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15 Insidertipps für Valencia

Alle kennen Madrid oder Barcelona, aber die drittgrößte spanische Stadt haben nur die wenigsten auf dem Schirm. Dabei hat Valencia einiges zu bieten und ist für mich ein absolutes Trendreiseziel für 2018. 

Ende Oktober durfte ich in Valencia zwei Wochen Bildungsurlaub machen, und habe die Chance genutzt, die Stadt in aller Ruhe zu erkunden. Heute teile ich meine Lieblingsorte und -aktivitäten mit dir und erkläre dir, warum du Valencia 2018 unbedingt besuchen solltest. 

Strand von Malvarrosa

Valencia-Tipps: Strand von Malvarrosa

Eines der tollen Dinge an Valencia ist, dass es direkt an der spanischen Mittelmeerküste liegt, übrigens auf demselben Breitengrad wie Mallorca. Ein paar ungewöhnliche Tipps für Mallorca habe ich auch für dich gesammelt. Das Klima in Valencia ist also vor allem im Frühling und Herbst sehr angenehm. Es gibt drei Strände:

  • Playa de las Arenas
  • Playa de la Patacona
  • Playa de Malvarrosa

Wir waren nur am Strand von Malvarrosa: ein langer, weißer Sandstrand (siehe Foto oben), perfekt für Sonnenanbeter und Badewütige. Ende Oktober waren es 22 Grad Wassertemperatur und man konnte wunderbar Schwimmen gehen. Wenn du genug vom Strand hat, kannst du an der palmengesäumten Promenade flanieren oder dir ein Fahrrad leihen und eine Radtour machen. Wir sind bis Port Saplaya geradelt, ein kleiner verwinkelter Hafen von vielen bunten Wohnhäusern umgeben. 

Valencia-Tipps: Port Saplaya

Valencia-Tipps: Port Saplaya

 

Tipp: Am besten schon vorher in deinem Wohnviertel ein Rad leihen, das ist günstiger, z. B. bei Bikes & Roll. Ein recht schickes Restaurant in einem modernen Bau am Meer ist das Panorama. Aber vorher einen Tisch direkt an der Wasserkante reservieren.

 

Barrio del Carmen – das Herz der Stadt

Während die Stadt sonst fast nur aus Hochhäusern besteht, hat Valencia mit dem Barrio del Carmen (barrio = Viertel) eine sehr gut erhaltene Altstadt, in der man locker einen Tag verbringen kann. In den engen, gewundenen Gassen, die nach keinem erkennbaren Muster verlaufen, kann man sich leicht verlieren und einfach treiben lassen. Was mich besonders begeistert hat: Dort sind nicht nur die „klassischen“ Sehenswürdigkeiten, das El Carmen ist auch voller bunter, lauter, kreativer Streetart! Und keine Angst – man geht nie wirklich verloren: Früher oder später kommt man immer an einem markanten Punkt raus und kann sich neu orientieren. 

Das sind die typischen Sehenswürdigkeiten und Plätze von el Carmen, auf die ich nicht näher eingehen werde, weil du sicher genug Infos dazu in deinem Reiseführer finden wirst:

  • Plaza del Ayuntamiento (Rathausplatz), mit Rathaus, Tour-Info & dem Sportgeschäft, in dem du u. a. die Fußballtickets kaufen kannst (siehe unten)
  • Plaza de la Reina
  • Plaza de la Virgen mit der Basilika und Kathedrale
  • Plaza Redonda
  • Plaza Tossal
  • Plaza de Bous de Valencia (Stierkampfarena & Museum)
  • Estacio del Nord (Nordbahnhof)
  • Lonja de la Seda (Seidenbörse)
  • Mercado Central

 

 

Dabei findet das Leben auf der Straße statt und die vielen Cafés, Restaurants und so typischen Tapas-Bars laden immer zu einem Päuschen ein. Ich habe es geliebt, durch El Carmen zu schlendern und immer wieder Neues zu entdecken.

 

Panoramablicke – Valencia von oben

Valencia-Tipps: Panoramablick vom Miguelete auf den Plaza de la Virgen und die Kathedrale

Valencia-Tipps: Panoramablick vom Miguelete auf den Plaza de la Virgen und die Kathedrale

Wenn ich einen neuen Ort erkunde, liebe ich es, mir erstmal einen Überblick zu verschaffen und den Panoramablick zu genießen. Dazu gibt es in Valencia im Barrio del Carmen reichlich Gelegenheit. Der Eintritt kostet meist um die 2 Euro. 

