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Der große Weltreise-Rückblick: Wo war’s am schönsten?

Jetzt sind wir schon ein halbes Jahr von der Weltreise zurück! Zeit, zurückzublicken und ein Fazit zu ziehen. Dabei möchten wir auch einige der am häufigsten gestellten Fragen beantworten. Heute der absolute Klassiker: Wo war’s am schönsten?!

Auch wenn die Frage „Wo war es am schönsten?“ zu den am häufigsten gestellten gehört, ist sie immer noch schwer zu beantworten. Es gab sooo viele einzigartige, schöne, atemberaubende Orte. Im Folgenden findest du die Plätze, die uns aus ganz unterschiedlichen Gründen besonders am Herzen liegen und in Erinnerung geblieben sind. 

 

Die schönsten Orte der Welt

Hier eine kleine Auswahl unserer schönsten Orte aus einem Jahr Weltreise:

Iguazu-Wasserfälle

Die alles mit sich reißende Kraft des Wassers haben wir an keinem Ort eindringlicher erlebt. Allein die Lautstärke der herabstürzenden Fluten! Absoluter Wahnsinn. Die 275 Wasserfälle von Iguazu liegen am Länderdreieck Argentinien, Brasilien und Paraguay. Iguazu-Wasserfälle  

Machu Picchu & Cusco

Sicher kein Geheimtipp, aber trotzdem kann man sich die Erhabenheit der Lage von Machu Picchu nicht vorstellen. Man muss einfach da gewesen sein, um sie zu begreifen. Außerdem haben wir uns im schrägen Hostel Frankenstein und seinem Besitzer Ludwig in Cusco sehr wohl gefühlt – quasi unser erstes Zuhause in der Ferne 🙂
 Machu Picchu in Peru - unbeschreiblich

 

Havanna

Der Zauber der kubanischen Hauptstadt ist schwer zu beschreiben. Während wir durch die heruntergekommen, nur von Ladas uns Oldtimern befahrerenen Straßen schlendern, geht der Geist auf eine Zeitreise in die 1950er Jahre: Was muss das für eine Pracht gewesen sein? An einigen wenigen restaurierten Gebäuden erstrahlt dieser Glanz bereits von Neuem.

Havanna, Kuba: die Revolution ist überall.

Die scheinbar unverdorbene Herzlichkeit der Menschen, die Musik in den Straßen und die günstigen Cocktails machen die Stadt perfekt. Havanna war einer der wenigen Orte, bei denen unser Abschiedsschmerz die Freude auf das nächste Reiseziel überwog. Gerade auch, weil wir wussten, dass diesem Ort eine rasante Veränderungen bevorsteht und wir also nie wieder in genau dieses Havanna zurückkehren werden können.

 

Karijini-Nationalpark

Zum Karijini-Nationalpark in West-Australien sind wir eigentlich nur wegen Petra abgebogen. Petra kommt auch aus Hamburg und ist Lehrerin, weshalb sie vermutlich auch so gut auf ihre einjährige Reise vorbereitet war. Wir reisten zusammen von Monkey Mia bis zum Cape-Range-Nationalpark, danach musste sie zurück nach Perth, um ihren Flug zu erwischen. Und Petra wollte eben in den Karijini-NP und hatte sich dafür auch schon drei der etlichen Wanderrouten rausgesucht, die sie uns vererbt hat. Wir hatten also eine Mission: für Petra nach Karijini. Naja, ganz so dramatisch war das alles sicher nicht, aber im Nachhinein sind wir ihr für diesen kleinen Schubser sehr dankbar, hatten wir im Karijini doch eine tolle Zeit mit abteuerlichen Wanderungen durch tiefe Schluchten, „Spiderwalks“ durch enge Gänge und zum Schluss als Krönung Abschnitte, in denen uns das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand und wir unseren Wanderrucksack auf dem Kopf balancieren mussten, während wir uns darauf konzentrierten, auf dem schleimigen Grund nicht auszurutschen.

