.

Der Film erzählt die wahre Geschichte vom Sudetendeutschen Oskar Schindler, der während der deutschen Besatzung mehr als 1.000 jüdische Zwangsarbeiter:innen vor der Deportation rettete. Viele der Szenen wurden nicht im eigentlichen Krakauer Ghetto, sondern an Orten in Kazimierz und Podgórze aufgenommen – unter anderem eben hier in dieser Passage.

Heute kannst du dir im Innenhof eine kleine Fotoausstellung anschauen, die auf langen Texttafeln intensive Einblicke in die wechselhafte Geschichte Krakaus ermöglicht. Auch die symbolische Installation aus alten Koffern erzählt vom Schicksal der Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs zunächst vertrieben wurden.

Bar in der Passage in der Jozefa-Straße 12
Bar in der Passage in der Jozefa-Straße 12

Wenn du magst, kannst du das historische Ambiente in Ruhe bei einem Getränk auf dich wirken lassen – in einer der beiden Bars im Hof. Beide sind atmosphärisch und geben dir das Gefühl, mitten in einem Stück (Film-)Geschichte zu sitzen. Hier wird auf die beste Art Altes bewahrt und der Ort dennoch durch Neues belebt.


3. Plac Nowy: Zapiekanka, Streetart und das Herz von Krakau

Nur ein paar Schritte von der Ulica Józefa entfernt liegt der Plac Nowy – ein zentraler Treffpunkt des alternativen Viertels Kazimierz. Der Plac Nowy, von Einheimischen auch „Jüdischer Platz“ oder „Schwedischer Platz“ genannt, war über Jahrhunderte das Zentrum des jüdischen Lebens in Kazimierz. Wo früher ein Geflügelschlachthof und Märkte das Viertel prägten, pulsiert heute das alternative Herz Krakaus mit Zapiekanki-Ständen, Designmärkten und Kultbars. In der Mitte des Platzes steht das markante runde Marktgebäude (als Okrąglak bekannt). Heute wird hier vor allem eines verkauft: Zapiekanki.

Foodtipp: Zapiekanki

Hand hält ein polnisches Zapiekanki-Baguette
Zapiekanki-Baguette: Must-Try in Krakau

Die Zapiekanka (Singular) ist ein typisch polnisches Streetfood – ein längs halbiertes Baguette, traditionell belegt mit Käse und Champignons, heiß überbacken und auf Wunsch mit zusätzlichen Zutaten wie Zwiebeln, Salami oder scharfer Sauce ergänzt. Ursprünglich ein Arme-Leute-Essen aus der Zeit des Kommunismus, ist es heute ein beliebter Snack bei Nachtschwärmer:innen, Tourist:innen und Locals gleichermaßen.

Tipp: Ich hab mein erstes Zapiekanka mit Ketchup gegessen. Ohne wäre vermutlich besser gewesen, deswegen: Wähle deine Variante bewusst mit oder ohne den dominanten süßlichen Tomatenüberzug.

Streetart rund um den Plac Nowy

Mural "Tree That Cannot Be Cut Down"
Mural „Tree That Cannot Be Cut Down“ beim Plac Nowy in Krakau

Auch rund um den Plac Nowy findest du sehenswerte Murals. Besonders auffällig: das farbenfrohes Mural “Baum, der nicht gefällt werden kann” (Tree That Cannot Be Cut Down) mit jüdischer Symbolik. Es blickt direkt auf den Plac Nowy und steht sinnbildlich für die tiefe kulturelle Verwurzelung des Viertels. Es wurde 2023 im Rahmen des Projekts „100 Murals for Kraków“ von Przemysław Widła, Karolina Danek, Joanna Dobranowska und Piotr Jakób gestaltet.

Mural "Herz von Krakau"
Mural „Herz von Krakau“, nachts wird das Herz effektvoll beleuchtet, sodass es zu pumpen scheint.

Ein weiteres Highlight am Plac Nowy ist das Mural „Plac Nowy sercem Kazimierza“ („Plac Nowy – das Herz von Kazimierz“), gestaltet 2020 von Marcin Kowalik nach einem Entwurf von Kamila Kochanowska. Das Wandbild zeigt eine stilisierte Karte des Viertels mit einem Herz im Zentrum, ein Symbol für die Rolle, die der Platz im Leben von Kazimierz spielt. Initiiert wurde das Projekt von lokalen Gastronom:innen, die damit nicht nur das Gebäude verschönern, sondern auch den Gemeinschaftssinn im Viertel stärken wollten.