Valencia-Tipps: eines der beiden erhaltenen Stadttore - Torres de Serranos

Valencia-Tipps: eines der beiden erhaltenen Stadttore – Torres de Serranos

  • Torre de Miguelete, der Turm von Valencias Kathedrale
  • Torres dels Serrans: eines der beiden noch erhaltenen Stadttore inmitten der Altstadt, übersetzt heißt das „Triumphbogen“. Von dort hat man auch einen guten Blick auf die Jardins del Turia. Das andere Stadttor, Torre de Quart, ist ebenfalls sehr schön, liegt aber nicht so zentral.
  • Torre de Santa Catalina: Von dort hast du einen herrlichen Blick auf „La Redonda“.

 

Valencia-Tipps: Blick auf den Plaza Redonda

Valencia-Tipps: Blick auf den Plaza Redonda

Valencia-Tipps: Blick auf die Jardines de Turia

Valencia-Tipps: Blick auf die Jardines de Turia

 

Streetart in Valencia

Wenn ich mir eine neue Stadt erschließe, mache ich mich gern auf die Suche nach Streetart. Meist findet man sie in den alternativen Vierteln. Nicht so in Valencia. Hier ist sie mitten in der Altstadt, im Barrio del Camen. In meinen zwei Wochen in Valencia habe ich Stunden damit zugebracht, der Streetart zu folgen, immer bis zum nächsten Stück, bis zur nächsten Ecke, bis es dunkel wurde. Es ist die perfekte Möglichkeit, den Zeitgeist einer Stadt kennenzulernen. Wie tickt der Ort gerade? Was sind die Themen? Ist die Streetart politisch?

Valencia-Tipps: Im Barrio del Carmen auf die Suche nach Streetart gehen. Hier: bei der Arbeit am Plaza de Tossal, einem der belebtesten Plätze Valencias

Valencia-Tipps: Im Barrio del Carmen auf die Suche nach Streetart gehen. Hier: bei der Arbeit am Plaza de Tossal, einem der belebtesten Plätze Valencias

Die Streetart-Szene in Valencia ist sehr vielseitig. Auch wenn es offiziell nicht erlaubt ist, wird Streetart doch geduldet, und ich habe immer mal wieder, auch tagsüber, Künstler bei der Arbeit gesehen. Aber darüber habe ich einen eigenen Artikel geschrieben, in dem ich dir auch einige meiner Lieblingskünstler vorstelle: Streetart in Valencia: bunt, laut, mittendrin.

Ich habe übrigens auch über Streetart in London geschrieben: Endlich London: auf der Suche nach Streetart. Daraus ist dann ein Interview mit dem professionellen Streetart-Künstler Otto Schade entstanden: Interview with Street Artist Otto Schade. Und im Sommer 2018 fahre ich nach Heidelberg zum Metropolink – Festival für urbane Art, wo ich den Künstlern bei der Arbeit zuschauen und einen Workshop machen werde. Darüber wirst du hier im Blog dann sicher auch noch lesen …

 

Stadt der Künste & Wissenschaften

So etwas wie die „Ciudad de las Artes y de las Ciencias“ (kurz „Ciudad“) habe ich vorher noch nicht gesehen. Von 1998 bis 2006 gebaut, ist sie ein monumentales, postmodernes Gebäudeensemble vom valencianischen Stararchitekten Santiago Calatrave.

 

Sie war in der Gegend unseres Wohnviertels, deswegen waren wir gleich am ersten Abend dort. Zufällig an einem Samstag. Das Areal um die Gebäude war voller Menschen, die surrealen Bauten effektvoll ausgeleuchtet. Überall waren Wasserbassins, sodass das Bild durch Spiegelungen ergänzt wurde. Im Konzerthaus war gerade Pause und die fein gekleideten Leute standen auf dem großen Balkon und blickten auf die Stadt in der Stadt hinunter. Ein faszinierendes Bild, das sich schwer beschreiben lässt und das mich beeindruckt hat. Fotos von der „Ciudad“ bei Nacht findest du bereits im Artikel „Valencia: Bildungsurlaub unter Palmen„.

