Streetart und Graffiti in Europa: die 25 reizvollsten Städte für Urban Art

Die Streetart-Szene in Europa ist so vielseitig wie die Städte selbst. Mal bedeckt sie ganze Hochhausfassaden, mal versteckt sie sich als winziges Paste-up an einer Straßenecke. In Stockholm verwandeln sich U-Bahn-Stationen in unterirdische Kunstgalerien, in Porto und Nancy entstehen riesige Tiere aus Müll, in Florenz werden Verkehrsschilder zu kleinen Kunstwerken und Paris ist geflutet von einer knallbunten Mosaik-Invasion. Dazu kommen politische Graffiti, bunte Murals und Kunstwerke, die sich erst auf den zweiten Blick als solche identifizieren lassen.

Für dieses Round-up haben mir Reiseblogger:innen, die meine Begeisterung für urbane Kunst teilen, ihre liebsten Streetart-Städte in Europa verraten. Herausgekommen sind 25 Orte mit ganz unterschiedlichen Identitäten, konkreten Artspots und persönlichen Tipps. Die bunte Reise geht von den britischen Inseln über Osteuropa bis zu den Kanarischen Inseln.

Damit du dich leichter orientieren kannst, sind die Städte nach Ländern gruppiert und die Länder von Nord nach Süd gelistet. So findest du schnell die passenden Streetart-Spots für deine nächste Europareise.

Inhalt

Streetart in Europa auf einen Blick

Von Stockholm bis Las Palmas de Gran Canaria: Unsere Streetart-Reise führt kreuz und quer durch Europa. Die Karte zeigt dir, welche Städte wir im großen Streetart-Round-up vorstellen und wo sie liegen.

Illustrierte Europakarte mit 25 nummerierten Streetart-Städten, zweispaltiger Legende, bunten Graffiti-Murals und Weltreize-Logo. Das Bild wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt.
25 Streetart-Städte in Europa auf einen Blick: von Stockholm bis Las Palmas de Gran Canaria. Eine bunte Reise durch Europas urbane Kunstszene.

Stockholm (Schweden): die längste Streetart-Sammlung der Welt

U-Bahn-Station Solna centrum in Stockholm mit leuchtend roter, felsartiger Decke, grünen Wandpartien und Rolltreppen.
Die U-Bahn-Station Solna centrum in Stockholm beeindruckt mit feuerroten Felsgewölben und grünen Wandflächen. Kunst gibt es hier sogar unter der Erde.

In Stockholm findest du Streetart nicht unbedingt an Hauswänden, sondern vor allem tief unter der Erde. Dabei handelt es sich auch nicht um klassische Graffiti oder Murals. Die schwedische Hauptstadt hat ihre U-Bahn, die Tunnelbana, in eine riesige Kunstgalerie verwandelt: Rund 100 Stationen sind mit Gemälden, Mosaiken, Skulpturen und Installationen gestaltet. Die Stockholmer:innen bezeichnen ihre Tunnelbana deswegen augenzwinkernd als längste Kunstausstellung der Welt. Seit 1957 sind Künstler:innen an der Gestaltung beteiligt.

Ich habe mich auf die Suche nach den spektakulärsten Stationen gemacht und mich dabei gefühlt wie auf der Jagd nach Mr. X im Brettspiel „Scotland Yard“. Für die Erkundung von zehn Stationen (und vielen Fotos) habe ich rund 3,5 Stunden gebraucht. Meine vier Favoriten sind:

  • Solna centrum (blaue Linie) empfängt dich mit einer feuerroten Inferno-Decke und grünen Wänden.
  • In Tensta (blaue Linie) erinnern fantasievolle Tierzeichnungen an steinzeitliche Höhlenmalereien.
  • Zwischen den Bahnsteigen von Stadion (rote Linie) spannt sich ein riesiger Regenbogen durch das Gewölbe.
  • Und Thorildsplan (grüne Linie) versetzt dich mit seinen bunten Mosaiken in die Welt alter Computerspiele.

Mein Tipp: Besorg dir eine Tageskarte und geh selbst auf Kunstjagd, gerade an Regentagen eine reizvolle Beschäftigung. Achte darauf, außerhalb des Berufsverkehrs unterwegs zu sein, dann sind die Tunelbana und die Stationen nicht so voll.

Dieser Streetart-Tipp ist von Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥ Insidertipps für Stockholm findest du in diesem Beitrag: Ein perfekter Tag #07 in: Stockholm.


Glasgow (Schottland): auf den Spuren von Schottlands Mural-Stars

Streetart-Mural „Wind Power“ von Rogue One und Art Pistol in Glasgow: Eine junge Frau pustet gegen eine Pusteblume, deren Samen sich in kleine Windräder verwandeln.
„Wind Power“ von Rogue One und Art Pistol in der Mitchell Street in Glasgow: Eine Pusteblume verwandelt sich in Windräder.

In Glasgow hat Streetart eine lange Tradition. Schon im letzten Jahrhundert tauchten illegale Werke mit politischen Inhalten auf, die allerdings schnell wieder verschwanden. Bei einem Besuch in Glasgow hinterließ Banksy 2001 drei Gemälde in Bahnhofsnähe, die 2007 – versehentlich? – übermalt wurden. 

Das erste offizielle Kunstwerk entstand 2008, und längst sind die Glasgower:innen stolz auf die Vielfalt der Wandgemälde. Seit 2014 führt ein Mural Trail durch die größte schottische Stadt, und der Stadtrat ruft Künstler:innen auf, Entwürfe für neue Werke einzureichen, um Glasgow weiterhin bunter und lebenswerter zu machen. 

So entstand ein buntes Potpourri der Stile, und die Werke bewährter Künstler:innen ergänzen Arbeiten von Newcomer:innen. Vor allem in der Innenstadt (George Street, der Mitchell Street und der High Street), aber zunehmend auch in Außenvierteln findest du Streetart in Glasgow. Traditionell greifen die Werke von Smug und Rogue – Lokalmatadoren und Stars der Szene – und vielen jungen Künstler:innen soziale Missstände und Umweltthemen auf.

Einige der bekanntesten Beispiele:

  • Smug: „St Mungo“, 287 High Street
  • Rogue One: „The World’s Most Economical Taxi“, 33 Mitchell Street
  • Rogue One/Art Pistol: „Wind Power“, Mitchell Street
  • Smug: „Honey, I Shrunk the Kids“, Mitchell Street

Dieser Streetart-Tipp ist von: Elke. Auf ihrem Reiseblog Kekse & Koffer schreibt sie über Bayern und die Welt, z.B. auch über Streetart in Glasgow.

Für Weltreize hat Elke bereits den Artikel “Ein perfekter Tag #73 in: Füssen” geschrieben.


Belfast (Nordirland): wie Farbe an rohen Wänden eine zerrissene Stadt heilt

Schwarz-weißes Mural in Belfast: historische Kampfszene mit zwei beteiligten Männern mit Säbeln
Spitzenkragen, rohe Gewalt und die Illusion von Ehre: Conor Harringtons “The Duel of Belfast” 

Als ich durch den nassen roten Backstein der Hill Street bog, schlug mir der Geruch von kaltem Regen und frischem Stout aus den Pubs entgegen. Früher dienten Mauern hier als bewaffnete Reviergrenzen, wie die zentnerschwere Peace Wall am Cupar Way.

