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Landgang Galapagos: tierische Begegnungen

Die Galapagosinseln sind an Land genauso zauberhaft wie unter Wasser. Auch hier laufen uns die einzigartigen Tiere einfach über den Weg, fast etwas aufdringlich, wie die vielen Finken-Arten, die „sehr selbstbewusst“ auftreten, wie es auf einem Hinweisschild heißt. Aber neben den Tieren gibt es auch faszinierende Landschaften: vom zweitgrößten Vulkankrater der Welt über verlassene Strände bis hin zu Schildkrötenreservaten. 

Als die Galapagos-Tauchsafari zu Ende ist, gehen wir noch für ein paar Tage auf den Galapagosinseln an Land. Alles schwankt. Aber nach acht Tagen auf See braucht es vermutlich eine Weile, bis das aufhört.

 

Ausflüge auf der Insel Santa Cruz

Nach der Tauchsafari haben wir noch ein bisschen Zeit, die Inseln auf eigene Faust zu erkunden. Auf Santa Cruz, der Hauptinsel mit der größten Stadt Puerto Ayora (ca. 12.000 Einwohner), buchen wir zusätzlich noch einige Ausflüge.

 

Charles-Darwin-Forschungsstation

Die Tauchsafari beinhaltet noch einen Tag in Puerto Ayora. Gemeinsam mit einem Crew-Mitglied und den anderen Tauchern gehen wir zu Fuß vom Hafen zur Charles-Darwin-Forschungsstation (kurz: Darwin Center). Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem kleinen Friedhof vorbei, vor dem ein Recycling Container steht. Interessante Platzierung.

Leider sind die Wanderpfade des Centers gerade wegen Umbaus geschlossen. Es gibt ein paar Tiergehege mit farbenprächtigen, lustlosen Leguanen, die sich häuten, und eines mit Riesenschildkröten, die sich in den Büschen verstecken. Bei unserer deswegen etwas verkürzten Tour beeindrucken uns vor allem die sehr selbstbewussten Finken, die es nur hier gibt, und die Riesenheuschrecken. Überhaupt gibt es 40 % der Tiere auf den Galapagos-Inseln NUR hier.

 

Zu Besuch bei den Riesenschildkröten

Als Abschluss der Tauchsafari besuchen wir noch eine Farm im Inselinneren mit Riesenschildkröten und gehen durch einen Lavatunnel.

 

Am Hafen von Puerto Ayora

Am nächsten Tag – die Tauchsafari ist jetzt auch offiziell vorbei – holen wir uns im Supermarkt was zum Mittagessen – Donuts und Orangensaft -, und setzen uns irgendwo an den Hafen und genießen das Treiben. Denn um in Galapagos was zu sehen, muss man nicht einmal einen teuren Ausflug buchen, auch wenn das schön sein kann. Es reicht schon, in Puerto Ayora am Hafen zu sitzen.

 

Dort können wir den vielen Tieren stundenlang zuschauen. Dem vielleicht fünfzehnköpfigen Schwarm von Blaufußtölpeln, der im Hafenbecken auf Fischjagd geht, zum Beispiel. Dabei schießt der ganze Schwarm aus ca. 10 Metern Höhe torpedomäßig nach unten ins Wasser. Dann ploppen alle wieder auf, sammeln sich, fliegen hoch und schießen erneut ins Wasser.

Währenddessen jagen einzelne Pelikane ebenfalls in diesem Revier. Ihre Technik sieht dabei ein bisschen plumper aus, aber aufgrund der Aufnahmekapazität ihrer riesigen Schnabeltasche müssen sie sich vermutlich auch nur halb so stark anstrengen. Der Pelikan lässt sich also von oben ins Wasser plumpsen, Schnabel voran. Wenn er auftaucht, ist die Schnabeltasche voller Wasser, in dem sicher irgendwo ein kleiner Fisch schwimmt, der noch nicht ahnt, was ihm gleich schwant.

Oder die leuchtend rot-orange-farbenen Krebse, die überall auf den Steinen im Hafenbecken sitzen, sich sonnen oder um die besten Plätze zanken. Irgendwo liegen immer ganz zwanglos ein paar Seelöwen herum. Sie lassen sich von uns Menschen gar nicht irritieren, liegen gerne auch mal mitten im Weg, gehen aber freundlicherweise eine Runde schwimmen als wir vom Taxiboot über den Steg hoch zum Hafen wollen. Wobei das Seelöwenjunge dabei laut seine Unzufriedenheit kundtut missmutig röhrt.