Wir waren danach noch einige Male in der Ciudad, und in jedem Licht, zu jeder Tageszeit sah sie anders aus. Ein bisschen wie das berühmte Opernhaus von Sydeny. In der Ciudad gibt es z. B. ein Museum, das Konzerthaus, das Hemispheric (ein Kino in einer Kugel), das Oceonografic (das größte Aquarium Europas) und noch einiges mehr. Wir haben uns manches davon angeschaut, aber am schönsten war es, einfach zwischen den Gebäuden durchzuschlendern und sie aus allen möglichen Perspektiven zu bewundern.

2018 feiert die Ciudad übrigens ihren 20. Geburtstag mit vielen Extra-Veranstaltungen. Ein Grund mehr, gerade dieses Jahr hinzufahren!

 

Valencia mit Kindern

Wenn man mit Kindern in Valencia unterwegs ist, kann man gut einen Tag bei den Tieren verbringen.

Oceanografic – Europas größtes Aquarium

Valencia Ciudad de las Artes y de las Ciencias: Oceanografic

Entweder im Oceanografic, das ein großes Haibecken hat, durch das ein gläserner Tunnel führt. Du kannst also durch das Becken hindurchgehen. Tipp: hingehen, wenn gerade eine Delphinshow stattfindet, dann ist es dort leer. Ansonsten drängen sich Menschenmassen in dem Tunnel und es herrscht ein unheimlicher Lärmpegel.

Valencia Ciudad de las Artes y de las Ciencias: Oceanografic

Valencia Ciudad de las Artes y de las Ciencias: Oceanografic

Die Aquarien sind unterirdisch, zum Teil durch Tunnel verbunden. Geht man oberirdisch, ist dort ziemlich viel Beton und es erinnert an einen amerikanischen Freizeitpark. Eine besondere Attraktion sind auch die Belugawale in einer riesigen Eiskuppel, die sie sich mit Walrossen und Pinguinen teilen. Wobei es durchaus kritisch gesehen werden kann, dass so große Tiere in Zoos gehalten werden. Übrigens: Das Angebot an Snacks ist im Park begrenzt, teuer und nicht sehr lecker, also pack dir am besten selbst was für ein Picknick in der Sonne ein.

 

Bioparc – Afrika meets Valencia

Eine Alterntive ist der Bioparc, der Zoo Valencias. Im Februar 2008 eröffnet, liegt er im Park Cabecera, am ehemaligen Turia-Flussbett und erstreckt sich über 100.000 Quadratmeter. Die parkartige Anlage ist so angelegt, dass der Besucher die Zäune nicht sieht. Der Hamburger Tierpark Hagenbeck war übrigens vor über 100 Jahren ein Vorreiter für diese Technik: dort eröffnete 1907 der weltweit erste Tierpark ohne Gitter. Die tierischen Highlights sind neben den Gorillas und Schimpansen die Nashörner, Elefanten, Giraffen und Löwen. Zum Verweilen lädt auch das Gehege der possierlichen Erdmännchen ein.

Valencia Biopark Elefant und Baobab-Baum

Der Baobab-Baum, den wir vor allem aus West-Australien kennen, ist leicht zu finden. Aber wer entdeckt den Elefanten?

Glück hatten wir beim Schwimmbecken der Nilpferde: Dort konnten wir durch eine dicke, durchsichtige Wand zwei formschöne Exemplare dabei beobachten, wie sie gerade Runden drehten.

Schwimmendes Nilpferd

 

Ins Fußballstadion: La Mestalla

Wenn ich in einer fremden Stadt bin, besuche ich gern ein Fußballspiel dort. Dann bekomme ich einen anderen Eindruck davon, wie diese Stadt tickt: Wie sind die Fans drauf? Ist Fußball eher ein Familienerlebnis? Wie ist die Stimmung?

Auf der Weltreise haben wir uns beispielsweise die beiden Stadien von Buenos Aires angeschaut und konnten sogar Tickets für ein Länderspiel ergattern. Im Beitrag „Maradona und die Pralinenschachtel“ schreiben wir darüber.

In Valencia hatten wir Glück: Als wir in der Stadt waren, spielte die Mannschaft vom FC Valencia, zu der Zeit gerade auf Platz 2 in der Primera Division, der spanischen „La Liga“, also der höchsten spanischen Spielklasse, gegen den direkten Konkurrenten FC Sevilla. Es versprach ein spannendes Spiel zu werden, also versuchten wir, noch Tickets zu bekommen. Zunächst im Sportgeschäft am Rathausplatz (Plaza del Ayuntamiento), wo der Ticketschalter direkt vor unseren Nasen zumachte.