Nur düstere Vergangenheit? Ganz im Gegenteil. Heute überschreibt eine ungezähmte Szene die alten Narben mit Farbe. Schau genauer hin: In der Hill Street 18-22 attackiert Conor Harringtons „The Duel of Belfast“ koloniale Machtspiele auf verwittertem Stein. Treibende Kraft dieser urbanen Wiedergeburt ist Macher Adam Turkington mit Seedhead Arts und dem jährlichen „Hit the North“-Festival, das die Gassen in pulsierende Blockpartys verwandelt.

Mein Tipp für deinen Trip: Lass die Tourist:innenbusse links liegen. Geh sonntags um 12 Uhr zum Pub Duke of York im Commercial Court und schließ dich der Streetart-Walking-Tour von Seedhead Arts an. Wenn du vor diesen massiven Wänden stehst, spürst du es sofort: Belfast versteckt seine Traumata nicht. Es sprayt sie nieder.

Suchst du noch mehr Inspiration für deinen Städtetrip? Weitere Highlights und praktische Reisetipps findest du in meinem ausführlichen Guide zu den besten Belfast Sehenswürdigkeiten.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Nicolo. Auf Nicolos Reiseblog schreibt er über individuelle Reisen mit einem besonderen Faible für Architektur, Kultur und kulinarische Entdeckungen. Dabei sucht er gerne nach ungewöhnlichen Orten und Geschichte(n) abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten.

Im Streetart-Round-up Deutschland ist er außerdem mit seinen Tipps für Streetart in Kassel dabei.


London (England): eine riesige Open-Air-Galerie!

Buntes Graffiti mit einer türkisblauen Comicfigur und großen grünen Buchstaben auf einer dunklen Wand im Londoner Leake Street Tunnel.
Im Leake Street Tunnel unterhalb der Waterloo Station darf legal gesprüht werden. Die Graffiti-Galerie verändert sich deshalb ständig.

Vergiss sterile Museumswände, in London findest du Kunst mitten auf der Straße und das in vielen Gegenden der Stadt. Von riesigen Murals bis zu winzigen Paste-ups: Hinter jeder Ecke kann (d)ein neues Lieblingsmotiv warten.

Meine liebsten Street-Art-Ecken:

  • Brick Lane & Shoreditch: Die Klassiker im East End! Schau unbedingt in die Seitenstraßen, Hinterhöfe und nach oben. Hier treffen bunte Murals auf kleine, skurrile Kunstwerke.
  • Camden: Rund um die Camden High Street und den Camden Lock Market warten farbenfrohe Hausfassaden, Stencils und Paste-Ups
  • Leake Street Tunnel: Unterhalb von Waterloo Station darf legal gesprüht werden und das von jedem. Hier verändert sich die Galerie ständig und du kannst den Künstler:innen direkt bei der Arbeit zusehen.

Und das sind die Londoner Künstler:innen, die du kennen solltest: STIK mit seinen minimalistischen Strichmännchen, ROA mit seinen eindrucksvollen Tiermotiven, Ben Eine mit seinen markanten Schriftzügen und Jimmy C mit seinem unverwechselbaren Punktestil.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Simone. Seit über zehn Jahren berichtet sie auf Totally London aus und über ihre Lieblingsstadt, Streetart ist neben all den skurrilen und morbiden Themen und Orten ein großer Fokus.


Bristol (England): auf den Spuren einer Streetart-Legende

Stencil von Banksy in Bristol
Banksy: Well hung lover. Dieses Stencil aus dem Jahr 2006 wird auch oft Naked Man Hanging From Window genannt.

Bristol ist die Stadt, in der alles begann. Hier, in den Straßen von Southville, Stokes Croft und rund um den Hafen, wuchs Banksy in den 1980er- und 1990er-Jahren mit einer lebendigen Graffiti-Szene auf.

Genau diese Spuren kannst du bis heute ganz ohne gebuchte Tour oder Guide auf eigene Faust entdecken. Eine gute Kamera, bequeme Schuhe und ein bisschen Zeit reichen, um dich auf eine gut 6-km-lange Route entlang seiner frühesten und bekanntesten Werke zu begeben. Lass dir „The Girl with a Pierced Eardrum“ am Hanover Place, den „Well Hung Lover“ (1 Unity Street) und die anderen Pieces auf keinen Fall entgehen. Weil zu jedem Werk auch eine Geschichte gehört, gibt’s spannende Hintergrundinfos und kuriose Details obendrauf. Wusstest du, dass eines der Stencils von der Nachbarschaft aktiv geschützt wird?

Hier geht’s zu meiner kostenlosen Bansky-Streetart-Walking-Tour.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Annik. Individuell reisen, anders leben, ortsunabhängig arbeiten: Auf Misses Backpack gibt Annik persönliche Einblicke, Tipps und Inspiration für alle, die ihren eigenen Weg gehen wollen


Amsterdam (Niederlande): Wiedersehen mit Künstler:innen aus Dortmund im STRAAT

Schwarz-weißes Mural mit einer ganzen Familie auf einem Fahrrad
Sennas schwarz-weißes „Family on a Bike“ im STRAAT Amsterdam

Für Streetart in Amsterdam zieht es mich zur ehemaligen NDSM-Werft. Dort befindet sich das STRAAT Museum, NDSM-Plein 1, in einer alten Werfthalle. Das Wort “Straat” hat dabei zwei Bedeutungen: Es ist das niederländische Wort für Straße und eine Abkürzung für Streetart. 

Schon von draußen sieht man Eduardo Kobras „Let Me Be Myself“, ein riesiges Porträt von Anne Frank auf der Hallentür. Drinnen kann man zwischen großformatigen Werken internationaler Künstler:innen umhergehen.

Für mich war der Besuch auch ein Wiedersehen: Alice Pasquini und Alex Senna kenne ich durch ihre Arbeiten aus Dortmund. Im STRAAT entdeckte ich Sennas schwarz-weißes „Family on a Bike“ und ein Werk von Pasquini. Besonders blieb mir außerdem Super As’ „The Pink Phink“ in Erinnerung, bei dessen Entstehung ich zusehen konnte.

Vom Panoramadeck aus eröffnet sich ein Blick über die ganze Halle. Dabei stellt sich eine spannende Frage: Was verändert sich, wenn Streetart eigens für ein Museum entsteht? Meine Eindrücke und Fotos findest Du im Beitrag über Amsterdams Kunstorte abseits des Mainstreams.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Romy. Sie lebt im Dortmunder Unionviertel und schreibt auf snoopsmaus.de über individuelle Reisen, Kunst und Kultur sowie kulinarische Entdeckungen.

Für Weltreize hat Romy bereits den Artikel “Ein perfekter Tag #61 in: Dortmund” geschrieben. Im Streetart-Round-up Deutschland ist sie außerdem mit ihren Tipps für Streetart in Dortmund dabei.


Brüssel (Niederlande): unterwegs auf dem Comic Strip

Mural mit Figuren aus "Lucky Luke" auf dem Comic Strip in Brüssel
Mural mit Figuren aus „Lucky Luke“ auf dem Comic Strip in Brüssel

Brüssel hat seine Hauswände zur Freiluftgalerie gemacht. Seit 1991 wächst der Comic Strip, inzwischen zieren über 50 Wandbilder die Innenstadt. Ich bin sie in etwa zwei bis drei Stunden abgelaufen, und selbst auf Strecken, die ich schon kannte, habe ich noch neue Motive entdeckt. Oft reicht einfach nur ein Blick nach oben. Und im Anschluss lohnt sich ein Besuch im Comic-Museum (Rue des Sables 20).

