Alle kennen Madrid oder Barcelona, aber die drittgrößte spanische Stadt haben nur die wenigsten auf dem Schirm. Dabei hat Valencia einiges zu bieten und ist für mich ein absolutes Trendreiseziel für 2020.

Ende Oktober durfte ich in Valencia zwei Wochen → Bildungsurlaub machen, und habe die Chance genutzt, die Stadt in aller Ruhe zu erkunden. Heute teile ich meine Top-Sehenswürdigkeiten, Lieblingsorte und -aktivitäten mit dir und erkläre dir, warum du Valencia 2020 unbedingt besuchen solltest. 

Strand von Malvarrosa

Valencia-Tipps: Strand von Malvarrosa

Strand von Malvarrosa in Valencia

Eines der tollen Dinge an Valencia ist, dass es direkt an der spanischen Mittelmeerküste liegt, übrigens auf demselben Breitengrad wie Mallorca. Ein paar → ungewöhnliche Tipps für Mallorca habe ich auch für dich gesammelt. Das Klima in Valencia ist also vor allem im Frühling und Herbst sehr angenehm. Es gibt drei Strände:

  • Playa de las Arenas
  • Playa de la Patacona
  • Playa de Malvarrosa

Wir waren nur am Strand von Malvarrosa: ein langer, weißer Sandstrand, perfekt für Sonnenanbeter und Badewütige. Ende Oktober waren es 22 Grad Wassertemperatur, und man konnte wunderbar Schwimmen gehen. Mehr Tipps für tolle Strände bei Valencia hat Blogger-Kollegin Martina für dich: → Die 7 schönsten Strände in Valencia.

Ein recht schickes Restaurant in einem modernen Bau am Meer ist das Panorama. Aber vorher einen Tisch direkt an der Wasserkante reservieren. Wenn du genug vom Strand hat, kannst du an der palmengesäumten Promenade flanieren oder dir ein Fahrrad leihen und eine Radtour machen. Wir haben uns tatsächlich an einem Tag Fahrräder geliehen und sind bis Port Saplaya geradelt, ein kleiner verwinkelter Hafen von vielen bunten Wohnhäusern umgeben. 

Valencia-Tipps: Port Saplaya

Wunderbar Idyllisch: Port Saplaya bei Valencia

Valencia-Tipps: Port Saplaya

An den bunten Häusern von Port Saplaya konnten wir uns gar nicht satt fotografieren.

Tipp: Am besten schon vorher in deinem Wohnviertel ein Rad leihen, das ist günstiger, z. B. bei → Bikes & Roll.

 

Barrio del Carmen – das Herz der Stadt

Während die Stadt sonst fast nur aus Hochhäusern besteht, hat Valencia mit dem Barrio del Carmen (barrio = Viertel) eine sehr gut erhaltene Altstadt, in der man locker einen Tag verbringen kann. In den engen, gewundenen Gassen, die nach keinem erkennbaren Muster verlaufen, kann man sich leicht verlieren und einfach treiben lassen.

Was mich besonders begeistert hat: Dort sind nicht nur die „klassischen“ Sehenswürdigkeiten, das El Carmen ist auch voller → bunter, lauter, kreativer Streetart! Und keine Angst – man geht nie wirklich verloren: Früher oder später kommt man immer an einem markanten Punkt raus und kann sich neu orientieren. 

Das sind die typischen Sehenswürdigkeiten und Plätze von El Carmen, auf die ich nicht näher eingehen werde, weil du sicher genug Infos dazu in deinem Reiseführer finden wirst:

  • Plaza del Ayuntamiento (Rathausplatz), mit Rathaus, Tour-Info & dem Sportgeschäft, in dem du u. a. die Fußballtickets kaufen kannst (siehe unten)
  • Plaza de la Reina
  • Plaza de la Virgen mit der Basilika und Kathedrale
  • Plaza Redonda
  • Plaza Tossal
  • Plaza de Bous de Valencia (Stierkampfarena & Museum)
  • Estacio del Nord (Nordbahnhof)
  • Lonja de la Seda (Seidenbörse)
  • Mercado Central

Dabei findet das Leben auf der Straße statt und die vielen Cafés, Restaurants und so typischen Tapas-Bars laden immer zu einem Päuschen ein. Ich habe es geliebt, durch El Carmen zu schlendern und immer wieder Neues zu entdecken.

