Was muss man in Nordfriesland gemacht haben? Welche Orte eignen sich besonders für einen spontanen Tagesausflug im nörlichsten Landkreis Deutschlands? Fest steht: Im schleswig-holsteinischen Nordfriesland gibt es unzählige reizende Städte und Orte, die du auf keinen Fall verpassen solltest; egal, ob du als Paar, mit Kindern, als Familie oder mit dem Hund auf Nordfriesland-Entdeckungstour gehst. Ich habe dir heute meine Lieblings-Ausflugszeile in Nordfriesland mit ihren Top-Sehenswürdigkeiten und einigen Geheimtipps herausgesucht.

Tönning: verschlafene Hafenstadt mit Wattforum

  • Sehenswürdigkeiten: Multimar Wattforum, Historischer Hafen
  • Restaurant-Tipp: Zum Goldenen Anker, Am Hafen 32
  • Pausen-Tipps: Alte Werft, Am Eiderdeich 21; Zum goldenen Anker, Am Hafen 32
  • Café-Tipp: Schankwirtschaft Wilhelm Andresen, Katingsiel 4 
Hafen Tönning Nordfriesland - eines von den Ausflugszielen in Nordfriesland

Blick auf den kleinen Hafen von Tönning

Die Top-Sehenswürdigkeit der kleinen Hafenstadt Tönning ist das Multimar Wattforum (Dithmarscher Str. 6a), eine interaktive Ausstellung über den Lebensraum Watt. Hier kannst du alles über Natur und Tiere der Halbinsel Eiderstedt lernen. Besonders Kinder sind von den Aquarien und dem riesigen Nachbau eines Pottwals fasziniert.

Aber auch der Marktplatz mit dem achteckigen Brunnen, der St.-Laurentius-Kirche und den Giebelhäusern, der Schlosspark und der historische Hafen gehören zu einem Tönning-Besuch dazu und machen Tönning als Ausflugsziel in Nordfriesland aus. Beim Spaziergang rund um den Hafen geht es am Alten Packhaus vorbei, das von den goldenen Zeiten Tönnings als wichtige Hafenstadt erzählt, bevor der Nord-Ostsee-Kanal gebaut wurde und die Stadt ein bisschen in Vergessenheit geriet.

Mein Tipp: Am Außenhafen Eiderkaje legen in den Sommermonaten täglich die Adler-Ausflugsschiffe zu den Seehunden und auf die Eider ab. Die Fahrten dauern 2,5 Stunden. Die Highlights: Schleusung durch das Eidersperrwerk und ein Seetierfang.

Gut Pause einlegen lässt sich in der „Alten Werft“ oder im Hotel-Restaurant „Zum goldenen Anker“ – beide mit Blick auf den Hafen. Ein besonderer Ausflugstipp bei Tönning ist die Schankwirtschaft Andresen. Die im urigen Reetdachhaus angesiedelte Gastronomie gibt es bereits seit 300 Jahren! Idyllisch liegt die Schankwirtschaft mitten im Grünen hinterm Deich. Hier kannst du herrlich draußen sitzen. Lecker sind auch das Krabbenbrot mit frischen Krabben zum Tagespreis und die selbstgebackenen Torten. Drinnen sieht es aus wie in Omas guter Stube. Insidertipp: Unbedingt probieren solltest du den heißen Eiergrog nach dem Originalrezept der blonden Kathrein.

Eidersperrwerk: Bollwerk mit besten Fischbrötchen

  • Pausen-Tipp: Aussichtspavillon, Parkplatz Südseite
  • Vorsicht vor: den Möwen
  • Kombinieren: Den Besuch des Eidersperrwerks mit einem Ausflug ins 10 km entfernte Tönning
Eidersperrwerk Halbinsel Eiderstedt

Das Eidersperrwerk auf der Halbinsel Eiderstedt

Ein mächtiger Bau von 1973 und eines der Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt: das Eidersperrwerk.  Du kannst es zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren. Wenn du im Juni da bist, wirst du am Anfang und am Ende des Sperrwerks mehrere Vogelkolonien mit Jungtieren zu Gesicht bekommen: Lachmöwen sowie Flusssee- und Küstenschwalben sind hier beheimatet. Es ist ein Reisespektakel und ein ordentlicher Lärmpegel. Das Sperrwerk selbst wurde gebaut, um die Eider zu entlasten und das Binnenland vor Sturmfluten zu schützen. Es hält die Nordsee in Schach und ist über die Jahre selbst zur Sehenswürdigkeit geworden – das perfekte Ausflugsziel auf der Halbinsel Eiderstedt in Nordfriesland.

