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Ein perfekter Tag in: Wellington

Wellington ist die Hauptstadt Neuseelands und hat viel zu bieten. Welche Sehenswürdigkeiten du auch bei einem kurzen Aufenthalt in „Windy Welly“ – wie die Stadt liebevoll genannt wird – nicht verpassen solltest, von wo du den besten Blick hast, was das tollste Museum ist und wo es gutes Eis und leckeres Essen gibt, verrät dir in diesem Gastartikel Jenny vom Blog Weltwunderer. Darin erfährst du alles, was du für einen perfekten Tag in Wellington wissen musst, inklusive Parktipps.

Artikelserie: Ein perfekter Tag in

Dieser Artikel gehört zur Serie „Ein perfekter Tag in“, in der dir zumeist Gastautoren kompakt die Highlights eines Ortes verraten, sodass du, auch wenn du nur wenig Zeit hast, trotzdem das Wichtigste auf dem Zettel hast. Schau doch auch mal bei den anderen perfekten Tagen vorbei!

 

Über Jenny vom Blog Weltwunderer

Jenny vom Blog Weltwunder in Auckland

Jenny vom Blog Weltwunder in Auckland, Neuseeland, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Jenny ist freie Lektorin und Redakteurin und bloggt seit 2011 auf www.weltwunderer.de über ihre Reisen mit Kindern. Vor allem geht es dabei um Neuseeland, das Herzensreiseziel der Familie. Zwei Monate lang hat Jenny mit ihrem Mann und den zwei Kindern das kleine Land am anderen Ende der Welt erkundet. Kind Nummer drei hat Neuseeland inzwischen ebenfalls gesehen, und heute ist Jenny eine Expertin für Familienreisen in Neuseeland.

 

Top-3-Sehenswürdigkeiten in Wellington

Wellington ist zwar die Hauptstadt Neuseelands, aber mit seinen ca. 190.000 Einwohnern immer noch recht überschaubar. Trotzdem gibt es hier einiges zu sehen und auch das für Neuseeland so typische Herr-der-Ringe-Feeling bleibt hier nicht aus. Hier die drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wellingtons:

Wellington-Schild

Beim Wellington-Schild werden die letzten beiden Buchstaben förmlich weggeweht – eine Referenz auf den häufig starken Wind in der neuseeländischen Hauptstadt. © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

(1) Sehenswürdigkeit Wellington: Waterfront

Nichts ist schöner als ein Abendspaziergang entlang der Hafenpromenade im Zentrum von Wellington. Auch wenn das atemberaubende, fantastische und obendrein kostenfreie Nationalmuseum Te Papa Tongarewa dann schon geschlossen ist, kann man im Sommer den Mutigen beim Sprung ins Hafenbecken zujubeln, die weisen Sprüche auf dem „Writers Walk“ lesen oder einen Cocktail an einer der zahlreichen Bars genießen, bis die Sonne untergegangen ist. Oder noch lange danach!

 

(2) Sehenswürdigkeit Wellington: Nationalmuseum

Nationalmuseum Te Papa Tongarewa Wellington

Im Nationalmuseum Te Papa Tongarewa in Wellington, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Te Papa Tongarewa – so heißt das Nationalmuseum von Neuseeland. Es ist nicht nur eine der Top-Sehenswürdigkeiten Wellingtons, sondern auch eines der besten Museen der Welt – wir haben da Erfahrung und sind ganz sicher! Seit 20 Jahren kann man sich hier, direkt an Wellingtons Waterfront, bei freiem Eintritt auf vier Etagen in zahlreichen Dauerausstellungen, einem Außenbereich und einer speziellen Kinder-Mitmach-Abteilung über Neuseelands Naturgeschichte, Kunst und Kultur der Maori und vieles mehr informieren. Die Ausstellungen sind fantastisch gemacht, Anfang 2019 wurden zwei komplett neue Bereiche eröffnet. Ein echtes Muss!