 

Panoramablicke: Valencia von oben

Wenn ich einen neuen Ort erkunde, liebe ich es, mir erstmal einen Überblick zu verschaffen und den Panoramablick zu genießen. Dazu gibt es in Valencia im Barrio del Carmen reichlich Gelegenheit. Von diesen drei Orten hast du den besten Ausblick auf Valencia:

  1. Torre de Miguelete, der Turm von Valencias Kathedrale
  2. Torres dels Serrans: eines der beiden noch erhaltenen Stadttore inmitten der Altstadt, übersetzt heißt das „Triumphbogen“. Von dort hat man auch einen guten Blick auf die Jardins del Turia. Das andere Stadttor, Torre de Quart, ist ebenfalls sehr schön, liegt aber nicht so zentral.
  3. Torre de Santa Catalina: Von dort hast du einen herrlichen Blick auf „La Redonda“.

Der Eintritt in die Türme kostet meist um die 2 Euro

Valencia-Tipps: Panoramablick vom Miguelete auf den Plaza de la Virgen und die Kathedrale

Panoramablick vom Miguelete auf den Plaza de la Virgen und die Kathedrale in Valencia

Valencia-Tipps: eines der beiden erhaltenen Stadttore - Torres de Serranos

Valencia-Tipps: besuch eines der beiden erhaltenen Stadttore – Torres de Serranos

Valencia-Tipps: Blick auf den Plaza Redonda

Valencia-Tipps: Blick auf den Plaza Redonda

Valencia-Tipps: Blick auf die Jardines de Turia

Valencia-Tipps: Blick auf die Jardines de Turia

 

Streetart in Valencia

Wenn ich mir eine neue Stadt erschließe, mache ich mich gern auf die Suche nach Streetart. Meist findet man sie in den alternativen Vierteln. Nicht so in Valencia. Hier ist sie mitten in der Altstadt, im Barrio del Camen. In meinen zwei Wochen in Valencia habe ich Stunden damit zugebracht, der Streetart zu folgen, immer bis zum nächsten Stück, bis zur nächsten Ecke, bis es dunkel wurde. Es ist die perfekte Möglichkeit, den Zeitgeist einer Stadt kennenzulernen. Wie tickt der Ort gerade? Was sind die Themen? Ist die Streetart politisch?

Valencia-Tipps: Im Barrio del Carmen auf die Suche nach Streetart gehen. Hier: bei der Arbeit am Plaza de Tossal, einem der belebtesten Plätze Valencias

Valencia-Tipps: Im Barrio del Carmen auf die Suche nach Streetart gehen. Hier: Künstler bei der Arbeit am Plaza de Tossal, einem der belebtesten Plätze Valencias

Die Streetart-Szene in Valencia ist sehr vielseitig. Auch wenn es offiziell nicht erlaubt ist, wird Streetart doch geduldet, und ich habe immer mal wieder, auch tagsüber, Künstler bei der Arbeit gesehen. Aber darüber habe ich einen eigenen Artikel geschrieben, in dem ich dir auch einige meiner Lieblingskünstler vorstelle: → Streetart in Valencia: bunt, laut, mittendrin. Einen davon, Rodrigo Romero Pérez, habe ich sogar interviewt: → Interview with Street Artist Rodrigo Romero Pérez.

Ich habe übrigens auch über Streetart in London geschrieben: → Endlich London: auf der Suche nach Streetart. Daraus ist dann ein Interview mit dem professionellen Streetart-Künstler Otto Schade entstanden: → Interview with Street Artist Otto Schade. Und im Sommer war ich beim → Metropolink – Festival für urbane Art in Heidelberg, wo ich den Künstlern bei der Arbeit zugeschaut habe.

 

Stadt der Künste & Wissenschaften

So etwas wie die „Ciudad de las Artes y de las Ciencias“ (kurz „Ciudad“) habe ich vorher noch nicht gesehen. Von 1998 bis 2006 gebaut, ist sie ein monumentales, postmodernes Gebäudeensemble vom valencianischen Stararchitekten Santiago Calatrave.

Sie war in der Gegend unseres Wohnviertels, deswegen waren wir gleich am ersten Abend dort. Zufällig an einem Samstag. Das Areal um die Gebäude war voller Menschen, die surrealen Bauten effektvoll ausgeleuchtet. Überall waren Wasserbassins, sodass das Bild durch Spiegelungen ergänzt wurde. Im Konzerthaus war gerade Pause und die fein gekleideten Leute standen auf dem großen Balkon und blickten auf die Stadt in der Stadt hinunter. Ein faszinierendes Bild, das sich schwer beschreiben lässt und das mich beeindruckt hat. Fotos von der „Ciudad“ bei Nacht findest du bereits im Artikel → Valencia: Bildungsurlaub unter Palmen.