Tipps für Lokale mit Geschichte und Atmosphäre

Gastraum Restaurant Bar Hevre Krakau
Restaurant Bar Hevre, ehemals eine Synagoge

Wenn du nach einem Zapiekanka noch Hunger hast oder einfach ein Bier oder einen Kaffee trinken möchtest, sind das meine Krakau-Geheimtipps für einige der kultigsten Locations der Stadt:

  • Alchemia (Ulica Estery 5): Ein Klassiker in Kazimierz ist das Alchemia. Schummrig, geheimnisvoll und mit viel Patina ist es Jazzclub und Bar in einem.
  • Hevre (Ulica Beera Meiselsa 18): Ehemalige Synagoge, heute eine Bar mit Restaurantbetrieb und beeindruckenden Wandmalereien aus der Vorkriegszeit. Eine der ungewöhnlichsten Locations mit ganz eigenem, morbidem Charme.
  • Szklanki (Ulica Jakuba 19): Multi-Tap und Pizza-Garten, Streetart draußen, ein uriger Innenhof, findest du hier 28 Zapfhähne, an denen du dir selbst Craftbeer und Wein zapfen kannst.

4. Galeria Koloru: Audienz beim Streetart-König von Krakau

Galeria Koloru
Place to be für Streetar-Künstler:innen und Graffiti-Sprayer:innen: Galeria Koloru

Schon mal darüber nachgedacht, wie Streetart-Künstler:innen eigentlich an ihre Materialien kommen, wenn sie in einer fremden Stadt arbeiten wollen? Spraydosen gelten als Gefahrgut und sind im Flugzeug verboten. Wer spontan loslegen will, muss also wissen, wo es Nachschub gibt.

In Krakau ist die Galeria Koloru (Adresse: Bozego Ciała 4) der Ort, an dem sich die Streetart-Szene versorgt – ein kleiner Shop mit großer Bedeutung. Er wird von einem der zentralen Köpfe der Krakauer Graffiti-Community betrieben, dem inoffiziellen Streetart-König der Stadt, wie mir ein Insider verraten hat. Und ja, es gibt so etwas wie eine Hierarchie in dieser Szene: Wer als Externe:r einen guten Spot verschönern will, kommt besser vorbei, stellt sich vor und bittet gewissermaßen um eine Audienz. dann hat er oder sie gute Chancen, dass das eigene Werk nicht übermalt (gecrosst) wird.

Die Galeria Koloru besteht aus zwei Räumen. Der erste wirkt wie ein Plattenladen – also unbedingt durchgehen in den zweiten. Hier findest du nicht nur Spraydosen in allen Farben, sondern auch allerlei andere nützliche Accessoires, zum Beispiel das MR.Serious Unknown Cap Grey, bei dem man dein Gesicht nicht erkennt, den Ganzkörperanzug “Kombinezon Ninja Black” oder das Stickerset “WTF Subway”.

Schon die Außenfassade ist einen genauen Blick wert: sie ist gespickt mit Stickern und kleinen Streetart-Stücken, eine Mini-Wall-of-Fame sozusagen.


5. Zensur ist überall: Pikaso und die Macht der Kirche

Corpus-Christi-Basilika in Krakau
Corpus-Christi-Basilika in Krakau

Wenn du der Bocheńskiego Ciała weiter folgst, kommst du linker Hand an der eindrucksvollen Corpus-Christi-Basilika vorbei. Besonders der wuchtige Turm prägt das Stadtbild. Ich habe ihn bei meinem Krakau-Aufenthalt immer wieder aus der Ferne fotografiert. Doch auch ein Stück Streetart gleich nebenan lohnt den Blick.

