Du bist das erste Mal in Sofia oder hast nicht viel Zeit in der Hauptstadt Bulgariens? Genau dafür habe ich dir heute die Top-Sehenswürdigkeiten Sofias, die besten Sofia-Geheimtipps und kulinarische Highlights zusammengestellt. Nicht fehlen dürfen: die Alexander-Nevski-Kathedrale und weitere faszinierende Gotteshäuser, die römischen Ruinen von Serdika, Streetart, rumänischer Wein und das Nationalgetränk Rakia sowie das kuriose Museum für sozialistische Kunst. Wenn du nur einen Tag in Sofia hast, zeigt dir dieser Blogpost, wie du diesen optimal nutzen kannst und liefert dir alle Zutaten, die du für einen perfekten Tag brauchst.
Top-Sehenswürdigkeiten Sofias
Sofia ist die Hauptstadt Bulgariens und Heimat von etwa 1,2 Millionen Sofijoter:innen. Die Stadt liegt auf knapp 600 m Höhe, ist umgeben vom Balkan und wird von mehreren Pässen und Straßen erschlossen. Du findest hier römische Ruinen neben sozialistischen Monumenten, orthodoxe Kathedralen neben hippen Cafés & kreativen Straßenkunst-Ecken.
Seit 2007 ist Bulgarien Mitglied der EU, ab 1. Januar 2026 zahlt man hier den Euro. Bezahlen kannst du aber jetzt schon überall problemlos mit Karte. Insgesamt ist Sofia günstiger als Deutschland, aber nicht mehr ganz so preiswert, wie man vielleicht denkt.

Nun kommen die Sehenswürdigkeiten Sofias, die du auf keinen Fall verpassen solltest:
Alexander-Nevski-Kathedrale

Die Alexander-Nevski-Kathedrale ist ohne Frage das Wahrzeichen Sofias. Die riesige orthodoxe Kathedrale wurde 1924 vollendet und beeindruckt schon von außen mit ihren goldenen Kuppeln und der wuchtigen Architektur. Du kannst sie kostenlos betreten, allerdings ist das Fotografieren im Inneren verboten.
Was du unbedingt entdecken solltest, ist das Ikonenmuseum in der Krypta. Es liegt im Untergeschoss der Kathedrale und zeigt eine außergewöhnliche Sammlung religiöser Ikonen aus unterschiedlichen Epochen. So ein Museum unter einer Kirche habe ich vorher noch nirgends gesehen. Ein klarer Insidertipp für deinen Besuch.
Die Gotteshäuser Sofias
Kaum eine Stadt zeigt ihre religiöse Vielfalt so deutlich wie Sofia. Über die Jahrhunderte lebten hier Bulgaren, Osmanen, Armenier, Juden, Griechen, Russen und viele weitere Gemeinschaften. Die Gotteshäuser spiegeln diese bewegte Geschichte eindrucksvoll wider.
Von der jüdischen Synagoge über die Banja Baschi Moschee bis hin zu zahlreichen orthodoxen Kirchen, jede erzählt ein Kapitel der Stadthistorie. Am stärksten hat mich die Mischung aus sehr alten Fresken, traditionellen Ikonostasen und dunklen, kühlen Innenräumen beeindruckt.
Die berühmteste Kirche ist natürlich die Alexander-Nevski-Kathedrale, aber auch die kleinen, versteckten Kirchen sind sehenswert. Hier einige weitere sehenswerte Kirchen in Sofia, viele liegen in Serdika:
Rotunde St. Georgi

Im Innenhof des Hotels Balkan liegt die Rotunde St. Georgi, das älteste Gebäude der Stadt. Der runde Kuppelbau stammt aus dem 4. Jahrhundert, hat einen Durchmesser von 10 m und ist 14 m hoch. Innen findest du mehrere historische Schichten von Wandmalereien. Die Rotunde wurde auf den Resten eines römischen Thermalbads errichtet und diente im 16. Jahrhundert sogar als Moschee.
Moschee Banja Baschi

Gleich neben den Ruinen von Serdika steht die Banja Baschi Moschee, auch Moschee Kadi Sejfullah Effendi, die 1576 erbaut wurde. Sie ist ein würfelförmiger Bau mit Minarett im Westen und wird bis heute aktiv genutzt. Besucher:innen können sie kostenlos betreten, müssen jedoch die Schuhe ausziehen, und Frauen sollten Haare, Schultern und Beine bedecken.
Die Synagoge