Wir waren danach noch einige Male in der Ciudad de las Artes y de las Ciencias, und in jedem Licht, zu jeder Tageszeit sah sie anders aus. Ein bisschen wie das berühmte Opernhaus von Sydeny. In der Ciudad gibt es z. B. ein Museum, das Konzerthaus, das Hemispheric (ein Kino in einer Kugel), das Oceonografic (das größte Aquarium Europas) und noch einiges mehr. Wir haben uns manches davon angeschaut, aber am schönsten war es, einfach zwischen den Gebäuden durchzuschlendern und sie aus allen möglichen Perspektiven zu bewundern.

 

Valencia mit Kindern

Wenn man mit Kindern in Valencia unterwegs ist, kann man gut einen Tag bei den Tieren verbringen.

Oceanografic – Europas größtes Aquarium

Valencia Ciudad de las Artes y de las Ciencias: Oceanografic

Hauptgebäude und Eingang des Oceanografic in Valencia

Entweder im Oceanografic, das ein großes Haibecken hat, durch das ein gläserner Tunnel führt. Du kannst also durch das Becken hindurchgehen. Tipp: hingehen, wenn gerade eine Delphinshow stattfindet, dann ist es dort leer. Ansonsten drängen sich Menschenmassen in dem Tunnel und es herrscht ein unheimlicher Lärmpegel.

Valencia Ciudad de las Artes y de las Ciencias: Oceanografic

Aquariumtunnel des Oceanografic Valencia zur Rush Hour.

Valencia Ciudad de las Artes y de las Ciencias: Oceanografic

Wenn irgendwo anders im Oceanografic Vorstellungen oder Fütterungen sind, ist es im Aquariumtunnel glücklicherweise nicht mehr so voll.

Die Aquarien sind unterirdisch, zum Teil durch Tunnel verbunden. Geht man oberirdisch, ist dort ziemlich viel Beton und es erinnert an einen amerikanischen Freizeitpark. Eine besondere Attraktion sind auch die Belugawale in einer riesigen Eiskuppel, die sie sich mit Walrossen und Pinguinen teilen. Wobei es durchaus kritisch gesehen werden kann, dass so große Tiere in Zoos gehalten werden.

Übrigens: Das Angebot an Snacks ist im Park begrenzt, teuer und nicht sehr lecker, also pack dir am besten selbst was für ein Picknick in der Sonne ein.

 

Bioparc – Afrika meets Valencia

Eine Alternative ist der Bioparc, der Zoo Valencias. Im Februar 2008 eröffnet, liegt er im Park Cabecera, am ehemaligen Turia-Flussbett und erstreckt sich über 100.000 Quadratmeter. Die parkartige Anlage ist so angelegt, dass der Besucher die Zäune nicht sieht.

Der Hamburger Tierpark Hagenbeck war übrigens vor über 100 Jahren ein Vorreiter für diese Technik: Dort eröffnete 1907 der weltweit erste Tierpark ohne Gitter. Die tierischen Highlights im Bioparc Valencia sind neben den Gorillas und Schimpansen die Nashörner, Elefanten, Giraffen und Löwen. Zum Verweilen lädt auch das Gehege der possierlichen Erdmännchen ein.

Valencia Biopark Elefant und Baobab-Baum

Der Baobab-Baum, den wir vor allem aus West-Australien kennen, ist leicht zu finden. Aber wer entdeckt den Elefanten?

Glück hatten wir beim Schwimmbecken der Nilpferde: Dort konnten wir durch eine dicke Glasscheibe zwei formschöne Exemplare dabei beobachten, wie sie gerade Runden drehten.

Schwimmendes Nilpferd

Ein Nilpferd unter Wasser: Wann sieht man das schonmal?!

Ins Fußballstadion: La Mestalla

Wenn ich in einer fremden Stadt bin, besuche ich gern ein Fußballspiel dort. Dann bekomme ich einen anderen Eindruck davon, wie diese Stadt tickt: Wie sind die Fans drauf? Ist Fußball eher ein Familienerlebnis? Wie ist die Stimmung?

