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Was der Zeitungsartikel über unsere Reise ausgelöst hat…

Wow! Wir sind ganz baff, wieviele Zuschriften wir in den vergangenen Tagen erhalten haben von Leuten, die die Geschichte unserer Weltreise im Hamburger Abendblatt gelesen haben. Von Menschen, die wir offenbar inspiriert haben, jetzt auch was mutiges zu machen. Zu leben. Zu reisen. Jetzt! Und nicht irgendwann später. Die jetzt über ihr Leben nachdenken. Die nach Tipps fragen und um einen „Schubser“ bitten, weil im Moment noch (Selbst-)Zweifel überwiegen. Oder die es einfach nur spannend finden, das alles nachzulesen, die dadurch Fernweh bekommen haben. 

 

Wir sind sehr berührt, dass fremde Menschen ihr Herz geöffnet und uns ihr Schicksal erzählt haben. Weil sie auch gerne eine längere Reise gemacht hätten. Sich sagten: Wenn die Kinder aus dem Haus sind, wenn wir in Rente sind… Und dann kam der Arztbesuch, der ihr Leben von einer Sekunde auf die andere verändert hat. Weil sie merkten, dass sie ihren Traum nie werden leben können. Weil jetzt alle 14 Tage Infusionen anstehen. Weil die Zeit nicht mehr bleibt. 

Mich hatte damals ein Nachruf von Micky Beisenherz aufgewühlt. Weil er darin genau beschrieben hat, was ich schon so oft gedacht hatte, wenn ein guter Freund, Bekannter oder Arbeitskollege plötzlich aus dem Leben gerissen wurde: Wie schnell es vorbei sein kann. Wie oft man Träume auf später schiebt. Wie leichtfertig man „Carpe diem“ oder „YOLO“ (You only live once) sagt – und es dann doch nicht macht.

Vielen Dank für all die sehr persönlichen Zuschriften, die uns Tränen in die Augen getrieben haben – sei es vor Freude oder auch, weil uns das traurige Schicksal nahe ging. 

Es freut uns, wenn unsere Entscheidung, die Sicherheiten im Leben mal kurz aufzugeben, was zu wagen, die Gegenwart zu leben, andere dazu bringt, ihre Sehnsüchte und Träume zu verwirklichen, auch mal etwas mutiger zu sein. Wir können Euch nur dazu ermuntern. Wir hatten dadurch keine Nachteile. Wir konnten wieder in unsere Jobs zurückkehren. Und wir haben in dem einen Jahr so viel gewonnen. An Freundschaften, die hoffentlich lange halten werden, an Abenteuer, an die wir uns sicher unser ganzes Leben mit Freude erinnern werden und an Erfahrungen, die uns auch im Alltag helfen: Nicht mehr alles so verbissen zu sehen. Sich nicht mehr über Nichtigkeiten zu ärgern, weil andere Menschen richtige Probleme haben. Mehr zu genießen, wie gut es uns geht in einem Land, das vielleicht das beste auf der Welt ist. Weil wir hier frei sein können. Wir dürfen unsere Meinung offen sagen, werden nicht unterdrückt, Frauen dürfen sich kleiden wie sie wollen. Wir haben fließendes Wasser, das wir auch noch bedenkenlos trinken können, wir können heizen, wenn es kalt ist, haben Strom, der nicht stundenlang wegbricht, wir haben Zugang zu allem, was das Herz begehrt: Von Informationen bis hin zu Leckereien aus der ganzen Welt. Wir können auf die Straße gehen ohne Angst zu haben, ausgeraubt oder erschossen zu werden. 

Habt Mut und verwirklicht Eure Träume. Das Leben ist wunderbar! Wir haben nur das eine!

 

Hier die entsprechenden links:
Unsere Geschichte im Hamburger Abendblatt

Die Tipps zur Weltreise im Abendblatt

Unsere Tipps für eine Weltreise hier im Blog.

Der Nachruf von Micky Beisenherz bei stern.de

P.S.: Wir werden in den kommenden Wochen die noch fehlenden Geschichten unserer Reise hier im Blog veröffentlichen. Zum Beispiel aus Neuseeland und Australien, wo es uns ganz besonders gut gefallen hat und wir die besten Begegnungen hatten (wo uns deshalb abends die Zeit fehlte, das dann noch niederzuschreiben). 

 

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