In einer Seitenstraße hinter der Markthalle steht die prachtvolle Sofiaer Synagoge im (neo-)mauretanischen Stil. Sie ist einer der größten Europas (Adresse: Exarch Josif Straße Nr. 16, Ecke George Washington Straße). Man kann sie So.-Do. von 9-17 Uhr besuchen, freitags bis 15 Uhr.
Russisch-orthodoxe Kirche St. Nedelja

Nicht weit entfernt steht die Kirche St. Nedelja, die mit ihrer Kuppel und dem leicht erhöhten Platz sofort ins Auge fällt. Die heutige Fassung stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. 1925 wurde sie bei einem kommunistischen Bombenattentat schwer beschädigt und 1930 neu gestaltet. Besonders ist die reich geschnitzte Ikonostase von Nikola Dospevski.
Kirche St. Petka Samardziska

Zwischen den Ruinen und der Metrostation Serdika findest du die kleine, von außen unscheinbare Kirche St. Petka Samardziska. Früher war sie die Kirche der Sattlerzunft. Innen erwarten dich alte Fresken mit biblischen Szenen.
Russische Kirche Sweti Nikolaj

Die Russische Kirche Sweti Nikolaj zwischen Serdika und der Alexander-Nevski-Kathedrale am Zar-Oswoboditel-Boulevard und wurde zwischen 1907 und 1914 als Kirche der russischen Gemeinde und der damaligen russischen Botschaft errichtet. Mit ihren goldenen Zwiebeltürmen ist sie eines der markantesten orthodoxen Gotteshäuser Sofias und dem heiligen Nikolaus von Myra gewidmet.
Serdika: das historische Herz Sofias
Das Viertel Serdika ist ein faszinierender Mix aus allem, was Sofia ausmacht: Antike Ruinen, osmanische Architektur, sozialistische Monumente, Streetart und moderne Architektur liegen hier dicht beieinander. Für mich ist Serdika der perfekte Startpunkt für jeden Sofia-Besuch.
Die antiken Ruinen von Serdika

Direkt an der Metrostation Serdika findest du die freigelegten Überreste der römischen Stadt Serdica, die zwischen dem 1. und 6. Jahrhundert entstand. Der Komplex ist frei zugänglich und erstreckt sich über 9000 qm. Zu sehen sind Teile des Osttors, eine Basilika, eine mittelalterliche Kirche sowie Wohnhäuser.
Touristinfo im grünen Straßenbahnwaggon

Neben den Antiken Ruinen von Serdika und der Moschee steht ein kleiner grüner Straßenbahn-Waggon, die reizendste Tourist-Info der Stadt. Die Dame dort spricht sogar Deutsch und hat hilfreiche Karten und Tipps, unter anderem auch zum Thema Street Art.
Zentralmarkthalle

Gegenüber liegt die historische Markthalle. Sie wurde frisch renoviert und beherbergt heute im Erdgeschoss einen großen Kaufland-Markt, im Untergeschoss einige kleine Läden und oben auf der Galerie ein paar Foodstände. Ein etwas ungewöhnlicher, aber durchaus charmanter Mix.
Ehemaliges Zentrales Mineralbad Sofias

Direkt hinter der Touristinfo steht ein prunkvolles gelbes Gebäude, früher das städtische Thermalbad. Sofia besitzt bis heute Heilquellen. Das Bad selbst ist nicht mehr in Betrieb, doch im Gebäude befindet sich ein sehenswertes Museum der Geschichte Sofias.
Links daneben findest du eine kleine Verkehrsinsel mit öffentlichen Zapfstellen, an denen heißes Thermalwasser aus den Hähnen fließt. Viele Sofijoter:innen füllen hier ihre Kanister, manche waschen sich sogar, obwohl das offiziell nicht erlaubt ist.
Die Säule der Heiligen Sofia

Auf der anderen Seite des Serdika-Komplexes steht die Säule der Heiligen Sofia am Platz Nezavisimost. Die Statue ist 16 m hoch, vergoldet und zeigt eine Allegorie der Stadt. Eigentlich war sie als Abbild der Heiligen Sofia gedacht, doch die Kirche lehnte sie wegen ihrer „zu weltlichen Ausstrahlung“ ab. Die Statue stammt von Georgi Čapkanov (2001) und ersetzte Lenin, der bis 1991 hier stand. Die Krone der Figur symbolisiert eine Festungsmauer, die Eule auf ihrem Arm steht für Weisheit.
Streetart in Sofia
Sofia hat neben seinen historischen Schätzen auch eine lebendige alternative Szene. Streetart und Graffiti gehören fest dazu.