Auf der Weltreise haben wir uns beispielsweise die beiden Stadien von → Buenos Aires angeschaut und konnten sogar Tickets für ein Länderspiel ergattern. Im Beitrag → Maradona und die Pralinenschachtel schreiben wir darüber.

In Valencia hatten wir Glück: Als wir in der Stadt waren, spielte die Mannschaft vom FC Valencia, zu der Zeit gerade auf Platz 2 in der Primera Division, der spanischen „La Liga“, also der höchsten spanischen Spielklasse, gegen den direkten Konkurrenten FC Sevilla. Es versprach ein spannendes Spiel zu werden, also versuchten wir, noch Tickets zu bekommen. Zunächst im Sportgeschäft am Rathausplatz (Plaza del Ayuntamiento), wo der Ticketschalter direkt vor unseren Nasen zumachte.

Also fuhren wir kurz vor dem Spiel zum Stadion, das mit der Metro gut erreichbar ist. Von da folgten wir einfach dem kleinen Mob in Fußballtrikots. Auf den Straßen um das Estadio Mestalla, das sich mitten in einem Wohngebiet befindet, war die Hölle los. Überall Fußballverrückte, singend, tanzend, feiernd. Die Stimmung war ausgelassen, aber nicht aggressiv.

An den Ticketschaltern direkt am Stadion ergatterten wir noch Sitzplätze. Zwar nicht mehr in der günstigsten Kategorie, aber noch bezahlbar. Die Stimmung im Stadion war gut, der Himmel blau und die Abendluft noch warm. Wie sich zeigte, ist Fußball hier ein Familienevent, Oma und Opa inklusive. Wir hatten nicht zu viel erwartet und erlebten ein dynamisches Spiel mit 5 Toren, 4 davon fielen auf unserer Seite, saßen wir doch direkt hinter dem Tor.

Valencia Estadio Mestalla

Beim Fußballspiel im Estadio Mestalla in Valencia

Valencia gewann deutlich mit 4:1, auch wenn das Spiel über weite Strecken recht ausgeglichen war. Wir waren glücklich, weil die Valencianer sich so freuten und die Stimmung entsprechend euphorisch war. Ein richtiges Spektakel.

Tipp: Wenn du ein spanisches Team anfeuern willst, kannst du „Amunt Valencia!“ rufen. „Amunt“ ist Valencianisch und heißt so viel wie: los, vorwärts, auf geht‘s Valencia!

 

Hipster-Viertel Ruzafa

Vor einiger Zeit war Ruzafa noch das alternative Viertel der einstigen Arbeiterklasse Valencias. Lange von allen vergessen. Doch dann kündigte die Stadt an, ein heruntergekommenes Gebiet in einen Park zu verwandeln. Fortan erinnerten sich Stadtentwickler und Immoblienmakler an Ruzafa, und so nahm die Gentrifizierung ihren Lauf.

Heute ist es das adrette Hipster-Viertel Valencias, mit ordentlichen Straßen, aufgehübschten Häusern, Mikrobrauereien, Co-Working-Spaces, reizenden Cafés, → Streetart und kleinen Läden voller Besonderheiten – erfrischend inspirierend.

Valencia Ruzafa Jugendstilhäuser

Jugendstilhäuser in den Straßen vom Viertel Ruzafa in Valencia

Wir haben hier den besten Kuchen und die besten Patatas Bravas gegessen (wo genau, erfährst du bald im Artikel „Valencia kulinarisch“ – Link folgt). Der beste Weg, Ruzafa zu erkunden, ist einfach mal tagsüber durch die wenig befahrenen Straßen zu flanieren oder abends dort auszugehen und von einem Laden zum nächsten zu schlendern. Das Viertel ist immer noch der Dreh- und Angelpunkt für Valencias Kultur- und Nachtleben: unbedingt einen Besuch wert!

 

Valencia kulinarisch

Wo soll ich anfangen? Valencia hat es mir kulinarisch total angetan. Das Essen dort war das eigentliche Highlight meines Besuchs, und ich habe mich von morgens bis abends durch die Stadt gefuttert. Das fing auf dem Weg zur Sprachschule mit Croissant und Kaffee in unserem Lieblingscafé Bastard an, ging nach Schulschluss mit einem ausgiebigen „Menu del Dia“ (Mittagstisch) weiter und über ein paar Tapas am frühen Abend bis hin zu einem späten Abendessen ab 20/21 Uhr.

