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Nord-Sulawesi und der makabere Markt der Minahasa

Nach unserem sehr entspannten Aufenthalt auf der kleinen Insel Bunaken geht es nach Tomohon ins Hochland von nord-Sulawesi. In Tomohon, der Stadt der Blumen, herrscht ein angenehmes, etwas kühleres Klima. Die kleine Stadt ist umgeben von Vulkanen und ein idealer Ausgangspunkt, um die Minahasa-Region zu erkunden. 

In der Unterkunft angekommen, machen Dani und ich uns erstmal auf den Weg ins „Zentrum“ der kleinen Stadt. Von der Hauptstraße winken wir einen von den kleinen blauen Microlet-Bussen heran. Die sind der Kern der öffentlichen Nahverkehrs auf Sulawesi, werden privat betrieben, von ihren Fahrer selbst „eingerichtet“ und fahren freestyle durch die Gegend.

Öffentlicher Nahverkehr in Tomohon: neben den blauen Minibussen (Hintergrund) gehören auch Pferdekutschen noch fest ins Straßenbild.

Öffentlicher Nahverkehr in Tomohon: neben den blauen Minibussen (Hintergrund) gehören auch Pferdekutschen noch fest ins Straßenbild.

Wenn jemand winkt und die Richtung passt, wird er mitgenommen. Die Leute um uns herum kichern, wir sind wieder mal die Attraktion. Aus dem Lautsprecher kommt irgendwas kuschelrock-ähnliches, schön laut, so mögen sie’s hier gerne. Nach kurzer Fahrzeit werden wir in irgendeiner Seitenstraße herausgelassen und gehen weiter zu einem kleinen Markt, für den jeden Tag ab Mittag eine Straße gesperrt wird. Hier gibt es Backwaren und Fisch. Keine Ahnung, wie diese Kombination zustande kommt…

Markt_Tomohon - 1

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Kleiner Markt in Tomohon: Fisch und Backwaren

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Die Leute sind unheimlich freundlich und lassen sich gern auf die Frage „Boleh saya foto?“ hin ablichten.

Boleh saya foto? Dazu sagt in Sulawesi niemand "nein".

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Boleh_saya_foto - 1 (4)

Boleh_saya_Foto - 1

Auf die Frage "Boleh saya foto?" gibt es auf Sulawesi nur positive Reaktionen.

House of Kitty – das große Glitzern

Nachdem wir uns mit pinken und grünen Teilchen eingedeckt und ein paar Waffeln verspeist haben, bummeln wir über die Hauptstraße und landen, ich mag es gar nicht zugeben, im House of Kitty. Ja, genau, das kommt von Hello Kitty und alles ist pink, wenn auch schon ziemlich heruntergekommen. Dani hat auf ihrer Kamera gerade aus Versehen den Glitzermodus eingeschaltet und so sieht das House of Kitty auf den Bildern aus wie Barbies Traumhaus.

House of Kitty in Tomohon

House of Kitty in Tomohon

House of Kitty - das große Glitzern

House of Kitty – das große Glitzern

In so einer Umgebung muss man zu außergewöhnlichen Maßnahmen greifen: Wir versuchen einen „Latte Baileys“ zu bestellen, was leider daran scheitert, dass eine der Zutaten nicht vorhanden ist („sorry, we no have“). Also bestellen wir „Hot Chocolate Baileys“ und bekommen … heiße Schokolade mit ganz viel Zucker. Im Anschluss versuchen wir dann noch, in einem anderen Café einen „Kaffee Latte“ zu bestellen. Wir bekommen: tiefschwarzen Muckefuck mit stark gesüßter Dosenmilch. Egal, Hauptsache Koffein. Ihr seht, es geht in Sulawesi viel daran, Sachen zu auszuprobieren.