Du kannst die Werke über eine geführte Graffiti Tour entdecken oder mit einem kostenlosen Plan aus der Touris-Iinfo im grünen Straßenbahn-Waggon auf eigene Faust losziehen. Ein Hotspot liegt direkt in Serdika auf einem Parkplatz, wo mehrere große Murals nebeneinander stehen.
- Website der Sofia Graffiti Tour
- Treffpunkt „Sofia’s Graffiti and Street art free walking tour“: Justizpalast
Tsar Ivan Sishman Straße
In der Tsar Ivan Sishman Straße findest du viele bunte Wände, Cafés und kleine Läden. Die Streetart dort ist allerdings etwas unregelmäßig. Einige Werke sind gecrossed oder übermalt, trotzdem lohnt sich die Straße zum Flanieren und wegen der netten Läden.
Museum für sozialistische Kunst
Das Museum für sozialistische Kunst (Adresse: 7 ulitsa Lachezar Stanchev) außerhalb des Zentrums, in der Nähe eines modernen Bürokomplexes mit kleinem Einkaufszentrum im Erdgeschoss, liegt eines der ungewöhnlichsten Museen der Stadt: das Museum für sozialistische Kunst. Ein wenig hat es mich an das in Budapest (LINK) erinnert. Wenn du Orte magst, die du nicht in jeder europäischen Hauptstadt findest, dann ist das hier ein Muss. Das Museum besteht aus zwei Bereichen:
Der Skulpturengarten

Im Außenbereich erwarten dich rund 70 Statuen und Monumente aus der sozialistischen Zeit. Hier stehen Lenin, Stalin und andere politische Figuren aus jener Epoche nebeneinander in einem Garten, der fast surreal wirkt. Viele der Skulpturen standen früher auf prominenten Plätzen der Stadt und wurden nach dem politischen Umbruch hierher verlegt. Eine Zeitreise im wahrsten Sinn des Wortes und ein Stück Stadtgeschichte, das du nicht auslassen solltest.
Die Ausstellung im Innenraum
Drinnen ist die Ausstellungsfläche vergleichsweise klein, aber interessant kuratiert. Du findest dort Gemälde, Plakate und Werbegrafiken aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall des Eisernen Vorhangs. Besonders spannend sind die sozialistischen Propaganda-Plakate mit ihren klaren Farben und Botschaften, die heute wirken wie Pop-Art mit historischem Beigeschmack.
Nach deinem Museumsbesuch kannst du im Erdgeschoss des angrenzenden Bürokomplexes gut einen Kaffee trinken oder ein Eis essen. Praktisch, falls du gerade im Sommer unterwegs bist und eine kurze Pause brauchst.
Das kannst du dir sparen