Manchmal gab es zwischendurch noch Kuchen, z. B. im Dulce de Leche in Ruzafa. Das Essen und die valencianischen Spezialitäten haben mich so begeistert und ich habe so viele Fotos davon gemacht, dass es darüber bald einen eigenen Artikel mit ganz vielen Tipps geben wird. Den Link findest du dann hier. Ein paar Tipps habe ich aber schonmal in die Kommentare unter diesem Artikel gepackt.

 

Valencia kostenlos

Wie in jeder Stadt, kannst du auch in Valencia mit etwas Insider-Wissen mit schmalen Budget das beste rausholen. Hier drei Tipps für kostenlose Aktivitäten:

 

Jardin del Turia: grüne Lunge der Stadt

Valencia Jardines del Turia

Unterwegs in den Jardines del Turia – einem weitläufigen Park in Valencia

Valencia hatte mal einen Fluss, den Turia. 1957 gab es eine schlimme Überschwemmung, wonach beschlossen wurde, das Flussbett umzulegen. Gesagt, getan. Aus dem trockenen Flussbett hat die Stadt das Beste gemacht und einen riesigen Park mit Wiesen und Radwegen angelegt: den Jardin del Turia. In diesem Großpark gibt es diverse Park-, Sport- und Freizeitanlagen und man kann auch wunderbar Fahrrad fahren oder einfach spazieren gehen. Eine gute Abwechslung zur ansonsten recht betonlastigen Stadt und absolut kostenlos.

 

Sonntags freier Eintritt

Sonntagmorgens sind fast alle Museen und Sehenswürdigkeiten gratis. Wer weniger Zeit hat, kann sich den Eintritt von meist nur 2 Euro (Stand Dezember 2017) auch so gönnen. Wir waren an einem Sonntag z.B. im IVAM, dem Museum für moderne Kunst. 

 

Valencia für Sportliche

Für diejenigen, die Reisen und Sport gern kombinieren, ist die kostenlose App „Valencia Ciudad del Running“ (= Valencia Stadt des Laufens) genau das Richtige. Sie zeigt die besten Laufrouten der Stadt. 

 

Orientierung und Fortbewegungsmittel

Zwar gibt es in Valencia U-Bahnen, aber die dienen vorwiegend dazu, die Pendler hinein- und hinauszubringen. Die innerstädtischen Verbindungen sind via Metro meist umständlich. Um vom Flughafen in die Stadt zu kommen, eignet sich die Metro hingegen sehr gut. Gut ausgebaut ist das Busnetz. Straßenbahnen gibt es ebenfalls.

Um die besten Verbindungen herauszufinden, ortest du dich am besten über die Google-Maps-App auf dem Handy und gibst dein Ziel ein. Dann kannst du dir den schnellsten Weg mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln anzeigen lassen, z. B. auch die Verbindung mit den Öffis. Seit die EU das Roaming abgeschafft hat, kostet das nicht mehr als in Deutschland auch. Damit kannst du dich problemlos in Valencia fortbewegen und auch das ansonsten oft schwer zu durchschauende Busnetz gut nutzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lädt sich eine Offline-Karte (z. B. → maps.me) herunter, falls das Internet mal nicht geht.

Am besten, du kaufst dir bei einem Kiosk (Tabaco) gleich eine Zehnerkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel (genannt Bonobus). Die kostet einmalig 2 Euro, dafür kannst du sie immer wieder aufladen. Eine Fahrt mit dem Bus kostet dann nur 85 Cent. Das ist schneller, günstiger und praktischer als sich jedes Mal einzeln in bar eine Fahrkarte zu kaufen. Es können auch mehrere Personen gemeinsam die Bonobus-Karte nutzen.

 

Fahrräder leihen mit Valenbisi

In Valencia gibt es das Leihfahrradsystem Valenbisi mit 275 Stationen und 2750 Fahrrädern. Am besten, man registriert sich vorab online (→ Link zur Registrierung bei Valenbisi). Dazu muss man eine Kreditkarte hinterlegen, von der eine Sicherheit von 150 Euro abgebucht wird. Die bekommt man aber danach wieder zurück, was bis zu 21 Tagen dauern kann.