An der Hauswand Wawrzyńca 5 findest du das Mural „For god’s sake, censorship is everywhere“ des Künstlers Pikaso, entstanden 2012 im Rahmen des ArtBoom Festivals. Ursprünglich hatte Pikaso ein anderes, offenbar (kirchen-)kritisches Motiv geplant. Doch die Nähe zur benachbarten Basilika sorgte für heftigen Protest. Das Werk wurde verworfen, bevor es überhaupt entstehen konnte.

Mural von Pikaso: Zensur ist überall
Mural von Pikaso: Zensur ist überall

Aus Protest entschied sich Pikaso für einen anderen Weg: Er zensierte sich selbst. Sein Mural zeigt den Kopf eines Mannes, dessen Gesicht durch einen breiten schwarzen Balken unkenntlich gemacht wurde, eine eindrückliche visuelle Kritik an der fortbestehenden Einschränkung künstlerischer Freiheit, auch nach dem offiziellen Ende der Zensur in Polen 1989.

Heute ist das Werk zwar etwas verblasst, doch die Botschaft bleibt aktuell: ein stiller, starker Kommentar zur Rolle von Religion und Macht im öffentlichen Raum.

Restaurant-Tipp: Nesi’s Home Kitchen

Chinkali im Restaurant Nesi's Home Kitchen in Krakau
Chinkali (georgische Piroggen) im Restaurant Nesi’s Home Kitchen in Krakau

Wenn du schon hier bist, schau unbedingt im benachbarten Nesi’s Home Kitchen (Wawrzyńca 5) vorbei, ein kleines georgisches Restaurant mit gemütlicher Atmosphäre und hervorragendem Essen. Soulfood vom Feinsten!


6. Judah und wie er von Foodtrucks verraten wurde

Wenn du der Straße Świętego Wawrzyńca weiter folgst, kommst du zu einem der eindrucksvollsten Murals in Kazimierz. Es trägt den Titel „Yehuda the Lion“ (Adresse: Hauswand Świętego Wawrzyńca 14A) und stammt vom israelischen Künstler Pilpeled. Entstanden 2013 beim Jüdischen Festival, zeigt das großformatige Werk ein Kind mit nachdenklichem Blick und einem Löwen-Kopfschmuck, der ihm etwas von einem furchtlosen Krieger gibt.

Auf dem T-Shirt des Jungen prangt das Wort „Judah“. Das Streetart-Stück ist laut Pilpeled ein “Symbol für das jüdische Volk und den ständigen Kampf jedes Kindes, erwachsen zu werden und die alltäglichen Ängste und Herausforderungen eines verantwortungsvollen Lebens zu überwinden.”

Mural "Judah the Lion" in Krakau
Mural „Judah the Lion“ in Krakau

Doch heute ist die Aussage des Murals verzerrt. Denn direkt davor stehen mehrere Foodtrucks, die das halbe Bild – einschließlich der zentralen Botschaft auf dem T-Shirt – verdecken. Was einst ein stilles, kraftvolles Zeichen für Identität und Widerstand war, ist nun zur Dekoration des Kommerz geworden, auch wenn der in Form eines hippen Streetfood-Marktes daherkommt. Ironischerweise hat der ehemalige Parkplatz sich nun “Judah Food Market” genannt, nach dem Teil des Kunstwerks, den er verdeckt.

Museum für Technik und Ingenieurwesen

Gegenüber liegt das Museum für Technik und Ingenieurwesen, das sich vor allem für Technikinteressierte lohnt. Am Ende der Straße steht gelegentlich ein restaurierter, historischer Straßenbahnwagen – ein sehr nettes Fotomotiv.

Alter Straßenbahnwagen vom Technikmuseum Krakau
Alter Straßenbahnwagen vom Technikmuseum Krakau

Food-Tipp: Wenn du die Kommerzialisierung von Streetart nicht mit einem Burger vor dem Mural unterstützen möchtest, gibt es gleich nebenan (Świętego Wawrzyńca 12) das Stara Zajezdnia mit großem Außenbereich, wo du in entspannter Atmosphäre essen kannst. Eine Mini-Brauerei gehört auch dazu.