Für mich liegt der Reiz in der Mischung: Tim und Struppi treffen auf zeitgenössische Streetart, und beides liegt oft nur ein paar Straßen auseinander:

  • Zu meinen Lieblingen zählt der Esel in der Schule von Alexis Corrand (Rue Blaes 135).
  • Dazu kommen Guillaume Desmarets‘ surreale Jäger im Schnee (Rue Sistervat 32) und
  • Blake & Mortimer in der Hopstraat 24.
  • Broussaille findet ihr an der Ecke Rue du Marché au Charbon und Rue des Teinturiers.
  • In den Marolles, dem ältesten und bekanntesten Arbeiterviertel im Zentrum von Brüssel, lohnt sich der Good Shepherd des Kollektivs Farm Prod (Rue des Renards 38-40), und
  • Bonoms Transparent Dinosaur wartet an der Ecke Rue des Alexiens und Rue du Poinçon.

Wer eine geführte Runde sucht, findet sie bei „Bruegel meets Street Art“ in den Marolles oder bei den Giants of Anderlecht an der Avenue Marius Renard. Man kann den Comic Strip aber problemlos auf eigene Faust erkunden. Starten könnt Ihr dabei direkt am Grote Markt (Grand-Place). Wenn Ihr die Komoot-App nutzt, dann findet Ihr dort fast alle Murals des Comic Strip. Meine Tipps dazu findet ihr im Artikel Comic Strip und Streetart in Brüssel.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Kathleen. Für sie liegt das Reise-Glück direkt vor der Haustür. Auf Immer auf Reisen schreibt sie über verschiedene Reiseziele in Deutschland und bei unseren europäischen Nachbarn.


Łódź (Polen): 170 Murals und ein Neon Hof

Bunte Neon-Schriftzüge ehemaliger Kinos in Łódź leuchten in Rot, Blau, Gelb und Grün an einer dunklen Backsteinfassade.
Im Neon-Hof von Łódź erinnern historische Leuchtreklamen an die Kinovergangenheit der polnischen Stadt. Besonders abends ein Hingucker.

Łódź hat sich mit über 170 riesigen Murals und Installationen in eine der bedeutendsten Open-Air-Galerien Europas verwandelt. Die Kunstwerke verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet und lassen sich ideal über die GPS-Routen der Fundacja Urban Forms erkunden. Die Stile der Bilder sind sehr unterschiedlich.

Zu den bekanntesten Highlights zählt Eduardo Kobras Porträt des Pianisten Artur Rubinstein in der Henryka Sienkiewicza 18. Mir hat das farbenfrohes kaleidoskopartige besonders gut gefallen.

Besonders spannend fand ich die frühen Trompe-l’œil-Werke. Sie verwandeln fensterlose Brandmauern täuschend echt in historische Fassaden, fiktive Kinos oder ehren wichtige Pioniere der Stadt. Das ist fast wie ein Museumsbesuch.  

Zahlreiche Werke ehren die Filmgeschichte der Stadt, wie zum Beispiel die Hommage an Wajdas „Das gelobte Land“ im Innenhof der Piotrkowska 120. Auf keinen Fall verpassen darf man den etwas versteckten „Neon-Hof“ in der Passau Margaret Thatcher. Hier hängen historische Kino-Leuchtreklamen und strahlen in den Abendstunden wunderschön bunt.

Meine Tipps für Łódź findest du in diesem Blogpost.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Susanne. Sie ist leidenschaftliche Reisende aus Berlin und das Gesicht hinter den Online-Reisemagazinen „Von Ort zu Ort reisen“ und „From place to place travel“. Gemeinsam mit ihrem Mann Patrick teilt sie ihre weltweiten Erlebnisse gezielt mit einer Community, die sie selbst am besten kennen und verstehen: der wachsenden Zielgruppe der Reisenden 40+.

Im Streetart-Round-up Deutschland ist Susanne mit ihren Tipps für Streetart im Artpark in Berlin Tegel dabei.


Krakau (Polen): Streetart zwischen Geschichte und Gegenwart

Mural Lilien von der Streetart-Crew Broken Fingaz
Mural Lilien von der Streetart-Crew Broken Fingaz

In Krakau musst du Streetart nicht lange suchen: Vor allem im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz begegnen dir zwischen Synagogen, Kopfsteinpflaster, Cafés und Bars immer wieder Murals und Graffiti. Besonders spannend finde ich, wie häufig die Werke Geschichte(n) des Viertels erzählen. In der Ulica Józefa 17 porträtierte Piotr Janowczyk fünf Persönlichkeiten mit Bezug zu Kazimierz, darunter Helena Rubinstein und Kasimir den Großen.

Nur wenige Straßen weiter findest du das etwas verblichene Mural „For god’s sake, censorship is everywhere“ von Pikaso (Wawrzyńca 5) einen bissigen Kommentar zu Zensur und künstlerischer Freiheit. Mein Lieblingswerk ist „Yehuda the Lion“ von Pilpeled (Świętego Wawrzyńca 14A), das 2013 zum Jüdischen Kulturfestival entstand. Ebenfalls sehenswert: das Jugendstil-Mural der israelischen Broken Fingaz Crew am Plac Bawół 3 und „M-City 658“ von Mariusz Waras im Mural Street Food Park (Krupnicza 24).

Meinen ausführlichen Guide zu Krakaus urbaner Kunst findest du in diesem Beitrag: Streetart, Soulfood und ungewöhnlichen Orten in Krakau.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥


Paris (Frankreich): Mosaik-Invasion aus dem All

Pariser Straßenecke mit zahlreichen bunten Pixelmosaiken, darunter Computerspielfiguren, Tiere und kleine Symbole an einer Hauswand. Bei dem Bild handelt es sich um eine mit KI erstellte Collage.
Kleine Pixelkunst mit großer Fangemeinde: Die Mosaike von Invader und anderen Künstler:innen verwandeln Pariser Hauswände in eine Schatzsuche.

In Paris hast du ja prinzipiell bei jedem Besuch die Qual der Wahl, in welchem der unzähligen Museen du dich auf die Suche nach Kunst machen willst. Doch die umfangreichste Galerie wartet in Form von Streetart auf den Straßen und Gassen der französischen Hauptstadt auf dich, und das völlig kostenlos. Auf Hausfassaden tauchen bunte Murals auf, kreative Installationen faszinieren den Betrachter durch die Nutzung unterschiedlichster Materialien und Kunstwerke mit aufwändigen Kompositionen erzeugen tiefgründige Botschaften, die zum Lachen bringen oder zum Nachdenken anregen. Eine Kunstform sticht in Paris aber besonders oft ins Auge: Streetart aus Mosaiksteinen.

Invader ist der bekannteste Mosaikkünstler der Stadt und hat sich in Paris bereits mit über 1.600 seiner „Space Invaders“ genannten Werke verewigt. Doch im Schatten von Invader hat sich ein richtiges Biotop an weiteren französischen Künstler:innen gebildet. Kreative Köpfe mit Pseudonymen wie Zigom, MifaMosa, Megamatt oder Mr Djoul bringen Mosaike in eigenem Stil in die Öffentlichkeit.

