Du bist das erste Mal in Bukarest oder hast nicht viel Zeit in der rumänischen Hauptstadt? In diesem Beitrag findest du die Top-Sehenswürdigkeiten Bukarests, die besten Bukarest-Insidertipps und jede Menge kulinarische Bukarest-Highlights. Nicht fehlen dürfen: der Parlamentspalast, die Nationalkathedrale, die Altstadt Lipscani, das Rumänische Athenäum, der Cișmigiu-Park mit seiner ungewöhnlichen Attraktion, die Prachtstraße Calea Victoriei und ganz viele Tipps für reizende Cafés und Restaurants. Alle Zutaten also, die du für einen perfekten Tag in Bukarest brauchst.
Bukarest auf einen Blick
📍 Land: Rumänien
👥 Einwohner:innen: ca. 1,7 Mio. (2,1 Mio. in der Metropolregion)
🗺️ Region: Muntenia (Große Walachei)
🗣️ Sprache: Rumänisch (eine romanische Sprache)
💶 Währung: Rumänischer Leu/Lei (RON), 1 Euro = ca. 5 Lei
🌊 Fluss: Dâmbovița
🚇 Fortbewegung: Metro, Bus, Straßenbahn, Uber und Bolt
⭐ Bekannt für: Parlamentspalast, Belle-Époque-Architektur, orthodoxe Kirchen, die Altstadt Lipscani
📝 Vorbereitung: Lies meinen Artikel zu „Bukarest auf eigene Faust: alle Infos zu Reiseplanung, Anreise, Sicherheit und Kosten„.
Hej, ich bin Claudia.
… die Gründerin von Weltreize und reisebegeistert durch und durch. Heute nehme ich dich mit auf einen perfekten Tag in Bukarest. Auf dem Foto siehst du mich im Rumänischem Athenäum – einem Must-do auf deiner Bukarest-Reise!

Top-Sehenswürdigkeiten Bukarest
Sagen wir mal so: Bukarest und ich, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Aber je länger ich durch die rumänische Hauptstadt mit ihren rund 1,7 Millionen Einwohner:innen streifte, desto mehr gab es für mich zu entdecken.
Die Stadt liegt im Süden Rumäniens in der historischen Region Muntenia (Große Walachei) und wird vom Fluss Dâmbovița durchzogen. Die klassischen Bukarest-Sehenswürdigkeiten sind zwar überschaubar, dafür überrascht die Stadt mit ihrer unheimlich vielseitigen Architektur und ihren Kontrasten: Prachtbauten aus der Belle Époque treffen auf halb-verfallene sozialistische Wohnblöcke, orthodoxe Kirchen auf moderne Glasfassaden.

Auch die rumänische Sprache ist spannend: Sie gehört zu den romanischen Sprachen und erinnert oft ein wenig an Italienisch, enthält aber auch Einflüsse aus dem Türkischen und den slawischen Sprachen. Geschrieben wird Rumänisch weitgehend so, wie es gesprochen wird. Mein wichtigstes Wort: „Mulțumesc“, gesprochen als mul-tsu-mesk (danke).
In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Bukarest-Sehenswürdigkeiten, aber auch einige meiner persönlichen Bukarest-Tipps für Cafés, Restaurants und besondere Orte.
Das Wahrzeichen Bukarests: der Parlamentspalast

Kein Bauwerk prägt Bukarest so sehr wie der monumentale Parlamentspalast (Palatul Parlamentului). Mit seinen gewaltigen Ausmaßen gilt er als das schwerste Gebäude der Welt. Gemessen an seiner Fläche gilt er nach dem Pentagon und dem thailändischen Parlamentsgebäude Sappaya-Sapasathan als drittgrößtes Verwaltungsgebäude der Erde. Ob man ihn beeindruckend oder größenwahnsinnig findet, bleibt jedem selbst überlassen, übersehen kannst du ihn jedenfalls nicht.