7. Jüdisches Museum mit Streetart und Engagement

Mural am Jüdischen Museum in Krakau
Mural am Jüdischen Museum in Krakau

An der Fassade des Galicia Jewish Museum (ul. Dajwór 18) zieht ein großformatiges, gelb-schwarzes Mural von Marcin Wierzchowski die Blicke auf sich. Im Zentrum: eine Menora, das zentrale Symbol des Judentums. Das Kunstwerk schlägt symbolisch eine Brücke zwischen dem jüdischen Leben im Vorkriegs-Krakau und dem heutigen Jerusalem – zwei Welten, verbunden durch Geschichte und Erinnerung. Im Innenhof des Museums findest du zwei weitere, kleinere Murals, die allerdings nur mit Eintrittsticket zugänglich sind.

Ausstellung im Jüdischen Museum in Krakau
Ausstellung im Jüdischen Museum in Krakau

Das Museum zeigt die jüdische Vergangenheit und Gegenwart Polens aus einer zeitgenössischen Perspektive. Neben Ausstellungen organisiert es auch Musikabende, Stadtführungen, Fahrten nach Auschwitz/Birkenau und dient als spiritueller Treffpunkt der progressiven jüdischen Gemeinde Beit Kraków, die hier regelmäßig Gottesdienste feiert. Ein kleiner Museumsshop lädt zum Stöbern ein, und im reizenden Museumscafé kannst du die Eindrücke gut verarbeiten.

Food-Tipp: Direkt nebenan in der Hausnummer 16, dort wo auch das Mural mit der Menora zu sehen ist, lädt der Pełnia Social Club mit entspannter Atmosphäre zum Verweilen ein. Essen und Drinks sahen hier sehr gut aus.


8. Andenken durch Streetart: Mural für Lilien

Mural Lilien von der Streetart-Crew Broken Fingaz
Mural Lilien von der Streetart-Crew Broken Fingaz

Wenn du, ein paar Schritte vom jüdischen Museum entfernt, den Blick auf die andere Straßenseite wendest, entdeckst du das großflächiges Mural der israelischen Streetart-Crew Broken Fingaz, gestaltet im Stil des Jugendstils. Es entstand 2014 im Rahmen des 24. Jüdischen Kulturfestivals und ist eine Hommage an den galizisch-jüdischen Künstler Ephraim Moses Lilien (1874–1925). “Moshe” Lilien war Teil der zionistischen Kunstbewegung, wo er europäische Ästhetik mit jüdischer Symbolik verband. Er setzte sich künstlerisch für die Idee eines jüdischen Nationalstaats ein. Besonders bekannt wurde er durch seine ornamentalen grafischen Arbeiten und Exlibris.

Das Wandbild schmückt die Fassade eines Hauses, das einst der Familie Bosak gehörte – einer alteingesessenen jüdischen Familie, die hier bis zur Errichtung des Krakauer Ghettos 1941 lebte. Obwohl die Familie heute in Israel lebt, hat sie das Gebäude behalten. Sie überlässt es mehr oder weniger seinem Schicksal. Mit dem Mural als sichtbares Erinnerungszeichen an die Geschichte war sie einverstanden.

Ein Plexiglasschild am Haus (Plac Bawół 3) trägt die Inschrift: „In Memory of the Bosak Family, Residents of Kazimierz, 1633-1941“.

Frühstückstipp: Direkt nebenan findest du das Café Poranki (Plac Bawół 4) – perfekt zum  Frühstücken oder ein Stück Kuchen.


9. Ulica Szeroka: Hauptschlagader des jüdischen Viertels

Bunte Häuser am Rande der Ulica Szeroka in Krakau
Bunte Häuser am Rande der Ulica Szeroka im jüdischen Viertel Kazimierz

Die Ulica Szeroka ist keine gewöhnliche Straße, sondern eher ein langgezogener Platz – und das lebendige Zentrum des jüdischen Viertels Kazimierz. Gepflastert mit historischem Kopfstein aus der österreichischen Zeit, strahlt sie bis heute eine besondere Atmosphäre aus.