Infos Te Papa Tongarewa

Adresse: 55 Cable St, Te Aro, Wellington

Öffnungszeiten: tgl. 10-18 Uhr

Tel.: +64 -04- 381 7000

Website Te Papa Tongarewa

 

(3) Sehenswürdigkeit Wellington: Weta Cave

Jeder Herr-der-Ringe-Fan muss auf seiner Neuseeland-Reise in der Weta Cave vorbeischauen. Der große Unterschied zum anderen Pflichttermin, dem „Hobbiton Movie Set“ in Matamata: Hierher kommen keine chinesischen Touristengruppen. Und man kann wirklich viel lernen, sogar wenn man kein Hardcore-Fan ist.

Weta Cave Wellington

Die Weta Cave bietet auch ein paar Möglichkeiten für Fotos, hier: Jenny mit Familie und dem Ork Azog, einer lebensgroßen Figur aus dem Film „Der Hobbit“, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Es gibt geführte Touren durch die Weta Workshops, die Studios, die für die Spezialeffekte der Herr-der-Ringe-Filme verantwortlich sind. Dort sind keine Fotos gestattet. Der Eintritt in den Weta Cave Shop und ins Minimuseum ist frei, die Touren durch die Studios sind kostenpflichtig und sollten vorab gebucht werden. Die Weta Cave liegt im Stadtteil Miramar, der der Hauptstadt Neuseelands den Beinamen „Wellywood“ eingebracht hat. Vom Zentrum sind es etwa 20 Minuten Fahrt.

Figur aus Der Herr der Ringe, Weta Cave, Wellington

Angsteinflößender Moria-Ork aus einem der „Der Herr der Ringe“-Filme, auf seiner Schulter hat er eine Weta-Heuschrecke – das namensgebende Maskottchen der Studios, Weta Cave, Wellington, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Infos Weta Cave

Adresse: 1 Weka St, Miramar, Wellington

Öffnungszeiten: tgl. 9-17:30 Uhr (25.12. geschlossen)

Tel.: +64 4-909 4035

E-Mail: bookings (at) wetaworkshop.co.nz

Website Weta Workshop

 

Was kann man sich in Wellington sparen?

Die Regierung Neuseelands hat ihren Sitz natürlich auch in der Hauptstadt. Der berühmte „Beehive“ ist aber bei genauer Betrachtung doch ziemlich hässlich. In natura muss man weder ihn noch das neoklassizistische Parlamentsgebäude sehen; es sei denn, man hat eine Tour durch die Regierungsgebäude gebucht und bekommt so die Chance, die überaus sympathisch Premierministerin Jacinda Ardern zu treffen!

 

Schönster Blick auf Wellington

Wellington liegt eingezwängt auf einem kleinen Stück Land zwischen der Cook Strait und den Bergen der Rimutaka Ranges. Vom Mount Victoria Lookout, dem höchsten Punkt des gleichnamigen Stadtparks auf 186 m Höhe, hat man daher einen wunderbaren Panoramablick über die kompakte Innenstadt mit ihren hübschen bunten Holzhäusern, das weite natürliche Hafenbecken und den Flughafen. Wo sonst kann man Flugzeugen von oben bei der Landung zuschauen?

Wellington vom Mount Victoria Lookout

Der Blick auf Wellington vom Mount Victoria Lookout aus, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

An klaren Tagen reicht der Blick bis zur Südinsel. Dank vieler Sitzbänke und Parkmöglichkeiten ringsherum kann man hier trotz Touristenrummels gemütlich picknicken und auf den Sonnenuntergang warten. Vom Stadtzentrum ist es nur ein Katzensprung hinauf an die Stadtgrenze, ob mit dem Auto oder zu Fuß auf einem Wanderweg durch den Grüngürtel, der die Innenstadt umgibt.

 

Fortbewegung in Wellington

Im Stadtgebiet kommt man zu Fuß oder mit Leih-Fahrrädern (gibt es an der Hafenpromenade) gut voran, den öffentlichen Nahverkehr (der eher schlecht ausgebaut ist) muss man nicht nutzen. Pflicht für Touristen ist außerdem eine Fahrt mit der knallroten Standseilbahn, der „Cable Car“, die hinauf zum Botanischen Garten fährt und jede touristische Broschüre über Wellington ziert.

 

Parken in Wellington

Die meisten Reisenden kommen mit dem Auto oder Wohnmobil nach Wellington und bleiben maximal einen Tag, meistens sogar weniger – bis die Fähre auf die Südinsel startet oder man eben seine Route auf der Nordinsel weiterverfolgt. Ein Grund dafür ist die Parkplatznot: In den engen Straßen der Innenstadt findet man kaum Stellplätze für Wohnmobile. Es gibt auch keinen innerstädtischen Campingplatz; der nächste ist etwa 30 Minuten außerhalb. Selbst Hotels und Hostels haben kaum Parkplätze für so große Fahrzeuge.

An der Waterfront, wo an Wochenenden der Markt stattfindet, kann man aber ein Parkticket für 24 Stunden kaufen und legal über Nacht stehen. In den weiter außerhalb liegenden Stadtteilen gibt es einige legale, kostenfreie Stellplätze am Meer, die aber immer schnell belegt sind (zu finden über die CamperMate-App). Gute Planung ist hier vonnöten!

 

Lieblingscafé in Wellington

Kaffee Eis“ verkauft aus einem mobilen Eiswagen am Frank Kitts Park am Hafen (wo es einen hübschen Spielplatz gibt) saugeiles italienisches Eis und echt guten Kaffee. Vier weitere Filialen gibt es an der Oriental Bay, auf der Cuba Street und am Courtenay Place – beim Stadtbummel kann man sich durch alle Filialen probieren!

 

Lieblingsessen in Wellington

Natürlich gibt es in Wellington jede Menge Restaurants. Aber diese beiden Essens-Locations haben es mir besonders angetan:

Japanisch Essen

Neuseeland stürmt kulinarisch gerade vorwärts; neben leckerem traditionellem Essen wie „Fish and Chips“ und vielen Arten von „pie“ lieben wir den starken Einfluss der asiatischen Küche, es gibt hier hervorragende Japaner.

Wir waren in Wellington sehr angetan vom „Kazu“ (heißt inzwischen Daruma Ramen) auf der Tory Street, nicht weit von der Waterfront. Authentisches japanisches Essen in authentischem japanischem Setting, inklusive einem wundervoll abgedrehten Kindermenü!

Infos Restaurant Daruma Ramen

Adresse: 13 Tory St, Te Aro, Wellington

Öffnungszeiten: Fr.-So. 11:30-21:15 Uhr, Di.-Do. 11:30-15 Uhr und 17-21:15 Uhr

Tel.: +64 4-802 5298

Website Daruma Ramen

 

Über den Wochenmarkt …

Ansonsten schlendern wir in Wellington am liebsten über den Wochenmarkt im Waitangi Park (Harbourside Market) und probieren uns durch die verschiedenen Stände.

Eis von Kaffee Eis Wellington

Lecker Real Fruit Ice Cream aus frischen Beeren und Vanille-Eis vom Harbourside Market – eine echte neuseeländische Spezialität. © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Infos Harbourside Market

Adresse:  Ecke Cable Street & Barnett Street neben dem Nationalmuseum Te Papa, Wellington

Öffnungszeiten: sonntags 7:30-13 Uhr (im Sommer bis 14 Uhr)

Tel.: +64 4 495 7895

Website Harbourside Market

 

Shopping in Wellington

Wer Shopping mag, der sollte definitiv die verrückten Boutiquen auf der Cuba Street durchkämmen, Wellingtons berühmtester Einkaufsstraße. Wir haben unser Geld in Wellington allerdings woanders ausgegeben: Als Herr-der-Ringe-Fans der ersten Stunde gehört ein Besuch in der Weta Cave für uns zu jedem Wellington-Besuch. Und die hat einen sehr gut sortierten Souvenirshop

 

Aktivitäten bei Regen 

Im kostenfreien Nationalmuseum Te Papa kann man, wenn man will, mehrere Tage verbringen und von Naturgeschichte bis moderner Kunst alles mitnehmen, was geht. Einen Regentag bekommt man dort locker herum, sicher auch zwei. Auch wenn in Wellington (aka „windy Welly“) weniger der Regen als starker Wind die Urlaubsplanung durcheinanderbringen kann.