- Taxi vom Flughafen: Viele greifen automatisch zum Taxi, aber in Sofia lohnt sich das kaum. Die Metro verbindet den Flughafen hervorragend mit dem Zentrum, kostet rund 0,80 Euro und braucht etwa 30 Minuten bis zur Station „Deka“. Bequemer geht es kaum. Das Taxi kostet dagegen rund 10 Euro. Kann man machen, muss man aber wirklich nicht.
- Vienna Café für den „schönsten Blick“: Das Vienna Café wird online gern als Panorama-Ort gehandelt, ist aber in der Realität eher enttäuschend. Es liegt im dritten Stock eines sehr hohen Gebäudekomplexes und bietet weder einen besonderen Blick auf die Stadt noch auf die Berge. Wenn du auf Aussicht hoffst, kannst du dir den Besuch sparen.
- Sofia im Hochsommer: Im Juli und August wird Sofia schnell unerträglich heiß. Für einen Citytrip sind Frühling oder Herbst deutlich angenehmer. Wenn du flexibel bist, wähle lieber eine kühlere Jahreszeit.
- Montag als Sightseeing-Tag: Viele Museen und einige Restaurants haben montags geschlossen. Wenn deine Zeit knapp ist, plane den Montag möglichst nicht als reinen Museumstag ein.
- Adlerbrücke und Löwenbrücke: Diese beiden Brücken gelten als Sehenswürdigkeiten, wirken aber ohne den Fluss, der früher einmal darunter floss, eher unspektakulär. Wenn du wenig Zeit hast, kannst du sie problemlos auslassen.
Schönster Blick auf Sofia
Den schönsten Blick auf Sofia zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir haben ein bisschen gesucht und waren an manchen Orten eher enttäuscht.
Warum gute Aussichtspunkte in Sofia selten sind
In Sofia gibt es kaum hohe Gebäude im Zentrum, von denen du weit auf die Stadt schauen kannst. Orthodoxe Kirchen haben traditionell keine hohen Türme, und moderne Hochhäuser stehen eher außerhalb des Stadtkerns. Deshalb wirkt die Stadt auf den ersten Blick etwas flach – und viele vermeintliche Aussichtspunkte entpuppen sich als normale Dachterrassen ohne besonderes Panorama.
Lohnen sich Rooftop-Bars?
Es gibt vereinzelt Rooftopbars und höher gelegene Restaurants, aber ihre Aussicht ist oft eher begrenzt oder geht in Richtungen, die nicht sehr spektakulär sind. Es lohnt sich, vorab online ein Foto der tatsächlichen Aussicht anzuschauen.
Alternative: Ausflug ins Witoscha-Gebirge
Für eine wirklich schöne Aussicht musst du Sofia ein wenig verlassen. Das Witoscha-Gebirge südlich der Stadt bietet fantastische Blicke über Sofia bis hin zu den umliegenden Bergen. Allerdings liegt es recht weit außerhalb, und die Anfahrt kostet Zeit. Für einen kurzen Städtetrip ist das daher eher ein Extra für einen zweiten, dritten oder vierten Tag.
Hast du bessere Tipps?
Wir hatten leider keinen Glückstreffer in der Stadt selbst. Vielleicht gibt es ein Hochhaus mit Rooftopbar oder Restaurant, das neu eröffnet hat oder außerhalb liegt und dennoch gute Sicht bietet? Falls du was findest oder kennst, hinterlass uns unbedingt einen Kommentar!
Kulinarische Tipps für Sofia
Sofia hat eine überraschend vielfältige Gastronomieszene. Du findest traditionelle bulgarische Küche, moderne Cafés, hervorragende Bäckereien und eine wachsende Craft-Beer-Kultur. Viele Restaurants sind fleisch- und paprikalastig – typisch für den Balkan, doch es gibt auch leckere vegetarische Alternativen.
Typische Getränke
Wenn du etwas Lokales probieren möchtest, dann unbedingt den Rakia. Der klare, recht scharfe Schnaps ist Bulgariens Nationalgetränk und wird oft aus Pflaumen, Trauben oder Aprikosen destilliert. Ebenfalls typisch ist die bulgarische Variante von Ayran: ein saures, leicht salziges Milchgetränk, das an heißen Tagen eine echte Wohltat ist.
Brot, Gebäck und Süßes

Bulgarien ist ein Paradies für Gebäckfans. Probier dich durch die vielen Blätterteigteilchen, die vom türkischen Backhandwerk inspiriert sind, oder kauf dir im Supermarkt ein kleines, frisch gebackenes Brot für kleines Geld. Einer meiner Lieblingssnacks: ein günstiges Weißbrot (rund 0,35 Euro) plus ein würziger Paprika-Dip aus dem Kühlregal. Einfach, lecker und perfekt für unterwegs.
Craft-Bier-Szene
Sofia hat eine sehr lebendige Craft-Bier-Kultur. Besonders praktisch ist die App „Untappd“, mit der du spezialisierte Bars und Shops findest. Wir haben so einige sehr reizende Lokale entdeckt, in denen du dich durch lokale Biere probieren kannst.
Lieblingscafés und Frühstücks-Locations

Restaurant-Tipps

Für die klassische bulgarische Küche waren wir zweimal essen und beide Male sehr zufrieden. Aber auch ansonsten haben wir jede Menge reizender Restaurants entdeckt, sodass du an deinem perfekten Tag in Sofia die große Auswahl hast:
Bulgarischen Wein probieren: 3 Tipps

In Bulgarien wird seit der Antike Wein angebaut, und Sofia ist ein guter Ort, um die modernen Interpretationen zu probieren.
Tipps für Regentage