Ein Platz mit vier Synagogen

Buchladen in den Räumen der früheren Popper Synagoge
Krakau-Geheimtipp: Buchladen in den Räumen der früheren Popper-Synagoge

Einst standen hier gleich vier Synagogen. Heute sind noch drei erhalten:

  • die aktive Remu-Synagoge (Szeroka 40),
  • die Alte Synagoge (Szeroka 24), die älteste in Krakau und heute ein Museum, sowie
  • die ehemalige Popper-Synagoge, in der sich nun ein reizender, etwas versteckter Buchladen (Geheimtipp!) befindet. Geh unbedingt hinein. Der Laden ist etwas zurückgesetzt in der Szeroka16.
  • Die vierte Synagoge wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Filmfans erkennen die Szeroka vielleicht aus dem Film Schindlers Liste wieder: Steven Spielberg ließ hier Szenen spielen, die im Film eigentlich auf dem Zgody-Platz im Krakauer Ghetto (heute Plac Bohaterów Getta) verortet sind.

Gleich rechts neben der Remu-Synagoge sitzt Jan Karski (1914-2000) auf einer Bank – als Statue. Der Held der polnischen Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg und Zeuge des Holocausts wird hier mit einem Denkmal geehrt. Seit 2016 lädt diese Denkmalbank nicht nur zum Gedenken, sondern auch für ein Foto mit der historischen Figur ein.

Restaurant-Tipp: Hamsa

Kleine Köstlichkeiten im Restraurant Hamsa
Kleine Köstlichkeiten im Restraurant Hamsa

Kulinarisch kann ich das israelische Restaurant Hamsa (Hausnummer 2) mit moderner Levante-Küche empfehlen – ideal für eine entspannte Mittagspause oder, um den Tag in nettem Ambiente ausklingen zu lassen.

Klezmer-Hois: Verlag, Buchladen, Hotel und Restaurant mit Livemusik

Gedeckter Frühstückstisch und -raum im Klezmer-Hois
Die Zeitreise beginnt schon beim Frühstück: in Bezug auf die Einrichtung und auch auf die Musik aus den 1930er-Jahren

Noch besonderer ist jedoch das Klezmer-Hois, ein echtes Überraschungsei: Restaurant, Hotel, Buchladen und Verlag in einem – dazu gibt es jeden Abend um 20 Uhr Live-Klezmermusik (eine instrumentale Festmusik). Wer hier übernachtet, fühlt sich wie auf Zeitreise: Beim Frühstück klingt Musik der 1930er-Jahre durch den Raum. Die Einrichtung ist opulent, manchmal fast schwer – immer voller Geschichte.

Tipp für müde Füße: Stadttour mit Elektro-Buggy

Golfwagen zum Sightseeing in Krakau
Diese kleine Flitzer düsen überall in Krakau herum: mit ihnen kannst du eine Sightseeing-Tour in kleiner Runde machen. An der Szeroka-Straße findest du immer welche.

Wenn die Füße müde werden, kannst du von hier aus bequem eine Tour mit einem der kleinen offenen Golf-Caddies starten. Die elektrischen Fahrzeuge flitzen überall durch Krakau und sind eine angenehme Möglichkeit, die Stadt fußschonend zu erkunden, besonders an heißen Tagen oder bei wenig Zeit.


10. Schindlers Emailwarenfabrik und Streetart-Geheimtipps in Podgórze

Ein Stück südlich der Weichsel, im Stadtteil Podgórze, liegt der ehemalige Industriekomplex, der durch einen Mann weltberühmt wurde: Oskar Schindler. In seiner ehemaligen Emailwarenfabrik, heute ein Museum, wird allerdings weniger über ihn selbst erzählt, sondern vor allem über die Zeit des Nationalsozialismus in Krakau und das Schicksal der jüdischen Bevölkerung. Wer nur wegen der Schindler-Geschichte kommt, wird womöglich enttäuscht sein – die Ausstellung beleuchtet das große Ganze, weniger das Einzelschicksal.

Ausstellung in der ehemaligen Emailenwarenfabrik von Oskar Schindler in Krakau
Ausstellung in der ehemaligen Emailwarenfabrik von Oskar Schindler in Krakau

Tipp: Unbedingt vorab Online-Tickets buchen – vor Ort ist die Warteschlange meist lang. Wenn du online keine Tickets ergatterst, komm gleich morgens, wenn das Museum öffnet.

Direkt nebenan liegt das Museum für Gegenwartskunst in Krakau (MOCAK), das mit wechselnden Ausstellungen und einem charmanten französischen Café überrascht.