Die Kunstwerke sind meistens nur wenige Zentimeter groß, teils aber auch bis zu einem Meter. Sie zu finden, erfordert beim Flanieren mitunter einen scharfen Blick für das Unscheinbare. Entdecken kannst du die Arbeiten im gesamten Stadtgebiet von Paris auf Fassaden und Hausvorsprüngen. Besonders viele Mosaike und weitere Streetart-Schätze gibt es im Viertel Montmartre, rund um den Canal Saint-Martin und im Stadtzentrum rund um die Kathedrale Notre-Dame.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Christian. Er schreibt auf seinem Reiseblog coeser.de über Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnisse während seiner Städtereisen und Roadtrips, zum Beispiel über die Mosaik-Streetart von Paris Zwischendurch berichtet er auch aus seiner Heimatstadt Wien über interessante Bauwerke und sehenswerte Orte.


Nancy (Frankreich): Streetart-Parcours und eine ganz besondere Wand

Großes Streetart-Stück "Nomade" wie Buntglasfenster, Künstlerin: Koralie
Großes Streetart-Stück „Nomade“ wie Buntglasfenster, Künstlerin: Koralie

Nancy ist vor allem für Jugendstil und den prächtigen Place Stanislas bekannt. Doch seit 2015 fördert die Stadt gezielt Streetart und hat sich damit ein kleines Freilichtmuseum geschaffen. Besonders gut gefällt mir, dass du die urbane Kunst hier auf drei eigens entwickelten Art-Dans-Nancy-Parcours entdecken kannst. Ganz wunderbar geht das übrigens auch mit dem Fahrrad, kann ich berichten.

Zu den Highlights gehört „Giulia“ von David Walker (7 Rue Léopold Lallement), ein riesiges, farbenfrohes Frauenporträt. Ganz in der Nähe hat Bordalo II an der École Didion in der Rue Saint-Thiébaut drei Eisbären aus Schrott und Müll geschaffen. Sehenswert sind außerdem „Stan“ von Jef Aérosol gegenüber der Porte Sainte-Catherine und „Nomade“ von Koralie (50 Rue Oberlin), eines meiner Lieblingswerke in Nancy. Dazwischen lohnt es sich, nach den kleinen Arbeiten lokaler Künstler:innen wie VLAN, Waldo und Jeannot Ausschau zu halten. Die Standorte der offiziellen Werke findest du in der App ADN | Art Dans Nancy.

Ein Streetart-Spot mit ständig wechselndem Gesicht ist Le M.U.R. Saint-Seb in der Rue des Ponts: Die Wand wird regelmäßig von neuen Künstler:innen gestaltet. Einen ausführlichen Guide habe ich dir in diesem Beitrag Streetart & Graffiti in Nancy: reizender Insidertipp in Lothringen zusammengestellt.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥


Mulhouse (Frankreich): 200 Verkehrsschilder, 20 Briefkästen und 1 Graffitipolis

Streetart C215 Mulhouse
Vom Künstler C215 gestalteter Briefkasten im Stadtzentrum von Mulhouse

In Mulhouse solltest du auf der Suche nach Streetart nicht nur auf Hauswände achten. Die Stadt im Elsass hat erstaunlich viele kuriose Flächen der urbanen Kunst überlassen: Der französische Künstler Clet Abraham verzierte im Auftrag der Stadt 200 Verkehrsschilder mit seinen humorvollen Stickern, C215 gestaltete rund 20 Briefkästen mit Porträts.

Mein Lieblingsort ist Graffitipolis (175 Avenue Robert Schuman), ein mehrstöckiges Parkhaus mit 24.000 m2 Streetart. Gleich am Eingang begrüßt dich Oakoaks reizender Milhouse aus den Simpsons mit einem „I love Mulhouse“. Ein weiterer guter Anlaufpunkt ist Le M.U.R., die ich aus Nancy schon kannte. Die Wand in der Rue de la Moselle wird seit 2013 (!) jeden Monat von einem anderen Kunstschaffenden gestaltet.

Auch beim Spaziergang durchs Zentrum lohnt es sich, die Augen offenzuhalten. An der Résidence Boston in der Rue de la Justice findest du etwa ein 15-m-hohes Mural von Jana & JS, die auch in Hamburg-Harburg zu sehen sind. Noch mehr Streetart wartet am Quai des Pêcheurs, dessen lange Wand als Open-Air-Galerie dient. Meinen ausführlichen Guide findest du hier: Streetart in Mulhouse: Geheimtipp im Elsass.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥


Wien (Österreich): Vom Donaukanal auf die großen Fassaden

Schwarz-weißes Streetart-Porträt eines bärtigen Mannes im Profil, dessen Haare und Bart aus vielen geschwungenen Linien bestehen, auf einer Wiener Hausfassade.
Das großformatige Porträt des uruguayischen Künstlers Alfalfa entstand 2017 an der Rechten Wienzeile 123 im fünften Wiener Bezirk.

Wien ist für mich eine großartige Streetart-Stadt, weil sich die Kunst ständig verändert. Besonders am Donaukanal lohnt es sich, immer wieder vorbeizuschauen: Was heute auf einer Mauer zu sehen ist, kann kurze Zeit später schon übermalt sein.

Mein persönlicher Streetart-Liebling liegt allerdings im 5. Bezirk: An der Rechten Wienzeile 123 malte der uruguayische Künstler Alfalfa 2017 ein großformatiges Porträt, dessen Entstehung ich damals fast vor meiner Haustür mitverfolgen konnte. 

Neue Murals kommen in Wien laufend dazu, etwa durch das Calle Libre Festival, das seit 2014 internationale und österreichische Künstler:innen nach Wien bringt. 2026 entstanden mehrere große und zugleich großartige Arbeiten in Döbling, unter anderem von JAZ in der Krottenbachstraße 104 und von Virginia Bersabé in der Heiligenstädter Straße 79.

Ein weiteres Highlight des Jahres 2026: Okuda San Miguel und sein Team gestalteten ein rund 1.100-m2-großes Mural – das größte Österreichs. Typisch für Okudas Stil verbinden sich kräftige Farben und geometrische Formen mit einer Botschaft über Gleichberechtigung sowie soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten.

Zur Wiener Streetart-Szene gehören Namen wie Frau Isa, Manuel Skirl, Nychos oder Boicut. Wer tiefer eintauchen möchte, kann Wien außerdem bei einer Urban Art Guided Tour von Calle Libre entdecken.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Gudrun. Sie lebt in Wien und schreibt seit 2010 auf Reisebloggerin.at über individuelle Reisen, Kultur und besondere Orte abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten. Auf ihrem Blog gibt es auch einen Artikel über Streetart in Wien.


Budapest (Ungarn): Streetart im Jüdischen Viertel

Budapest-Streetart-Buda-und-Pest-weltreize
Eines der wenigen genehmigten Streetart-Stücke. Es zeigt den alten, grauen Buda und die junge, bunte, dynamische Pest.

Budapests Streetart habe ich bei einer dreistündigen Tour durch den VII. Bezirk kennengelernt. Das ehemalige jüdische Viertel Erzsébetváros ist dafür der beste Ausgangspunkt: Zwischen Ruinenbars, Hinterhöfen und Altbauten verstecken sich zahlreiche große Murals. Einige entstanden ganz offiziell, um kahle Brandwände in riesige Leinwände zu verwandeln.