Also fuhren wir kurz vor dem Spiel zum Stadion, das mit der Metro gut erreichbar ist. Von da folgten wir einfach dem kleinen Mob in Fußballtrikots. Auf den Straßen um das Estadio Mestalla, das sich mitten in einem Wohngebiet befindet, war die Hölle los. Überall Fußballverrückte, singend, tanzend, feiernd. Die Stimmung war ausgelassen, aber nicht aggressiv.

An den Ticketschaltern direkt am Stadion ergatterten wir noch Sitzplätze. Zwar nicht mehr in der günstigsten Kategorie, aber noch bezahlbar. Die Stimmung im Stadion war gut, der Himmel blau und die Abendluft noch warm. Wie sich zeigte, ist Fußball hier ein Familienevent, Oma und Opa inklusive. Wir hatten nicht zu viel erwartet und erlebten ein dynamisches Spiel mit 5 Toren, 4 davon fielen auf unserer Seite, saßen wir doch direkt hinter dem Tor.

Valencia Estadio Mestalla

Valencia gewann deutlich mit 4:1, auch wenn das Spiel über weite Strecken recht ausgeglichen war. Wir waren glücklich, weil die Valencianer sich so freuten und die Stimmung entsprechend euphorisch war. Ein richtiges Spektakel.

Tipp: Wenn du ein spanisches Team anfeuern willst, kannst du „Amunt Valencia!“ rufen. „Amunt“ ist Valencianisch und heißt so viel wie: los, vorwärts, auf geht‘s Valencia!

 

Hipster-Viertel Ruzafa

Vor einiger Zeit war Ruzafa noch das alternative Viertel der einstigen Arbeiterklasse Valencias. Lange von allen vergessen. Doch dann kündigte die Stadt an, ein heruntergekommenes Gebiet in einen Park zu verwandeln. Fortan erinnerten sich Stadtentwickler und Immoblienmakler an Ruzafa, und so nahm die Gentrifizierung ihren Lauf. Heute ist es das adrette Hipster-Viertel Valencias, mit ordentlichen Straßen, aufgehübschten Häusern, Mikrobrauereien, Co-Working-Spaces, reizenden Cafés, Streetart und kleinen Läden voller Besonderheiten – erfrischend inspirierend.

Valencia Ruzafa Jugendstilhäuser

Wir haben hier den besten Kuchen und die besten Patatas Bravas gegessen (wo genau, erfährst du bald im Artikel „Valencia kulinarisch“ – Link folgt). Der beste Weg, Ruzafa zu erkunden, ist einfach mal tagsüber durch die wenig befahrenen Straßen zu flanieren oder abends dort auszugehen und von einem Laden zum nächsten zu schlendern. Das Viertel ist immer noch der Dreh- und Angelpunkt für Valencias Kultur- und Nachtleben: unbedingt einen Besuch wert!

 

Valencia kulinarisch

Wo soll ich anfangen? Valencia hat es mir kulinarisch total angetan. Das Essen dort war das eigentliche Highlight meines Besuchs, und ich habe mich von morgens bis abends durch die Stadt gefuttert. Das fing auf dem Weg zur Sprachschule mit Croissant und Kaffee in unserem Lieblingscafé Bastard an, ging nach Schulschluss mit einem ausgiebigen „Menu del Dia“ (Mittagstisch) weiter und über ein paar Tapas am frühen Abend bis hin zu einem späten Abendessen ab 20/21 Uhr. Manchmal gab es zwischendurch noch Kuchen, z. B. im Dulce de Leche in Ruzafa. Das Essen und die valencianischen Spezialitäten haben mich so begeistert und ich habe so viele Fotos davon gemacht, dass es darüber bald einen eigenen Artikel mit ganz vielen Tipps geben wird. Den Link findest du dann hier. Ein paar Tipps habe ich aber schonmal in die Kommentare unter diesem Artikel gepackt.

 

Valencia kostenlos

Wie in jeder Stadt, kannst du auch in Valencia mit etwas Insider-Wissen mit schmalen Budget das beste rausholen. Hier drei Tipps für kostenlose Aktivitäten:

 

Jardin del Turia: grüne Lunge der Stadt

Valencia Jardines del Turia

Valencia hatte mal einen Fluss, den Turia. 1957 gab es eine schlimme Überschwemmung, wonach beschlossen wurde, das Flussbett umzulegen. Gesagt, getan. Aus dem trockenen Flussbett hat die Stadt das Beste gemacht und einen riesigen Park mit Wiesen und Radwegen angelegt: den Jardin del Turia. In diesem Großpark gibt es diverse Park-, Sport- und Freizeitanlagen und man kann auch wunderbar Fahrrad fahren oder einfach spazieren gehen. Eine gute Abwechslung zur ansonsten recht betonlastigen Stadt und absolut kostenlos.