Geheimtipp für Nordfriesland: Von Norden kommend befindet sich hinter dem Sperrwerk ein Parkplatz mit dem Aussichtspavillon mit Imbiss. Iss hier unbedingt ein Fischbrötchen. Die sind wirklich gut, obwohl du dich dabei vor den hungrigen Möwen in Acht nehmen solltest. Meine Mutter schwört darauf, dass es hier das leckerste Aalbrötchen der Welt gibt! Um den Aussichtspavillon herum stehen Tische und Bänke. Du kannst hier fischbrötchenessend sehr nett sitzen und den weiten Blick über die Eider und auf das Eidersperrwerk genießen.

Geheimtipp: Herrenhaus Hoyerswort

  • Sehenswürdigkeit: Haus, Skulpturenpark
  • Pausen-Tipp: Café und Brasserie
Herrenhaus Hoyerswort - Geheimtipps und Ausflugsziel in Nordfriesland

Eine Löwenstatue bewacht das schmucke Herrenhaus Hoyerswort

Dieses Nordfriesland-Ausflugsziel habe ich erst vor Kurzem entdeckt. Das reizende → Herrenhaus Hoyerswort mit Gartencafé, Brasserie, Skulpturenpark und vier Ferienwohnungen wird liebevoll gehegt und gepflegt. Du erreichst es am besten mit dem Auto oder dem Fahrrad. Zufällig kommst du vermutlich nicht vorbei, liegt es doch recht abgelegen in Oldenswort. Das Herrenhaus ist ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert. Es steht unter Denkmalschutz und liegt auf einer Warft. Erbaut hat das Herrenhaus Hoyerswort vermutlich Junge Ivers. Lange gehörte es dann einem Vertrauten von Herzog Adolph von Gottorf: Caspar Hoyer, der dem Anwesen auch seinen Namen gab. Seit 2011 ist es im Besitz des Keramik-Künstlers Alfred Jordy, dessen Keramiken im Eingangsbereich zu kaufen sind. Vielleicht ein gutes Mitbringsel aus Nordfriesland? Ansonsten sind einige Räume des Hauses begehbar, ein kleines, liebevoll eingerichtetes Museum und Zeitdokument und ein weniger bekanntes Ausflugsziel auf der Halbinsel Eiderstedt.

Im Café (dienstags geschlossen, sonst 11-18 Uhr) gibt es selbst gebackene Torten, außerdem Dinkelvollkornbrot mit Käse oder Schinken und diverse Getränke. Erst ganz neu hat die Brasserie Hoyerswort an den Abenden (Mi.-Sa. ab 17 Uhr) geöffnet. Hier erwartet dich französisch inspirierte Küche mit regionalen Produkten. Ein- bis zweimal im Monat lädt das Herrenhaus Hoyerswort zu musikalischen Events ein.

St. Peter-Ording: unendliche Weiten des Wattenmeers

  • Restaurant-Tipps: Die Insel, Im Bad 27; Diike, Am Deich 31; 54 Grad Nord (Pfahlbaute)
  • Café-Tipp: Meersatt, Eiderweg 1, St. Peter-Böhl
  • Bester Sonnenuntergangs-Spot: Ordinger Strand
  • Sehenswürdigkeiten: UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer, Pfahlbauten, Strand
  • Hotel-Tipp: Strandgut Resort, Am Kurbad 2; Beach Motel, Am Deich 31
Ordinger Strand in St. Peter-Ording

Ordinger Strand in St. Peter-Ording

Dieser Ort ist sicher das beliebteste Ausflugsziel auf der Halbinsel Eiderstedt und in Nordfriesland, mal abgesehen von Sylt vielleicht. Viele Strandhungrige und Meersüchtige verbringen sogar ihren ganzen Sommerurlaub in SPO (die Einheimischen sagen übrigens St. Peter). Es hat knapp 4.000 Einwohner:innen, und mehr als viermal so viele Gästebetten. Prägend ist der 12 km lange und bis zu 2 km breite, scheinbar ewig-lange Sandstrand. Das Wattenmeer wurde sogar von der UNESCO zum Weltnaturerbe ausgezeichnet.