Für den Besuch solltest du mindestens 2 Stunden einplanen: Zeit für Fotos von außen und eine etwa einstündige Führung durch die prunkvollen Säle. Du kannst den Palast nur im Rahmen einer Führung anschauen. Tickets für die Besichtigung zu bekommen, ist allerdings etwas komplizierter als bei vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Du musst sie vorab buchen. Nur selten gibt es Resttickets vor Ort. Und wenn du nur einen Tag in Bukarest hast, würde ich mich nicht darauf verlassen. Wie du Tickets bekommst habe ich dir in meinem Artikel zur Reiseplanung von Bukarest beschrieben.
Außerdem solltest du vor der Führung genügend Zeit für den Sicherheitscheck einplanen. Wir standen zunächst sogar am falschen Eingang und mussten noch einmal rund 2 km zum richtigen Eingang sprinten – zum Glück wartete unsere Guidin auf die Nachzügler:innen.
Alle wichtigen Infos zur Buchung, den verschiedenen Führungen und den richtigen Eingängen findest du bald in meinem separaten Artikel zum Parlamentspalast.
Die Altstadt Bukarests: das Lipscani-Viertel
Ein Spaziergang durch Lipscani, wie das Altstadt-Viertel von Bukarest heißt, gehört zu jedem ersten Besuch dazu. Das historische Viertel nördlich des Flusses Dâmbovița bildet das laut-schlagende Herz der Stadt. Zwischen Kopfsteinpflaster, prächtigen Fassaden und ehemaligen Handelshäusern reihen sich Restaurants, Bars, Souvenirläden und Nachtclubs aneinander, und diese Reizüberflutung kann ganz schön intensiv sein.

Vor allem in einigen Straßen wirst du ständig angesprochen: Hier versucht dich eine junge Promoterin in ein Restaurant zu lotsen, ein paar Meter weiter möchte ein junger Mann mit einer Spiegelreflexkamera ein Foto von dir machen, weil du so schöne Schuhe hast, nur, um es dir dann zu verkaufen. Aus den Lokalen dringen unterschiedlichste Musikrichtungen gleichzeitig, während Dracula-Dekorationen, Plastikblumen oder überdimensionale Teddybären um Aufmerksamkeit buhlen. Durch die reiche Bestuhlung bleibt dir nur ein schmaler Gang zum gehen. Das Viertel wirkte auf mich stellenweise wie ein Wettbewerb darum, wer am lautesten, buntesten oder schrägsten ist. Mit dem eleganten „Paris des Ostens“, als das Bukarest so gern bezeichnet wird, hatte das für mich zunächst wenig gemeinsam – eher mit der Schinkenstraße auf Mallorca.
Zum Glück gibt es auch die andere Seite von Lipscani. Und wenn der erste Schock verdaut ist, wirst du merken, dass sich zwischen all dem Trubel einige wirklich reizende Orte verstecken, die du nicht verpassen solltest:
Mein Fototipp: Stell dich am frühen Abend neben das Kloster Stavropoleos und richte den Blick auf den prachtvollen Palatul CEC. Wenn die Fassade im warmen Abendlicht leuchtet, bietet sich dir hier eine herrliche Straßenszene.
Der Revolutionsplatz
Nur wenige Gehminuten nördlich der Altstadt liegt die Piața Revoluției, einer der geschichtsträchtigsten Orte Bukarests. Bis zur Rumänischen Revolution im Dezember 1989 trug er den Namen Piața Palatului (Palastplatz). Hier hielt Diktator Nicolae Ceaușescu am 21. Dezember 1989 seine letzte öffentliche Rede, wenige Stunden bevor das kommunistische Regime zusammenbrach.