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Am Ende lernten wir dort in einer Schlucht namens Amphitheater Lara & Krissi alias „Happy Snipes“ (glückliche Schnepfen) kennen, mit denen wir uns in ein anregendes Gespräch zum Thema Thrombose vertieften.

 

Tongariro Alpine Crossing

Das Tongariro Alpine Crossing in Neuseeland war definitiv die schönste Tageswanderung unserer Reise.

Neuseeland-Tongariro-Alpine-Crossing-Vulkanseen-weltreize

Blick auf einige türkis-blaue Vulkanseen beim Tongariro Alpine Crossing

Knapp 20 km, im Dunkeln geht’s los, es weht eine steife Brise, aber für die Panoramen, die sich uns geboten haben, ist die Anstrengung angemessen. Die Wanderung geht übrigens vorbei am legendären Schicksalsberg aus der „Herr der Ringe“-Trilogie. Artikel folgt bald.

Neuseeland-Tongariro-Alpine-Crossing-Schicksalsberg-weltreize

Der Schicksalsberg aus den „Herr der Ringe“-Filmen

Wae Rebo

Ein anderer Reisender hatte uns von diesem Ort auf der Insel Flores erzählt,  Bilder gezeigt und gemeint, das sei der schönste Ort in Indonesien für ihn gewesen. Also machten wir uns auf den langen Weg von Labuan Bajo. Erst sieben Stunden mit dem Auto über die Reste einer Straße, dann eine zweistündige Wanderung einen Berg hinauf, bevor sich das unglaubliche Panorama dieses abgelegenen Bergdorfes vor uns ausbreitete.

Rundhütten des kleinen Bergdorfes Wae Rebo auf Flores

Rundhütten des kleinen Bergdorfes Wae Rebo auf Flores

Die Lage ist ähnlich erhaben wir die von Machu Picchu, aber in diesem Dorf leben noch Menschen. Und sie leben wie vor 300 Jahren: ohne Stromanschluss, ohne fließendes Wasser, ohne Fernsehen oder Handyempfang. Jeder Besuch beginnt mit einer Segnung des Dorfältesten. Man kann sogar über Nacht bleiben, was wir auch gemacht haben und was wir jedem nur raten können. 

 
Bagan

Wie soll man die Schönheit von Bagan (Myanmar) beschreiben? Über 2000 uralte kleine und große Tempel liegen verstreut auf einer riesigen Fläche und werden umschlossen von einer grünen Parade aus Büschen, Bäumen und Feldern, über die die Locals ihre kleinen Viehherden treiben.

Blick auf die Tempel von Bagan (Myanmar)

Blick auf die Tempel von Bagan (Myanmar)

Zum Erkunden des Areals mietet man sich für 4 Euro / Tag ein eBike und lässt sich einfach von Tempel zu Tempel durch die Landschaft treiben. Auf manche Tempel kann man auch hochsteigen, der Blick ist unglaublich, 360 Grad Tempel. Eine Ballonfahrt über Bagan steht noch ganz oben auf unserer Bucketlist (wir waren zur „falschen“ Jahreszeit da).

 
Bali

Bali ist einfach immer einen Besuch wert, auch wenn es wohl die touristische der indonesischen Inseln ist. Das Mallorca der Australier. Aber natürlich gibt es noch weniger berührte, schöne Ecken, wie z.B. Pemuteran ganz im Nord-Osten. Dort haben wir uns für eine Woche in einer zauberhaften kleinen Bungalow-Anlage mit nur fünf Bungalows im balinesischen Stil einquartiert, um Urlaub zu machen und Afrika zu planen. Perfekt, plus: schnelles Internet, Strand in der Nähe, gutes Essen. Das Tauchen war allerdings enttäuschend.

In dieser kleinen Bucht befinden sich die meisten Hotelanlagen von Pemuteran. Dominik geht hier am letzten Tag sogar noch Tauchen. Es gibt etliche Restaurants direkt am Strand, Tauchschulen und sogar eine Station, bei der man kleine Schildkröten in die Freiheit entlassen kann.