Falls es bei deinem Sofia-Besuch regnet oder einfach zu heiß oder zu kalt für lange Spaziergänge ist, hast du eine sehr gute Alternative: Museen. Sofia bietet eine erstaunlich große Auswahl, viele davon zentral gelegen und angenehm kompakt.
Empfehlen kann ich dir besonders diese:
Die Eintrittspreise liegen meist zwischen 2 und 5 Euro. Montags sind die Museen, wie bei uns auch, in der Regel geschlossen.
Spartipps für Sofia
Ein Städtetrip nach Sofia kann erstaunlich günstig sein, vor allem mit diesen Tipps:
Einkaufen in Sofia & Lieblingsladen
Zum Flanieren und Einkaufen geht man in Sofia auf den 2,7-km-langen Vitosha Boulevard. Die breite Fußgängerzone ist die bekannteste Einkaufsstraße der Stadt und verbindet Cafés, Restaurants und Geschäfte mit viel urbanem Leben. Es gilt: sehen und gesehen werden. Auf der einen Seite erhebt sich die Silhouette des Witoscha-Gebirges, auf der anderen schließt die Straße an der Kathedrale Sweta Nedelja an.
Doch auch abseits der Hauptstraße lohnt sich ein Blick in die Seitenstraßen. Dort findest du kleinere Läden, Boutiquen und viele nette Lokale, die etwas weniger trubelig sind.
Frisches Obst und Gemüse kaufst du am besten auf dem Frauenmarkt Sofia. Der Markt ist sehr authentisch, lebendig und eine schöne Gelegenheit, Sofia noch einmal von einer ganz anderen, sehr lokalen Seite kennenzulernen.

Meinen Lieblingsladen in Sofia habe ich eher zufällig entdeckt, in der Shishman-Straße, eigentlich auf der Suche nach Street Art. Der Elephant Bookstore (Adresse: 31 Tsar Shishman St.) ist ein herrlich eigenwilliger Buchladen mit viel Persönlichkeit. Neben Büchern findest du hier eine überraschende Mischung aus besonderen Kleinigkeiten: von Duft-Accessoires über Fan-Devotionalien zu Harry Potter oder Star Wars bis hin zu sehr speziellen Ratgebern, hübschen Tassen und liebevoll gestalteten Postkarten. Ein perfekter Ort, um ein originelles Mitbringsel zu finden oder einfach ein bisschen zu stöbern und hängen zu bleiben.
Das perfekte Mitbringsel

Aus Sofia lässt sich sehr gut ein bulgarischer Wein mitbringen, gerade, wenn du bei einem Tasting einen guten Tropfen entdeckt hast. Wenn du es etwas stärker magst, sind Rakia oder einen typischen Pflaumenschnaps ebenfalls schöne Souvenirs. Wenn es eher ein Erinnerungsstück sein soll, kauf dir doch eine Ikone im Ikonen-Museum, das sich direkt unter dem Wahrzeichen Sofias, der Alexander-Nevski-Kathedrale.
Hotel-Tipps für Sofia

Hier meine drei Übernachtungs-Tipps für Sofia. Wenn du nur einen Tag in Sofia bist, würde ich dir eines der beiden Hotels empfehlen; für einen längeren Aufenthalt siehe Sofia-Tipp 3:
Juno Hotel Sofia
Das Juno Hotel liegt zentral in der Altstadt von Sofia, nur wenige Schritte von vielen Sehenswürdigkeiten und dem Vitosha Boulevard entfernt (Adresse: Ul. Ivan Denkoglu 40). Es ist ein modernes Boutique-Hotel mit stilvollen Zimmern, guter Anbindung zu Restaurants und Cafés und eignet sich wunderbar für einen komfortablen Stadtaufenthalt.
Hier findest du das Juno Hotel Sofia bei Booking.com*.
Arte Sofia Hotel
Das Arte Sofia Hotel befindet sich mitten im Stadtzentrum (Adresse: Knyaz Alexander Dondukov Blvd 5) und macht es dir leicht, viele Highlights zu Fuß zu erkunden. Die Zimmer sind hell und freundlich eingerichtet, und im eigenen Restaurant bekommst du internationale sowie bulgarische Küche. Es liegt nur 2 Minuten von der Metro-Station Serdika und einen Katzensprung von Rainbow Factory und der Pizzeria Mercanti (mein Sofia-Tipp) entfernt.
Hier findest du das Arte Sofia bei Booking.com*.
Mein Tipp: Appartement statt Hotel
Wenn du wie wir länger in Sofia bleibst, lohnt es sich, eine Ferienwohnung zu buchen. Denn wenn du ein Appartement mit Küche buchst, kannst du zusätzlich sparen und den Aufenthalt noch flexibler gestalten. In Sofia gibt es viele Supermärkte, darunter bekannte Ketten wie Lidl oder Kaufland, wo du dich günstig mit Lebensmitteln versorgen kannst. So lässt sich der Citytrip ganz bewusst und preiswert gestalten, ideal für alle, die länger bleiben oder sich zwischendurch selbst versorgen möchten. Unsere Wohnung war in der Straße Ekzarh Yosif, damit waren wir sehr zufrieden.
Fortbewegung in Sofia
Das Stadtzentrum von Sofia ist angenehm kompakt und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Viele Wege, etwa rund um Serdika oder bis zur Alexander-Nevski-Kathedrale, kannst du ganz entspannt erlaufen und bekommst dabei ein gutes Gefühl für die Stadt.