Heute lohnt sich ein Spaziergang über den Platz nicht nur wegen seiner Geschichte. Er lebt vielmehr davon, dass du innerhalb weniger Minuten Architektur, Zeitgeschichte und einige der schönsten Gebäude Bukarests miteinander verbinden kannst:
Das Rumänische Athenäum

Das Rumänische Athenäum ist einer dieser Orte, die ich in Bukarest nicht erwartet hätte, sondern vielmehr im alten Rom oder in Athen. In jedem Fall ist die Heimat des rumänischen Philharmonie-Orchesters eines der schönsten Gebäude Bukarests. Das Gebäude findest du direkt neben dem Revolutionsplatz. Mit seiner mächtigen Kuppel und den klassizistischen Säulen wirkt es fast wie ein antiker Tempel. Auf den ersten Blick mag das mitten in Bukarest ungewöhnlich erscheinen. Doch der Name Rumänien leitet sich vom lateinischen romanus ab und bedeutet so viel wie „Land der Römer“. Plötzlich fügt sich das Bild. Ich mag diese Aha-Momente auf Reisen sehr.
Noch beeindruckender als die Fassade ist das Innere. Für gerade einmal 15 Lei (ca. 3 Euro, nur in bar bezahlbar) kannst du das Athenäum besichtigen. Dich erwarten eine prachtvolle Eingangshalle, elegante Marmortreppen und ein Konzertsaal mit wohl hervorragender Akustik, in dem 850 Besucher:innen Platz finden. Ein Highlight, das man im Dämmerlicht des Saals leicht übersieht, ist das monumentale Rundfresko, das in 24 Szenen die Geschichte Rumäniens erzählt.

Eine schöne Geschichte steckt auch hinter dem Bau selbst: Weil das Geld nicht ausreichte, sammelten die Initiator:innen mit dem landesweiten Aufruf „Dați un leu pentru Ateneu!“ („Gib einen Leu für das Athenäum!“) Spenden aus der Bevölkerung. Die Resonanz war eindrucksvoll und so konnte eines der Wahrzeichen der Stadt realisiert werden.
Die Nationalkathedrale Bukarests
Nur wenige hundert Meter vom Parlamentspalast entfernt erhebt sich mit der Catedrala Mântuirii Neamului eines der ambitioniertesten Bauprojekte Rumäniens. Die Nationalkathedrale entsteht seit 2010 im neobyzantinischen Stil und gilt mit 120 m Länge, 70 m Breite, 127 m Höhe und Platz für bis zu 5.000 Gläubige als das größte und höchste orthodoxe Kirchengebäude der Welt.

Sie versteht sich als „Symbol der rumänischen Seele“ und soll nach ihrer Fertigstellung zahlreiche weitere Rekorde einfahren, unter anderem die größte Ikonostase Rumäniens, die größte freischwingende Kirchenglocke und die größte Mosaiksammlung der Welt.
Auch wenn die Kathedrale derzeit von innen noch nicht besichtigt werden kann, lohnt sich ein kurzer Abstecher. Zugänglich sind der weitläufige Vorhof, eine kleine Kapelle, die von innen schon sehr prächtig ist. Die beiden Souvenirläden auf dem Gelände haben hingegen schon geöffnet. Vor allem von außen ist das monumentale Bauwerk ein beeindruckendes Fotomotiv. Eine Pflicht-Sehenswürdigkeit ist die Nationalkathedrale für mich zwar nicht. Wenn du ohnehin den Parlamentspalast besuchst, solltest du die wenigen zusätzlichen Gehminuten aber unbedingt in Kauf nehmen.
Das kannst du dir sparen
Nicht jede Sehenswürdigkeit hat mich gleichermaßen überzeugt. Lipscani am Abend kannst du aus meiner Sicht auslassen, zumindest, wenn du keine laute Partymeile magst. Dann erinnert das Viertel stellenweise eher an die Schinkenstraße auf Mallorca als an eine historische Altstadt.

Auch die Macca-Villacrosse-Passage fand ich etwas überbewertet. Das historische Gebäude ist zwar sehenswert, im Inneren dominieren heute jedoch eher austauschbare Cafés und eine recht kitschige Gestaltung, inklusive haufenweise Plastikblumen.
Und der Obor-Markt? Ein großer, authentischer Markt, aber recht weit außerhalb. Der Abstecher lohnt sich vor allem, wenn du Märkte liebst oder gezielt regionale Lebensmittel entdecken möchtest. Wenn du allerdings nur einen Tag in Bukarest hast, würde ich auf den Besuch verzichten.
Schönster Blick über Bukarest
Einen klassischen Aussichtsturm oder eine Kirche mit Aussichtsplattform suchst du in Bukarest vergeblich.
Mein Tipp: der Triumphbogen