Brothers-Café in Tomohon

Brothers-Café in Tomohon

Der Plan

Während wir uns bewegt haben, haben sich unsere Gedanken mitbewegt und so nimmt unser Plan für die nächsten Tage Gestalt an: morgen Tour durch die Minahasa-Region, am Tag darauf Rafting, dann direkt weiter zum Tangkoko Nationalpark. Auf die Minahasa-Tour begleitet uns Micha, der Chef vom Mountain View. Der hat mit den beiden Betreiberinnen vom Indojunkie-Blog, den wir jedem, der sich für Indonesien interessiert, nur empfehlen können, ein Buch über Sulawesi geschrieben (Sulawesi – On The Road and Inside Indonesia). Besonders in seiner Wahlheimat, der Minahasa-Region, kennt er sich aus.

Der makabere Markt der Minahasa

Am nächsten Morgen geht’s früh um 8 Uhr los. Neben uns ist noch ein belgisches Pärchen an Bord. Mit Fahrer und Micha macht das sieben. Wir quetschen uns also ins Auto. Erster Stopp (und finsteres Highlight des Tages): der grausame Markt von Tomohon. Dazu heißt es im Reiseführer:

Dem Volk der Minahasa wird nachgesagt, dass sie alles essen, was vier Beine hat, außer dem Tisch und den Stühlen (Lonely Planet).

Am Anschaulichsten ist das auf eben diesem Markt zu sehen. Nachdem wir in einem Mob von Schaulustigen einem Wunderheiler aus Papua-Neuguinea bei der Arbeit zuschauen, bummeln wir entspannt über die riesige Obst- und Gemüseabteilung des Marktes, wo Berge von Chili-Schoten und Knoblauch-Zehen gestapelt liegen.

Danach geht es auf den Fleischmarkt, wo wir als erstes sehen, wir tote Hunde flambiert werden. Nichts für schwache Nerven. Aber es kommt noch schlimmer: aus dem Augenwinkel erkennen wir, wie jemand eine Katze mit einem Holzknüppel erschlägt, gerade nachdem der Käufer sich ein Tier aus einem vollen Käfig mit lebendigen Exemplaren ausgesucht hat. Lebendige Hunde und Hühner gibt es hier auch. Schwer zu ertragen das blutige Spektakel. Als wir unseren Weg über den Fleischmarkt dennoch fortsetzen, merke ich, dass meine Flipflops nicht die richtige Wahl sind. Der Boden wird von einer dünnen Lache aus Blut und anderen (tierischen) Abfällen bedeckt. Bei jedem Schritt spritzt es auf meine Füße und an meine Hose. Von dem Geruch ganz zu schweigen. Ich konzentriere mich darauf, dass sich diese Bilder nicht in mein Hirn einbrennen. An den Rändern des Fleischmarktes huschen Ratten durch die Ecken. Neben Hunden und Katzen, werden geröstete Flughunde, Ratten am Spieß und Schlangenfleisch (Python) angeboten. Aufgrund der Nähe zum Ozean gibt es eine große Fischabteilung.

Auf dem Markt von Tomohon bestätigt sich, was wir schon in Rantepao gesehen haben: Tiere werden als Gegenstände betrachtet, nicht als Lebewesen. Die Leute würden zu Weihnachten auch schon mal ihre Hunde essen, sagt man uns. Ob das stimmt? Die Hunde, die hier zum Verzehr angeboten werden, kommen nicht aus dieser Region, sondern aus Gorontalo. Dort leben Muslime und die mögen keine Hunde, weil die als unrein gelten, erklärt Micha uns. Als wir den Markt des Grauens verlassen und weiter durch die Region fahren, sehen wir überall Hundewelpen, für Nachschub ist also gesorgt. Auffallend ist, dass wir eigentlich keine wilden Hunde auf Sulawesi sehen, wie es sie z.B. in einigen Gegenden Balis gibt. So brutal also all das für einen Europäer ist, es scheint zumindest geordnet zuzugehen. Eine sehr deutsche Ansicht, vermutlich 🙂

Auf dem Vulkan

Der nächste Stop der Tour ist der Vulkan Mahawu auf 1.324 m Höhe. Praktischerweise kann man fast bis zum Gipfel fahren und das letzte Stück ist mit soliden Treppen gepflastert. Oben haben wir einen weiten Blick über die ganze Region. Wenn zwischen den Wolken mal eine Lücke kommt, können wir sogar die Insel Bunaken sehen. Der Kratersee hat einen Durchmesser von 180 m und eine Tiefe von 140 m. Gerade ist er nahezu ausgetrocknet, es hat lange nicht geregnet.