Für alles, was etwas weiter entfernt liegt, sind die öffentlichen Verkehrsmittel ideal. Sie sind preiswert, sehr gut ausgebaut und zuverlässig. In Sofia gibt es vier Metrolinien, zahlreiche Straßenbahnen – darunter auch einige charmante ältere Modelle in bunten Farben – sowie gut klimatisierte Busse.
Besonders praktisch ist ein 72-Stunden-Ticket, mit dem du Metro, Bus und Straßenbahn flexibel nutzen kannst. So sparst du Geld und Zeit und kommst problemlos auch in Stadtteile außerhalb des Zentrums.
Anreise nach Sofia
Wir sind mit dem Flugzeug nach Sofia gereist. Der Flughafen Sofia „Wassil Lewski“ (IATA-Code: SOF) liegt rund 10 km östlich des Stadtzentrums.

So kommst du vom Flughafen Sofia in die Stadt: In die Stadt kommst du vom Flughafen aus sehr unkompliziert mit der Metro. Die Fahrt ins Zentrum dauert etwa 30 Minuten und ist die günstigste Option. Wir haben uns dafür entschieden, weil unsere Unterkunft nah an einer Metrostation lag. Der Preis lag bei 0,80 Euro pro Person.

Alternativ kannst du auch ein Taxi nehmen. Die Fahrt dauert ungefähr 20 Minuten und kostet rund 10 Euro. Im Flughafengebäude gibt es offizielle Taxi-Schalter, an denen du vorab einen Gutschein kaufen kannst. Das erspart dir lästiges Verhandeln mit Fahrer:innen.
♥ Lieblingsort
Mein Lieblingsort in Sofia wird dich überraschen, denn er ist eine unscheinbare Straßenkreuzung im Herzen der Stadt. Doch mehr Sofia wirst du an keinem anderen Ort in der Stadt finden:

Hinter mir steht die Statue der Heiligen Sofia, rechts eine orthodoxe Kirche, vor mir einige wunderschöne alte Gebäude, unter mir die römischen Ruinen von Serdika und links die Banja-Baschi-Moschee. Wenn ich mich ein bisschen drehe, sehe ich sogar noch einen Street-Art-Spot auf einem Parkplatz.
♥ Lieblingsfotos



Quick Check Sofia
In dieser Übersicht findest du hilfreiches, praktisches Wissen zu deiner Reise nach Sofia:
Warum du unbedingt mal eine Städtereisen nach Sofia machen solltest
Sofia ist eines dieser Reiseziele, das viele unterschätzen – und genau das macht die Stadt so reizvoll. Sie ist sicher, überschaubar, europäisch geprägt und gleichzeitig überraschend vielschichtig.
Dazu kommt eine lebendige Foodie-Szene, eine spannende Craftbier-Kultur und eine Küche, die weit mehr kann als deftig. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind hervorragend ausgebaut, viele Wege lassen sich zu Fuß erledigen und selbst für eine Hauptstadt ist Sofia noch angenehm günstig.
Wenn du Lust auf eine Stadt hast, die nicht überlaufen ist, in der du dich schnell zurechtfindest und die trotzdem immer wieder neue Ecken zeigt, dann ist Sofia ein echter Geheimtipp: Unaufgeregt, offen und genau deshalb so besonders.
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Dieser Beitrag gehört zur Weltreize-Serie → Ein perfekter Tag in, wo wir dir kompakt Tipps für Städtereisen geben, vor allem für deinen ersten Besuch oder wenn du nur wenig Zeit hast, zum Beispiel für:
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