Den schönsten Blick über die Stadt hatte ich deshalb vom Arcul de Triumf, dem Triumphbogen im Norden der Stadt. Er wurde 1936 nach dem Vorbild des Pariser Arc de Triomphe zu Ehren des rumänischen Sieges im Ersten Weltkrieg errichtet. Vom Dach genießt du einen schönen Rundumblick über Bukarest und den weitläufigen Parcul Regele Mihai I. Gut zu sehen ist auch die im typischen Zuckerbäckerstil gebaute Casa Presei Libere, das Haus der freien Presse.
Mein Tipp: Geh möglichst gleich morgens zur Öffnung hin, dann ist noch wenig los. Geöffnet ist der Triumphbogen dienstags bis freitags von 10:00 bis 17:30 Uhr sowie samstags und sonntags von 11:00 bis 18:30 Uhr. Montags bleibt er geschlossen.

Wenn du schon einmal hier bist, solltest du auch einen Spaziergang durch den nahegelegenen Parcul Regele Mihai I einplanen. Dort findest du ein Freilichtmuseum mit unterschiedlichen rumänischen Häusern. Das Restaurant Pescarus am See soll ebenfalls einen Beusch wert sein.
Weitere schöne Aussichtspunkte

Selbst ausprobiert habe ich sie zwar nicht, aber diese Rooftop-Bars werden häufig empfohlen:
Kulinarische Tipps für Bukarest
Die rumänische Küche ist herzhaft, deftig und vor allem etwas für Fleischliebhaber:innen. Slawische, ungarische und türkische Einflüsse prägen viele Gerichte, oft spielen Paprika und Mămăligă, ein fester Maisbrei ähnlich wie Polenta, eine wichtige Rolle. Als Nationalgericht gelten Sarmale, mit gewürztem Schweinehackfleisch und Reis gefüllte Kohlblätter, die langsam geschmort werden. Unbedingt probieren solltest du außerdem Papanași, warme Quarkkrapfen mit Sauerrahm und Heidelbeerkonfitüre. Sie sind unglaublich lecker, aber auch ziemlich mächtig, lass also unbedingt noch etwas Platz für den Nachtisch.

Grundsätzlich kannst du in Bukarest zu jeder Tageszeit richtig gut Essen oder einen Kaffee trinken gehen. Vor allem rund um die Prachtstraße Calea Victoriei reihen sich unzählige richtig nette Lokale aneinander. Hier kommen meine Tipps:
Frühstück: Piata 9 Victoriei

Bäckerei wäre hier fast untertrieben. Die Spezialität von Piata 9 Victoriei (Adresse: Calea Victoriei 145) sind die knusprigen, butterigen Croissants in den unterschiedlichsten Varianten. Ich habe mich stattdessen für eine Mini-Quiche und ein Blätterteigbrötchen mit Schweizer Käse entschieden, beides richtig lecker. Dazu gab es eine erfrischende Minzlimo, aber Kaffee gibt es natürlich auch. Viele nehmen ihr Frühstück einfach in den hübschen schwarz-weißen Kartons mit. Öffnungszeiten: tgl. 8-22 Uhr, sonntags ab 9 Uhr.
Café-Geheimtipp: Mingle – Vintage & Coffee Shop
Das Mingle (Adresse: Strada General Eremia Grigorescu 5) war für mich eine kleine Entdeckung. Leider fehlte mir die Zeit für einen Besuch, aber schon beim Vorbeigehen habe ich mich ein bisschen schockverliebt. Zwischen Vintage-Möbeln, Zimmerpflanzen und liebevollen Details versprüht das Café eine herrlich gemütliche und nostalgische Atmosphäre. Besonders empfohlen werden der Matcha und die Zimtschnecken. Öffnungszeiten: Mo.-Do. 9-20 Uhr, Fr.-So. 9-21 Uhr.
Restaurant: Caru‘ cu Bere

Das Caru‘ cu Bere (Adresse: Strada Stavropoleos 5) ist eine echte Institution in Bukarest und der perfekte Ort, um die rumänische Küche kennenzulernen. Der Name bedeutet übersetzt „Der Bierwagen“, gebraut wird hier bis heute das eigene Bier. Der prachtvolle Gastraum mit seinen bunten Glasfenstern und Holzschnitzereien mutet eher wie eine Kirche an. Hier solltest du rechtzeitig reservieren. Im Sommer sitzt du aber auch draußen sehr schön. Kein Geheimtipp, sondern ein echter Klassiker. Öffnungszeiten: tgl. 10-0 Uhr.
Auf einen Drink: Artichoke Social House
Etwas versteckt unter den Arkaden an der Calea Victoriei 45 liegt das Artichoke Social House. Die entspannte Atmosphäre macht das Lokal zur perfekten Adresse für eine kleine Pause zwischendurch. Ich habe dort die hausgemachte Limonade Karma Queen mit Gurke probiert, herrlich erfrischend an einem heißen Sommertag. Bezahlt wird ausschließlich mit Karte. Öffnungszeiten: tgl. 10-0 Uhr, freitags und samstags bis 2 Uhr.
Einkaufen in Bukarest
Ganz ehrlich: Auf Reisen gehe ich nur selten gezielt shoppen. Viel lieber entdecke ich besondere Buchhandlungen, kleine Concept Stores oder regionale Produkte. Falls du trotzdem Lust auf einen Einkaufsbummel hast, bietet Bukarest dafür einige reizvolle Adressen.
Ein echtes Highlight ist die Cărturești Carusel (Adresse: Strada Lipscani 55). Die wohl berühmteste Buchhandlung Bukarests gilt als Instagram-Hotspot der Stadt. Das prachtvolle Gebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für eine Bankiersfamilie erbaut, verfiel nach der Wende und wurde nach einer aufwendigen Sanierung 2015 als Buchhandlung wiedereröffnet. Die Buchhandlungs erstreckt sich über mehrere Etagen, ganz oben befindet sich eine Café, in dem du dich gut vom Trubel der Altstadt erholen kannst.

Genauso gut gefallen hat mir allerdings die Cărturești Verona (Adresse: Strada Pictor Arthur Verona 13-15). Du musst wissen, Cărturești ist der Name der Buchhanldungskette, ein bisschen vergleichbar mit unserem Thalia vielleicht. Die verwinkelte Buchhandlung befindet sich in einer alten Villa mit gemütlichen Ledersofas, unzähligen Räumen und einem versteckten Gartencafé. Verbinde den Besuch am besten mit einem Spaziergang durch die Strada Arthur Verona, die für ihre Streetart bekannt ist. Beide Buchhandlungen haben tgl. 10-22 Uhr geöffnet.
Auch die Calea Victoriei lädt zum Bummeln ein. Vor allem am Wochenende, wenn Teile von Bukarests Prachtstraße autofrei sind und sich in manchen Innenhöfen kleine Flohmärkte verstecken, macht das Flanieren besonders viel Spaß.

Wenn du dagegen einen authentischen Markt suchst, lohnt sich der riesige Obor-Markt (Adresse: Piata Obor – nicht zu übersehen) mit Lebensmitteln, Gewürzen, Kleidung und einem beliebten Foodcourt. Er befindet sich allerdings etwas außerhalb, ist mit dem ÖPNV aber sehr gut zu erreichen und führt dich definitiv weg von den üblichen Touri-Spots. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 7-19 Uhr, Sa. bis 18 Uhr, sonntags bis 16 Uhr. Mein Tipp: Geh am besten früh hin, dann sind die Tische noch voller frischer Waren.
Tipps für Regen und Hitze

Auch wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, musst du in Bukarest nicht auf spannende Erlebnisse verzichten. Diese Orte eignen sich besonders gut für regnerische oder sehr heiße Tage:
Spartipps für Bukarest

Auch mit kleinem Budget kannst du in Bukarest viel erleben. Viele der schönsten Eindrücke kosten keinen Cent, oder nur wenige Lei. Hier meine Spartipps für das Paris des Ostens:
♥ Lieblingsort: Calea Victoriei

Auf ihren 2,7 km verbindet die Prachtstraße den Piața Victoriei mit der Piața Națiunile Unite und vereint vieles, was Bukarest für mich ausmacht: prachtvolle historische Gebäude, elegante Hotels, kleine Kirchen, reizende Cafés und richtig gute Restaurants. Vor allem für Foodies ist sie ein Paradies.
Anders als in der Altstadt geht es hier unaufgeregter zu und es lohnt sich immer, auch einmal in die Seitenstraßen und Innenhöfe abzubiegen. Besonders schön ist die Calea Victoriei am Wochenende, wenn Teile der Straße für den Autoverkehr gesperrt sind. Dann kannst du herrlich flanieren, Leute beobachten und dich einfach treiben lassen.
♥ Lieblingsfotos
In Bukarest gab es viele reizende Fotomotive. Hier meine vier Lieblingsfotos:




Fortbewegung
Die meisten Sehenswürdigkeiten rund um die Altstadt Lipscani, die Calea Victoriei und den Fluss Dâmbovița kannst du wunderbar zu Fuß erkunden. Auch der Parlamentspalast ist von der Altstadt aus gut zu erreichen.

Für längere Strecken nutzt du am besten den gut ausgebauten und günstigen öffentlichen Nahverkehr. Mit der Metro, Straßenbahn oder dem Bus erreichst du beispielsweise den Arcul de Triumf oder den Obor-Markt bequem.

Für Fahrten am Abend oder wenn die Verbindung mit den Öffis etwas umständlich ist, empfehle ich Uber oder Bolt. Beide Dienste sind in Bukarest weit verbreitet, sicher und im Vergleich zu Deutschland erfreulich preiswert. Ausführliche Informationen zu Tickets und Wochenkarten findest du in meinem Artikel Bukarest auf eigene Faust.
Anreise
Bukarest erreichst du von Deutschland aus bequem mit dem Flugzeug oder, wenn du etwas mehr Zeit mitbringst oder nicht fliegen möchtest,mit der Bahn. Besonders reizvoll ist die Zugfahrt über Wien und Budapest durch Transsilvanien und die Karpaten, die fast schon Abenteuer-Feeling aufkommen lässt. Aus Deutschland gibt es je nach Saison zahlreiche Direktflüge nach Bukarest, unter anderem ab Berlin, Dortmund, Frankfurt und München.

Die meisten internationalen Flüge landen am Flughafen Bukarest Henri Coandă (OTP) in Otopeni, rund 18 km nördlich des Stadtzentrums. Von dort kommst du am günstigsten mit dem Expressbus 100 in die Innenstadt. Etwas entspannter ist die Fahrt mit Uber oder Bolt, die etwa 15-20 Euro kosten und bei uns problemlos funktioniert haben. Vom Flughafen brauchst du je nach Verkehr mit dem Uber/Bolt ungefähr 30-60 Minuten in die Stadt. Also plan lieber etwas Pufferzeit ein. Der Verkehr ist in Bukarest ganz ordentlich.

Noch ein Hinweis: Falls du mit einer American Express Platinum Card oder einem Priority Pass reist: Am Flughafen Bukarest gibt es leider keine Lounge, die du damit kostenlos nutzen kannst.
Ausführliche Informationen zur Anreise, zum Flughafen und den verschiedenen Transfermöglichkeiten findest du in meinem Artikel zur Planung deiner Reise nach Bukarest.
Das perfekte Mitbringsel
Wenn du den Daheimgebliebenen oder dir selbst etwas aus Bukarest mitbringen möchtest, empfehle ich dir keine Stehrumskis aus dem Souvenirladen ind Lipscani. Pack doch lieber eine der folgenden rumänischen Spezialitäten ein:
Hoteltipps für Bukarest
Wo kannst du in Bukarest am besten übernachten? Diese Frage hat mich eine Weile beschäftigt und meine Antwort fällt anders als bei anderen Städten aus. Denn normalerweise übernachte ich bei Städtereisen am liebsten mitten in der Altstadt. Für Bukarest würde ich dir das allerdings nur empfehlen, wenn du selbst gern bis spät in die Nacht unterwegs und nicht lärm-empfindlich bist. Vor allem rund um die Strada Lipscani kann es ziemlich laut werden. Wir haben am Rand der Altstadt gewohnt, wo es angenehm ruhig war:
AIASTAY Bucharest River Appartements

Hier haben wir für eine Woche ein Appartement gemietet und waren sehr zufrieden. Die Wohnungen von AiaStay liegen direkt am Fluss Dâmbovița, am Rande der Altstadt sowie nur wenige Gehminuten von der Calea Victoriei und dem Parlamentspalast entfernt. Uns haben vor allem die ruhige Lage, das separate Schlafzimmer, die beiden leisen Klimaanlagen, die sehr gut ausgestattete Küche und der schöne Blick auf den Fluss gefallen. Mehrere Metro- und Bushaltestellen befinden sich ganz in der Nähe.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist der vollständig digitale Check-in. Nach der Buchung musst du dich über das Portal der Unterkunft registrieren, deine Ausweisdokumente hochladen und die Citytax bezahlen. Das kostet zwar etwas Zeit, funktionierte bei uns aber problemlos. Als wir schonmal da waren, haben wir gleich noch den Late-Check-out gebucht. Die Kommunikation mit den Gastgeber:innen war hervorragend: schnell, freundlich und sehr professionell.
Ein Appartement von AiaStay kannst du → hier buchen (Affiliate-Link).
Mein Tipp: rund um die Calea Victoriei
Am besten gefallen hat mir in Bukarest die Gegend um die Prachtstraße Calea Victoriei. Deswegen habe ich dir dafür ein paar schöne Unterkünfte rausgesucht:
InterContinental Athénée Palace Bucharest
Für ein romantisches Wochenende oder einen besonderen Anlass würde ich das traditionsreiche InterContinental Athénée Palace wählen. Das Fünf-Sterne-Hotel liegt nahe des Revolutionsplatzes neben dem Ateneul Român und gehört zu den schönsten Grand Hotels der Stadt. Historische Eleganz, stilvolle Zimmer, ein exzellenter Spa-Bereich und erstklassiger Service machen es zu einer der besten Adressen in Bukarest. Das InterContinental Athénée Palace kannst du → hier buchen (Affiliate-Link).
Novotel Bucharest City Centre

Wenn du mitten an der Calea Victoriei wohnen möchtest, ist das Novotel eine hervorragende Wahl. Das moderne Vier-Sterne-Hotel verbindet historische Architektur mit zeitgemäßem Komfort und liegt nur wenige Gehminuten von der Altstadt, dem Cișmigiu-Park und dem Ateneul Român entfernt. Besonders beliebt sind der Wellnessbereich mit Pool sowie die großzügigen Zimmer. Das Novotel kannst du → hier buchen (Affiliate-Link).
Leonardo Hotel Bucharest City Center
Ebenfalls direkt an der Calea Victoriei gegenüber vom Grand Café Bukarest liegt das Leonardo Hotel. Viele Sehenswürdigkeiten wie das Ateneul Român, der Königspalast oder das Nationale Kunstmuseum erreichst du bequem zu Fuß. Die Zimmer sind modern eingerichtet, die Fenster lassen sich öffnen und das Frühstück wird von Gästen regelmäßig gelobt. Ein gutes Hotel für alle, die Bukarest ohne große Umwege erkunden möchten. Das Leonardo Hotel kannst du → hier buchen (Affiliate-Link).
Vilacrosse Boutique Inn
Dieses Hotel liegt mitten in der Altstadt von Bukarest und dennoch überraschend ruhig: das farbenfrohe Vilacrosse Boutique Inn. Wenn du Restaurants, Bars und das Nachtleben direkt vor der Haustür haben möchtest, bist du hier genau richtig. Die Zimmer sind großzügig geschnitten, die Minibar ist inklusive und viele Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Minuten entfernt. Das Hotel Vilacrosse Boutique Inn kannst du → hier buchen (Affiliate-Link).
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