 

Lieblingsort in Wellington: Waterfront

Sprungturm im Hafen von Wellington

Sprungturm im Hafen von Wellington, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Ich liebe die Waterfront von Wellington, besonders am Abend. Wenn man hier entlangspaziert, kommt man ganz automatisch an den nettesten Restaurants und Parks vorbei. Man kann mit der Statue „Solace in the Wind“, die so typisch für „windy Welly“ ist, die Nase in den Wind halten. Man kann mutigen Wasserfreunden bei waghalsigen Sprüngen ins Hafenbecken zuschauen – dafür gibt es sogar einen Sprungturm und mehrere Sprungbretter. Auf den Boden aufgemalte Schilder erinnern daran, was wichtig im Leben ist bzw. sein sollte: „Slowzone“, steht da ganz groß. „Everybody’s pathway to enjoy. It’s the Wellington way!“ Und wenn dann die Sonne untergegangen ist, leuchtet die Skyline von Wellington fast so schön wie in New York!

Haeuserfront Wellington

Häuserfront von Wellington im Abendlicht, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Lieblingsfoto aus Wellington

Mein Lieblingsfoto aus Wellington zeigt die Statue „Solace in the Wind“, die an der Waterfront von Wellington aufs Wasser schaut und dabei fast hineinzufallen droht – gehalten wird sie scheinbar vom starken Gegenwind, der so typisch für Wellington ist. Die Hauptstadt Neuseelands hat uns bei unseren bisher drei Besuchen aber immer mit herrlichem Sonnenschein begrüßt, aus eigener Erfahrung kann ich diesen Ruf also nicht bestätigen.

Statue "Solace in the Wind" an der Waterfront von Wellington

Statue „Solace in the Wind“ an der Waterfront von Wellington, © Jenny Menzel, Weltwunderer.de

Im Herbst 2018 war ich mit meiner Familie zum dritten Mal in Neuseeland; für meine älteste Tochter war es das zweite Mal, sie ist inzwischen 14 und überlegt, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen. In Wellington sagte sie, als wir an dieser Statue vorbeischlenderten, zum ersten Mal mit leuchtenden Augen: „Hier könnte ich mir vorstellen zu leben!“ Wir werden also ganz bestimmt wiederkommen und hoffentlich noch viel mehr Zeit in Wellington verbringen.

 

Mehr über die Neuseelandreisen von Jenny und ihrer Familie findest du auf ihrem Familienreiseblog Weltwunderer mit Neuseeland-Schwerpunkt.

 

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Auf der Weltreise waren wir auch in Neuseeland und haben in einigen Artikeln darüber geschrieben:

neuseeland-flussbett

So sieht’s in Neuseeland aus. Die ganze Zeit.

 
Kopenhagen-Nyhavn-Genussbummler

Kopenhagens Nyhavn

Und natürlich haben wir weitere „perfekte Tage“ (z. B. in Stockholm, Kopenhagen oder Riga) für dich und ganz viele Tipps für unvergessliche Städtereisen (z. B. nach Sevilla, Valencia, Budapest).

2 Kommentare zu “Ein perfekter Tag in: Wellington

  1. Jenny

    Ich habe mich sehr gefreut, meine Lieblingsstadt in Neuseeland auf eurem Blog vorzustellen! Beim Schreiben hab ich schon wieder so Sehnsucht bekommen – unser letzter Besuch in Wellington ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, seufz…

    Viele Grüße
    Jenny

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hey Jenny,
      vielen Dank nochmal für den tollen Beitrag. Ich hab beim Einfügen auch ziemliche Neuseeland-Sehnsucht bekommen! Bei uns sind es jetzt allerdings inzwischen schon 3,5 Jahre her 🙁 So ein wunderbares, verwunschenes Land!
      Viele Grüße
      Claudia

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