Valencia Leihfahrräder Valenbisi

Leihfahrräder von Valenbisi in Valencia

Für die meisten Besucher wird eine Kurzzeitmiete für eine Woche reichen. Die kostet 13,30 Euro. Die Jahresgebühr liegt bei 29,21 Euro. Ist die Online-Registrierung abgeschlossen, kann man sich über einen vierstelligen Pin an den Stationen Räder leihen. Die Tarife sind wie folgt:

  • 0-29 Minuten = kostenlos
  • 30-59 Minuten = 1,04 Euro
  • 60 Minuten = 3,12 Euro

Du siehst, die Valenbisis sind eher was für kürzere Touren. Für einen Tagesausflug leihst du dir besser woanders ein Fahrrad aus (siehe oben). Aber die Räder stehen wirklich überall und du bist sehr flexibel, wenn du dir mal schnell eines ausleihen und ein paar Kilometer fahren möchtest. Am besten, du lädst dir vorher die App „BikeHire“ runter. Darüber kannst du sehen, wo die nächste Station ist und wie viele Räder dort aktuell verfügbar sind.

 

Beste Reisezeit für Valencia

Valencia zählt mit 300 Sonnentagen im Jahr zu den ganzjährigen Reisezielen. Die beste Reisezeit ist im Frühling, also von April bis Juni, wenn es überall grünt und blüht. Auch im Herbst (September / Oktober) ist Valencia ein gutes Reiseziel für einen Citytrip. Wir waren Ende Oktober da und hatten Tages-Durchschnittstemperaturen von 25 Grad, wobei uns einige Locals gesagt haben, dass es normalerweise um diese Zeit nicht mehr so warm ist …

 

Leben wie die Locals: Airbnb

Da wir zwei Wochen in Valencia waren und uns selbst versorgen wollten, haben wir uns ein komplett ausgestattetes Appartement in einem Wohnviertel gemietet (ein Video davon kannst du im Artikel → Valencia: Bildungsurlaub unter Palmen sehen).

Als Kaffeejunkie nehme ich meine Mocca und eine Packung Espresso immer mit, dann ist für den Koffeinnachschub gesorgt. 100 Meter von unserer Wohnung entfernt, gab es einen großen Supermarkt, so war das mit dem Selbstversorgen kein Problem. Die größte Herausforderung war vielleicht noch, immer genug Wasser zum Trinken und Kochen zu haben. Denn das Leitungswasser in Spanien ist meist stark gechlort und schmeckt deswegen nicht besonders.

Du bist noch nicht bei Airbnb angemeldet? Dann kannst du einfach → diesem Link folgen (Werbung, Affiliate-Link*), du bekommst 34 Euro Rabatt auf deine erste Buchung und ich 23 Euro für die Werbung. Winwin

 

App- und Web-Tipps

Seit der Weltreise (hier der Link zur Weltreiseroute) klebt mein Handy quasi an meiner Hand fest. Wenn man mich fragen würde, was schlimmer wäre: Handy weg oder Geldbörse weg, würde ich wahrscheinlich „Handy“ antworten.

Beim Reisen ist das mein ultimatives Accessoire, weil es mir das Unterwegssein so sehr erleichtert. Deswegen gebe ich am Ende meiner Artikel gern App-Tipps für das Reisen am jeweiligen Ort. Hier meine Tipps für Valencia:

  • Google Maps – um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen
  • maps.me – zur Orientierung, auch ohne Internet
  • Leo – Wörterbuch, damit man auch die Speisekarten versteht 🙂
  • Airbnb – um mit dem Vermieter deiner Wohnung zu kommunizieren
  • Bikehire – zum Valenbisi-Räder finden
  • Splitwise – zum Kostenteilen auf Reisen
  • Trail Wallet – zum Kostenerfassen auf Reisen
  • Cabify – um auch ohne große Sprachkenntnisse Taxis zu bestellen

Zum Weiterlesen kann ich dir den Blog Lovevalencia.com empfehlen. Dort findest du jede Menge detaillierte Artikel zu Valencia.

Sonnenaufgang im Flugzeug

Wunderbarer Abschied von Valencia: Sonnenaufgang im Flugzeug. Und ich sitze auf der richtigen Seite!

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Reiseziele für 2018“ von Tini von Choices of Life. Schaut doch mal bei ihr vorbei, sie hat noch jede Menge anderer Reisetipps, auch für nach 2018 …

 

Pin mich!

Dir gefällt unser Beitrag? Dann freuen wir uns, wenn du ihn dir z. B. auf Pinterest merkst:

Bilder Valencia Pin

 

Das könnte dich auch interessieren

Fürs wunderbare Spanien haben wir noch jede Menge andere tolle Artikel: