(Werbung) Für eine längere Reise braucht man solides Equipment. Jedes Teil ist bedeutsam, jedes Gramm kann auf Dauer schwer werden. Wir waren ein Jahr auf Weltreise und haben unsere Reise-Ausrüstung dabei auf Herz und Nieren geprüft. Heute stellen wir dir unsere Lieblings-Teile zum Reisen vor: Vom 1,99-Euro-Schnäppchen bis zur 200-Euro-Kleininvestition ist alles dabei …

Glücklich mit Tagesrucksack

Ein solider Tagesrucksack, auch Daypack genannt, der für kleinere Trips von zwei bis drei Tagen reicht und sich bequem den ganzen Tag tragen lässt, ist eine gute Investition für eine Reise. Ich habe damals bei Sportscheck im Angebot einen 25-L-Herren-Rucksack von Deuter (den Navajo, das Modell gibt es leider inzwischen nicht mehr) gekauft. Herrenmodell, weil mir die quietschigen Farben der Damenrucksäcke nicht gefielen. Der Verkäufer meinte zwar, das könne den Tragekomfort mindern, aber bisher bin ich sehr glücklich damit. Vergleichbar scheint mir dazu dieser hier: → DEUTER Unisex-Adult Gogo Rucksack 25 L

Tagesrucksack 25 L von Deuter

Tagesrucksack 25 L von Deuter

Was ich daran mag ist, dass es zwei Hauptfächer gibt: ganz unten ist ein relativ großes Fach, in das man z. B. gut (Regen-)Kleidung oder ein paar Schuhe tun kann. In das andere große Fach passt meine Spiegelreflex-Kamera in ihrer Tasche plus ein paar Kleinigkeiten. In das Wasserfach hinten, das über beide Hauptfächer ganz bis unten durchgeht, packe ich den Laptop oder DIN-A4-Unterlagen. Dazu hat der Rucksack eine integrierte Regenhülle, je ein kleines Außen- und Innenfach, in das ich die Wertsachen packe, plus an beiden Seiten offene Netzaußenfächer für z. B. Wasserflaschen und Sonnencreme/Regenschirm. Der Tragekomfort ist sehr gut und die Größe perfekt für meine Bedürfnisse. Auch ein paar Jahre nach der → Weltreise nutze ich meinen Deuter noch fast jeden Tag!

Was wir auf Reisen an technischem Equipment dabei haben, verraten wir dir übrigens im Beitrag → Technik für Reisende: unsere 15 All-Star-Gadgets für Weltenbummler.

 

Koffer oder Rucksack: Kofferrucksack!

Wir haben uns für die Weltreise für den→ Osprey Sojourn entschieden. Ich habe den 60 L, Dominik die größere Variante mit 80 L. Als Faustformel habe ich mal irgendwo gehört, man solle nicht mehr als 75% seinen Körpergewichts in Litern als Rucksackfüllmenge nehmen, aber keine Ahnung inwiefern das fundiert ist…

Kofferrucksäcke Osprey Sojourn, 60 und 80 L

Kofferrucksäcke Osprey Sojourn, 60 und 80 L

Als ich meinen Sojourn von der Post abgeholt und ausgepackt habe, habe ich gedacht: „Da passen meine Sachen für ein Jahr niemals rein!“ Dann ging’s aber doch irgendwie ganz gut, auch dank der Kompressionsbeutel (siehe Punkt 3).

Der Koffer wiegt bei mir bepackt recht konstant 16 kg und hat alle Vorteile eines „richtigen“ Koffers plus ein komfortables Rucksacktragegestell, das ich in einer Minute ausgeklappt habe. Nettogewicht ist 3,5 kg, also vielleicht 0,5 kg schwerer als ein klassischer Wanderrucksack ohne Rollen.

Wir genießen die Rollen wirklich sehr und haben ihn während unserer einjährigen Weltreise auf diese Art ca. 98% der Zeit genutzt. Das Gestell kommt nur zum Einsatz, wenn wir mal viele Treppen, z. B. in den 3. Stock zu Fuß hoch müssen oder unberollbare Schotterpisten vorfinden, was bislang genau 3x der Fall war. Und wie sagte der Globetrotter-Mitarbeiter: den „normalen“ Wanderrucksack musst du JEDEN Schritt selbst tragen…

Weiterer Vorteil: im Gegensatz zum klassischen Backpack ist der Osprey Sojourn wie ein ganz normaler Koffer komplett abschließbar. Das hat uns in Thailand, als die Wanderrucksäcke anderer Reisender während einer längeren Busfahrt im Gepäckraum genüsslich aus- und wiedereingeräumt und währenddessen der Wertsachen entledigt wurden, gerettet.

Was es übrigens mit dem Nutella-Glas auf dem Foto auf sich hat, erfährst du in unserem → allerersten Weltreize-Blogpost.

 

Platz sparen mit Vakumverpackungen

Den Tipp mit dem → Eagle Creek Vakuumsack: haben wir aus Meike Winnemuths → Das große Los, einem Reisebuch, das inzwischen selbst zum Klassiker unter Weltreisenden geworden ist 😉 Wir haben jeder 3 dieser Kompressionsbeutel  in den Größen M und L, für Sachen, die wir gerade nicht ganz so häufig nutzen, einfach um Platz zu sparen und um Gepäck zusammenzufassen und Ordnung im Koffer zu halten. Spartipp: Einfache Plastiktüten und Beutel mit Zippern tun es auch und sind viel günstiger.

Kompressionsbeutel im Einsatz

Kompressionsbeutel im Einsatz

 

Kulturtasche & die ewige Suche nach Haken

Wir sind Fans von aufhängbaren Kulturtaschen z. B. von → Deuter. Schon ein etwas älterer Klassiker, aber immer noch sehr praktisch, wobei wir feststellen mussten, dass es in → Südamerika erstaunlich selten Haken in Unterkünften gibt, aber das ist ein anderes Kapitel…

 

 

Badelatschen-Schnäppchen

Günstige Plastikbadelatschen sind ein Tipp, den wir noch kurz vor der Weltreise bekommen hatten. Ich persönlich finde neben meinen Flipflops, die natürlich nicht fehlen dürfen, meine 2-Euro-Drogerie-Billig-Plastikbadelatschen grandios und ziehe sie sofort an, wenn wir in einer Unterkunft ankommen, vor allem bei kälteren Temperaturen, wenn ich Socken trage. Ansonsten können sie alles, was Badelatschen können und sind zudem ultraleicht. 

 

Wohlfühlfaktor Reisehandtücher

Wir hatten auf der Weltreise sowohl ein kleines als auch ein großes Reisehandtuch dabei. Du kannst sie ganz klein zusammenrollen und sie trocknen extrem schnell, z.B. von → Cocoon. Ich habe die Größen 50×90 cm und 150×80 cm. Manche streiten darüber, ob man überhaupt ein Handtuch mitnehmen sollte, ich möchte keines der beiden missen. Das Große ist eh klar (z.B. Strand), das Kleine brauche ich für meine langen Haare und fürs Gesicht oder z.B. für Wanderungen, auf die ich nur den Tagesrucksack mitnehme und bei denen ich Platz/Gewicht sparen muss.

 

 

Wohlfühlen im eigen Schlafsack

→ Cocoon Bio Baumwollschlafsack: nutzen wir (ohne weiteren Schlafsack) überwiegend aus hygienischen Gründen, für besonders ekelige Unterkünfte. Wir haben unsere z.B. auf der → Uyuni-Tour oder auf der → Isla del Sol eingesetzt. Das Inlett ist ganz klein zusammenrollbar, sodass es im Koffer wenig Platz einnimmt.

 

 

Kopf vor Hitze schützen

Sonnenschutz für den Kopf: ob → Multifunktionstuch (vielfach einsetzbar, nimmt wenig Platz weg), → Cappi oder → Kopftuch, irgendwas gegen die Sonne ist ein absolutes Muss. Spätestens bei der ersten mehr als zweistündigen Wanderung unverzichtbar.

 

Eigene Wasserflaschen

Plastikmüll ist aktuell ein großes Thema. Nicht nur auf Reisen sollte man versuchen, ihn möglichst zu vermeiden. Deswegen ist eine gute und wiederverwendbare Trinkflasche essenziell, mein Liebling: → Nalgene Trinkflasche Everyday (0,7 L), ein Tipp von Blogger-Kollegin Annik von → Misses Backpack. Die Flaschen sind auslaufsicher und haben eine Öffnung, die groß genug ist, um die Flasche mit der Spülbürste mal ordentlich zu reinigen und kontaktlos nachzufüllen. Bonus: sie sind sie spülmaschinenfest. Tipp: Am besten gleich zwei kaufen, für längere Wanderungen und eine ausgeglichenere Gewichtsbelastung beim Tagesrucksack.

 

Thermobecher: für Warmes & Kaltes

Das Gleiche gilt für Kaffeebecher. Als leidenschaftlicher Kaffeenerd komme ich um die ein oder andere Dosis auch unterwegs nicht herum. Um Wegwerfbecher zu vermeiden, habe ich auf Reisen immer meinen Thermobecher dabei, z. B. den von → Emsa Thermo-/Isolierbecher in brombeer. Das ist bei Zugreisen genauso praktisch wie auf Roadtrips. Die Becher sind dicht und du kannst sie in die Tasche an der Seite deines Tagesrucksacks verstauen. Kalte Getränke halten darin ebenso ihre Temperatur wie heiße, sogar über Nacht! Ein oft unterschätzter Allrounder also.

 

Alleskönner Sarong

Den → Sarong kannst du als Schal, Picknickdecke, Handtuch, Zudecke für Busfahrten, zum Besuchen für Tempel, als Strandkleid usw. einsetzen, ein absoluter Allrounder, der in jeden Kofferrucksack gehört!

 

 

Geldgurt – sicher ist sicher

Aethiopien-Tigray-Hochland

Blick auf die unglaubliche Landschaft des Tigray in Äthiopien

Fast so alt wie das Reisen selbst, trotzdem immer noch im Einsatz. Ich habe die → Eagle Creek Bauchtasche in Naturseide in rosé, gibt es aber auch in schwarz. Trägt sich sehr angenehm, und es passt sogar das Allerheiligste rein: der Reisepass rein. Den Geldgurt habe ich in → Äthiopien (Afrika) oder in → Bolivien (Südamerika) oder bei allen längeren Busfahrten im Einsatz gehabt und mich dabei eindeutig wohler gefühlt. Ein besonderer Trick besteht daran, den Geldgurt hinten in die Hose zu stecken und ihn mit den Gürtelschlaufen an der Hose zu verflechten. Tipp für ein Geldversteck: Wenn wir darüber hinaus noch etwas Geld oder eine Kreditkarte „verstecken“ wollen, tun wir sie in eine kleiner Tüte zwischen Schuh und Sohle.

 

Einen charmanten Tipp zum Thema Sicherheit haben auch Aras und Christiane vom W.E.G.-Blog für dich: sie haben auf kritischen Routen immer eine Raubtausche dabei! Was es damit auf sich hat, erfährst du in ihrem Blogpost → Unsere Raubtasche.

 

Nummernschloss: Auf der sicheren Seite

Kleines → Nummernschloss von Bull + Bear, kann man neben dem → Drahtseilschloss, das wir dir schon bei der Technik-Edition (Punkt 14) vorgestellt haben, immer brauchen. Nummernschloss, klar, damit man auf keinen Schlüssel achten muss. Ansonsten gern auch ein zweites, evtl. in einer etwas anderen Größe, falls man in einem Hostel zusätzlich ein Schließfach absperren muss oder evtl. ein ganz kleines, für ein Fach in einem Safe.

 

 

Zum Weiterlesen: mehr Tipps für Reisende

Alexia mit dem Fahrrad am Störkanal

Wenn dir eher noch technische Gadgets fehlen, ist unsere → Technik für Reisende: unsere 15 All-Star-Gadgets für Weltenbummler genau das Richtige für dich. Falls du gerade auf der Suche nach dem passenden Lesestoff zur Inspiration für deine Reisen bist, wirst du sicher bei unseren → Buchtipps für Reiseverrückte fündig. Und wenn du noch ein Geschenk für einen Tauch-Enthusiasten suchst, helfen dir die → 22 Geschenke für Taucher sicher weiter. Auch in unserer → Packliste für 1 Woche Radtour geben wir ein paar gute Tipps für das passende Equipment!

 

Dich plagt das ganz große Fernweh?

Dann schau dir unsere → Weltreiseroute an oder lies das → Sabbatical-Interview zur Reise von Jacqueline und ihrem Mann! Vielleicht interessieren dich ja auch unsere → 10 Erkenntnisse nach der Weltreise? Oder du möchtest wissen, wo auf der → Weltreise es am schönster war?

Riesiger Boab Tree mit zwei winzigen Weltreisenden im Vordergrund

Mit dem Camper durch Australien – das war mit unsere beste Zeit auf der Weltreise. Riesiger Boab Tree mit zwei winzigen Weltreisenden im Vordergrund. 

 

Hast du noch Reiseklassiker, die in der Liste fehlen?
Was sind deine (Geheim-)Tipps? Ab damit in die Kommentare!

 

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