Landmarken sind die 19 Pfahlbauten, die weit aus dem Strand herausragen, und der Leuchtturm von St. Peter-Böhl. SPO besteht aus vier Ortsteilen: Ording, Bad, Dorf und Böhl. Während es in Ording vor allem der lange Sandstrand mit dem Parkplatz direkt auf dem Strand ist, der den Ortsteil zu einem so attraktiven Ausflugsziel macht, ist in Bad und Dorf etwas mehr los. Hier kannst du in kleinen Geschäften gut bummeln, dich mit Urlaubslektüre versorgen, ein Mitbringsel für die Lieben daheim erstehen oder die diversen Wasserrutschen und Saunen der Dünentherme in Bad ausprobieren. Eine gute Mischung aus Cafés, Eisdielen und Restaurants findest du ebenfalls – und jede Menge Orte, an denen du gut Fischbrötchen essen kannst.

Mehr SPO-Tipps und -Sehenswürdigkeiten findest du im Artikel → Ein perfekter Tag in: St. Peter-Ording. und zum nordfriesischen Nationalfeiertage am 21. Februar: Biike-Brennen in St. Peter-Ording: bye-bye Winter!

Geheimtipp: Tating und die älteste Kirche Eiderstedts

  • Restaurant-Tipp: Eiderstedter Krog, Dorfstraße 17
  • Café-Tipp: Schweizer Haus, Düsternbrook 10
  • Sehenswürdigkeiten: Hochdorfer Garten, Kirche
  • Für Golfer:innen: Open Country, Golfplatz, Martendorf 23
  • Hotel-Tipp: Wellenreiter, Dorfstraße 41
  • Ferienwohnung: von meinen Eltern – bei Interesse Mail an claudia(at)weltreize.com
St.-Magnus-Kirche Tating - Tating ist ein noch unbekanntes Nordfriesland-Ausflugsziel

Die älteste Kirche der Halbinsel Eiderstedt: St.-Magnus-Kirche in Tating

Durch Tating fahren die meisten Nordsee-Urlauber:innen auf ihrem Weg nach St. Peter-Ording nur durch. Dabei lohnt es sich, in dem reizenden Ort einen entspannten Stopp einzulegen. Die zwei Top-Attraktionen Tatings sind die St.-Magnus-Kirche und das Schweizer Haus im malerischen Hochdorfer Garten. Nach einem Spaziergang durch die schöne Grünanlage bis hin zum Haubarg Hochdorf empfehle ich eine ausgiebige Kuchenpause im Gartencafé des Schweizer Hauses. Hier gibt es auch tolle Spielmöglichkeiten für Kinder.

Die St.-Magnus-Kirche in der Dorfmitte ist nicht zu übersehen. Ein Blick in ihr Inneres lohnt sich! Am Rande des Ortes findet sich außerdem der Golfplatz Open Country und ein kleiner Flugplatz im Feldhausweg, von dem aus du auch Rundflüge über die Halbinsel Eiderstedt buchen kannst! Wenn du das beschauliche Taing genau erkundest, wirst du feststellen, dass er ein wahres Schmuckkästchen an hübschen Reetdachhäusern und Haubargen ist. Hier lässt sich gut eine Fototour machen. In jedem Fall ein lohnenswertes Ausflugsziel in Nordfriesland. Insidertipp: Es gibt auch einen Bäcker mit einem recht kuriosen Verkaufssortiment und mit Eggis Kaffeerösterei.

Leuchtturm Westerhever: beliebtestes Fotomovit

  • Restaurant-Tipp: Imbiss am Deich – bi Silke & Theo, Ahndelweg
  • Pausen-Tipps: alles für ein Picknick mitnehmen und am Leuchtturm die Decke aufschlagen
  • Sehenswürdigkeiten: Leuchtturm, Salzwiesen, weiter Blick
  • Am besten erkunden: mit dem Fahrrad
Leuchtturm Westerheversand

Postkartenmotiv und Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt: Leuchtturm Westerheversand

Der Westerhever Leuchtturm ist das Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt. Weiß-rot-gestreift sieht er wie ein Leuchtturm aus dem Bilderbuch aus. Er ist DAS Fotomotiv der Gegend. Das kleine Ensemble wurde 1906 erbaut und besteht aus dem Leuchtturm und zwei Häuschen, die ihn zu beiden Seiten flankieren. Das Ensemble befindet sich auf einer für die Gegend so typischen Warft und liegt mitten in den saftig grünen Salzwiesen.