 

Ausflug nach Las Grietas

Einen halben Tag brauchen wir für „Las Grietas“, eine Schlucht, die kristallklares Wasser, in dem wir Schwimmen gehen.Auf der Wanderung dorthin sehen wir wieder diverse Tier:

 

Zum Strand von Tortuga Bay

Der Spaziergang von Puerto Ayora in die Tortuga Bay ist eine absolute Empfehlung und zu dem kostenlos. Es gibt einen Wanderweg von Puerto Ayora. Unbedingt genug Trinkwasser mitnehmen. In der Tortuga Bay findest du einen weißen, ewig-langen Sandstrand. Wir haben dort kleine Haie gesehen und am Ende schwimmende oder sich sonnende Leguane. Es gibt Mangroven, und in einer kleinen Bucht um die Ecke kannst du im badewannenwarmen Wasser schwimmen.

 

Auf der Nachbarinsel Isabela

Auf der Nachbarinsel Insel Isabela am Strand wird dieses Schauspiel noch durch Synchronschwimmen von Seelöwen und Pinguinen bereichert. Wir sind etwas verwundert, dachten wir doch, die einen würden die anderen gern mal zum Frühstück verspeisen. Schulterzuckend nehmen wir an, dass es hier Nahrung im Überfluss gibt. Galapagos eben.

Während ich den Pinguinen und Seelöwen zuschaue und herauszufinden versuche, was für Fische sich am Pier herumtreiben, widmet sich Dominik fotografisch ganz den Leguanen, die zu Dutzenden in der Sonne sitzen. Wann man ganz nah rangeht, kann man erkennen, dass sich ihre „Gesichter“ stark voneinander unterscheiden, fast so als hätten alle unterschiedliche Persönlichkeiten. Das Besondere an den Galapagos-Leguanen ist, dass sie sich sowohl an Land als auch im Wasser bewegen. Beim Schwimmen ähneln sie etwas nassen Hunden.

 

Zu Besuch beim Schildkrötenreservat

Auf der Isla Isabela spazieren wir zu Fuß am Stand entlang zum Schildkrötenreservat. Im angegliederten Museum lernen wir viel über die Bedrohung der Schildkröten durch andere Spezies. Wusstest du, dass eine Riesenschildkröte sich erst nach 30 Jahre paaren kann und dass sie erst nach 150 (!!!) Jahren ausgewachsen ist?

 

Zum Vulkankrater Sierra Negra

Für die Wanderung zum angeblich zweitgrößten Vulkankrater der Welt Sierra Negra und dem nahegelegenen Vulkan Chico mussten wir uns Gummistiefel ausleihen, da es bei dieser Wanderung die ersten zwei Stunden, in denen man den Berg hochsteigt (und nachher über denselben matschigen Weg zurück muss) eigentlich immer regnet. Vom Sierra Negra war hinwegs vor lauter Nebel nichts zu sehen. Auf dem Rückweg hat sich der Nebel dann freundlicherweise etwas gelichtet und wir konnten einen Blick auf die gigantischen Ausmaße des Kraters werfen: Dieser hat einen Durchmesser von 10 Kilometern!

 

Ausflug „Tunnels Tour“

Bei der teuren Tunnels-Tour (85 US-$ pro Person) fährt man mit einem kleinen Boot ca. 45 Minuten übers Meer, das so rau ist, dass man leicht seekrank (wenn man im vorderen Teil des Bootes sitzt) oder nass werden kann (wenn man hinten sitzt). Endlich angekommen, sind wir dann durch Lavatunnel geschnorchelt und konnten in Haihöhlen schauen. Vom Anblick der ruhenden Haie war ich besonders überrascht, dachte ich doch, Haie müssten immer in Bewegung sein.

Neben den Haihöhlen konnten wir auch mit bestimmt 100 Jahre alten Riesenschildkröten schwimmen, was unglaublich toll war. Wir waren allerdings etwas entsetzt von der Distanzlosigkeit der meisten anderen Schnorchler und des Guides. Beim Tauchen bekommt man immer eingebläut, dass man nichts anfassen darf und immer Abstand halten muss. Hier animierte uns der Guide sogar noch für Fotos ganz nah an die Tiere ranzurücken.

Neben den Riesenschildkröten und Haien, konnten wir auch Pinguine und Seelöwen sehen – das übliche Galapagosprogramm eben 😉 Ganz kurz sind wir auch noch auf einigen Lavafelsen herumgekraxelt, wo wir Tölpelnester und Riesenschildkröten bei der Paarung zu sehen bekommen haben.

 

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