In dieser kleinen Bucht befinden sich die meisten Hotelanlagen von Pemuteran. Dominik geht hier am letzten Tag sogar noch Tauchen. Es gibt etliche Restaurants direkt am Strand, Tauchschulen und sogar eine Station, bei der man kleine Schildkröten in die Freiheit entlassen kann.

 

Tigray-Region

Eine überraschende, beeindruckende Landschaft im äthiopischen Hochland. Kaum andere Touristen. Wir haben dort Wandertouren zu einigen der schönsten Felskirchen gemacht, wo 1000 Jahre alte Wandmalereien aussehen, als seien sie erst gestern gezeichnet worden, ewig-alte Bücher einfach so herumliegen und wir einen Blick über das weite Land hatten, den wir kaum begreifen konnten. Äthiopien ist ein Land voller Schätze, und wir haben nur ein ganz kleines bisschen an der Spitze gekratzt.

Auch beim Klettern im Tigray kann schnell mal was schiefgehen.

Dominik beim Klettern im Tigray (Äthiopien)

 
Serengeti Nationalpark 

Sicher ein Höhepunkt unserer Reise durch die Steppenlandschaft der Serengeti zu ruckeln und die unzähligen wilden Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Vor allem auch, dort im Zelt zu schlafen, ohne Zaun, mitten in der Wildnis, nachts die Hyänen schreien und die Büffel neben dir Gras aus dem Boden zupfen zu hören. Gänsehaut. Ein wirklich magischer Ort!

Tansania-Serengeti-Nationalpark-weltreize
Und auch, wenn es im Selous-Wildreservat schön war, kann sich das Reservat doch keineswegs mit der durch die Forscher und Tierschützer Michael und Bernhard Grzimek bekannte Gegend messen. Gekrönt wurde der Besuch noch von einem Tag im Ngorongoro-Krater – ein riesiger, eingefallener Vulkankrater mit der weltweit höchsten Löwendichte.

 

Sansibar

Wie oft hatten wir diesen Namen schon gehört? Sansibar, verheißungsvoll und exotisch. Sansibar ist eine besondere Ehre zugekommen: war die Insel doch das letzte Ziel auf unserer einjährigen Weltreise. Wir suchten uns eine kleine, charmante Unterkunft direkt am Stand von Jambiani und ließen dort in der Hängematte liegend beim Blick auf das türkis-farbene Meer die Seele baumeln und die Erkenntnis einsickern, dass unser Jahr nun wirklich vorbei war.

Letzte Station: Sansibar. Hier am Strand von Jambiani im Osten der Insel.

Letzte Station: Sansibar. Hier am Strand von Jambiani im Osten der Insel.

Die elf Katzen und zwei Hunden, die ständig um uns herumscharwenzelten, hatten eine unheimlich beruhigende Wirkung. Abends saßen wir mit anderen Reisenden gemeinsam am großen Tisch von Kiddos Café, plauderten und genossen das köstliche Abendessen, das Kiddo uns in großen Schüsseln auf den Tisch stellte. Ein fast perfekter Ausklang, wäre das nicht das miserable Internet und die unberechenbare Hausbesitzerin gewesen, aber das ist eine andere Geschichte 😉

 

Das sicherste Reisen

Sicherheit ist beim Reisen immer ein wichtiges Thema, aber da wir stets Wertgegenstände (Smartphones, Laptops, Kameras etc.) dabei hatten, spielte sie für uns vielleicht noch eine etwas zentralere Rolle, als für jene Reisende, die mit weniger Wertgegenständen unterwegs sind. Am sichersten haben wir uns in diesen Regionen gefühlt:

Neuseeland

So ein friedliches, schönes, sicheres Land, viele Schafe, wenig Menschen, was die Kriminalitätsrate ja schonmal enorm senkt. Bis auf Auckland eigentlich keine erwähnenswerten großen Städte – in Großstädten muss man ja auch immer aufpassen.

Schafe - davon gibt es jede Menge in Neusseland

Reisen in Neuseeland ist also herrlich sicher. Die größte Gefahr geht noch von den vielen, jungen, ausländischen Autofahrern aus, die mit dem Linksverkehr nicht klarkommen – vor allem wenn sie aus Asien kommen und die Straßenschilder nicht lesen können.