Mural mit Alter Frau
Großflächiges Mural von einer alten Frau. Soll sie unsere müde Mutter Erde darstellen?!

Gleich ums Eck, an der Ecke Ulica Kącik / R. Traugutta, findest du ein eindrucksvolles Mural links auf einem mehrstöckigen Wohnhaus: Eine ältere Frau in einem grünen, blättrigen Mantel, umgeben von trockener, aufgerissener Erde, ein Symbol für Zerbrechlichkeit und Natur im Wandel.

Ein Stück Ghettomauer und der Platz der Ghettohelden

Stück Originalmauer des ehemaligen Ghettos von Podgórze
Stück Originalmauer des ehemaligen Ghettos von Podgórze

Wenige Gehminuten entfernt erinnert ein Stück Originalmauer des ehemaligen Ghettos von Podgórze an die dunkle Geschichte des Viertels. Eine Gedenktafel trägt die schlichte, erschütternde Inschrift: „Hier haben sie gelebt und gelitten und sind von den Nazi-Henkern ermordet worden. Von hier aus führte ihr letzter Weg in Vernichtungslager.“

Das Ghetto wurde im März 1941 errichtet. Innerhalb kürzester Zeit lebten dort 15.000 Menschen auf engstem Raum, in einem Gebiet, das vorher für 3.000 ausgelegt war.

Auf dem Plac Bohaterów Getta (Platz der Ghettohelden) steht ein berührendes Mahnmal aus 60 leeren Stühlen, ordentlich über den Platz verteilt und scheinbar wahllos an die nahegelegene Haltestelle der Straßenbahn gestellt. Es erinnert an die Abwesenheit der vielen, die einst hier lebten und nicht zurückkehrten.

Graffiti Hostel

Innenhof Graffiti-Hostel in Krakau
Innenhof Graffiti Hostel in Krakau

Wenn du jetzt eine Pause brauchst: Das Graffiti Hostel in der Targowa-Straße 2 hat nicht nur günstige Zimmer, sondern auch ein entspanntes Café mit Sitzbereich draußen im Innenhof. Direkt gegenüber findest du eine weitere Besonderheit: Streetart von BerriBlue.

Streetart von BerriBlue

Azulejos-Kunstwerk von Berriblue
Azulejos-Kunstwerk von Berriblue

Die polnisch-irische Künstlerin ist bekannt für ihre Arbeiten mit keramischen Azulejos-Fliesen. Was auf den ersten Blick gar nicht wie “illegale” Streetart wirkt, entpuppt sich als farbenfrohes, überraschendes Kunstwerk mitten im öffentlichen Raum. BerriBlue kombiniert portugiesisches Handwerk mit modernen, femininen Motiven – ihre Arbeiten zieren heute Hauswände von Porto bis Krakau. Plus, sie ist eine der wenigen Frauen in dieser immer noch sehr männlich dominierten Szene.


11. Kunst und Kulinarik rund um die Krupnicza-Straße: von Glas, Gärten & Graffiti

Etwas abseits der klassischen Tourist:innenrouten liegt eine Ecke Krakaus, die sich wunderbar für einen halben Tag voller Entdeckungen eignet: mit moderner Streetart, gutem Essen, einem wunderschönen Gartencafé und ehrwürdiger Kunstgeschichte im charmantesten Museum der Stadt: dem Buntglasmuseum Krakau (Muzeum Witrazu), ein echter Krakau-Geheimtipp.

Buntglasmuseum Muzeum Witrazu

Ausstellung im Keller des Buntglasmuseums
Ausstellung im Keller des Buntglasmuseums: diesen Teil kannst du kosten- und tourenlos besuchen.

Dessen Werkstatt befindet sich seit 1902 im selben Gebäude und ist die älteste kontinuierlich betriebene ihrer Art in Polen. Hier arbeiteten bereits Künstlergrößen wie Stanisław Wyspiański oder Józef Mehoffer. Achtung: Du kannst das Museum nur im Rahmen einer geführten Tour besuchen. Diese bringt dich in die heiligen Hallen des Muzeum Witrazu: die Werkstatt. Dort erklärt und zeigt dir dein:e Guid:in die komplexe Technik der Buntglasherstellung. Schritt für Schritt. In unserem Fall Lucyna:

Geführte Tour Buntglasmuseum Krakau mit Guidin Lucyna
Lucyna führt uns durch die Werkstatt des Buntglasmuseum und erklärt uns die Prozesse und Rafinessen ihres Handwerks.