Landseitig gibt es ein kleines Infozentrum mit Shop, Toiletten und Parkplatz (Ahndelweg 4). Achtung: Nur dort im Infozentrum kannst du die Führung mit Besichtigung des Leuchtturms buchen! Mit etwas Glück genießt du dann den Blick von der 40 m hohen Aussichtsplattform genießen. Wenn du dich mit dem Auto auf den Weg nach Westerhever machst, musst du ohnehin dort parken. Nebenan gibt es auch einen Imbiss mit großem Außenbereich (donnerstags und freitags geschlossen, sonst 11-18 Uhr). Zum Leuchtturm kommst du nur mit dem Rad oder zu Fuß. Vom Parkplatz zum Leuchtturm sind es ca. 2 km.

Noch ein Hinweis: Beim Leuchtturm selbst gibt es keine Gastronomie und auch die Toilette war, als wir dort waren, öfter mal gesperrt. Versorg dich also am besten schon vorher.

Ich habe mir den Leuchtturm von Westerheversand, wie er mit vollem Namen heißt, zuletzt auf meiner Tour auf dem Nordseeküsten-Radweg angeschaut: → Nordseeküsten-Radweg: 1 Woche auf dem längsten Radweg der Welt.

Husum: bunte Stadt am Meer

  • Restaurant-Tipp: Dragseth’s Gasthof, Zingel 11
  • Café-Tipp: Künstlercafé, Neustadt 13; Hafenkaffee, Schiffbrücke 3
  • Bestes Spaghettieis: Eiscafé Riva, Hafenstraße 15
  • Hotel-Tipp: Hotel am Schlosspark, Hinter der Neustadt 74-86
  • Sehenswürdigkeiten: Hafen, Schlosspark, Krokusblüte, Altstadt
Hafen Husum - ein beliebtes Nordfriesland-Ausflugsziel

Blick auf den Husumer Hafen

Husum ist eine reizende kleine Hafenstadt mitten in Eiderstedt. Der Schriftsteller Theodor Storm, der wohl bekannteste Sohn der Stadt,  bezeichnete sie einst als „die graue Stadt am Meer“, aber dieses Zitat wird Husum schon lange nicht mehr gerecht. Hier lässt es sich entspannt durch die malerische und zumeist verkehrsberuhigte Altstadt oder den Schlosspark mit Wasserturm flanieren. Typisch für Husum sind die Giebelhäuser rund um den Marktplatz. Geheimtipp: Den Wasserturm kann man übrigens hinaufsteigen. Wunderschön ist Husum auch im Frühling, wenn tausende Krokusse im Schlosspark blühen! Material für Rundgänge auf eigene Faust durch Husum bekommst du in der Tourist Info (Großstraße 27).

Geheimtipp: Hamburger Hallig

  • Restaurant-Tipp: Hallig Koog
  • Pausen-Tipp: selbst ein Brötchen mitnehmen und auf einer Bank essen
  • Sehenswürdigkeiten: das schöne Reetdachhaus, Touren ins Watt 
Hamburger Hallig

Weg zur Hamburger Hallig durch die norddeutsche Landschaft

Den Abstecher zur malerisch, mitten in den Salzwiesen gelegenen Hamburger Hallig habe ich gemacht, als ich auf dem → Nordseeküsten-Radweg unterwegs war. Es sind knapp 9 km pro Strecke. Aber er lohnt sich. Die Landschaft hier, die ganz typisch für Nordfriesland ist, kannst du auch auf dem Naturpfad Salzwiesen erkunden. Ab der Hallig starten Wattwanderungen, und es gibt eine Badestelle.

Du erreichst die Hamburger Hallig über einen Damm, der gut mit dem Fahrrad zu befahren ist. Auch wenige Autos sind unterwegs. An der Hallig gibt es einen Parkplatz. Dort ist das recht touristische Ausflugslokal „Hallig Koog“, wo wir eine Pause eingelegt haben. Insidertipp: Probier dort einen einen Pharisäer. Das ist ein typisches Getränk dieser Gegend, das aus Kaffee, Sahne und einem guten Schuss Rum besteht.