 

West-Australien

Mal abgesehen von den ganzen giftigen Tieren, von denen wir allerdings herzliche wenig gesehen haben, und einigen kleineren Delikten im Zusammenhang mit den Aboriginies (das sind die australischen Ureinwohner), ist das Reisen in Australien sehr sicher.

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Angeblich gibt es ja jede Menge tödlich giftige Tiere in Australien. Wir treffen aber nur auf solche hier.

 

Kuba

Bei der langen Taxifahrt von der Schweinebucht nach Vinales kamen wir mit unserem Taxifahrer ins Plaudern. Der erzählte uns, dass die Strafen für Verbrechen, die gegen Touristen begangen würden, so hoch seien, dass es eigentlich überhaupt keine derartige Straftaten gäbe.

Der Gullydeckel flog in die Luft. Eine Flamme steigt auf.

Ok, der explodierende Gulli bei unserer Rückkehr nach Havanna sah zugegebenermaßen etwas beängstigend aus und auch die verfallenen Häuser bieten ein gewisses Gefahrenpotenzial, aber zumindest geht in der Regel keine Gefahr von den Menschen aus 🙂

 

Asien
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Hier auf dem Foto in Mandalay gibt es die höchste Mönchsdichte der Welt. Was kann uns da schon passieren?!

Auf der kleinen Insel Bunaken haben wir Christof kennengelernt. „Ich bin Fotograf“, hat er sich vorgestellt und uns etwas später einige seiner beeindruckenden Bilder gezeigt. Wie sich später herausstellte ist er „im richtigen Leben“ Kriminalbeamter und macht ein Sabbatical. Daheim im Saarland ist er dafür zuständig, wenn Deutschen im Ausland ein schweres Verbrechen passiert. Langer Rede kurzer Sinn: Er erzählte uns, dass er aus Asien nie derartige Fälle bearbeiten müsse. Das stimmt mit unserer eigenen Wahrnehmung und Erfahrung überein. Klar gibt es kleinere Delikte wie Diebstähle oder Verkehrsunfälle, aber eigentlich kaum Fälle, wo für Leib und Leben wirklich eine Bedrohung herrscht.

 

 

 

Die nettesten Menschen

West-Australien

bei unserer Aussie-Family in Perth, mit Petra aus Hamburg und den Schnepfen „on the Road“ oder ein Wochenende auf der Rinderfarm beim Rheinländer Hubert und seiner Familie. Die Australier sind einfach sooo freundlich, und es ist denkbar leicht, ins Gespräch zu kommen. 

Australien-Perth-weltreize-Aussie-Family

Unsere Aussie-Family, die uns für zwei Wochen unbekannterweise so herzlich aufgenommen hat (v.l.n.r.): Claudia, Chris, Dominik, Heidi, Brandon und Annemarie

Kuba

Auch wenn die Menschen dort offensichtlich arm sind, ist ihre Freundlichkeit und Herzlichkeit ungetrübt. Alle lassen sich gern fotografieren, ein Lächeln auf der Straße wird immer erwidert, und wir haben die Menschen dort als sehr hilfsbereit und lösungsorientiert kennengelernt.

Kuba-Cienfuegos-Mama-Maedchen-weltreize

Das kleine Mädchen möchte unbedingt fotografiert werden.

 

Sulawesi & Flores

Gleichermaßen gerührt und fassungslos blickten wir in die glücklichen Gesichter der ca. 100 Kinder, die uns auf dem Schulhof umringten und uns unbedingt gepaart mit einem stolzen „hello mister!“ die Hände schütteln wollten, als wäre es das größte auf der Welt. Natürlich ist die unreflektierte Bewunderung für die „Weißen“ dort fraglich. Trotzdem ließ es uns immer wieder staunen, mit wieviel Freundlichkeit uns die Menschen auf Sulawesi und Flores begegnet sind. 