Besonders bekannt ist das „Match of the Century“ von Neopaint in der Rumbach Sebestyén utca 6-10. Es erinnert an Ungarns legendären 6:3-Sieg gegen England 1953 der Fußball-Nationalmannschaft der Männer. Gleich um die Ecke lohnt sich die Suche nach weiteren Werken rund um die Kazinczy utca, Dob utca und Klauzál utca. An der Dob utca 35 gestaltete Neopaint 2021 beispielsweise eine rund 500-m2-große Brandwand.

Mein Tipp: Mach eine Streetart-Tour gleich zu Beginn deines Budapest-Trips. Ich habe dabei nicht nur Murals entdeckt, sondern auch viel über das alternative Budapest und die bewegte Geschichte des Viertels erfahren. Mehr über meine Tour und meine weiteren Tipps findest du hier: 44 Insidertipps für einen unvergesslichen Citytrip nach Budapest.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥


Ljubljana (Slowenien): Gesamtkunstwerk Metelkova

Haus mit Streetart Metekova Mesto Ljubljana
Kein Zentimeter mehr frei: Haus mit Streetart in Metekova Mesto

Wenn du in Ljubljana nur einen Ort für Streetart besuchst, sollte es Metelkova mesto sein. Das ehemalige Kasernengelände wurde 1993 besetzt und hat sich seitdem zu einem autonomen Kulturzentrum entwickelt. Schon tagsüber lohnt sich der Abstecher: Fassaden, Mauern und selbst kleinste Ecken sind mit Graffiti, Mosaiken, Skulpturen und Installationen bedeckt. Besonders praktisch: Auf dem Basketballplatz darf legal gesprüht werden, entsprechend verändert sich die Kunst ständig.

Auch außerhalb von Metelkova lohnt es sich, die Augen offenzuhalten. Der französische Künstler Invader hat seine kleinen Pixel-Mosaike an verschiedenen Stellen in Ljubljana hinterlassen. Eines davon habe ich am Tivoli-Schloss (Pod turnom 3) entdeckt.

Noch mehr über die Szene erfährst du bei einer Graffiti-Tour durch Ljubljana. Unsere Tour führte durch die Innenstadt und endete passenderweise in Metelkova, wo wir anschließend auf eigene Faust weitersuchen konnten. Mehr über Metelkova und meine weiteren Tipps für die slowenische Hauptstadt findest du hier: Ein perfekter Tag #26 in: Ljubljana.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥


Bukarest (Rumänien): Die Suche lohnt sich!

Food Hood Mural Bukarest
Food Hood Mural Bukarest

Bukarest macht es Streetart-Fans nicht unbedingt leicht: Die spannendsten Murals und Graffiti verteilen sich über die Stadt und verstecken sich in Nebenstraßen und Hinterhöfen. Genau das macht die Suche aber andererseits auch so reizvoll. Ein guter Startpunkt ist die Strada Pictor Arthur Verona, Bukarests Streetart-Hotspot Nr. 1. Sie ist eng mit dem seit 2006 veranstalteten Street Delivery Festival verbunden. Hier haben unter anderem die Sweet Damage Crew, IRLO, Kitra und Pisica Pătrată ihre Spuren hinterlassen.

Nur wenige Minuten entfernt wartet am POINT Art Hub, Strada General Eremia Grigorescu 10, ein riesiges Mural von der Sweet Damage Crew und Felicia Simion: Die von hinten dargestellte Frau mit langem Zopf ist eine Hommage an Constantin Brâncuși und seine „Endlose Säule“. Sehenswert sind außerdem die Murals am ehemaligen Food Hood, Calea Griviței 15, sowie „Squared Face“ von Obie Platon in der Strada Matei Millo 9. Wer gezielt suchen möchte, findet in der App Street Art Cities zahlreiche weitere Werke, und natürlich in meinem Blogpost Bukarest alternativ: 10 Geheimtipps für Streetart, Soulfood & ungewöhnliche Orte.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥


Mailand (Italien): Rolläden-Kunst zwischen Ticinese und Navigli

Bemalter Metallrollladen in Mailand mit dem Porträt einer lachenden Frau. Handschriftliche Texte bedecken die Wand links und rechts daneben.
Auch geschlossene Geschäfte werden in Mailand zur Leinwand: Rund um Porta Ticinese und Navigli lohnt sich ein Blick auf die bemalten Rollläden.

Mailand zeigte mir seine Streetart dort, wo ich sie zunächst gar nicht gesucht hatte: rund um die Porta Ticinese, zwischen dem Naviglio Grande und der Basilica di San Lorenzo. Bei meinem Streifzug entdeckte ich bemalte Mauern, Graffiti und vor allem gestaltete Rollläden. Die Motive passten oft zu den Geschäften dahinter. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Beatles am damaligen Sergeant Pepper’s in der Via Vetere 9 und die Bilder an der Mauer bei der Basilika in der Via Pio IV. Auch auf der Via Vigevano Richtung Porta Genova wurde ich fündig.

Mich reizt an diesem Teil Mailands, wie beiläufig die Bilder zwischen alten Gebäuden, Läden und dem Leben am Kanal auftauchen. Für einen Streetart-Spaziergang würde ich morgens oder später am Abend losziehen: Bei geschlossenen Geschäften werden auch ihre bemalten Rollläden sichtbar. Meine Fotos und weitere Fundstücke zeige ich im Beitrag Streetart in Mailand – Ticinese & Navigli. Die Aufnahmen stammen von 2014; einzelne Motive können inzwischen verschwunden sein.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Romy. Sie lebt im Dortmunder Unionviertel und schreibt auf snoopsmaus.de über individuelle Reisen, Kunst und Kultur sowie kulinarische Entdeckungen.


Florenz (Italien): Verkehrsschilder von Clet Abraham

Verändertes Fußgängerverbotsschild in Florenz: Die schwarze Figur trägt durch einen aufgeklebten Zusatz eine rosa Tasche mit rundem Emblem.
Der französische Künstler Clet Abraham verwandelt Florentiner Verkehrsschilder mit Aufklebern in kleine Kunstwerke. Besonders viele findest du im Viertel San Niccolò.

Florenz verbinde ich eigentlich mit Renaissancekunst, Fresken und prachtvollen Kirchen, und trotzdem ist mir ausgerechnet die Streetart besonders in Erinnerung geblieben. Schuld daran ist vor allem der französische Künstler Clet Abraham. Er verändert Verkehrsschilder mit Aufklebern und macht aus einem simplen „Einfahrt verboten“-Schild plötzlich eine kleine Kunstgeschichte.

Bei meinem Besuch vor einigen Jahren begann ich irgendwann, jedes dieser Straßenschilder zu fotografieren. Mit meinen Freundinnen entwickelte sich daraus sogar ein kleiner Wettbewerb: Wer entdeckt als Erste ein neues Schild mit einem Motiv, das wir noch nicht kannten?

Besonders viele Arbeiten entdeckte ich rund um San Niccolò. Das ist ein charmantes, historisches Viertel am Fuße des Hügels zum Piazzale Michelangelo in Florenz, das mittelalterliche Gassen mit gemütlichen Bars, kleinen Handwerksläden und einer lebendigen Kunstszene verbindet. Dort befindet sich auch Clets Atelier in der Via dell’Olmo 8.

