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Zehnter Monat Weltreise: 10 Erkenntnisse

Schon zehn Monate?! Unseren zehnten Weltreisemonat haben wir in Indonesien verbracht. Zuerst mit Weltreisebesuch Dani im Norden Sulawesis, bevor es auf die Insel der Blumen „Flores“ und zu den Drachen in den Komodo Nationalpark ging. Danach haben wir eine „Overland Tour“ gemacht, uns einige alte Dörfer angeschaut und unseren 300. Tag auf Weltreise gefeiert. Hier unsere zehn Erkenntnisse aus dem Juli 2016. 

1. Größer könnte der Gegensatz nicht sein: Die Touristen kommen nach Indonesien und knallen sich am Strand in die Sonne, um schön braun zu werden. Der Indonesier versucht das hingegen mit allen Mitteln zu verhindern. Sei es noch so heiß, lange Kleidung ist gefragt und der richtige Sonnenschutz muss einen „Weißmacher“ (whitening cream) enthalten.

Sonnencreme mit Weißmacher

2. Der Indonesier braucht nicht viel zum Glücklichsein: riesige Lautsprecherboxen reichen da schon völlig aus. Bei Transportern werden sie auch gern mal außen angebracht, damit die vorbeirauschende Umgebung an der herrlichen Schnulzmusik teilhaben kann. Die indonesische Version von „Rosamunde“ werden wir in diesem Zusammenhang sicher nie vergessen.

3. Analog zum „Casual Friday“ muss in den sulawesischen Amtsstuben freitags weder Krawatte noch Anzug getragen werden. Der Tag heißt „Batik Friday“ – und die Mitarbeiter tragen tatsächlich Hemden mit wilden indonesischen Batik-Mustern.

Im Batikhemd auf der Einwanderungsbehörde

4. Das Motto in Sachen Transport lautet: das Auto ist erst voll, wenn nichts und niemand mehr aufs Dach passt. Auf einen Bus passen locker noch zehn Leute auf’s Dach. Ein ein Auto verträgt problemlos eine Dachladung, die so hoch ist wie das Fahrzeug selbst.

So in etwa sieht der öffentliche Nahverkehr auf Sulawesi aus...

So in etwa sieht der öffentliche Nahverkehr auf Sulawesi aus…

5. Der Blinker vom Auto wird genau wie die Hupe (wer zuerst hupt, hat Vorfahrt) großzügig eingesetzt. Zum Geradeausfahren verwendet der Fahrer an Kreuzungen einfach den Warnblinker.

6. Das wichtigste Baumaterial ist Bambus: ob Brücke, Baugerüst, Dachrinne oder Schnapsbrennanlage – Bambus hält alles zusammen und ist universell einsetzbar.

Bambusbrücke bei Ende in Flores

Bambushängebrücke zwischen Ende und Moni auf Flores

7. Arrak ist nicht nur der Lieblingsschnaps der Indonesier, sondern sowas wie ein Nationalgetränk („Das ist Medizin!“). Zur Herstellung dieses Palm- oder Zuckerrohrschnapses braucht es nicht viel: einen Ofen, ein Bambusrohr und einen Kanister, fertig ist die Brauanlage! Prost.

8. Pokemon Go hat auch vorm Komodo Nationalpark nicht Halt gemacht. Die Biester haben es selbst in die geschützten Gewässer geschafft.

Komodo Nationalpark: auf der Suche nach dem Pokemon

Romantischer Ausflug zu Zweit? Nein – auf der Such nach dem Pokemon

Pokemon im Komodo Nationalparks

Gefunden: Pokemon im Komodo Nationalpark

9. Ein Umweltbewusstsein ist leider nicht vorhanden. Müll wird einfach aus dem Autofenster geschmissen („Zwischen zwei Dörfern macht das nichts. Da wohnt ja keiner“), in vielen Unterkünften gibt es nicht mal einen Mülleimer. Dementsprechend sehen leider auch viele Strände und das Meer aus 🙁

Müll am Strand von Ende auf Flores

Müll am Strand von Ende auf Flores

10. Indonesien ist riesig. Es kommt uns eher vor wie ein Kontinent. Nach China, Indien und den USA ist es das Land mit den meisten Einwohnern der Welt und mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung (87%).

Die 10 Erkenntnisse des vergangenen Monats findet Ihr hier. Alle Erkenntnisse unserer Reise könnt Ihr hier nachlesen.

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