 

Sonntags freier Eintritt

Sonntagmorgens sind fast alle Museen und Sehenswürdigkeiten gratis. Wer weniger Zeit hat, kann sich den Eintritt von meist nur 2 Euro (Stand Dezember 2017) auch so gönnen. Wir waren an einem Sonntag z.B. im IVAM, dem Museum für moderne Kunst. 

 

Valencia für Sportliche

Für diejenigen, die Reisen und Sport gern kombinieren, ist die kostenlose App „Valencia Ciudad del Running“ (= Valencia Stadt des Laufens) genau das Richtige. Sie zeigt die besten Laufrouten der Stadt. 

 

Orientierung und Fortbewegungsmittel

Zwar gibt es in Valencia U-Bahnen, aber die dienen vorwiegend dazu, die Pendler hinein- und hinauszubringen. Die innerstädtischen Verbindungen sind via Metro meist umständlich. Um vom Flughafen in die Stadt zu kommen, eignet sich die Metro hingegen sehr gut. Gut ausgebaut ist das Busnetz. Straßenbahnen gibt es ebenfalls.

Um die besten Verbindungen herauszufinden, ortest du dich am besten über die Google-Maps-App auf dem Handy und gibst dein Ziel ein. Dann kannst du dir den schnellsten Weg mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln anzeigen lassen, z. B. auch die Verbindung mit den Öffis. Seit die EU das Roaming abgeschafft hat, kostet das nicht mehr als in Deutschland auch. Damit kannst du dich problemlos in Valencia fortbewegen und auch das ansonsten oft schwer zu durchschauende Busnetz gut nutzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lädt sich eine Offline-Karte (z. B. maps.me) herunter, falls das Internet mal nicht geht.

Am besten, du kaufst dir bei einem Kiosk (Tabaco) gleich eine Zehnerkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel (genannt Bonobus). Die kostet einmalig 2 Euro, dafür kannst du sie immer wieder aufladen. Eine Fahrt mit dem Bus kostet dann nur 85 Cent. Das ist schneller, günstiger und praktischer als sich jedes Mal einzeln in bar eine Fahrkarte zu kaufen. Es können auch mehrere Personen gemeinsam die Bonobus-Karte nutzen.

 

Fahrräder leihen mit Valenbisi

In Valencia gibt es das Leihfahrradsystem Valenbisi mit 275 Stationen und 2750 Fahrrädern. Am besten, man registriert sich vorab online (Link zur Registrierung bei Valenbisi). Dazu muss man eine Kreditkarte hinterlegen, von der eine Sicherheit von 150 Euro abgebucht wird. Die bekommt man aber danach wieder zurück, was bis zu 21 Tagen dauern kann.

Valencia Leihfahrräder Valenbisi

Für die meisten Besucher wird eine Kurzzeitmiete für eine Woche reichen. Die kostet 13,30 Euro. Die Jahresgebühr liegt bei 29,21 Euro. Ist die Online-Registrierung abgeschlossen, kann man sich über einen vierstelligen Pin an den Stationen Räder leihen. Die Tarife sind wie folgt:

  • 0-29 Minuten = kostenlos
  • 30-59 Minuten = 1,04 Euro
  • 60 Minuten = 3,12 Euro

Du siehst, die Valenbisis sind eher was für kürzere Touren. Für einen Tagesausflug leihst du dir besser woanders ein Fahrrad aus (siehe oben). Aber die Räder stehen wirklich überall und du bist sehr flexibel, wenn du dir mal schnell eines ausleihen und ein paar Kilometer fahren möchtest. Am besten, du lädst dir vorher die App „BikeHire“ runter. Darüber kannst du sehen, wo die nächste Station ist und wie viele Räder dort aktuell verfügbar sind.

 

Beste Reisezeit

Valencia zählt mit 300 Sonnentagen im Jahr zu den ganzjährigen Reisezielen. Die beste Reisezeit ist im Frühling, also von April bis Juni, wenn es überall grünt und blüht. Auch im Herbst (September / Oktober) ist Valencia ein gutes Reiseziel für einen Citytrip. Wir waren Ende Oktober da und hatten Tages-Durchschnittstemperaturen von 25 Grad, wobei uns einige Locals gesagt haben, dass es normalerweise um diese Zeit nicht mehr so warm ist…

 

Leben wie die Locals: Airbnb

Da wir zwei Wochen da waren und uns selbst versorgen wollten, haben wir uns ein komplett ausgestattetes Appartement in einem Wohnviertel gemietet (ein Video davon kannst du im Artikel „Valencia: Bildungsurlaub unter Palmen“ sehen). Als Kaffeejunkie nehme ich meine Mocca und eine Packung Espresso immer mit, dann ist für den Koffeinnachschub gesorgt. 100 Meter von unserer Wohnung entfernt, gab es einen großen Supermarkt, so war das mit dem Selbstversorgen kein Problem. Die größte Herausforderung war vielleicht noch, immer genug Wasser zum Trinken und Kochen zu haben. Denn das Leitungswasser in Spanien ist meist stark gechlort und schmeckt deswegen nicht besonders.

 

App- und Web-Tipps

Seit der Weltreise (hier der Link zur Weltreiseroute) klebt mein Handy quasi an meiner Hand fest. Wenn man mich fragen würde, was schlimmer wäre: Handy weg oder Geldbörse weg, würde ich wahrscheinlich „Handy“ antworten.

Beim Reisen ist das mein ultimatives Accessoire, weil es mir das Unterwegssein so sehr erleichtert. Deswegen gebe ich am Ende meiner Artikel gern App-Tipps für das Reisen am jeweiligen Ort. Hier meine Tipps für Valencia:

  • Google Maps – um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen
  • maps.me – zur Orientierung, auch ohne Internet
  • Leo – Wörterbuch, damit man auch die Speisekarten versteht 🙂
  • Airbnb – um mit dem Vermieter deiner Wohnung zu kommunizieren
  • Bikehire – zum Valenbisi-Räder finden
  • Splitwise – zum Kostenteilen auf Reisen
  • Trail Wallet – zum Kostenerfassen auf Reisen
  • Cabify – um auch ohne große Sprachkenntnisse Taxis zu bestellen

Zum Weiterlesen kann ich dir den Blog Lovevalencia.com empfehlen. Dort findest du jede Menge detaillierte Artikel zu Valencia.

Sonnenaufgang im Flugzeug

Wunderbarer Abschied von Valencia: Sonnenaufgang im Flugzeug. Und ich sitze auf der richtigen Seite!

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Reiseziele für 2018“ von Tini von Choices of Life. Schaut doch mal bei ihr vorbei, sie hat noch jede Menge anderer Reisetipps für 2018.

Jetzt freue ich mich auf deine Anregungen und Kommentare!

19 Kommentare zu “15 Insidertipps für Valencia

  1. Ricarda Christina Hollweg

    Hi Claudia,
    Valencia sieht schön aus. Mich sprechen besonders der Sandstrand mit der palmengesäumten
    Promenade und die bunten Häuser an. Ich kenne Spanien leider kaum und würde die Stadt gerne entdecken. Danke für die Inspiration!
    Liebe Grüße,
    Ricarda

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hallo Ricarda,
      bis letztes Jahr hatte ich Spanien auch gar nicht so auf dem Schirm und hab das Land eher mit All-Inclusive-Bettenburgen in Verbindung gebracht. Aber wie es aussieht hat es ganz viele entdeckenswerte Ecken, wie Valencia eben. Was mit an der Stadt so gut gefällt ist das Gesamtpaket und dass, wie du schon geschrieben hast, die Stadt sogar einen Strand hat. Perfekt für einen Städtetrip zum Sonnetanken.
      Viele Grüße
      Claudia

  2. Victoria

    Hallo Claudia,

    Valencia sieht traumhaft aus. Ganz tolle Aufnahmen habt ihr da geschossen, Valencia sieht echt schön aus und ist wohl auf jeden Fall einen Besuch wert, alleine schon wegen der 300 Sonnentage.

    Viele Grüße
    Victoria

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hallo Victoria,
      die 300 Sonnentage sind wirklich eines DER Argumente, die Stadt mal zu besuchen, gerade im Frühling / Herbst, wenn es bei uns noch nicht bzw. nicht mehr so schön ist. Da kannst du in Valencia richtig Sonne tanken und den Akku aufladen. Mal abgesehen davon ist die Stadt unheimlich sehenswert, das Essen ist lecker und das Leben findet auf der Straße statt.
      Viele Grüße
      Claudia

  3. Monika und Petar

    Hallo Claudia,

    Du hast Recht, bisher hatten wir nur Barcelona und Madrid (und Andalusien und die Costa Brava) in Spanien auf dem Schirm. Durch Valencia bin ich erst einmal vor vielen Jahren durchgefahren, ohne mir etwas anzuschauen. Deinen Fotos nach zu urteilen, lohnt sich ein Besuch der Stadt durchaus. Vor allem die moderne Architektur hat es mir angetan.

    Vielen Dank für Deinen informativen Guide über Valencia.

    LG,
    Monika

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hallo Monika,
      ja, es lohnt sich auf jeden Fall. Allein schon wegen der „Ciudad“, der Gebäudekomplex ist einfach total faszinierend. Aber auch darüber hinaus hat die Stadt ganz viel zu bieten und ist eben noch nicht so touristisch überlaufen…
      Vielleicht klappt’s ja 2018 bei euch?
      Schöne Grüße
      Claudia

  4. Magdalena

    Hallo Claudia,
    ich war auch 2017 das erste Mal in Valencia. Meine beste Freundin wohnte bis vor kurzem in Madrid und ist dann in die Nähe von Valencia gezogen. Ich fand die Stadt auch absolut genial. Mir hat es die Stadt der Wissenschaft und der Künste total angetan, weil man da so irre gut fotografieren kann. Egal aus welchem Blickwinkel, sieht immer toll aus!

    Sehr schöner Beitrag, da werde ich mir sicher Tipps für den nächsten Trip holen.

    Vielen Grüße
    Magdalena

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hallo Magdalena,
      so ging es mir mit der Ciudad auch. Ein Traum für Fotografen. Nicht nur, dass die Architektur an sich spektakulär ist, auch die Effekte, die du durch die Reflexionen im Wasser erzielen kannst, sind einmalig schön. Und das Gelände wird von den Locals wirklich gut angekommen. Abends am Wochenende ist es dort voller Leute. Wenn ich das mit der Hafencity in Hamburg vergleiche, hat uns Valencia echt was voraus.
      Viele Grüße
      Claudia

  5. Nicole

    Wow, das ist doch echt mal ein genialer Artikel. So viele nützliche Infos und tolle Eindrücke, da will ich am liebsten direkt den Koffer packen, aber ich warte noch bis zum kulinarischen Valencia Artikel, denn den besten Kuchen und die besten Patatas Bravas will ich mir nicht entgehen lassen:)

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hi Nicole,
      danke für die Blumen 🙂 Aber Valencia ist wirklich eine so #reizende Stadt und bei 300 Sonnentagen ist es leicht, die Fotos mit strahlend blauem Himmel gut aussehen zu lassen. Dann gebe ich mal Gas in Sachen Kulinarik. Mein eigentliches Highlight von Valencia 😉
      Herzliche Grüße
      Claudia

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  7. Diana

    Hallo Claudia,
    Valencia hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Aber es sieht wirklich sehr nett aus. Da könnte ich auch gut mal eine Woche verbringen. Und seit neuestem interessiere ich mich ja für Street Art und würde auch was das anbelangt, fündig werden.
    Danke für diesen Tipp!
    LG Diana

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hallo Diana,
      ist auch wirklich nett. Allein das tolle Essen, die 300 Sonnentage und die Kombi aus Stadt & Strand machen es zu einem Superreiseziel, wie ich finde. Und die Streetart-Szene kann sich sehen lassen! Aber dazu gibt es in einem Extra-Artikel bald mehr. Übrigens gibt es am 21.3.2018 von 20-21 Uhr eine Reisenacht zum Thema „Streetart: Ist das Kunst oder kann das weg?“ auf Twitter. Würde mich freuen, wenn du mittwitterst!
      Liebe Grüße
      Claudia

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  9. mallorcaedi

    Hallo Claudia.

    Vor vielen Jahren fuhr ich mit der Bahn von Barcelona nach Murcia und habe in Valencia 2 Nächte in einem kleinen Hostal in der Nähe vom Mercat Central verbracht.
    Nach der ersten Nacht ging ich am nächsten Morgen zu Fuß durch die Avinguda del Oest bis zum Kaufhaus Fnac.
    Es war ein heller, sonniger Morgen. Ich träumte so vor mich hin und plötzlich fand ich, als lebe ich in dieser Stadt schon immer.

    Ein paar Jahre danach, 2008 habe ich drei Mal (im Mai, September und Oktober) mit einem Freund Valencia besucht.

    März 2013 dann der Besuch vom Heiligen Gral in der Kathedrale von Valencia.

    2017 im Mai und im September, am Ende nach einem Kurzurlaub auf Mallorca noch schnell einen Abstecher rüber nach Valencia ein und zwei Tage mit Unterkunft bei airbnb Gastgebern.

    Die Stadt hat es mir wirklich sehr angetan. Alles sehr kompakt und dann mit der U-Bahn direkt ans Meer. Einfach genial.

    Nun habe ich mich für dieses Jahr wieder für einen, aber etwas längeren Aufenthalt von einer Woche in Valencia entschlossen.
    3 Nächte in einer Pension in der Altstadt (Nähe Mercat Central) und 3 Nächte bei einem airbnb Gastgeber nur wenige Meter von der Metro-Station Angel Guimera an der Gran Via de Ferran El Catolic.
    Sehr genial gelegen für die Metro-Fahrt zum Flughafen.

    Wenn ich mir einen Alters-Ruhesitz am Mittelmeer aussuchen müsste, würde ich mich entweder für Alicante oder Valencia entscheiden.

    Ich bin Semi-Profi (aber nicht mein Beruf) was die Fotografie betrifft und habe in Valencia sehr viele Aufnahmen gemacht und diese auch schon
    bei Vorträgen zur Geltung gebracht.
    Z.B. ein Vortrag mit dem Titel: Zum Heiligen Gral nach Valencia.

    Doch die schönste Stadt in Europa ist für mich immer noch ROM.

    Vielen Dank, dass ich deine schönen Aufnahmen hier im Internet bestaunen durfte, sie haben mir sehr gefallen.

    Liebe Grüße
    mallorcaedi

  10. Lisa

    Hallo Claudia,
    du hast von kulinarischen highlights geschrieben.. Hast du vielleicht noch ein paar restaurant/essens-tipps für uns? Sind gerade mit der family hier und wollen nicht nut touri-fallen-tapas schlemmen.. 😉
    lg, lisa

  11. Claudia Autor des Beitrags

    Hallo Lisa,
    im Viertel Ruzafa ist das Dulce de Leche ein Traum für Kaffee- und Kuchenfans, auch wenn das sicher kein Geheimtipp ist. Das Merlin wurde uns dort für Paella empfohlen. Da muss man allerdings reseriveren. Zum Mittagstisch, von dem wir ohnehin große Liebhaber waren, haben uns auch das Dona Patrona und das Ubik Café, ebenfalls in Ruzafa, gefallen.
    Im Barrio del Carmen können wir diese Restaurants empfehlen: leckere Tapas haben wir im El Olivo gegessen. Am Plaza de Tossal sind auch viele nette Restaurants. Wir haben immer mittags beim Mittagstisch „richtig“ gegessen (Menu del Dia) und dann abends nur was Kleines.
    Horchata, das ist eine Art Erdmandelmilch, entweder im Mercado Central oder bei Danilo (oder so öhnlich) im Mercado Colon.
    Soweit erstmal. Ansonsten kann ich den Mittagstisch (Menu del Dia) nur wärmstens empfehlen, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her.
    Viele Grüße, gerade aus Irland
    Claudia

  12. Sabrina

    Hi Claudia,

    Yeah, danke für die tollen Tipps – kann ich am Wochenende gleich gebrauchen. Ich freu mich schon extrem, 3 1/2 Tage haben wir dort und laut aktuellem Wetterbericht 21 Grad.
    Lg Sabrina (die da über Google auf deinen Blog gekommen ist und selbst auch Bloggerin ist :D)

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hey Sabrina,
      wie schön, dass du mich gefunden hast 🙂 Valencia ist wirklich toll. Nicht verpassen solltest du die Ciudad de las Artes y las Sciencias. Die ist auch zum Fotografieren grandios! Aber die Altstadt ist auch toll, und Ruzafa, das Hipsterviertel mit seinen netten Cafés und Mirkobrauereien. Da könnte ich direkt mal wieder hin. Also, ganz viel Spaß und Grüß mir Valencia!
      Claudia

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