Ausflugsziel Roter Haubarg: mit Café und Museum

  • Café-Restaurant-Tipp: im Roten Haubarg mit Terrasse
  • Sehenswürdigkeiten: das Bauernhaus, der malerische Garten, Museum
Nordfriesland Ausflugsziel: Roter Haubarg Witzwort

Roter Haubarg Witzwort: guter Ort für eine Pause

Der denkmalgeschützte Rote Haubarg ist wie das Herrenhaus Hoyerswort eher ein kleines Ausflugsziel in dieser Nordfriesland-Kollektion. Ein Abstecher, der sich lohnt, wenn du ein oder zwei Stunden übrig hast. Der Rote Haubarg ist ein typisches altes Bauernhaus dieser Gegend, das wunderschön abgelegen in einem kleinen Park auf einer Warft steht. Das reetdachgedeckte Haus aus dem 17. Jahrhundert ist übrigens weiß, nicht rot. Angeber:innenwissen: Es hat 99 Fenster und beherbergt ein Museum mit einer Ausstellung zur Geschichte der Eiderstedter Landwirtschaft sowie ein Café-Restaurant.

Kombinieren mit: Der Rote Haubarg liegt beim Ort Witzwort, auf halber Strecke zwischen Husum und Friedrichstadt.

Friedrichstadt: willkommen in Holland!

  • Café-Tipp: Blumenhaus Café, Prinzenstraße 25
  • Lieblingsläden: Kaffeekontor, Am Markt 8; Wunderprinz, Prinzenstraße 1
  • Hotel-Tipp: Hotel Aquarium, Am Mittelburgwall 2-8
  • Sehenswürdigkeiten: Giebelhäuser, Kanäle, Marktplatz
Marktplatz mit Blumenkübeln in Friedrichstadt

Blumenkübel schmücken den historischen Marktplatz vom kleinen Friedrichstadt

Klein Holland in Nordfriesland, so lässt sich das malerische Friedrichstadt mit seinen vielen Kanälen, Giebelhäusern und kopfsteingepflasterten Straßen wohl am besten beschreiben. Eine tolle Art, die reizende Stadt zu erkunden, ist mit einer Grachtenfahrt. Für Aktivere empfehle ich Kajaks oder Tretboote. Denn vom Wasser aus erschließt sich Friedrichstadt am besten. Ausleihen kannst du die gut bei Kanu Kunterbunt (Lohgerberstraße 35).

Aber auch ein entspannter Stadtbummel macht Spaß. Es gibt viele individuelle Geschäfte, Cafés, dänisches Eis und natürlich echt-holländische Pommes am Markt. Geheimtipp: Dort solltest du den Kaffeekontor nicht verpassen. Er ist eine Mischung aus Kaufmannsladen, Museum und Kaffeekabinett. Sein Besitzer ist ein echtes nordfriesisches Original. Natürlich kannst du dir hier die Kaffeebohnen aus aller Welt auch mahlen lassen. Perfektes Mitbringsel.

Geheimtipp Tetenbüll: Kaufmannsladen von 1820

  • Café-Tipp: Café im Theatrium, Karkenstraat 13
  • Lieblingsladen: Friesische Schafskäserei, Kirchdeich 8
  • Sehenswürdigkeit: Haus Petersen mit Kaufmannsladen
Historischer Kaufmannsladen im Haus Petersen in Tetenbüll - Geheimtipp und Top-Ausflugsziel in Nordfriesland

Historischer Kaufmannsladen im Haus Petersen in Tetenbüll. Die Holzfront stammt noch von 1820!

Tetenbüll war eine echte Überraschung für mich. Zwar hatte ich bei meinen Nordfriesland-Reisen schon oft das Schild zum „Haus Petersen“ gesehen, war dem aber nie gefolgt. Das hat sich aber in diesem Jahr geändert, und ich war erstaunt, wie viel Leben das kleine Tetenbüll zu bieten hat! Das unbestrittene Highlight des 600-Einwohner:innen-Ortes ist das historische Haus Petersen mit Elementen des Original-Kaufmannsladens von 1820, wie du sie auf dem Foto siehst. Heute wird es von einem gemeinnützigen Verein betrieben, dessen freundliche Mitarbeiterin mir allerlei wissenswertes zum Haus und seiner Geschichte erzählt hat. Das Haus ist eine Art Museum und Ausstellungsraum zum häuslichen Leben in Nordfriesland, wie es früher war. Außerdem gibt es einen kleinen Laden im alten Laden, in dem wertige und regionale Produkte verkauft werden. Hier kannst du ein tolles Mitbringsel für dich oder die Daheimgebliebenen erstehen! Alleine deswegen ist Tetenbüll schon eines meiner Top-Ausflugsziele in Nordfriesland.