Witzig fand ich außerdem die Arbeiten von Exit/Enter mit seinen filigranen schwarzen Figuren sowie Blub, der in seiner Serie „L’arte sa nuotare“ (auf Deutsch etwa „Die Kunst kann schwimmen“ oder „Die Kunst weiß, wie man schwimmt“) berühmte Persönlichkeiten mit Taucherbrillen und Schnorcheln ausstattet.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Gudrun. Sie lebt in Wien und schreibt seit 2010 auf Reisebloggerin.at über individuelle Reisen, Kultur und besondere Orte abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel über Streetart in Florenz.


Mostar (Bosnien und Herzegowina): die Streetart-Stadt unterm Radar

Großflächiges Mural auf zwei Seiten eines Wohnhauses in Mostar: ein Mann mit Einkaufstasche, Autos und kleine Figuren in warmen Erdtönen.
Das Mural „Sentiment“ des kroatischen Künstlers Lonac zeigt Alltagsszenen und gehört zu den großformatigen Streetart-Werken in Mostar.

Mein Streetart-Geheimtipp führt dich nach Bosnien und Herzegowina, genauer gesagt nach Mostar. Rund um die Alekse Šantića Street findest du zahlreiche beeindruckende Murals, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch Geschichten über die Stadt und ihre Vergangenheit erzählen. Zwischen wiederaufgebauten Häusern und noch sichtbaren Spuren des Krieges entsteht so eine ganz besondere Open-Air-Galerie, die viele Reisende bei ihrem Mostar-Besuch gar nicht auf dem Schirm haben!

Zu den bekanntesten Werken gehört „Sentiment“ des kroatischen Künstlers Lonac. Das Mural befindet sich in der für Ulica Alekse Šantića (kurz Šantićeva) und zeigt unter anderem einen älteren Mann auf einem Flohmarkt. Ebenfalls dort findest du Werke internationaler Künstler wie Luca Ledda sowie ein Mural von Kori Nikola am OKC Abrašević (Alekse Šantića 25).

Die Šantićeva ist gleichzeitig ein wichtiger Schauplatz des Street Arts Festival Mostar (kurz SAFMo), das seit 2012 Künstler:innen aus Bosnien und Herzegowina, dem Balkan und der ganzen Welt zusammenbringt. Inzwischen gibt es zahlreiche Murals und Installationen über die Stadt verteilt.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Karo. Auf ihrem Reiseblog Karodelmar teilt sie persönliche Reiseerfahrungen, besondere Orte und praktische Tipps für individuelle Reisen abseits der klassischen Touristenpfade, zum Beispiel für die Sehenswürdigkeiten von Mostar.

Im Streetart-Round-up Deutschland ist Karo mit ihren Tipps für Streetart in Wuppertal dabei.


Sofia (Bulgarien): wo bröckelnder Ostblock-Beton zur Freiluftgalerie wird

Riesiges Mural in Sofia: Ein muskulöser Mann mit Speer steht vor einer rot-schwarzen Drachenfigur an einer schmalen Hausfassade.
Bozkos monumentales Mural „Heiliger Georg“ in der Triaditsa-Straße 6 zeigt einen ungewöhnlichen Kampf mit einem feuerroten Drachen.

Als ich zwischen den verwitterten Panelki-Plattenbauten von Hadzhi Dimitar nach oben blickte, roch die Luft nach starkem Mokka und staubigem Asphalt. Bröckelnder Waschbeton trifft hier auf monumentale Wandkunst. Klingt nach grauem Ostblock? Von wegen.

Schau genau hin: An der Macgahan-Straße (Block 1510) krallt sich Bozkos groteske Riesenfigur „Nineties“ an acht Stockwerke bröckelnden Putz: pure balkanische Melancholie. Wenige Schritte weiter, am Marktplatz, blickt Nasimos spirituelle Wandikone „Elder Dobri“ herab; eine meisterhafte Symbiose aus orthodoxer Mystik, Folklore und Aerosol. Das Kollektiv Urban Creatures hat diesen postsowjetischen Betonkoloss kuratiert und die Dystopie radikal gekapert.

Wenn du den echten, ungeschminkten Puls der Stadt spüren willst: Nimm die Metrolinie M3 direkt zur Station Hadzhi Dimitar und zieh zu Fuß durch die Blöcke. Zieht es dich eher ins Zentrum, stößt du altstadtnah im Kreativ- und Kunstviertel „KvARTal“ auf ein dichtes Labyrinth aus Murals und unpolierter Subkultur. An der nahen Triaditsa-Straße 6 fesselt zudem Bozkos monumentaler „Heiliger Georg“, der in einem gotischen Spitzbogen mit bloßem Rücken und Speer einem feuerroten Drachen die Stirn bietet

Für tiefe Szene-Einblicke klinkst du dich am besten in die Sofia-Graffiti-Tour an der Statue der Heiligen Sofia ein. Diese Stadt übertüncht ihre historischen Narben nicht. Sie macht Kunst daraus.

Wie du diesen Szene-Abstecher am besten mit den klassischen Highlights der Hauptstadt verknüpfst, erfährst du in meinem Guide zu Sofia an einem Tag.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Nicolo. Auf Nicolos Reiseblog schreibt er über individuelle Reisen mit einem besonderen Faible für Architektur, Kultur und kulinarische Entdeckungen. Dabei sucht er gerne nach ungewöhnlichen Orten und Geschichte(n) abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten.

Im Streetart-Round-up Deutschland ist er außerdem mit seinen Tipps für Streetart in Kassel dabei.


Istanbul (Türkei): Murals im Trendviertel Kadıköy

Großes realistisches Mural in Istanbul: Ein junger Mann mit weißem Hemd hält mehrere Brote im Arm, ein kleiner Vogel sitzt auf seiner Schulter.
Stay hungry“ von Sasha Korban entstand 2019 in Istanbuls Stadtteil Kadıköy. Das Mural zeigt einen jungen Mann mit Broten im Arm.

Denkt man an Istanbul, fallen einem Moscheen und Minarette ein, Basare und der legendäre Topkapı-Palast. Aber Streetart und Szene? Wohl eher nicht. Aber auch das bietet die Megacity am Bosporus, allen voran im liberalen Trendviertel Kadıköy auf der asiatischen Seite. Dort fand bis zur Pandemie regelmäßig das Streetart-Festival “Mural East” statt, eine Neuauflage wäre absolut wünschenswert. Auch wenn die Murals von Kadıköy mittlerweile in Teilen ein wenig verblasst sind, so sind sie immer noch überaus imposant. Dort siehst du Murals von Großmeistern der internationalen Szene, unter anderem vom Italiener Pixel Pancho (Adresse: Kırmızı Kuşak Sok. 8), vom Australier Fintan Magee (Adresse: Nakil Sok. 15-17) oder vom Polen M-City (Adresse: Reşit Efendi Sok. 53). Aber auch die türkische Sprayer:innenszene ist an den Wänden vertreten. 