Vulkan Mahawu

Vulkan Mahawu

Hockend begraben im Familien-Waruga

Als das Wetter sich bessert, besuchen wir einige alte Warugas, so nennt man die Grabstellen der Minahasa. Die Steinsakrophage sehen aus wie kleine Häuser mit Dächern. Sie sind oft aufwendig mit in den Stein gemeißelten Szenen aus dem Alltag verziert. Die Toten wurden hier in Fötus-Haltung hineingehockt, so dass sie in den Gräbern saßen. Diese fungierten als Familiengräber und wurden bis ins 18. Jahrhundert benutzt. Micha fährt mit uns an eine Stelle mitten im Nirgendwo, wo ein paar vereinzelte Warugas, umgeben von bewirtschafteten Feldern, einfach in der Gegend herumstehen. Die Einheimischen sind an ihren Anblick gewöhnt und von Touristen ist noch keine Spur. Eine Kuh stiert uns interessiert an, während wir die Grabstätten erkunden.

Do it like a local

Mittags geht es zu dem kleinen Straßenlokal Ranowangko. Leider verpasse ich Michas Erklärungen zum All-you-can-eat-Buffet, also lasse ich die Finger vom Fleisch. Sicher ist sicher. Alles ist höllisch scharf, so dass uns bald die Augen tränen. Wir versuchen, den Brand mit süßer Pulverbrause zu löschen, aber das hilft natürlich nicht. Wo ist nur die Nutella, wenn man sie braucht?! Außer uns sind im Ranowangko nur Locals, die sich, als sie uns wahrnehmen, alle so hinsetzen, dass sie uns gut sehen können und uns ungeniert freundlich anstarren. Es ist wie immer mit den Einheimischen auf Sulawesi: irgendwann fragt der erste, ob er ein Foto mit uns machen kann und dann geht’s los. Alle wollen ein Foto mit dem Handy machen, am besten gleich einen kleinen Film. Während des Essens haben wir ständig wechselnde Tischpartner, weil alle ein Foto davon haben wollen, wie sie mit uns essen. Einmal skypen wir sogar mit der Familie eines Gastes. Die Leute sind begeistert, und wir fühlen uns ein bisschen wie Justin Bieber.

Mittagessen mit den Locals

Mittagessen mit den Locals

Dem Restaurant gegenüber ist ein Berg mit Höhlen. Hier haben die Japaner im zweiten Weltkrieg Waffen gelagert, erzählt uns Micha. Touristisch erschlossen ist das alles nicht, es gibt auch keine Schilder oder Absperrungen und so können wir ungestört, mit unseren Handys als Taschenlampen bewaffnet, die kleinen Höhlen und Gänge erkunden.

Waffenlager der Japaner im 2. Weltkrieg

Nachmittags fahren wir zum Linow-See, einem Schwefelsee, der wegen der Mischung aus Schwefel und Algen öfter Mal seine Farbe ändert. Danach zu einigen heißen Quellen. Es regnet und so wirkt das alles etwas trist.

In einem Dorf zeigt Micha uns ein Denkmal in einer kleinen Seitenstraße: es ist den beiden deutschen Missionaren gewidmet, die die Bevölkerung einst zum Protestantismus bekehrt hat. Damals, als die Holländer die Insel besetzt hatten.

Denkmal für die christlichen Missionare

In der Minahasa-Region leben mehrheitlich Christen und es gibt die höchste Dichte an christlichen Kirchen in Indonesien. Alle 100 m steht eine Kirche.