Neben dem Haus Petersen lohnt aber auch der Besuch des sehr lebendigen Cafés im Theatrium. Mit großem Außenbereich ist es ein guter Ort für eine kleine Erholungspause. Das Café im Theatrium hat dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Auslage mit Schafskäse in der Friesischen Schafskäserei in Tetenbüll

Auslage mit Schafskäse in der Friesischen Schafskäserei in Tetenbüll

Mein Tetenbüll-Highlight war aber auch der Besuch in der Friesischen Schafskäserei. Ich liebe Käse! Auf dem romantischen Hof gibt es einen kleinen Hofladen, in dem du allerlei feine Produkte rund um die Lämmer und Schafe kaufen kannst. Vor allem jede Menge Schafskäse-Varianten, aber auch Felle, Kleidung oder Fleisch. So kannst du dir ein bisschen Nordfriesland mit nach Hause nehmen! Aktuell hat die Schafskäserei von dienstags bis freitags von 11-16 Uhr geöffnet. Dienstags um 14:30 Uhr kannst du auch an einer Hofführung teilnehmen.

Sylt: Perle der Nordsee

  • Restaurant-Tipp: Strandoase, Lorens-de-Hahn-Straße 42; Wonnemeyer; Ellenbogen 3
  • Pausen-Tipps: Picknick am Ellenbogen
  • Café-Tipp: Nielsens Kaffeegarten, Am Kliff 5, Keitum; Kaffeehaus Mateika, Bismarckstraße 13, Westerland
  • Bestes Eis: Eismanufaktur, Dünenstraße 3, List
  • Sehenswürdigkeiten: Ellenbogen, nördlichster Punkt Deutschlands, Reetdachhäuser, Strände, Natur, Wander- und Uwe Düne, Alltagsmenschen
Lieblingsausflugsziel in Nordfriesland: Sylt - hier mit drei Alltagsmenschen in den Dünen

Den Alltagsmenschen begegnet man vierlerorts auf Sylt

Auf Sylt ist Sylt mit seiner unvergleichlichen Natur schon die größte Sehenswürdigkeit: die wilden Dünen, die rauen Strände und natürlich der Hauch von Glamour, der über all dem schwebt, weil der Legende nach jeden Moment Prominenz um die Ecke gebogen kommen kann.

Sylt ist eine Legende unter den deutschen Inseln. Doch wer Sylt besucht und nur wenig Zeit hat, sollte gut planen, denn die Nordsee-Insel ist groß und hat viel zu bieten. Sylt-Expertin Sabine vom Reiseblog Fratuschi verrät dir im Blogbeitrag hier auf Weltreize die wichtigsten Sylt-Sehenswürdigkeiten, ihre besten Sylt-Insidertipps – auch für Regentage und Schlemmerfans –, und erklärt, von wo du den schönsten Blick über die Insel hast, und was du dir sparen kannst.

Mehr Sylt-Tipps und -Sehenswürdigkeiten findest du im Artikel → Ein perfekter Tag auf: Sylt.

Fazit: Ausflugsziele Nordfriesland

Ich hoffe, dir hilft meine kleine Kollektion von Nordfriesland-Ausflugszielen mit ein paar Geheimtipps weiter. Entweder bei der nächsten Urlaubsplanung für Nordfriesland oder vielleicht für einen spontanen Tagesausflug, wenn du schon dort bist. Mir gefällt die Vielseitigkeit der Ausflugsziele: eine Insel, eine klassische Stranddestination, ein paar niedliche Orte und einige versteckte Perlen wie Tating oder Tetenbüll. Wenn ich aus deiner Sicht noch ein Ausflugsziel für Nordfriesland vergessen habe, schreib es mir gerne in die Kommentare!

Reizende Bilder und Videos aus Nordfriesland

Claudia und Alexia auf der elbferry

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Wenn ich auf Reisen bin, mache ich dazu auch oft Stories auf Instagram. Darin findet ihr die schönsten Fotos und witzige Videos zu meinen Reisen. Außerdem die besten Ideen für Aktivitäten vor Ort. Aus Nordfriesland gibt es diese hier:

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