Besonders beeindruckt hat uns das Mural eines jungen Mannes, der Brote im Arm hält und einen Farbeimer trägt (Adresse: Cem Sok. 1). Es stammt vom Ukrainer Sasha Korban, der weltweit unterwegs ist, aber selbst in Kriegszeiten immer noch in seinem Heimatland arbeitet und dort bemerkenswerte Murals voller Hoffnung schafft. Sein Istanbuler Werk nennt der Künstler „Stay hungry“. Ein Aufruf dazu, immer hungrig zu bleiben: nach neuen Eindrücken, neuen Entdeckungen und neuen Erfahrungen. 

Alle unsere Tipps findest du im Artikel Streetart in Istanbul: Tour durch Kadıköy auf der asiatischen Seite.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Gabi und Michael. Sie sind hauptberufliche Reisebuchautoren und leidenschaftliche Parttime-Vanlifer. Ihre Themen auf Hier Da Dort: langsame Individualreisen, Streetart und besondere Orte im Abseits. 


Porto (Portugal): von gemeißelten Gesichtern und Müll-Kaninchen

Abstraktes Mural auf einer niedrigen Hauswand in Porto mit ineinandergreifenden Formen in Hellblau, Beige, Weiß und Dunkelblau.
Geschwungene Formen in Blau, Beige und Schwarz: Die abstrakten Wandbilder des Künstlers Hazul gehören zu den charakteristischen Streetart-Motiven Portos.

Porto ist schon lange kein Geheimtipp mehr für Liebhaber:innen von Streetart. In der portugiesischen Küstenstadt gibt es eine unglaublich abwechslungsreiche Kunstszene zu entdecken. Ob mit klassischen Graffitis oder bunten Murals, Porto überrascht mit dreidimensionalen Installationen und innovativen Techniken. 

Ein absolutes Highlight ist das Werk „Gesichtslose Madonna“ des Künstlers Hazul. Sie befindet sich in der Rua de Azevedo de Albuquerque, gleich in der Nähe des oberen Ausgangs des wunderschönen Parque das Virtudes. Hazuls unverkennbarer Stil mit geschwungenen Linien prägt das Stadtbild gleich an mehreren Orten.

Bei unserem Streetart-Rundgang durch die Stadt haben wir noch zahlreiche weitere faszinierende Kunstwerke bekannter Größen entdeckt. Der Künstler Vhils verewigte sich in der Rua da Ancira (Nr. 83) mit einem beeindruckenden Porträt, das er in seiner einzigartigen „Scratch-the-Surface„-Technik direkt aus dem Fassadenputz meißelte. Ein weiteres Highlight ist der berühmte „Half Rabbit“ des Künstlers Bordalo II: Ein überdimensionales Kaninchen an einer Hausecke nahe der Rua Dom Afonso III, meisterhaft aus Zivilisationsmüll erschaffen. Auch die „Blaue Katze“ von Liqen in einer schmalen Gasse nahe der Rua das Flores und das eindrucksvolle Porträt einer alten Frau („Mira„) von Daniel Eime verdeutlichen, dass Portos Straßen ein riesiges, kreatives Freilichtmuseum sind.

In unserem Artikel Streetart-Tour Porto haben wir eine Tour zusammengestellt, bei der du an den bekanntesten und vielleicht auch schönsten Werken vorbei kommst, mit genauem Streckenverlauf.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Susanne. Sie ist leidenschaftliche Reisende aus Berlin und das Gesicht hinter den Online-Reisemagazinen „Von Ort zu Ort reisen“ und „From place to place travel“. Gemeinsam mit ihrem Mann Patrick teilt sie ihre weltweiten Erlebnisse gezielt mit einer Community, die sie selbst am besten kennen und verstehen: der wachsenden Zielgruppe der Reisenden 40+.

Im Streetart-Round-up Deutschland ist Susanne mit ihren Tipps für Streetart im Artpark in Berlin Tegel dabei.


Barcelona (Spanien): große Kunst im Kleinformat

Dosenkunst des Künstlerduos Me Lata in Barcelona, Text: Right here, right now
Dosenkunst des Künstlerduos Me Lata in Barcelona

Barcelona war einst die Streetart-Hauptstadt Europas. Aufgekommen in den 1980er-Jahren nach dem Ende der Franco-Diktatur, haben Graffiti und Streetart dort eine lange Tradition. Sie sind seit jeher bunt und wollen gesehen werden. Die kleinen und großen Stücke sind also prominent und überall in der Stadt zu finden. Denn bis 2005 gab es in Spanien nicht einmal ein Gesetz dagegen. Dann gewann der Tourismus an Bedeutung, und die Stadt putzte sich heraus. Dieser Säuberungsaktion fielen auch viele Streetart-Stücke zum Opfer. Trotzdem sprüht Barcelona auch heute noch über vor Urban Art, und es gibt jede Menge interessante Künstler:innen:

  • Besonders originell finde ich die Liebesbotschaften des Künstlerduos Me Lata, das aus alten Getränkedosen kleine Kunstwerke macht. 
  • qWeRT hinterlässt lustige Paste-up-Figuren mit riesigen Augen, 
  • während Mr. Will Coles täuschend echte Flipflops und Geldbörsen aus Beton im Stadtbild versteckt. 
  • Auch die grinsenden Fische von El Pez, einem Pionier der lokalen Szene, gehören zum Stadtbild von Spaniens zweitgrößter Stadt.

Ein guter Ausgangspunkt für deine Suche sind die Gassen des Barri Gòtic und El Born, etwa rund um die Carrer d’Avinyó. Für großflächige Graffiti lohnt sich ein Abstecher zu den Jardins de les Tres Xemeneies an der Avinguda del Paral·lel. Hier gibt es eine offiziell freigegebene Graffitiwand.

Mein Tipp: Mach eine geführte Tour mit Barcelona Street Style Tour, zu Fuß als Walking Tour oder mit dem Fahrrad. Die startet am L’Arc de Triomf, wo es einiges an Streetart zu entdecken gibt. Die Guides zeigen dir auch die winzigen Kunstwerke, die du sonst leicht übersiehst.

Sollte es in Barcelona mal regnen (oder zu heiß sein), kannst du dir Streetart auch im Moco anschauen. Das Modern-Contemporary-Museum im historischen Palau Cervelló zeigt unter anderem Werke von Banksy, Keith Haring und Jean-Michel Basquiat.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥ In Barcelona war ich übrigens zum Spanischlernen. Falls das für dich auch interessant ist, schau mal in diesen Beitrag: Sprachreise Barcelona: alles, was du für deinen Bildungsurlaub wissen musst.


Valencia (Spanien): Streetart mitten in der Altstadt

Valencia-Streetart-Mann-mit-Zigarre
Eines meiner Lieblingsmotive der Streetart in Valencia: Paste-up von einem Mann mit Zigarre. Auf seinem Shirt ist ein Terrier, der ebenfalls häufig als eigenes Motiv in den Straßen auftaucht. Links unten siehst du den Mann mit Hut und Kamera, ebenfalls ein kleiner Klassiker der valencianischen Streetart-Szene.

In Valencia musst du für Streetart nicht erst ins alternative Viertel fahren. Ausgerechnet das historische Barrio del Carmen ist ihre Hochburg. Zwischen engen Gassen, alten Häusern und kleinen Plätzen tauchen überall Murals, Paste-ups und winzige Figuren auf. Am besten lässt du dich einfach treiben und hältst auch an Stromkästen und Toreinfahrten die Augen offen.