Kirchen_Tomohon - 3

Kirchen_Tomohon - 2

Kirchen_Tomohon - 1

Wir fahren durch das Dorf Woloan, wo die für die Minahasa typischen Stelzenhäuser hergestellt werden. Das Dorf ist das reinste „Schaufenster“ und Kaufinteressierte können sich ihr Haus direkt aussuchen, auseinandernehmen und liefern lassen. Das nächste Dorf nennt sich selbst „das Erdnussdorf“, und so ist es nicht verwunderlich, dass man am Dorfeingang von einer gigantischen Erdnussstatue begrüßt wird. Wir machen ein kleines Erdnuss-Tasting und kaufen schließlich eine kleine Packung Nüsse mit viel Zucker. Zucker lieben die Sulawesier.

Erdnussverköstigung im Erdnussdorf

Tree House

Zum Abschluss bringt Micha uns zum On Hill Tree House Urongo auf einem Hügel am Tondano See. Das Tree House sei ganz neu und wolle bekannt werden, erzählt Micha. Nach gefühlt 200 Stufen werden wir mit einem Panoramablick über den See belohnt. Der Eintritt ist frei, aber es wird um eine Spende gebeten. Es gibt Hängematten und Plattformen an den Bäumen, von denen der Blick auf den Tondano See noch besser ist und die Mutigen gewagte Selfies machen können. Der Maßstab aller Dinge, heutzutage. Zumindest werden die zumeist jungen Leute gesichert, bevor sie sich zum Posieren über den den Rand der Plattform hängen. Es gibt sogar eine Plattform in Herzchenform. Micha ist auch hier bekannt wie ein bunter Hund und wir werden zu Obstsalat eingeladen. Einige Locals sprechen sogar Englisch, wir kommen sehr einfach ins Gespräch. Neben ein paar improvisierten Essensständen ist sogar ein kleines Zelt aufgebaut. Gegen eine kleine Spenden kann man hier campen. Sanitäre Anlagen gibt es, mal abgesehen von einem typisch asiatischen Hockklo, das man für 2.000 IDR benutzen kann, allerdings nicht.

Nach dem Tree House gehen wir noch ein Stück am Tondano See spazieren. Weil Micha denkt, hier sei ein neues Lokal entstanden, geraten wir zufällig in eine kleine Familienfeier. Wie die Indonesier so sind, bitten sie uns direkt freundlich herein und zeigen uns das Haus. Die anschließende Fotosession spricht Bände.

Ein Fotostop für den Sonnenuntergang ist der krönende Abschluss einer unvergesslichen Tour durch die spannende und vielfältige Minahasa-Region.

Sonnenuntergang mit Blick auf einen Vulkan in Nord-Sulawesi

EM 2016: Deutschland gegen Italien

Um 2:15 Uhr werden wir von einem unangenehmen Geräusch gestört: dem Wecker. In Deutschland ist es jetzt 20:15 Uhr und die Menschen versammeln sich langsam vor den Fernsehern und in den Kneipen, um sich das Viertelfinale der diesjährigen Europameisterschaft anzuschauen. Wir haben davon bisher nicht allzu viel mitbekommen, aber diesen Klassiker wollen wir uns nicht entgehen lassen. Pünktlich um 2:30 Uhr stehen wir an der Rezeption und warten darauf, dass uns Roy, ein indonesischer Freund von Micha, der uns zum Fußballschauen eingeladen hat, abholt. Um 3 Uhr, das Spiel wird gerade angepfiffen, machen wir uns zu Fuß in der Dunkelheit auf den Weg. Roy und drei Freunde halten schon nach uns Ausschau. Wir setzen uns alle ins Wohnzimmer auf diverse Sofas vor den großen Flachbildschirm. Niemand isst oder trinkt irgendwas, das ändert sich auch im Verlauf des sehr langen Spiels nicht. Dafür rauchen alle. Wir kaufen uns irgendwann eine Flasche Wasser im Kiosk nebenan, der praktischerweise auch Roy gehört. Irgendwann am Ende der ersten Halbzeit hören wir ein leises Quieken von draußen. Die Männer gehen nachsehen und wie sich herausstellt, ist eines der sechs Hundewelpen in einen Graben geplumpst und kommt aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Die Welpen werden kurzentschlossen hinter das Haus getragen. Mama Hund trottet entspannt hinterher. Von den Männern haben einige Trikots an. Zwei drücken Deutschland die Daumen, die anderen beiden Italien.Hier auf Sulawesi unterstützt jeder ein Team und überall hängen Flaggen. Wenn einer der wenigen gefährlichen Schüsse fällt, rufen die jeweiligen Unterstützer „Bum!“ oder „Bumbum!!“. Und die Leute stehen tatsächlich mitten in der Nacht auf, um sich die Spiele anzusehen. Gegen 5:30 Uhr, die deutsche Mannschaft hat das Unmögliche geschafft, machen wir uns im Hellen zu Fuß wieder auf den Weg ins Moutain View.