Ein Tipp: Wenn dich das Thema besonders interessiert, kannst du im Anschluss an die Tour an einem Workshop teilnehmen und dich selbst in diesem Kunsthandwerk versuchen. Unbedingt rechtzeitig vorher buchen. Zum Museum gehört ein kleines Café und ein zauberhaften Shop mit ausgewählten Glasarbeiten. Mein Lieblingsmuseum in Krakau (und dort gibt es über 80 Museen!).

Józef-Mehoffer-Haus mit Gartencafé

Gartencafé hinterm Jozef-Mehoffer-Haus Krakau
Gleichermaßen versteckt und idyllisch: das Gartencafé hinterm Jozef-Mehoffer-Haus

Nur wenige Minuten zu Fuß entfernt, rechts um die Ecke, liegt das Józef-Mehoffer-Haus (Krupnicza 26), eine Zweigstelle des Nationalmuseums und ehemaliges Wohnhaus des gleichnamigen Künstlers. Hier findest du neben seinen Werken auch kunstvolle Kirchenfenster, Möbel und japanische Holzschnitte. Der Clou: Im Innenhof versteckt sich ein wunderschöner Garten mit einem idyllischen Café, das du auch ohne Museumsticket besuchen kannst. Ideal für eine Pause im Grünen.

Mural Street Food Park

Mural Bar Food Hall Krakau
Gute Drinks und lecker Essen von sechs ganz unterschiedlichen Foodtrucks – Mural Foodmarket

Wenn dir der Sinn nach etwas mehr Trubel steht, findest du gleich nebenan den Mural Street Food Park an der Krupnicza 24. Seinem Namen entsprechend wartet dort ein weiteres Highlight: das großflächige Wandbild „M-City 658“ von Mariusz Waras, entstanden im Rahmen des ArtBoom Festivals 2012. Es zeigt Krakau als utopische Stadtlandschaft – detailverliebt, grafisch und surreal. Das Bild verleiht dem kleinen Platz mit seinen sechs Foodtrucks, Craft-Bier-Bar und Pizza-/Burgerständen seine ganz besondere Atmosphäre.

Park mit Geschichte und Murals

Nicht weit entfernt, beim 2023 neu eröffneten Wisława-Szymborska-Park an der Karmelicka-Straße, findest du zwei großflächige Murals auf beiden Seiten des Parks. Der Ort wurde zu Ehren der polnischen Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska benannt. 2023 wäre sie 100 Jahre alt geworden.

Mural für Wislawa Szymborska in Krakau
Mural zu Ehren von Wislawa Szymborska in Krakau

Eines der Wandbilder (Karmelicka 28) ist ihrem berühmten Gedicht „Nic dwa razy“ („Nichts zweimal“) gewidmet und mit verspielten Zeichnungen versehen, die teilweise an Alice im Wunderland erinnern. Ein kleiner Fotospot mit Katze lädt rechts unten zum Posieren ein.

Mural mit Sprayer auf Skateboard. Aus der Spraydose kommen Blumen.
Wenn aus der Spraydose Blumen kommen. Man achte auch auf das untere Fünftel des Bildes mit den Graffitis lokaler Künstler:innen.

Das zweite Mural zeigt einen skateboardfahrenden Sprayer, aus dessen Dose bunte Blumen hinausfliegen. Clever: Der untere Rand des Murals wurde lokalen Streetart-Künstler:innen für ihre Tags zur Verfügung gestellt. Ein lebendiges Zeichen für Krakaus offene Streetart-Szene und ein Garant dafür, dass das Mural nicht gecrosst wird. Natürlich alles in Absprache mit dem „Streetart-König“ der Stadt.


Streetart in Krakau: Wer wie was wo?

Hier noch einige nützliche Hintergrund-Infos zur Streetart in Krakau:

Streetart in Krakau: wo du sie findest

Mann vor beschmierter Wand

Die meisten der über 300 Murals der Stadt befinden sich in den Vierteln Kazimierz, Podgórze, Zabłocie und Nowa Huta – rund um den Bahnhof und den Mogilskie-Rondo; die Altstadt selbst ist tabu. Besonders in Kazimierz, dem jüdischen Viertel südlich der Weichsel, findest du fast an jeder Ecke Kunstwerke, die das Stadtbild prägen. Auch in Podgórze entstanden in leeren Industrie- und Parkflächen farbenprächtige Wandbilder. Aus hehren künstlerischen Interessen entstanden verwandeln sie ehemals triste Orte im Laufe der Zeit  in Treffpunkte, Märkte und Foodcourts.

Über Kazimierz: das jüdische Viertel

Da die meisten meiner Streetart-Lieblingsorte in Kazimierz liegen, möchte ich dir das jüdische Viertel Krakaus kurz vorstellen. Über Jahrhunderte war Kazimierz das Zentrum des jüdischen Lebens in Krakau, mit Synagogen, kulturellem Leben und Handel. Während der Zeit des Kalten Kriegs glich es einer Geisterstadt, in die man besser nicht ging. Zum Glück hat es sich im Laufe der letzten 35 Jahre erholt.

Mural am Restaurant Szklanki in der Ulica Jakuba 19. Hier kannst du dir an 28 Zapfhähnen selbst Wein und Bier zapfen.
Mural am Restaurant Szklanki in der Ulica Jakuba 19. Hier kannst du dir an 28 Zapfhähnen selbst Wein und Bier zapfen.

Heute ist es eines der lebendigsten Viertel der Stadt: Streetart trifft auf kulinarische Szene, historische Orte auf moderne Kultur. Alte Häuser, Kopfsteinpflaster und stille Gassen bieten Murals, Restaurants und Bars eine kultige Heimat. Kazimierz ist ein kontrastreicher Ort zwischen Tradition, Erinnerung und Kreativität, den du garantiert mögen wirst!

Streetart in Krakau: Geschichte, Festivals & Politik

Krakau hat in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Wandlung erlebt – unter anderem durch Initiativen wie das ArtBoom Festival (2009-2015), das Festival of Jewish Culture und das Projekt „101 Murals for Kraków“. Während ArtBoom visuelle Räume im öffentlichen Raum aufwertete, setzte das jüdische Festival Kunst gezielt zur Erinnerungskultur ein. Herz der Szene sind heute die Quartiere Kazimierz und Podgórze.

Seit 2022 gibt es erstmals eine offizielle Mural-Strategie mit einem gemischten und ehrenamtlichen “Mural-Team”, das die Planung, Qualität und Förderung neuer Kunstprojekte koordiniert. Die Stadt vergibt jährlich Fördermittel für öffentliche Kunst und organisiert entsprechende Wettbewerbe für Kreativprojekte.

Inside Krakaus Streetart: unterwegs mit Artur

Artur Wabik
Experte für Streetart in Krakau: Artur Wabik

Das Highlight meiner Streifzüge durch Krakaus Szeneviertel war unumstritten meine Tour mit Artur Wabik. Er ist Professor für Kunst im öffentlichen Raum, Gründer des Komikmuseum in Krakau (Muzeum Komiksu) und Mitglied des Krakauer Mural-Komitees. Auf der 2,5-stündigen Tour hat er mir einen persönlichen Einblick in die Szene gegeben, von der er schon 30 Jahre lang selbst ein Teil ist. Als langjähriger Insider kennt er Kunstprojekte, die Stadtpolicy, Genehmigungsverfahren und Initiativen wie kein anderer in Krakau. Der Kommerzialisierung von Streetart steht er sehr kritisch gegenüber, was zu interessanten Diskussionen führte. Artur kannst du auf Instagram folgen: @arturwabik und @muzeumkomiksu


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ET with a gun - Street Art, orb style, by Otto Schade, London
ET with a gun – Street Art, orb style, von Otto Schade in London

Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin und seinen Partner:innen entstanden. Meine persönliche Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Weitere Informationen über Reisen nach Polen findest du unter Poland Travel. Weitere Geschichten über Krakaus reiches Kulturerbe (einschließlich Streetart) findest du auf der Website von Krakow Heritage (auf Englisch).

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