Die Menschen auf Sulawesi sind unheimlich herzlich: hier sind wir gerade zufällig in eine Familienfeier reingeplatzt.

Die Menschen auf Sulawesi sind unheimlich herzlich: hier sind wir gerade zufällig in eine Familienfeier reingeplatzt.

Die größten Überraschungen

 
Rafting

Niemand hatte uns erzählt, wieviel Spaß das macht! Am großartigsten war es in La Fortuna (Costa Rica), danach waren wir noch zweimal in Sulawesi raften, das hat auch Spaß gemacht, ist aber nicht an das Ersterlebnis rangekommen.

Rafting in La Fortuna, Costa Rica

 
Sulawesi

Purer Zufall, dass wir überhaupt dort gelandet sind, von daher wussten wir eigentlich nichts über die indonesische Insel, die in etwa so groß wie Deutschland ist. Zu unserer Verteidigung: Indonesien hat ca. 1400 Inseln, da kann man also gar nicht über jede etwas wissen. Jedenfalls haben wir Sulawesi vor allem aus zwei Gründen ausgewählt: es lag ganz gut zwischen Bali und Bangkok, von wo aus wir Flüge hatten, plus, Dani, mit der wir uns irgendwo in Asien treffen wollte, war mit Sulawesi als gemeinsames Reiseziel einverstanden (und hat somit das Rennen gegenüber Ost-Timor gemacht). Einmal angekommen waren wir begeistert von der Freundlichkeit der Menschen, der Schönheit der Natur und den verrückten kulturellen Besonderheiten der Insel.

Sonnenuntergang auf der Inseln Bunaken vor Nord-Sulawesi (Indonesien)

Sonnenuntergang auf der Inseln Bunaken vor Nord-Sulawesi (Indonesien)

Äthiopien

Haben wir uns ganz anders vorgestellt à la „Live Aid“: karge, tockene Landschaften, ausgehungerte Kinder. Klar sind die Menschen dort arm und man sieht es auch. Nichtsdestotrotz sind sie wahnsinnig fröhlich und lebenslustig. Und die Landschaft im Norden war total grün, was daran lag, dass wir Ende der Regenzeit da waren, aber trotzdem. Die Felder und Täler haben mich eher an Asien erinnert. Äthiopien sah in meiner Vorstellung komplett anders aus (nicht, dass ich vorher viel über Äthiopien wusste)…

Ein Mann mit seinen Eseln auf einem sattgrünen Feld in Nord-Äthiopien

Ein Mann mit seinen Eseln auf einem sattgrünen Feld in Nord-Äthiopien

Die beste Zeit

Unsere beste Zeit hatten wir definitiv in West-Australien. In Perth konnten wir erst Mal zwei Wochen bei unserer Aussie-Family, den Murphys, wohnen. Wir kannten uns vorher nicht, und trotzdem haben sie uns bei sich aufgenommen, uns ihr Auto geliehen, uns ihre Stadt gezeigt und uns auch sonst wie „Familie“ behandelt. Und es tat einfach mal gut, zwei Wochen an einem einzigen Ort zu verbringen!

Australien-Ellendale-Huhn-im-Camper-weltreize

Einmal verirrt sich sogar ein Huhn in unserem Camper. Wir merken es gerade noch, bevor wir die Rinderfarm verlassen.

Danach kam die Zeit der großen Freiheit. Wir hatten für 7 Wochen einen Campervan, den wir zu Ehren von unserer Aussie-Family „Murphy“ getauft haben. Ich glaube, wir waren nie so frei wie in jenen Wochen. Wir hatten immer alles dabei, einen Kühlschrank mit Gefrierfach, kein Kofferpacken mehr, dafür jeden Tag Eis essen und jeden Abend grillen. Manchmal haben wir einfach am Straßenrand auf Parkplätzen übernachtet, manchmal standen wir auf wunderschön gelegenen Campingplätzen an den schönsten Stränden. Wir kamen leicht ins Gespräch und schlossen schnell Bekanntschaften. Wir wanderten, kletterten und schwammen durch die Nationalparks, probierten in der Margaret-River-Region die besten Weine und sahen unglaubliche Tiere wie z.B. Enchidnas, Walhaie oder den winzigen Dornenteufel (den leider nur im Museum in Darwin): Kurzum: es stimmte alles und wir haben die Zeit einfach nur genossen!  