Besonders häufig wirst du dabei David de Limón begegnen. Seine kleinen schwarzen Ninja-Figuren sind so etwas wie das Markenzeichen der valencianischen Streetart-Szene. Ebenfalls typisch sind die farbenfrohen, von Manga beeinflussten Mädchen von Julieta.XLF. Einen starken Kontrast dazu bilden die düsteren, vom Cyberpunk inspirierten Figuren von DEIH, einem Urgestein der lokalen Szene. Auch die schwarzen Paste-up-Katzen von Julia Lool habe ich im Barrio del Carmen und im Viertel Ruzafa immer wieder entdeckt.

Mein Tipp: Starte rund um die Plaça del Tossal und streife von dort durch die Gassen des Barrio del Carmen. Hier liegt die eigentliche Freude gerade darin, nicht nur einzelne Murals anzusteuern, sondern immer wieder kleine Kunstwerke zu entdecken.

In Valencia habe ich zwei Wochen Bildungsurlaub gemacht. An den Nachmittagen hatte ich reichlich Zeit, jede Seitenstraße der Altstadt unter die Lupe zu nehmen. Meinen ausführlichen Guide findest du hier: Streetart in Valencia: bunt, laut, mittendrin.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Claudia von Weltreize. Schön, dass du schon hier bist ♥


Las Palmas de Gran Canaria (Spanien): Streetart statt Strandtag

Schwarz-weißes Mural eines jungen Mädchens auf einer gelben Hauswand in Las Palmas de Gran Canaria, eingerahmt von Palmen.
Die überlebensgroßen Porträts des kanarischen Streetart-Duos CNFSN+ gehören zu den eindrucksvollsten Wandbildern in Las Palmas de Gran Canaria.

Die Urlaubsinsel Gran Canaria ist für vieles bekannt, aber sicher nicht für Streetart. Zu Unrecht. Denn die Inselhauptstadt Las Palmas schmücken unzählige Murals und Stencils.

Um auf Entdeckungstour durch die lebendige Streetart-Szene der größten Stadt der Kanarischen Inseln zu gehen, musst du noch nicht einmal die ausgetretenen touristischen Pfade in Las Palmas verlassen. So reihen sich am westlichen Ende des berühmten Stadtstrands Playa de Las Canteras viele Murals direkt an der Promenade aneinander. Dort ist zum Beispiel auch Diego Diem vertreten. Und auch mitten in den beliebten Altstadtvierteln Vegueta und Triana finden sich zahlreiche Kunstwerke.

Zu den schönsten Werken zählen in meinen Augen die überlebensgroßen Porträts des kanarischen Streetart-Duos CNFSN+, die im Viertel Isleta auch eine Treppe gestaltet haben. Tono Cruz und Felo Monzón Benítez haben viele Stromkästen in der Altstadt von Las Palmas mit Porträts von Persönlichkeiten aus der Regionalgeschichte Gran Canarias verschönert. Noch beeindruckender sind aber ihre Porträts unbekannter Personen an der Schule CEIP Fernando Guanarteme in der Calle Pavia 22 gegenüber dem Auditorio Alfredo Kraus.

Neben CNFSN+ zählen auch AVE und Diego Diem zu den Lokalmatadoren in Sachen Streetart auf den Kanarischen Inseln. Dank diverser öffentlicher Initiativen haben sich ihre Werke im Stadtbild von Las Palmas in den letzten zehn Jahren immer mehr verbreitet.

Dieser Streetart-Tipp ist von: Angela. Auf Unterwegsmitkind.com bloggt sie über Ausflüge und Reisen mit der Familie. Die Kanarischen Inseln besucht sie immer wieder gern, wie eben auch Las Palmas de Gran Canaria.


Buchtipps für Streetart-Enthusiast:innen

Drei Bücher zum Thema Streetart liegen auf einem Tisch.
Einige Streetart-Bücher zieren auch bereits meiner Bücherregal.

Inzwischen sind ein paar reizvolle Bücher zum Thema Streetart erschienen.
Hier meine Lieblinge (* Affiliate-Links):


Streetart-Städte in Europa weiterempfehlen ♥

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Hochformatiges Bild, dreigeteilt mit Streetart-Stücken, Text: 25 Insidertext für Streetart in Europa

Streetart-Tipps für Deutschland

Du bist auf der Suche nach weiteren reizvollen Orten für Streetart oder Graffiti? Dann schau mal in meinem Round-up dazu vorbei: Streetart und Graffiti in Deutschland: die 16 reizvollsten Städte für Urban-Art-Fans.

Mural von Doppeldenk in Leipzig: Die Heilige Katharina rettet den Leipziger Löwen
Mural von Doppeldenk in Leipzig: Die Heilige Katharina rettet den Leipziger Löwen

In Leipzig habe ich mich in Plagwitz, Connewitz und entlang der KarLi auf die Suche nach Streetart gemacht und dabei neben farbenfrohen Murals auch spannende Industriekultur und alternative Kulturorte entdeckt: Streetart und Graffiti in Leipzig: ultimativer Guide für die kreativsten Murals, die besten Artspots und alternative Orte.

Im niedersächsischen Einbeck war ich auf dem Streetart-Festival „Streetart-Meile„. Daraus ist der Artikel Einbecks Straßenkunst: die 7 schönsten Spots für Fachwerk und Streetart entstanden. Darin stelle ich in einer Art Oscar-Verleihung einem Streetart-Stück ein Fachwerkhaus, was ja auch irgendwie Streetart ist, gegenüber.

Wusstest du, dass es in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover gleich zwei Streetart-Festivals gibt? Eines davon – Urban Nature – habe ich zum Anlass genommen, mich auf die Suche nach den schönsten Murals und den besten Artspots zu machen: Streetart & Graffiti in Hannover: ultimativer Guide für die schönsten Murals und die besten Artspots

In Mannheim habe ich mir diesen Sommer das spannende Muralprojekt Stadt.Wand.Kunst angeschaut. Dabei arbeitet die Stadt Mannheim mit diversen anderen Akteur:innen wie dem Kulturzentrum „Alte Feuerwache“, der Wohnungsbaugenossenschaft GBG oder der Sprühdosenhersteller Montana Cans Heidelberg zusammen, um die Quadratestadt etwas bunter zu machen: Streetart in Mannheim: das Muralprojekt Stadt.Wand.Kunst.

In Heidelberg war ich auf dem Metropolink Festival für urbane Kunst live dabei, wie auf einem ehemaligen amerikanischen Kasernengelände neue Streetart entstanden ist – eine super Erfahrung, falls du mal die Chance hast: Streetart in Heidelberg: das Metropolink Festival für urbane Kunst.


Interviews mit Streetart-Künstlern

Chilean Steet Artist Otto Schade, Copyright: Blundell Street Studios
Chilean Steet Artist Otto Schade, Foto by Blundell Street Studios

In London habe ich dem chilenischen Streetart-Künstler Otto Schade ein paar Fragen gestellt. Warum er Streetart macht, liest du im → Interview

Auch in Valencia bin ich mit einem Streetart-Macher ins Gespräch gekommen. Diesmal mit dem Bildhauer Rodrigo Romero Pérez. Im → Interview verrät er mir, was für ihn das Besondere an Streetart ist.


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Das Round-up ist immer offen für weitere Beiträge und Entdeckungen. Schick mir einfach eine Mail mit deiner Idee. Ich freue mich.

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