Schon wieder Rafting

Nachdem wir Dani in Süd-Sulawesi mit unserer Begeisterung für’s Rafting angesteckt haben, wagen wir uns im Norden erneut aufs Wasser. Diesmal mit Manado Rafting auf dem Nimanga-Fluss. Manado Rafting befindet sich in einem kleinen Dorf und hat gerade eine kleine Basis gebaut, von der aus die Touren starten. Alles scheinbar etwas professioneller als im Süden. Nicht so allerdings auf dem Wasser. Die wichtigsten Ansagen lauten auch hier: „Bum!“ (ins Boot lehnen) und „Bumbum! (ins Boot hineinsetzen). Allerdings kommt es nur selten zu Bumbum, denn der Fluss führt nach 3,5-regenarmen Monaten nur wenig Wasser, so dass wir eher gelegentlich steckenbleiben als von zu viel Wasser fortgerissen zu werden. Trotzdem gelingt es mir irgendwie, nach einem Bumbum! aus dem Boot zu fallen. Zwischendurch können wir noch von einem Felsen in den Fluss springen, aber das sind dann auch schon die Höhepunkte der Tour. Die Perspektive ist ungebrochen schön, aber der Dschungel und der Fluss sind hier schon ordentlich in den regionalen Müllbeseitigungsprozess eingebunden. Überall liegen oder schwimmen Flipflops. Wo kommen die bloß alle her?! Unsere Schuhe schwimmen derweil an einen Faden gebunden hinter dem Boot her. Hoffen wir zumindest. Nach eineinhalb Stunden ist die Fahrt vorbei, aber das größte Abenteuer des Tages wartet noch auf uns.

Pick-up-Rafting

Als wir aus dem Wasser steigen, wartet schon ein alter, roter Pick-up auf uns. Der Fahrer hat seine zwei kleinen Töchter mitgebracht und wir mitsamt Boot müssen auch transportiert werden. Wie also löst der Indonesier das? Genau, das Boot kommt komplett ungesichert auf die Ladefläche und man setzt die Leute einfach da rein. Wir halten das zuerst für eine Scherz, aber schließlich steigen wir doch ein, behalten Helm und Schwimmweste dafür aber an. In Deutschland würden wir so etwas nie machen und wenn etwas passieren sollte, würden Zuhause sicher alle fragen: wie konntet ihr nur? Ungesichert? Auf einem Schlauchboot? Auf einem Pick-up?! und dabei verständnislos gucken. Hier auf Sulawesi wundert das keinen und auch auf unserer 20-minütigen Fahrt zum Raftingcenter schaut keiner, den wir passieren, irritiert. Entweder wir fahren zu schnell und sehen die Reaktionen nicht, oder die Leute denken, das gehört so, weil hier ständig Weiße auf Schlauchhbooten auf Pick-ups durch die Dörfer fahren. Pick-up-Rafting sozusagen. Einen Eindruck von dieser skurrilen Fahrt bekommt ihr hier.

Anschließend sind wir bei der Familie eines Mitarbeiters des Mountain View zum Mittagessen eingeladen. Die Familie hat ein kleines Buffet aufgebaut und alle essen zusammen. Die Rafting-Crew und unser Fahrer sind auch da. Nach einer kleinen Fotosession auf der Straße (eine Nachbarin rennt extra ins Haus und trommelt ihre Kinder für ein Gruppenfoto mit uns zusammen) geht es weiter Richtung Tangkoko Nationalpark.

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