Campervan Murphy auf dem Campgroud im Litchfield Nationalpark in Nord-Australien

Campervan Murphy auf dem Campgroud im Litchfield Nationalpark in Nord-Australien

Geheimtipps

Wie immer, mehr oder weniger geheim, findet ihr hier Orte, bei denen wir euch empfehlen, sie bald zu bereisen, bevor der ganz große Tourismus sie entdeckt hat:

  1. Sulawesi: günstig, sicher, noch nicht so touristisch, toll zum Tauchen. Unbedingt bald hinfahren. 
  2. West-Australien: zwar recht teuer, aber ebenfalls noch nicht so viele (ausländische) Reisende, unglaubliche Weiten, beeindruckende Farben (allein der rote Sand vor dem blauen Himmel), westlich, sicher, freundliche Menschen, rundum einfaches Reisen.
  3. Äthiopien: nicht so sicher, nicht günstig und auch nicht einfach zu bereisen. Hier wurde der Kaffee erfunden, es ist das einzige Land Afrikas, das nie von fremden Mächten besetzt wurde, weshalb sich seine Kultur und Geschichte ungebrochen entwickeln konnten. Dort gibt es auch die meisten UNESCO-Welterbestätten Afrikas! 

 

So, das war der erste Teil unseres großen Weltreise-Rückblicks, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. In den nächsten Tagen verraten wir dir in Teil 2 unsere schlimmsten Erlebnisse und in Teil 3 die besten Tauchspots! Vorbeischauen lohnt sich also!

10 Kommentare zu “Der große Weltreise-Rückblick: Wo war’s am schönsten?

  1. Ralf Falkowski

    Hallo ihr zwei!

    Sehr schöner Artikel in dem ich viele Ziele meiner kommenden Reise wieder gefunden habe. Momente die ihr nie mehr vergessen werdet. Sehr cool!

    Bin gespannt auf die nächsten Artikel!

    Lg

    Ralf

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hi Ralf,
      das stimmt, die besonders schönen Momente behalten wir hoffentlich in Erinnerung, vor allem auch, weil wir uns die meisten davon recht hart erarbeiten mussten. Mal abgesehen von Hawaii, da gab es sogar einen „Drive-through“-Vulkan!
      Falls du noch Tipps brauchst für deine Reise, meld dich gerne. Ansonsten weiterhin eine gute Vorbereitung und- freude 🙂
      Viele Grüße
      Claudia

  2. Gina

    Hallo,

    wir sind gerade von unserer Weltreise zurückgekehrt und haben die Frage, wo es denn am schönsten war auch schon oft gestellt bekommen. Die Iguazú-Fälle und Australien gehören bei uns definitiv auch zu unseren Highlights. In Indonesien und Afrika waren wir leider noch nicht.

    LG
    Gina

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Hallo Gina,
      hab schon gesehen, ihr wart das ganze halbe Jahr in Südamerika unterwegs und habt euch da Zeit gelassen. Ist ein toller halber Kontinent 😉 Wir waren viel zu kurz da.
      Dann wünschen wir euch eine gute Wiedereingewöhnungsphase. Wenn ihr die Termine, wann ihr den gelben Sack rausstellen müsst, wieder aus dem Effeff wisst, seid ihr offiziell wieder richtig angekommen.
      Ansonsten heißt es ja: nach der Reise ist vor der Reise, also ab an den Terminkalender und gleich wieder planen – das vertreibt den Rückkehrblues.
      Liebe Grüße
      Claudia

    1. Claudia Autor des Beitrags

      Ach du weißt doch, Vorfreude ist die schönste Freude usw. 😉
      Und du bist ja wirklich schon sehr akribisch bei der Planung. Bei uns war’s ja eher spontan.
      Liebe Grüße
      Claudia

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